Bunt im Block

Eine Debatte um den Öffentlichen Raum, die durch die Agora angestoßen wurde, wird nun durch das Format Bunt im Block auf die Spitze getrieben.

Bunt im Block

Bei der Veranstaltung Bunt im Block sollen am Sonntag, den 27. Mai die Straßen rund um die Alteburger Straße und Mainzer Straße für den motorisierten Verkehr gesperrt werden. Die Straßenflächen können von Anwohnern und Initiativen des Veedel gemeinschaftlich und kostenlos genutzt werden. Die Veranstaltung liegt in gemeinnütziger Trägerschaft des Südstadt-Leben e.V., dem Förderverein der Lutherkirche.
Kritiker der Veranstaltung sprechen hingegen von einer Ballermanisierung und befürchten Auswüchse wie man sie zum Sessionsbeginn am 11.11.2017 erleben musste.

Über die Genehmigung dieses neuen Straßenfestes entscheidet das Ordnungsamt. Ob “Ja” oder “Nein” – darüber ist nun eine heftige Diskussion entbrannt. Das Ordnungsamt will nicht genehmigen, die Bezirksvertretung Innenstadt hingegen schon.

Unsere Ratsgruppe GUT hat sich bislang aus der Diskussion um Bunt im Block herausgehalten, da einer der Organisatoren auch Angestellter unserer Ratsgruppe ist. Die Diskussion um diese Veranstaltung hat jedoch inzwischen eine stadtweite Bedeutung gewonnen. Im Kern geht es um die Nutzung des öffentlichen Raums.
Straßenfeste können eine wesentliche Bereicherung des städtischen Lebens darstellen. Natürlich bedarf es einer Regulierung – aber nach transparenten Kriterien.

Da erstaunt es uns, dass das Ordnungsamt im Abwägungsprozess schlicht feststellt, die Zahl der Contra-Stimmen sei höher zu bewerten als die Argumente für das Fest. Die Contra-Petition scheint vom Ordnungsamt zum Einen nicht inhaltlich geprüft worden zu sein, zum Anderen ist das Konzept von Bunt-im-Block in der Zwischenzeit überarbeitet worden – auch im Sinne der Petition.
Das Verhalten der Verwaltung erscheint zudem inkohärent. 2013 hat eine Sülzer Bürgerin 818 Unterschriften gegen das dortige Carre-Fest gesammelt, welches eine rein kommerzielle Ausrichtung hat und bis heute besteht.

Regelrecht verärgert sind wir aber über die Ankündigung der Verwaltung einen wahrscheinlichen Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt pro Bunt im Block nicht umsetzen zu wollen. Unsere Ratsgruppe fordert von der Stadt, eine mögliche positive Entscheidung zu respektieren und entsprechend die Veranstaltung auch zu genehmigen.

Unser Ratsmitglied Thor Zimmermann: “Die Verwaltung muss sich entscheiden, ob sie das Fest kaputt machen oder ermöglichen will. Wir wünschen uns von der Verwaltung einen lösungsorientierten Ansatz: Bunt im Block möglich machen!


Die Webseite von Bunt im Block
Auch kritische Stimmen in einem Bericht von Meine Südstadt
Der KStA zu neuesten Entwicklungen (Stand 12.4.2018)

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Autor: Thor Zimmermann

Thor ist Ratsmitglied der Stadt Köln, und auch in den Ausschüssen Kultur, Stadtentwicklung, sowie dem Hauptauschuss vertreten.

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