Unser Ebertplatz

Am 14. Juli soll der Brunnen auf dem Ebi wieder sprudeln! Schon jetzt gibt es ein abwechslungsreiches Programm.

Über die Wandlung der Stadt im Umgang mit dem Ebertplatz berichteten wir bereits. Nach jahrzehntelanger Vernachlässigung ist der Ebi nun auf einmal ein Hot Spot „Unser Ebertplatz“ weiterlesen

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Kultursaison Ebertplatz

Während der Ebertplatz nicht aus den Schlagzeilen kommt, startet nun das Zwischennutzungskonzept. “FAR OFF” bietet parallel zur Art Cologne nicht nur Raum für unkommerzielle Kunstprojekte, mit dieser Ausstellung soll auch der Platz belebt, und somit sicherer werden. Weitere Projekte folgen.

Letzten Herbst sollte der Unort Ebertplatz noch zugemauert werden, viel Engagement konnte dies letztlich verhindern. Erfreulicherweise wurde gar eine komplette Kehrtwende daraus. Bis zum Umbau des Ebertplatzes (vielleicht in drei bis vier Jahren) soll der Platz mit einem Zwischennutzungskonzept bespielt werden. Dieses Konzept sieht nicht nur Kunst & Kultur vor, es richtet sich an die gesamte Nachbarschaft des Platzes. Gedacht ist natürlich auch an Kinder und Jugendliche, es können aber auch weiterhin eigene Ideen eingebracht werden. In einem ersten Schritt prescht nun die Kunst mit der bereits eröffneten FAR OFF vor. Klar, die Galerien sind ja schon seit Jahren vor Ort und kennen ihren Platz. Maria Wildeis (Kunstraum Tiefgarage) und Architekt Jonathan Haehn “ein nicht kommerzielles Kunstprogramm, das Installationen, Performances, Videokunst, Soundart und Musik von über 40 Künstlern umfasst.”

Pneu, FAR OFF 2018, © Jonathan Haehn
Pneu, FAR OFF 2018, © Jonathan Haehn


Ein Höhepunkt in rund zwei Monaten wird die Wiederinbetriebname der “Wasserkinetischen Plastik” (siehe Beitragsbild) von Wolgang Göddertz sein, Teil
Projektes „Wasser marsch!” von Grischa Göddertz und Stefanie Klingemann.

Ausführliche Informationen entnehmt Ihr bitte dieser offiziellen Pressemitteilung der Stadt Köln. In dieser PM  erfahrt Ihr auch, wie Ihr Euch weiter beteiligen könnt.


Donnerstag, 19. April 2018, 09:12 Uhr

Kulturdezernentin: “Positive Impulse durch Kunst und Kultur”

Seit dem gestrigen Mittwoch, 18. April 2018, läuft das von der Stadt Köln unterstützte Kulturprogramm auf dem Ebertplatz, das neben der geplanten Gastronomie, wechselnden Märkten, der Wiederinbetriebnahme des Brunnens, einer adäquaten Beschilderung, neuen Sitzgelegenheiten, einer Bepflanzung und der künstlerischen Gestaltung der stillgelegten Treppen neue Facetten und Potentiale des Ebertplatzes zeigen und ihn wiederbeleben soll. Der Rat der Stadt Köln hatte im März 2018 eine Intensivierung der Aktivitäten auf der Platzfläche beschlossen.

Kunst und Kultur können den Ebertplatz positiv verändern

zeigt sich Susanne Laugwitz-Aulbach überzeugt und betont:

Ich bin froh, dass der Kunstort Ebertplatz Bestand hat und im Zwischennutzungskonzept und hoffentlich auch in Zukunft eine große Rolle spielen wird. Denn im gerade entstehenden Kulturentwicklungsplan für Köln geht es vor allem um den Erhalt der Räume für die Kunst und Kultur, womit auch der öffentliche Raum gemeint sein kann.“  

Neben den jährlichen 30.000 Euro Förderung der freien Kunsträume stellt die Stadt Köln für Kunst- und Kulturveranstaltungen im Rahmen des Zwischennutzungskonzeptes eine jährliche Unterstützung von bis zu 100.000 Euro bereit. Das Zwischennutzungs-Plenum aus allen bisherigen Arbeitsgruppen (AG Partizipation, AG Formale Struktur, AG Gewerbliches, AK Kultur und Veranstaltungen, AG Temporäre Gestaltung, AG Öffentlichkeitsarbeit) und Vertretern der Verwaltung hat zunächst drei Formate ausgewählt. Im Laufe des Jahres werden weitere Veranstaltungen aus den Bereichen Theater, Musik, Tanz folgen.

Die FAR OFF, die parallel zur Art Cologne stattfinden wird, bietet vom 18. bis 21. April 2018 auf dem Ebertplatz ein nicht kommerzielles Kunstprogramm, das Installationen, Performances, Videokunst, Soundart und Musik von über 40 Künstlern umfasst. Die FAR OFF ist täglich von 16 bis 23 Uhr zu erleben und findet in Kooperation mit einer Reihe von kulturellen Initiativen statt (unter anderem dem Videokunstfestival „Play“, Dublab, dem King Georg Büdchen, Silksession). Ein Teil des Programms wird in einem durchsichtigen und aufblasbaren Raum, genannt Pneu, zu sehen sein, der als temporärer Raum erstmals in der Ebertplatzpassage aufgestellt wird. Geleitet wird die FAR OFF von der Kuratorin Maria Wildeis, die seit 2015 das Programm des Kunstraumes “Tiefgarage” am Ebertplatz gestaltet, und dem freiberuflichen Kölner Architekten Jonathan Haehn. Die Stadt Köln fördert die FAR OFF 2018 mit 9.000 Euro.

Ab 25. Mai 2018 ist das Kunst-, Performance– und Musikprojekt “Wasser marsch!” von Grischa Göddertz und Stefanie Klingemann geplant. Es soll seinen Höhepunkt Mitte Juni 2018 am Tag der Wiederinbetriebnahme der wasserkinetischen Plastik des verstorbenen Wolfgang Göddertz haben. Parallel dazu werden eine erste Retrospektive des Frühwerks von Wolfgang Göddertz im Kunstraum LABOR und eine Ausstellung mit Dokumentation von vorangegangenen Wettbewerbsausschreibungen und Einreichungen zur Gestaltung des Ebertplatzes sowie Presseartikeln, ergänzt durch Zeitzeugenberichte, historisches Filmmaterial vom Ebertplatz und Gesprächen mit Kennern der Platzgeschichte zu sehen sein. Die Stadt Köln fördert das zweiwöchige Programm “Wasser marsch!” (25. Mai bis 9. Juni 2018) mit 8.000 Euro.

Ein Intermezzo bildet das AIC ON-Wochenende am 16. und 17. Juni 2018, das ebenfalls ein Sonderprogramm mit Führungen und Musikveranstaltungen in den Kunsträumen plant. AIC ON ist die gemeinsame Veranstaltung des Netzwerkes AIC (Art Initiatives Cologne) der rund 40 freien, nicht kommerziellen Kunsträume und Initiativen Kölns.

Das dritte größere Kunstprojekt mit dem Titel “Alles Andere”, zeigt Installationen von fünf Künstlern im Außenraum, darunter eine skulpturale Arbeit von Tobias Becker (“Der gute Geist” des Ebertplatzes) und eine temporäre Bühnenskulptur von Julia Bünnagel, die ihr selbst und auch weiteren Künstlern für Musik- und Tanzperformances dienen wird. Die umliegenden Wände werden mit einer Fotoserie von Martin Plüddemann gestaltet. Diane Müller verleiht den sechseckigen Säulen in der Unterführung der Passage durch eine Polsterung eine ganz neue räumliche Bedeutung, sämtliche emotionale Gefühlszustände können dann an den Säulen ausgelebt werden. Am Eröffnungstag, dem 7. Juli 2018, wird zudem die Arbeit “Secco Bianco” von Pascal Fendrich und Martin Plüddemann gezeigt, bei der das Publikum durch seine Teilnahme die Skulptur in eine andere transformiert. Die Stadt Köln fördert das Ausstellungs- und das Veranstaltungsprogramm mit 9.200 Euro. Parallel mit der Abschlussveranstaltung von “Alles Andere” am 20. Juli 2018 findet das jährliche Sommerfest der Kunsträume am Ebertplatz statt.

Weitere Veranstaltungen werden ab Mitte Mai 2018 unter www.unser-ebertplatz.de angekündigt. Ideen für konkrete Veranstaltungen können über ein Online-Formular an die Stadtverwaltung übermittelt und nach einer ersten Prüfung und Konsensbildung mit den Arbeitsgruppen und Akteuren vor Ort auch persönlich vorgestellt werden. Die Arbeitsgruppen Partizipation, Kultur und Veranstaltungen sowie Temporäre Gestaltung, welche im Zuge der Entwicklung des Zwischennutzungskonzeptes entstanden sind, bleiben vorerst bestehen. Sie sind mit ihren regelmäßigen Treffen eine Anlaufstelle für am Prozess und am Ebertplatz interessierte Veranstalter und Bürger ebenso wie ein Ideengenerator für Aktionen in den Jahren 2019 und 2020.

Fragen zum Kulturprogramm auf dem Ebertplatz beantworten Johannes Geyer, Stadtraummanagement, Dezernat Stadtentwicklung, Planen und Bauen, E-Mail: ebert-platz@stadt-koeln.de, und Nadine Müseler, Referat für Bildende Kunst, Literatur und Neue Medien im Kulturamt, Telefon: 0221/221-23643.


Unser umfangreiches Dossier zum Ebertplatz: HIER


Beitragsbild: ©Archiv Wolfgang Göddertz, 1977

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Katz-Rosenthal – eine jüdische Unternehmerfamilie

Michael Vieten stellt sein Buch zur Maus-Affäre (1928) im NS-Dok vor. “Fake News” und ihre katastrophalen Auswirkungen.

Am 12. April 2018 stellt der Kölner Autor Michael Vieten sein Buch “Ich halte Euch fest und Ihr lasst mich nicht los!“ um 19 Uhr im NS-DOK am Appellhofplatz vor. Durch Zufall „Katz-Rosenthal – eine jüdische Unternehmerfamilie“ weiterlesen

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Ortner & Ortner zur Kultur auf dem Heliosgelände

O&O Baukunst erläutert die Idee hinter ihren Kulturbausteinen auf dem Heliosgelände

In einem städtebaulichen Wettbewerb zur Neugestaltung des Heliosgeländes ging Ende 2013 das Büro Ortner & Ortner als Sieger hervor. Eine Aufgabe des Wettbewerbes war es auch Raum für Kultur auf dem Gelände zu schaffen. „Ortner & Ortner zur Kultur auf dem Heliosgelände“ weiterlesen

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Kultur auf dem Heliosgelände

Neben Wohnen und Schule soll es auch einen Kulturbaustein geben. Doch wie wird diese Idee ausgestaltet? Auf unsere Initiative hin gibt es nun einen Runden Tisch zum Thema Kultur auf dem Heliosgelände.

Am 26. September 2017 gab es in der Aula des Berufskolleg Ehrenfeld eine offizielle Informationsveranstaltung der Stadt Köln zum Heliosgelände. „Kultur auf dem Heliosgelände“ weiterlesen

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Schauplatz: Ebertplatz

Unser Tipp: Ein Film von Christian Maiwurm und Heinrich Pachl von 1978 zum Ebertplatz – sehr selten zu sehen! Für alle die sich mit Stadtentwicklung beschäftigen (der Kölner im speziellen) ein “Muss”.

Die Ratsgruppe GUT lädt in Kooperation mit Labor Ebertplatz am 18.12.17 um 19 Uhr zum Filmabend ein:
Im September 1977 wurde der neue Ebertplatz fertig gestellt. In den Wochen danach interviewte Heinrich Pachl zahlreiche Passanten und Anlieger. Die Resonanz auf die Umgestaltung fiel überwiegend kritisch aus. „Schauplatz: Ebertplatz“ weiterlesen

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Schreibraum Köln eröffnet

Köln und Hamburg haben eine Gemeinsamkeit mehr. Die bundesweit einzigen öffentlich geförderten “writers’ rooms”, oder auf Kölsch: Schreibraum

Im Szenebericht Literatur vom Juni diesen Jahres war der Schreibraum noch im Projektstatus – nun ist eröffnet. „Schreibraum Köln eröffnet“ weiterlesen

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Ebertplatz – Beleben statt schliessen!

Den Ebertplatz bis zum Umbau mit MEHR Kultur beleben – oder zumauern? Die Künstler*innen vor Ort kämpfen um ihren Platz!

Nach der tödlichen Messer-Attacke Mitte Oktober rückte der Ebertplatz, und seine Probleme, noch massiver ins Öffentliche Bewusstsein. Die Umgestaltung des Ebertplatzes ist seit Jahren Thema und auch Teil des Masterplans, den sich die Stadt selbst auferlegt hat. „Ebertplatz – Beleben statt schliessen!“ weiterlesen

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