Kultursaison Ebertplatz

Während der Ebertplatz nicht aus den Schlagzeilen kommt, startet nun das Zwischennutzungskonzept. “FAR OFF” bietet parallel zur Art Cologne nicht nur Raum für unkommerzielle Kunstprojekte, mit dieser Ausstellung soll auch der Platz belebt, und somit sicherer werden. Weitere Projekte folgen.

Letzten Herbst sollte der Unort Ebertplatz noch zugemauert werden, viel Engagement konnte dies letztlich verhindern. Erfreulicherweise wurde gar eine komplette Kehrtwende daraus. Bis zum Umbau des Ebertplatzes (vielleicht in drei bis vier Jahren) soll der Platz mit einem Zwischennutzungskonzept bespielt werden. Dieses Konzept sieht nicht nur Kunst & Kultur vor, es richtet sich an die gesamte Nachbarschaft des Platzes. Gedacht ist natürlich auch an Kinder und Jugendliche, es können aber auch weiterhin eigene Ideen eingebracht werden. In einem ersten Schritt prescht nun die Kunst mit der bereits eröffneten FAR OFF vor. Klar, die Galerien sind ja schon seit Jahren vor Ort und kennen ihren Platz. Maria Wildeis (Kunstraum Tiefgarage) und Architekt Jonathan Haehn “ein nicht kommerzielles Kunstprogramm, das Installationen, Performances, Videokunst, Soundart und Musik von über 40 Künstlern umfasst.”

Pneu, FAR OFF 2018, © Jonathan Haehn
Pneu, FAR OFF 2018, © Jonathan Haehn


Ein Höhepunkt in rund zwei Monaten wird die Wiederinbetriebname der “Wasserkinetischen Plastik” (siehe Beitragsbild) von Wolgang Göddertz sein, Teil
Projektes „Wasser marsch!” von Grischa Göddertz und Stefanie Klingemann.

Ausführliche Informationen entnehmt Ihr bitte dieser offiziellen Pressemitteilung der Stadt Köln. In dieser PM  erfahrt Ihr auch, wie Ihr Euch weiter beteiligen könnt.


Donnerstag, 19. April 2018, 09:12 Uhr

Kulturdezernentin: “Positive Impulse durch Kunst und Kultur”

Seit dem gestrigen Mittwoch, 18. April 2018, läuft das von der Stadt Köln unterstützte Kulturprogramm auf dem Ebertplatz, das neben der geplanten Gastronomie, wechselnden Märkten, der Wiederinbetriebnahme des Brunnens, einer adäquaten Beschilderung, neuen Sitzgelegenheiten, einer Bepflanzung und der künstlerischen Gestaltung der stillgelegten Treppen neue Facetten und Potentiale des Ebertplatzes zeigen und ihn wiederbeleben soll. Der Rat der Stadt Köln hatte im März 2018 eine Intensivierung der Aktivitäten auf der Platzfläche beschlossen.

Kunst und Kultur können den Ebertplatz positiv verändern

zeigt sich Susanne Laugwitz-Aulbach überzeugt und betont:

Ich bin froh, dass der Kunstort Ebertplatz Bestand hat und im Zwischennutzungskonzept und hoffentlich auch in Zukunft eine große Rolle spielen wird. Denn im gerade entstehenden Kulturentwicklungsplan für Köln geht es vor allem um den Erhalt der Räume für die Kunst und Kultur, womit auch der öffentliche Raum gemeint sein kann.“  

Neben den jährlichen 30.000 Euro Förderung der freien Kunsträume stellt die Stadt Köln für Kunst- und Kulturveranstaltungen im Rahmen des Zwischennutzungskonzeptes eine jährliche Unterstützung von bis zu 100.000 Euro bereit. Das Zwischennutzungs-Plenum aus allen bisherigen Arbeitsgruppen (AG Partizipation, AG Formale Struktur, AG Gewerbliches, AK Kultur und Veranstaltungen, AG Temporäre Gestaltung, AG Öffentlichkeitsarbeit) und Vertretern der Verwaltung hat zunächst drei Formate ausgewählt. Im Laufe des Jahres werden weitere Veranstaltungen aus den Bereichen Theater, Musik, Tanz folgen.

Die FAR OFF, die parallel zur Art Cologne stattfinden wird, bietet vom 18. bis 21. April 2018 auf dem Ebertplatz ein nicht kommerzielles Kunstprogramm, das Installationen, Performances, Videokunst, Soundart und Musik von über 40 Künstlern umfasst. Die FAR OFF ist täglich von 16 bis 23 Uhr zu erleben und findet in Kooperation mit einer Reihe von kulturellen Initiativen statt (unter anderem dem Videokunstfestival „Play“, Dublab, dem King Georg Büdchen, Silksession). Ein Teil des Programms wird in einem durchsichtigen und aufblasbaren Raum, genannt Pneu, zu sehen sein, der als temporärer Raum erstmals in der Ebertplatzpassage aufgestellt wird. Geleitet wird die FAR OFF von der Kuratorin Maria Wildeis, die seit 2015 das Programm des Kunstraumes “Tiefgarage” am Ebertplatz gestaltet, und dem freiberuflichen Kölner Architekten Jonathan Haehn. Die Stadt Köln fördert die FAR OFF 2018 mit 9.000 Euro.

Ab 25. Mai 2018 ist das Kunst-, Performance– und Musikprojekt “Wasser marsch!” von Grischa Göddertz und Stefanie Klingemann geplant. Es soll seinen Höhepunkt Mitte Juni 2018 am Tag der Wiederinbetriebnahme der wasserkinetischen Plastik des verstorbenen Wolfgang Göddertz haben. Parallel dazu werden eine erste Retrospektive des Frühwerks von Wolfgang Göddertz im Kunstraum LABOR und eine Ausstellung mit Dokumentation von vorangegangenen Wettbewerbsausschreibungen und Einreichungen zur Gestaltung des Ebertplatzes sowie Presseartikeln, ergänzt durch Zeitzeugenberichte, historisches Filmmaterial vom Ebertplatz und Gesprächen mit Kennern der Platzgeschichte zu sehen sein. Die Stadt Köln fördert das zweiwöchige Programm “Wasser marsch!” (25. Mai bis 9. Juni 2018) mit 8.000 Euro.

Ein Intermezzo bildet das AIC ON-Wochenende am 16. und 17. Juni 2018, das ebenfalls ein Sonderprogramm mit Führungen und Musikveranstaltungen in den Kunsträumen plant. AIC ON ist die gemeinsame Veranstaltung des Netzwerkes AIC (Art Initiatives Cologne) der rund 40 freien, nicht kommerziellen Kunsträume und Initiativen Kölns.

Das dritte größere Kunstprojekt mit dem Titel “Alles Andere”, zeigt Installationen von fünf Künstlern im Außenraum, darunter eine skulpturale Arbeit von Tobias Becker (“Der gute Geist” des Ebertplatzes) und eine temporäre Bühnenskulptur von Julia Bünnagel, die ihr selbst und auch weiteren Künstlern für Musik- und Tanzperformances dienen wird. Die umliegenden Wände werden mit einer Fotoserie von Martin Plüddemann gestaltet. Diane Müller verleiht den sechseckigen Säulen in der Unterführung der Passage durch eine Polsterung eine ganz neue räumliche Bedeutung, sämtliche emotionale Gefühlszustände können dann an den Säulen ausgelebt werden. Am Eröffnungstag, dem 7. Juli 2018, wird zudem die Arbeit “Secco Bianco” von Pascal Fendrich und Martin Plüddemann gezeigt, bei der das Publikum durch seine Teilnahme die Skulptur in eine andere transformiert. Die Stadt Köln fördert das Ausstellungs- und das Veranstaltungsprogramm mit 9.200 Euro. Parallel mit der Abschlussveranstaltung von “Alles Andere” am 20. Juli 2018 findet das jährliche Sommerfest der Kunsträume am Ebertplatz statt.

Weitere Veranstaltungen werden ab Mitte Mai 2018 unter www.unser-ebertplatz.de angekündigt. Ideen für konkrete Veranstaltungen können über ein Online-Formular an die Stadtverwaltung übermittelt und nach einer ersten Prüfung und Konsensbildung mit den Arbeitsgruppen und Akteuren vor Ort auch persönlich vorgestellt werden. Die Arbeitsgruppen Partizipation, Kultur und Veranstaltungen sowie Temporäre Gestaltung, welche im Zuge der Entwicklung des Zwischennutzungskonzeptes entstanden sind, bleiben vorerst bestehen. Sie sind mit ihren regelmäßigen Treffen eine Anlaufstelle für am Prozess und am Ebertplatz interessierte Veranstalter und Bürger ebenso wie ein Ideengenerator für Aktionen in den Jahren 2019 und 2020.

Fragen zum Kulturprogramm auf dem Ebertplatz beantworten Johannes Geyer, Stadtraummanagement, Dezernat Stadtentwicklung, Planen und Bauen, E-Mail: ebert-platz@stadt-koeln.de, und Nadine Müseler, Referat für Bildende Kunst, Literatur und Neue Medien im Kulturamt, Telefon: 0221/221-23643.


Unser umfangreiches Dossier zum Ebertplatz: HIER


Beitragsbild: ©Archiv Wolfgang Göddertz, 1977

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Cannabis-Legalisierung in Köln

Öffentliche Handhabung soll kriminellen Schwarzmarkt bremsen

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt am 25. Januar 2018 haben Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit den Linken, GUT und Deine Freunde einen Antrag auf Erlaubnis zur kontrollierten und lizenzierten Abgabe von Cannabisprodukten „Cannabis-Legalisierung in Köln“ weiterlesen

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Mobilitätsangebot für Senior*innen: Radeln ohne Alter im Rat beschlossen

Am 14. November 2017 hat der Rat unseren gemeinsamen Antrag zu Radeln ohne Alter beschlossen. Damit wird bald ein tolles Angebot für mobilitätseingeschränkte Senior*innen in Köln zur Verfügung stehen.

Vorbild hierfür ist die Stadt Essen, die Radeln ohne Alter bereits seit zwei Jahren als Kooperationsprojekt mit Neue Arbeit der Diakonie Essen durchführt. „Mobilitätsangebot für Senior*innen: Radeln ohne Alter im Rat beschlossen“ weiterlesen

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CityLeaks: Placemaking Ebertplatz

Zum CityLeaks-Auftakt wurden die Probleme des Ebertplatzes “live” sichtbar. Wir plädieren dennoch für den Status Quo, ergänzt um eine engagiertere Sozialpolitik vor Ort.

Das Urban Art Festival CityLeaks geht dieses Jahr in die vierte Runde. 2011 in Ehrenfeld gestartet, hat es sich über die Jahre zu einem international beachteten Aushängeschild einer vitalen Kölner Kulturszene entwickelt. „CityLeaks: Placemaking Ebertplatz“ weiterlesen

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Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Mit großer Mehrheit forderte der Kölner Hauptausschuss am 31. Juli 2017 Abschiebungen zu stoppen – und abgelehnten Asylbewerber*innen aus Afghanistan eine “Bleiberechtsperspektive” zu eröffnen.

Im ganzen Wirbel um das Seilbahn-Unglück und dem Ampel-Wahnsinn droht ein schöner Erfolg der Piraten im Rat der Stadt Köln unterzugehen. Mit langem Atem setzten sie einen Antrag durch, „Keine Abschiebungen nach Afghanistan!“ weiterlesen

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Vortragsabend “Radeln ohne Alter”

Bei unserer Podiumsdiskussion mit drei Referenten aus der Praxis zeigte sich: das Recht auf Wind im Haar im fortgeschrittenen Alter ist möglich

Pünktlich zum Sommeranfang am 21. Juni haben wir zum Vortragsabend zum Thema “Radeln ohne Alter” eingeladen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen haben sich einige Interessierte auf den Weg ins Motoki-Wohnzimmer in Ehrenfeld gemacht. „Vortragsabend “Radeln ohne Alter”“ weiterlesen

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Das Recht auf Wind im Haar

Freude am Radeln trotz fortgeschrittenen Alters. Einladung zu unserem Vortragsabend am 21.6.

„Radeln ohne Alter” ist eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, Rikscha-Ausfahrten mit Bewohnern von Senioren- und Pflegeheimen zu unternehmen. Damit das Leben auch im hohen Alter mobil und voller Freude sein kann. Mittlerweile hat sich die Bewegung schon in einigen deutschen Städten etabliert, unter anderem in Berlin und Essen. Auch in unserer Stadt sind bereits zwei Rikschas bei den Sozial-Betrieben-Köln im Einsatz. „Das Recht auf Wind im Haar“ weiterlesen

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Ein Migrationsmuseum für Köln

Warum fließen sechs Millionen Euro Bundesmittel für ein Migrationsmuseum nach Bremerhaven und nicht nach Köln? Wir fragen bei der Stadt Köln nach.

Der Kölner Verein DOMiD e.V. hat sich 1990 gegründet, mit dem Ziel Dokumente und Objekte zur Migrationsgeschichte zu sammeln, diese Geschichte zu erforschen und diese schließlich auch in einem eigenen Museum zu präsentieren. „Ein Migrationsmuseum für Köln“ weiterlesen

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