Mehr Piktogramme!

Sagenumwoben: Die Nord-Süd-Fahrt – eine brutale, menschenverachtende Straße durchschneidet unsere Stadt. Wer sein Leben riskieren will darf auf ihr radfahren, bis zur großen Lösung sollen Piktogramme dies nun sicherer machen.

Gefühlt beginnt die Nord-Süd-Fahrt am Ebertplatz und endet an der Ulrepforte, an der sie auf den Sachsenring trifft. Die 3,3 km lange Schneise durch Köln, heißt offiziell jedoch nur auf 253 Metern Länge Nord-Süd-Fahrt, insgesamt trägt sie acht verschiedene Straßennamen.
An ihrem Beginn im Süden ist nun seit November 2017 auf Ulrichgasse nun auch ein Radfahrstreifen für Radfahrer*innen eingerichtet worden. Ordentliche zwei Meter breit, mit einer durchgezogenen Linie vom Autoverkehr abgetrennt, phasenweise rot eingefärbt und mit Rad-Piktogrammen versehen, auf 340 Metern Länge soll Radfahren nun sicherer sein. Viele fühlen sich dennoch nicht sicher, wenn der motorisierte Verkehr an ihnen vorbeirauscht, oder der Streifen wieder einmal zugeparkt ist.

Für diejenigen, die die Nord-Süd-Fahrt auch als Radfahrer nutzen wollen stellt der relativ neue Radfahrstreifen unserer Meinung nach eine Verbesserung dar. Gewiss: Autos sind noch zu schnell, Schwellen oder ähnliches fehlen, von einer Protected Bike Lane also noch entfernt. Aber allemal besser als vorher. Laut Radverkehrskonzept Innenstadt soll die Nord-Süd-Fahrt auf ihrer ganzen Länge Verbesserungen für den Radverkehr erhalten. Die Bezirksvertretung Innenstadt möchte nicht so lange warten bis alles fertig ist. Piktogramme auf der Straße sollen nun auch auf weiteren Streckenabschnitten deutlich auf Radfahrer aufmerksam machen, denn schon heute dürfen sie die Nord-Süd-Fahrt nutzen. Ausnahme ist nur der Tunnel unter der Schildergasse, aber auch hier soll es in Zukunft eine Lösung für Radfahrende geben.

Tom Geffe – Lastenradfahrer

Auf Antrag des Bezirksvertreters unserer Guten Wählergruppe Köln, Tom Geffe, beschloss die Bezirksvertretung Innenstadt am 8. März 2018 nun einstimmig folgendes:
“Die Piktogrammkette wird auch im nördlichen Anschluss an den Radfahrstreifen auf der Tel-Aviv-Straße, über die Kreuzung Blaubach und auf der Neuköllnerstraße bis zur Kreuzung Cäcilienstraße in beiden Fahrtrichtungen fortgeführt.”
Wohlgemerkt, dies soll nur ein Zwischenschritt bis zur großen Lösung sein, und temporär für ein kleines bisschen mehr Sicherheit sorgen. Zufrieden sind wir mit der Radverkehrsinfrastruktur in Köln noch lange nicht …

Unser Bezirksvertreter Tom Geffe dazu: “Die Piktogrammkette ist eine gute Sofortmaßnahme. Autofahrende werden so deutlich darauf hingewiesen, dass die Fahrzeugart Fahrrad auf der Nord-Süd-Fahrt erlaubt ist. Ich möchte nicht länger hinnehmen, das Radfahrende durch “maßregelndes” Hupen und Schneiden gefährdet werden, während alle auf baulich getrennte Radwege gemäß dem Radverkehrskonzept Innenstadt warten.”


Eigenes Beitragsbild: Interessant, der Gehweg wird zum Teil immer noch bevorzugt. Zufall, oder sicherer?

Pdf der Stadt Hamburg zu Radfahrstreifen und Schutzstreifen

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Die Beteiligungspille zur Ost-West-Achse

Unser Verkehrsreferent Thomas Schmeckpeper lässt sich von immer neuen Vorschlägen nicht verwirren, und untersucht das bereits gestartete Bürgerbeteiligungsverfahren. Am Ende stellt er sich und uns die Frage: Sollen “Beteiligungserprobte” die Zukunft des Kölner ÖPNV entscheiden? Oder sollte es nicht besser eine vom Rat initiierte Bürgerbefragung geben?

Köln hat Druck beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Und dieses Thema betrifft nicht nur jeden, sondern triggert hier speziell ein ganz bestimmtes Traumata an. Eine Bürgerbeteiligung soll es richten. Aber hat diese ihren Namen verdient? „Die Beteiligungspille zur Ost-West-Achse“ weiterlesen

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Streikbrecher: Radfahrer!

Verdi braucht eine neue Strategie! Mit einem KVB-Streik lässt sich die Stadt nicht mehr lahmlegen, die Leute fahren einfach mit dem Rad …

Vergangenen Mittwoch (21.3.18) hatte die KVB in Köln ganztägig gestreikt. Würde ganz Köln nun im Stau stehen? Die Stadt lahmgelegt und  im Verkehrschaos versinken? Es war kalt an jenem Mittwoch (-6° bis +5° C), verständlich wer da ins warme Auto steigt … „Streikbrecher: Radfahrer!“ weiterlesen

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Oben bleiben!

Nach dem Einsturz des Stadtarchives 2009 schien U-Bahn-Bau kein Thema mehr zu sein. Nun soll für die Ost-West-Achse wieder ein Tunnel gebaut werden. “Oben bleiben” ist aber die bessere Alternative!

Köln will die ökologische Verkehrswende, ein wesentlicher Faktor spielt dabei der Öffentliche Personennahverkehr (kurz: ÖPNV). Für das Bewegen von Menschen sind in Köln zu einem großen Teil die KVB zuständig. Auto stehen lassen und zukünftig (neben dem Fahrrad!) Bus und Bahn fahren: Klingt vernünftig, ist aber nicht einfach. „Oben bleiben!“ weiterlesen

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100 Füße bei GUT-ZU-FUSS!

Im Februar hatten wir zum Filmabend und Podiumsdiskussion zu Ehren des Fußverkehrs ins Kino Turistarama geladen.

Am Tag der Verkündung des Urteils in Sachen Diesel-Fahrverbote wollten wir noch einmal eine – durch uns im Rat beschlossene Maßnahme! – zur Luftreinhaltung in Köln bekräftigen: die Einrichtung eines Amtes für Fuß- und Radverkehr!

„100 Füße bei GUT-ZU-FUSS!“ weiterlesen

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Gut zu Fuß

27.2. – ein Kinoabend mit Podiumsdiskussion. Wir zeigen “Homo Blech” von Heinrich Pachl und sprechen mit Experten über den Beitrag von Fuß- und Radverkehr zur Luftreinhaltung. Mit einem Sprechakt von Martin Stankowski.

Dauerstau, Luftreinhaltung und Verkehrswende sind aktuell wichtige Themen in der öffentlichen Diskussion. Im Rahmen der Fortschreibung des Luftreinhalteplans empfahl der Rat am 6. Februar der Stadt Köln, auf Initiative unserer Ratsgruppe, der Verwaltung ein “Amt für Fuß- und Radverkehr” einzurichten. „Gut zu Fuß“ weiterlesen

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Luftreinhalteplan – der Beschluss

Ein Amt für Fuß- und Radverkehr konnte unsere Ratsgruppe GUT auf den Weg bringen. Der Rest mag auf den ersten Blick enttäuschen, doch der ökologischen Verkehrswende sind wir ein Stück näher gekommen.

“Der Rat empfiehlt der Verwaltung als Bestandteil des Dezernates VIII ein neues Amt für „Fuß- und Radverkehr“ einzurichten. Die Verwaltung soll bei der geplanten Neuaufstellung des Dezernates VIII eine angemessene personelle und sachliche Ressourcenausstattung gewährleisten (Hpl und Stellenplan).” – Dies sind die beiden entscheidenden Sätze, „Luftreinhalteplan – der Beschluss“ weiterlesen

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Atmen ist das neue Rauchen – von feinen Stäuben und runden Tischen

Köln diskutiert über Luftreinhaltung, der Druck zu handeln wird höher. Anmerkungen zu einem wichtigen Thema.

„Auto“suggestion in der Großstadtidylle

Es ist Sommer. Mit Schwung radle ich die Deutzer Brücke hinauf. Neben mir die Blechlawine, an der ich bereits seit dem Rudolfplatz gut gelaunt und schnell vorbei sause. Denn das macht Stau mit meiner Radfahrer-Psyche: ich will noch „Atmen ist das neue Rauchen – von feinen Stäuben und runden Tischen“ weiterlesen

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Endlich: Neues vom Niehler Gürtel!

Park oder Strasse? – Nach satten 18 Monaten liegt nun eine erste Planung für autofreies Grün entlang des Niehler Gürtels vor.

Satte 18 Monate hat die Verwaltung nun gebraucht, um die im Mai 2016 vom Kölner Rat bestellte autofreie Variante des Niehler Gürtels zu skizzieren.
Nun liegt endlich eine Beschlussvorlage der Verwaltung vor, die aber letztlich auch “nur” einen Weiterplanungsbeschluss von der Politik einfordert. 250.000 € braucht man, um die autofreie Variante „Endlich: Neues vom Niehler Gürtel!“ weiterlesen

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Sicherheit im Straßenverkehr

Die Zahl der verunglückten Radfahrer*innen steigt in Köln rasant! Ursachen: “Anstieg der Radfahrenden, Unachtsamkeit, Rücksichtslosigkeit”, so die Stadt Köln in Antwort auf unsere Anfrage zum Thema.

Die zahlreichen Unfälle – leider auch mit Schwerverletzten und Toten – in den vergangenen Monaten veranlassten uns zu verschiedenen Initiativen.
Ein neuer Beschluss zu den gefährlichen „Sicherheit im Straßenverkehr“ weiterlesen

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