Dossier Ebertplatz

Ebertplatz Köln

Ein Dossier in progress zur Zukunft des Ebertplatzes, über Hinweise auf zusätzliches Material sind wir sehr dankbar.


ebi muss bleibenDer Ebertplatz soll umgestaltet werden, doch wie? In weiten Teilen erhalten? Wie es auch Kölns ehemalige Stadtkonservatorin Hiltrud Kier fordert.
Oder die Chance nutzen, den Autoverkehr zurückzudrängen und mehr Grün in die Stadt bringen?

Irgendetwas wird passieren, da die Umgestaltung auch ein Teil des Masterplans ist, den sich die Stadt Köln selbst auferlegt hat. Und die Politik hat sich nach der Kriminalitäts- und Zumauern-Debatte im Herbst 2017 auch selbst in Zugzwang gebracht.

Wir wollen in diesem Dossier uns bekanntes Material für eine Debatte über die Zukunft des Ebertplatzes zur Verfügung stellen.


Seit Frühjahr 2018 gibt es für den Platz ein attraktives Zwischennutzungskonzept. Unser Beitrag dazu hier.


Die aktuellen Nutzer (zumeist Kunsträume) der Ebertplatzpassage sind im Brunnen e.V. zusammengeschlossen, dieser Verein legte Anfang Dezember 2017 ein Zwischennutzungskonzept vor.

ebertplatz beleben
Bild aus der ziterten Broschüre von Brunnen e.V.

Dieses Konzept entwickelt die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre von Brunnen e.V. fort. Die Passage bleibt wie sie ist, die Aktivitäten werden jedoch auf den gesamten Platz ausgedehnt, auch Gastronomie. Das elfseitige Pdf findet Ihr hier.


Spektakulär wirkt der Entwurf “Ebertplatz 21” der sic architekten gmbh. Die Architekten haben eine Utopie entwickelt, und sich bewußt nicht an “Realitäten” wie knappen Kassen orientiert. Mit einer “Ringbrücke” über der Nord-Süd-Fahrt wird der Ebertplatz mit dem bereits grünen Park am Theodor-Heuss-Ring verbunden. Der Platz selbst wartet mit einem “Ebert Forum” und einem gläsernen Gastro-Pavillon auf.

Bildquelle: Dank an und © bei der sic Architekten gmbh
Bildquelle: Dank an und © bei der sic architekten gmbh

Die Kölnische Rundschau stellte den Entwurf 2014 ausführlich vor.


Einen spannenden, gut durchdachten, und kostengünstigen Vorschlag legen Bachmann Badie Architekten unter dem Titel „3 x Ebertplatz“ vor. Dieser Entwurf will den Platz in weiten Teilen erhalten. Die unterirdische Passage wird zur Kunsthalle, die nun oberirdischen Fußgängerverbindungen zu Hansaring, Sudermann- und Neusser Straße sind unseres Erachtens nach die bislang beste Lösung. Und könnten bereits heute umgesetzt werden.

Bildquelle: Dank an und © Bachmann Badie Architekten
Bildquelle: Dank an und © Bachmann Badie Architekten

„Köln braucht keinen weiteren einheitlichen Platz, sondern auch Raum für Kultur und Grün“, sagt Bachmann dem EXPRESS. [Quelle: EXPRESS] Hier findet Ihr den ganzen Artikel, mit einigen Bildern.


Dem Wunsch den Platz durch mehr Kultur zu beleben, kommt die Idee ein neues Museum auf dem Ebertplatz zu eröffnen nach. Der Verein DOMiD, der ein Migrationsmuseum im Köln eröffnen möchte, machte Schlagzeilen mit dem Vorschlag dieses Museum in einer neuen Rheinbrücke unterzubringen. Etwas untergegangen in der Öffentlichkeit ist eine weitere Idee der Studie solch ein Museum am Ebertplatz zu installieren – vielleicht ist nun die Zeit reif dafür?
Wir haben die DOMiD-Pläne bereits HIER vorgestellt, der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete im Januar 2017.


Ebertplatz – Ein 17-minütiger Dokumentarfilm von Lou Katrin Habermann, Aina Isart und Safiya Yon, 2014.


Weitere Links:

“Zumauern”, so sehen mögliche Pläne der Stadtverwaltung aus.

koelnarchitektur.de schrieb Ende November 2017 ausführlich über die Debatte, ob der Ebertplatz nicht ein schützenswertes Denkmal des Brutalismus sei.

“Der Ebertplatz. Interimsnutzung von unten und langfristige Umgestaltung von oben – wie geht das zusammen?”, fragt das Haus der Architekur Köln auf einer Veranstaltung am 23.1.2018.

“Brennpunkt Ebertplatz: Unort oder Kunstort?” – Das WDR-Magazin Westart über die Künstler*innen in der Ebertplatzpassage

Platz & Play – ein “interaktives Event” der Köln International School of Design (KISD) und der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften im Mai 2015. Viele Ideen für eine Belebung des Platzes. Gut dokumentiert.

Der Brunnen auf dem Ebertplatz ist eine wasserkinetische Plastik von Wolfgang Göddertz. Sein Sohn Grischa Göddertz versucht nun, nach jahrzehnter langer Trockenheit, den Brunnen wieder in Betrieb zu nehmen. Der versiegte Brunnen und die defekten Rolltreppen der Ebertplatzpassage gelten als Versagen der Stadt – und mit als Grund für die Verwahrlosung des Platzes. koelnarchitektur.de schrieb im November 2017 über den Brunnen.

Im Rahmen von StadtLabor 2017  beschäftigte sich die Künstlerin Johanna Reich mit dem Platz und seiner wasserkinetischen Plastik.

“Schauplatz: Ebertplatz” – kurz nach dem Umbau des Ebertplatz haben Heinrich Pachl und Christian Maiwurm für den WDR 1978 einen Film über den neuen Platz gedreht.

Ebertplatz.de – eine private Seite rund um den Ebertplatz

Ein Gedanke zu „Dossier Ebertplatz“

  1. Ich finde alle Pläne, bei denen Grün verloren geht, für den Ebertplatz indiskutabel, somit auch beide oben gezeigten Pläne. Die Brücke über die Riehler Straße wäre schick, aber ansonsten läuft es bei dem Plan doch wieder auf die übliche, riesige, langweilige versiegelte Fläche raus.
    Es sollte einen Plan geben, bei dem der Autoverkehr nur auf einer Seite am Platz vorbeiführt, damit die Insellage aufgebrochen wird. Der Autoverkehr sollte in der Innenstadt zurückgedrängt werden, und am Ebertplatz darf kein Grün verloren gehen. Der Platz ist – wenn man mal genau hinschaut – zur Zeit einer der grünsten Plätze in Köln. Das soll bitteschön auch so bleiben! Die Luftqualität in Köln ist schon schlecht genug und kahle, platte Flächen haben wir auch genug.

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