Der Kalkberg: Gipfel Grenzenlos

Die irre Geschichte um Kölns bekanntesten Gipfel haben wir Ende Oktober im Kleinen Theater der Wohngemeinschaft diskutiert.

Am 23. Oktober 2017 haben wir zum Themenabend “Gefahr am Kalkberg” eingeladen.  Auf dem Podium dabei: Boris Sieverts von der Bürgerinitiative Kalkberg, Heiner Kockerbeck von Die Linke und unser Ratsherr Tobias Scholz. Musikalisch begleitet wurde der Abend durch Alphornklänge des Alpcologne-Duos.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Ratsmitglied Tobias Scholz startete der Abend mit einer “Life-Performance” der Bürgerinitiative Kalkberg: aus Blumenerde, Pudding und Plastikmüll entstand ein Miniatur-Modell des Kalkbergs. Boris Sieverts erläuterte daran anschaulich die einzelnen “Bau-Abschnitte” und setzte zum krönenden Abschluss die Rettungshubschrauberlandestation oben auf. Diese brachte das labile Konstrukt gefährlich ins Wanken, links und rechts ergossen sich Puddingbäche, die angelegte Zufahrt geriet in Schieflage. Keine beruhigende Vorstellung, dass dieses Szenario Wirklichkeit werden könnte.

Dass auf einem instabilen Untergrund, der zum großen Teil aus Giftmüllschlämmen besteht, besser nicht gebaut wird, dürfte klar sein. Unverständlich ist, warum die Stadt sich so schwer tut, die Notbremse zu ziehen und ein aus dem Ruder gelaufenes Projekt beendet. Die aktuellen Zahlen zur Kostenentwicklung sind mehr als besorgniserregend: 17 Millionen Euro soll die Stabilisierung des Krisengipfels kosten. Ob es dabei bleibt ist fraglich.

Während der anschließenden Podiumsdiskussion hatte das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Und auch hier wurde deutliche Kritik an der städtischen Vorgehensweise geübt. Das Fazit lautete einhellig, die unwürdige Posse schnellstmöglich zu beenden und die Pläne zur Bebauung fallen zu lassen.


Hier unser gemeinsamer Änderungsantrag zum Kalkberg

Hier das Video zum Kalkberg-Drama mit eindringlichem Appell von RM Scholz:

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Autor: Aline Damaske

Aline Damaske arbeitet als Referentin für unsere Ratsgruppe GUT

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