Kostenlawine am Kalkberg

Seit letzter Woche ist klar: die Kosten der Haldenstabilisierung am Kalkberg steigen voraussichtlich um 6,7 Millionen auf insgesamt 17 Millionen Euro.

Das gab die Verwaltung letzten Montag in einer Pressemitteilung bekannt. Die Rede ist von Bauzeitverlängerung, Schließung von Planungsdefiziten, Weiterentwicklung von Qualitätsmerkmalen und von Präzisierung der Leistungsbeschreibungen. Auf gutdeutsch: es handelt sich bislang um einen unausgegorenen Schnellschuss.

Mancher ahnte es und mancher warnte davor. Die Altlasten des Kalkberges erweisen sich als Neulasten. Auch weil die Stadt hier an ihren Plänen zur Hubschrauberstation festhält. Dabei gibt es für eine Verlegung der Station gute und hinreichende Argumente. Unser Ratsherr Scholz dazu “Dieser Wahnsinn lässt sich keinem mehr erklären.” Boris Sieverts von der BI Kalkberg schreibt: “Das eingesparte Geld würde doppelt reichen, um eine Hubschrauberstation an anderer Stelle zu bauen. Diese stünde dann wenigstens sicher zur Verfügung und würde obendrein nicht 26.000 Menschen (im Umkreis von 1 km) mit ihrem Rotorenlärm quälen.”

Die BI Kalkberg ruft am Dienstag, den 19.12. zur Demo auf (13:00 Uhr vor dem Rathaus, Altstadt).

Wir haben einen Antrag dazu im Rat eingereicht. Darin fordern wir u.a. die Verlegung der Hubschrauberstation an einen altlastenfreien Alternativstandort und die Nutzung des Kalkberges als Aussichtsplattform für die Bürgerinnen und Bürger. Hier findet ihr unseren gemeinsamen  Änderungsantrag.

Beitragsbild: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Gerne teilen

Autor: Thomas Schmeckpeper

Thomas Schmeckpeper arbeitet freiberuflich im Event- und Bildungssektor, u.a. als Projektleiter für Großraumveranstaltungen – und schreibt hier Referent der Ratsgruppe GUT

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.