Zur Wahl Harald Kraus’ zum Aufsichtsratsvorsitzenden der SWK Köln

Ob das wirklich ein Erfolg der Arbeitnehmer*innen wird?

Köln, 9.7.2018

In einer ersten Stellungnahme kritisiert unser Ratsmitglied Thor Zimmermann die Wahl Kraus deutlich:

“Kraus steht weder für eine Aufarbeitung des Börschel-Skandals, noch für einen Neuanfang. Im Gegenteil, die Arbeitnehmer haben einen der Böcke zum Gärtner gemacht!”

Und weiter:

“Unsere Ratsgruppe GUT hatte sich beim Beschluss des Rates, Oberbürgermeisterin Henriette Reker als Vorsitzende des Aufsichtrates des Stadtwerkekonzerns zu empfehlen “wohlweislich” enthalten. Dass nun aber Harald Kraus Vorsitzender wird, macht einen der Böcke zum Gärtner.
Dass Kraus aus dem Arbeitnehmerlager kommt, macht ihn ja erstmal vielleicht sympathisch, doch er war es, der den Börschel-Deal mit eingefädelt hatte. Am 17.4., dem Tage des Bekanntwerdens, dass Börschel Geschäftsführer bei den SWK werden soll, freute er sich in einer Pressemitteilung noch:
“Mit Martin Börschel würde der Konzern einen erfahrenen kommunalwirtschaftlichen Insider des SWK-Konzerns sowie der Stadt Köln mit vielen wertvollen Kontakten in die Landes- und Bundespolitik gewinnen.”
Nach dem Scheitern dieses Deals, der Veröffentlichung vieler unappetitlicher Details, den Rücktritten von Börschel, Frank, Petelkau, jetzt ausgerechnet einen der letzten Verbliebenen dieses Deals zum Vorsitzenden zu wählen ist schon ein starkes Stück. Ob sich die Vertreter*innen der Arbeitnehmer damit einen Gefallen getan haben, oder ob sie nun langsam mit im Skandal-Sumpf untergehen, werden die nächsten Tage zeigen.
Kraus erstes Statement heute: “Der Aufsichtsrat wird sich nun wieder mit ganzer Kraft den sachbezogenen Themen zuwenden.” – Aufarbeitung Skandal? Fehlanzeige!

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Autor: Thor Zimmermann

Thor ist Ratsmitglied der Stadt Köln, und auch in den Ausschüssen Kultur, Stadtentwicklung, sowie dem Hauptauschuss vertreten.

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