Mazel tov, MiQua!

Der Grundstein ist gelegt, in rund drei Jahren soll das MiQua eröffnet werden – Wir wünschen Viel Glück!

Miqua grundstein

Herzlichen Glückwunsch liebes “MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln”!
Von den ersten Überlegungen bis hin zu konkreten Planungen und Baubeschluss vergingen Jahrzehnte. Am 28. Juni 2018 war es dann soweit, der Grundstein für das MiQua wurde gelegt; MiQua ist ein Kunstwort und steht für “Museum im Quartier”. Der stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland Jürgen Wilhelm brachte denn auch gleich gewollt kokett den Vergleich mit dem MoMA in New York ins Spiel. Auch an diesen Namen haben man sich erst gewöhnen müssen, nun ist es weltberühmt.
Dass das MiQua ebenfalls weltberühmt werden wird, ist gar nicht so unwahrscheinlich. In archäologischen Kreisen wird es mit Sicherheit viel Aufmerksamkeit erregen: 2000 Jahre Stadtgeschichte in situ, am Ort selbst erfahrbar machen ist immer noch außergewöhnlich.
Weltweites Interesses erfährt Köln unter den Touristen schon jetzt. Zukünftig wird bei vielen sicher auch ein Besuch im MiQua zum Programm gehören. Die Besucher*innen werden nicht nur in die Römerzeit schauen können, sie werden viel mehr eine Zeitreise durch ein Quartier bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein machen können. So finden sich in der Archäologischen Zone die Kölner Mikwe (ein jüdisches Ritualbad) ebenso wie Spuren des Zweiten Weltkrieges.
Ein Schwerpunkt soll zukünftig auf dem jüdischen Leben in Köln liegen, daher auch der Name Jüdisches Museum im Titel des Museums.
Unser Ratsmitglied (und Autor dieses Artikels) Thor Zimmermann begleitete dieses Projekt in den vergangenen Jahren auch kritisch. Das Projekt selbst wollte er dabei nie in Frage stellen, doch ging es in den vergangenen Jahren auch um die Frage: Kriegen wir nicht zu wenig Museum für zu viel Geld? Das Raumprogramm wurde, entgegen der ursprünglichen Planung, aus Kostengründen stark reduziert –die Betriebskostenschätzungen steigen derweil munter weiter.
Nun haben sich aber Mehrheiten für das MiQua in dieser Form gefunden, jetzt heißt es gemeinsam auf eine baldige Eröffnung hinzuarbeiten! Mazel tov!


Eigenes Beitragsbild | V.l.n.r.: Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Ministerpräsident Armin Laschet, Stellv. Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland Jürgen Wilhelm, Architekt Wolfgang Lorch


Informationen zum MiQua beim LVR
Informationen bei der Stadt Köln


Informationen zum Architekturbüro


Zum Namen MiQua auch ein schöner Kommentar von Christian Hümmeler im Kölner Stadt-Anzeiger


Mazel tov ist hebräisch und bedeutet Viel Glück

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Autor: Thor Zimmermann

Thor ist Ratsmitglied der Stadt Köln, und auch in den Ausschüssen "Anregungen und Beschwerden", "Kultur" und "Stadtentwicklung" vertreten.

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