Schreibraum Köln eröffnet

Köln und Hamburg haben eine Gemeinsamkeit mehr. Die bundesweit einzigen öffentlich geförderten “writers’ rooms”, oder auf Kölsch: Schreibraum

Bild (Ausschnitt): Blick in den Schreibraum Köln

Im Szenebericht Literatur vom Juni diesen Jahres war der Schreibraum noch im Projektstatus – nun ist eröffnet. 10 Arbeitsplätze auf 200qm stehen für 40 Autor*innen in der Steinstraße im Pantaleonsviertel nun zur Verfügung. Für lediglich 30 € im Monat kann man sich einmieten, um in Ruhe konzentriert arbeiten zu können. Laut Pressemitteilung der Stadt vom 23.11. sind zur Zeit erst 16 Plätze vergeben, es sollten also noch welche frei sein!

Eine gute Sache, daher lassen wir die Stadt in diesem Fall sich gerne einmal selber loben, hier die offizielle Pressemitteilung der Stadt:


Kölner Autorinnen und Autoren erhalten einen Produktionsraum

Kölner Schreibende und Übersetzende haben einen neuen Schaffensort. Der “Schreibraum Köln” im Pantaleonsviertel ist bundesweit erst das zweite Coworking Angebot für Literaturschaffende. Es soll den Literaturort Köln entscheidend bereichern. Im Oktober 2017 wurde der “Schreibraum Köln” eröffnet. Räumlichkeiten in der Steinstraße beherbergen derzeit 16 Autorinnen und Autoren sowie Übersetzerinnen und Übersetzer. Sie arbeiten auf einer Fläche von gut 200 Quadratmetern an neuen Projekten. Professionell arbeitende Literaturschaffende können sich im “Schreibraum Köln” für 30 Euro pro Monat und nach Abschluss einer Nutzungsvereinbarung einmieten. Momentan stehen zehn Arbeitsplätze zur Verfügung, bis zu 40 Nutzerinnen und Nutzer werden aufgenommen. Künftig wird das Angebot um Veranstaltungen und Workshops erweitert.

Diese Einrichtung ist deutschlandweit fast einmalig. Mit dem “writers‘ room” in Hamburg existiert lediglich ein ähnliches Modell. Das Kulturamt Köln lud den Geschäftsführer des Hamburger “writers room” denn auch zur Beratung ins Literaturhaus ein, als es im November 2016 den Wunsch Kölner Schreibender nach einem Produktionsraum aufgriff.

So entstand der zweite öffentlich geförderte Coworking Space für Literaturschaffende. Er dient gleichermaßen als Ort für ungestörte Produktion wie für Vernetzung und Austausch. Damit befördert er den Literaturstandort Köln, stärkt die Szene und schafft nicht zuletzt Anknüpfungspunkte für die neugeschaffenen Schreibstudiengänge (an KHM und Universität).

In Nordrhein-Westfalen spiele die Literaturszene von Köln eine herausragende Rolle, betont Kulturamtsleiterin Barbara Foerster. Sie erläutert:

Hier leben auch die meisten Autorinnen und Autoren. Köln beherbergt allein 35 Prozent der Kultur- und Kreativwirtschaft in NRW, wie die Zahlen des aktuellen Datenreportes der Kultur- und Kreativwirtschaft Köln belegen. Das ist eine Szene, auf die wir als Stadt stolz sein können, die aber auch von uns unterstützt und gefördert werden muss. Bisher fehlte es in der Literaturszene an Produktionsorten, in denen Autorinnen und Autoren oder Übersetzer in Ruhe arbeiten und sich austauschen können. Diese Förderung haben wir mit der Szene und in Kooperation mit dem Literaturhaus Köln entwickelt. Die Politik hat dies finanziell möglich gemacht.

Die Räumlichkeiten wurden mit Mitteln des Kulturamts der Stadt Köln und unter Trägerschaft des Literaturhauses Köln angemietet und eingerichtet. Die Ingrid und Sigurd Greven Stiftung sowie die RheinEnergieStiftung Kultur unterstützten die Einrichtung des “Schreibraum Köln” mit Spenden. Weitere Unterstützer oder Fördermitglieder werden gesucht.

Informationen erhalten Interessierte bei:

  • Anja Fröhlich, Betreuerin des “Schreibraum Köln”, Telefon: 0221 / 9630992
  • Bettina Fischer, Leiterin des Literaturhauses Köln, Telefon: 0221 / 99555810
  • und Nadine Müseler, Referentin für Bildende Kunst, Literatur und Neue Medien im Kulturamt der Stadt Köln, Telefon: 0221 / 221-23643

Linktipps:
Literaturhaus Köln e.V.
Szenebericht Köln 2017 – Kölner Autor*innen berichten über die freie Literaturszene
Die PM auf der Seite der Stadt Köln


Beitragsbild (Ausschnitt): Blick in den Schreibraum Köln
Copyright: Edgar Franzmann

Gerne teilen

Autor: Thor Zimmermann

Thor ist Ratsmitglied der Stadt Köln, und auch in den Ausschüssen Kultur, Stadtentwicklung, sowie dem Hauptauschuss vertreten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.