Lastenradförderung (un)gedeckelt!?

Wird die finanzielle Förderung von Lastenrädern nun doch “nachträglich” gedeckelt? Wir haben nachgefragt!

Die von uns initiierte Lastenradförderung war bislang eine Erfolgsstory. Das Fördervolumen wurde von 200.000 auf 1,1 Millionen Euro mehr als verfünffacht! Bis Ende Juni gingen wohl rund 900(!) Anträge ein … „Lastenradförderung (un)gedeckelt!?“ weiterlesen

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Lastenradförderung ungedeckelt

Noch bis Ende Juni 2019 nimmt die Stadt Köln eure Anträge zur Lastenradförderung entgegen. Das Beste daran ist: Alle fristgerecht eingehenden förderfähigen Anträge werden bewilligt!

“Alle förderfähigen Anträge, die bis zum 30. Juni 2019 eingereicht werden, sollen positiv beschieden werden.”, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Rahmen der Veranstaltung “ZukunftsRadKöln” am 25. Februar 2019.

Unser Ratsmitglied Thor Zimmermann war bei dieser Veranstaltung zu Gast und traute seinen Ohren kaum. “Wir haben uns schon sehr gefreut, dass wir mit unserem Antrag zur Lastenradförderung 200.000€ in den Haushalt einstellen konnten. Dank der großartigen Ankündigung von Frau Reker entfällt nun jegliche finanzielle Begrenzung für unsere Förderinitiative.”
Das bedeutet: alle Kölner*innen die bis Ende Juni einen Antrag stellen und die Förderkriterien erfüllen, bekommen 50% der Kosten für ein Lastenrad, maximal 2.500€, von der Stadt Köln erstattet. Wir würden uns freuen, wenn nach den Gewerbetreibenden, jetzt auch viele private Gemeinschaften, wie Nachbarn, Mieter etc. Förderanträge stellen!
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Mehr Tunnel wagen!

Köln braucht mehr Tunnel – Fahrradtunnel! GUT Köln plant eine Röhre fürs Rad, von Ehrenfeld in die Innenstadt. Die Mehrheit im Rat steht, 2020 geht es los!

Die Presse schreibt was sie will – und das ist auch gut so! In diesem Fall fühlen wir uns jedoch missverstanden. Wie unser Plan wirklich gemeint ist erfahrt Ihr weiter unten. Zunächst zu dem was eine große Kölner Boulevardzeitung heute schrieb:


Geht’s noch?
Irrer Fahrradtunnel quer durch Köln!

Irrer Radtunnel
Nicht “irre” – GENIAL!

Die Ratsgruppe GUT plant einen Tunnel von Ehrenfeld zum Rathaus, die Mehrheit soll stehen, Grüne und CDU zeigen sich begeistert. Um was geht es? „Wir stehen für eine ökologische Verkehrswende, damit diese gelingt, muss diese auch attraktiv sein.“, so Ratsherr Tobias Scholz (GUT). Scholz weiter: „Radfahrende sollen daher auch im Winter trocken und warm in die Stadt fahren können. Zunächst graben wir einen unterirdischen Radweg von Ehrenfeld in die Innenstadt.“ Der verkehrspolitische Sprecher der SPD, Andy Pöttgen tobt: „Unseren U-Bahn-Tunnel wollten sie nicht, aber für Radfahrer ist GUT nichts zu teuer. Das der Tunnel auch noch vor der Haustür der beiden Noch-Ratsmitglieder beginnen soll ist eine Unverschämtheit! Das ist Klüngel! Nebelkerzen!“.
Nach EXPRESS-Informationen soll der Tunnel in Ehrenfeld unter der Venloer Straße genau zwischen Geisselstraße und Körnerstraße beginnen. RM Scholz wohnt in der Geissel- und RM Zimmermann in der Körnerstraße …
Ratsmitglied Thor Zimmermann kann die Empörung nicht verstehen: „Ich fahre diese Strecke nahezu täglich mit dem Fahrrad, unbezahlt. Da ist der Tunnel nur ein kleiner Vorteil für mich.“

fahrradtunnel
(Klicken vergrößert)

Kritik kommt aber auch von Ralph Sterck (F.D.P.): „Und wer denkt an die Autofahrer? Ein solcher Fahrrad-Tunnel sollte in einer Tiefgarage unter dem Ebertplatz beginnen. Mit dem Auto in die Stadt, und dann umsteigen aufs Rad. So denken Profis die Verkehrswende!“


Soweit der Presse-Artikel. Dies ist natürlich eine sehr verkürzte Darstellung, und die Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen!
Fahrradtunnel sind in vielen Städten längst normaler Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur. Ob in Antwerpen, San Sebastian oder Jerusalem, die Vorteile liegen klar auf der Hand:
Denkbar kürzeste Verbindung zwischen A und B, kreuzungsfrei, witterungsunabhängig, und bei ehrenamtlicher Mithilfe auch kostengünstig zu realisieren. Die Idee ist also nicht neu und auch nicht von uns. In Köln ist es aber unsere Ratsgruppe GUT die den Fahrradtunnel durchgesetzt hat. Die Quiddität unserer Streckenführung ist, dass sie parallel zur U-Bahn verläuft! Dies spart enorme Planungskosten, und garantiert, dass der Tunnel auch dort ankommt wo er hin soll.

fahrradtunnel ehrenfeld
So wird der Tunnel aussehen (Planungsstand 4/2019). Hier ist Flächengerechtigkeit – zum Glück – kein Thema mehr …

Kritik wollen wir aber nicht verschweigen. Gunda Wienke (Verkehrsausschuss, Linke) entdeckte eine vermeintliche Panne in unserem Projekt: “Der Radtunnel führt nur in eine Richtung: Von Ehrenfeld in die Innenstadt. Und die Stoiker merken es noch nicht mal!”. Und auch ausgerechnet unser “eigener” Innenstadt-Bezirksvertreter Tom Geffe bemängelt: “Die Innenstadt leidet schon genug unter Einpendlern, es wäre schön, wenn die die City auch wieder verlassen könnten.”
Frau Blome (Verkehrsdezernentin) erläutert jedoch: “Ein Propeller am Anfang des Tunnels gibt Rückenwind, bei einem Zweirichtungsradweg hätten Radfahrende aus der Innenstadt zurück Gegenwind. Das kann doch niemand wollen!?”.
Was meint Ihr? Wir freuens uns auf Eure Kommentare/Anregungen!


Quellen/Links:
Der 850 Meter lange Tunnel in San Sebastian | Bilder: Silly Walking Tunnel (im Express-Beitrag), Quelle: https://bicycledutch.wordpress.com/2016/06/14/and-now-for-something-completely-different/ | Beitragsbild (Tunnel Grafik): Montage mit Ursprungsmaterial der Köln SPD (Danke!) zur Ost-West-Achse | Tunnel-Bild (Nur eine Richtung): https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Criticalmass-sf-broadway-tunnel.jpg | Lino Hammer Bild: Facebook-Profilbild | Zeitungs-Bilder (Montage): Dank an Aline

 

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Der kölsche ModalSplit

Dieser Blogbeitrag könnte auch heißen: “Traue nur der Statistik, die Du selber gefälscht hast” – aber dazu später mehr. Was bedeutet eigentlich ModalSplit? Wikipedia sagt: “Modal Split wird in der Verkehrsstatistik die Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel genannt. Eine andere gebräuchliche Bezeichnung im Personenverkehr ist Verkehrsmittelwahl. Der Modal Split beschreibt das Mobilitätsverhalten von Personen (…).” „Der kölsche ModalSplit“ weiterlesen

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Sichtbar Radfahren auf der Venloer Straße

Entlang der Venloer Straße zwischen dem Ehrenfeldgürtel und der Äußeren Kanalstraße hat die Stadt Köln jetzt Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn markiert. Damit soll allen Verkehrsteilnehmenden deutlicher werden, dass sich hier Auto- und Radfahrende die Straße teilen. Ziel ist ein besseres und sichereres Miteinander im Straßenverkehr. Ob und wie diese Piktogramm wirken, soll eine wissenschaftliche Untersuchung zeigen.

Die Pflicht zur Nutzung der baulichen Radwege auf der Venloer Straße in Köln-Ehrenfeld wurde bereits vor Jahren aufgehoben. Damit haben Radfahrende hier die Wahl, ob sie den Radweg oder die Fahrbahn benutzen. Um diese Verkehrssituation deutlicher zu machen, hat das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung nun auf diesem Abschnitt in beiden Fahrtrichtungen Fahrradpiktogramme als so genannte „Piktogrammkette“ markiert. Die Verwaltung erhofft sich dadurch mehr Verkehrssicherheit und angepasstes Fahrverhalten. Mit Hilfe einer wissenschaftlichen Studie der Bergischen Universität Wuppertal wird die Wirkung dieser Maßnahme untersucht.

„Sichtbar Radfahren auf der Venloer Straße“ weiterlesen

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Radschnellweg – von wegen schnell!

In Essen wir der RS1 bereits gebaut. Köln befindet sich hingegen noch in der Vorplanung. Immerhin denkt man aber auch an weitere Projekte.

Alle wollen sie, alle fordern und fördern sie: Radschnellwege! Doch wo bleiben sie denn? In Köln ist jedenfalls noch kein einziger Meter schneller Asphalt zu sehen – Städte wie Essen sind uns da voraus. „Radschnellweg – von wegen schnell!“ weiterlesen

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HURRAD – Feiern? Ja! Ausruhen? Nein!

Tempo 30 Zonen, neue Fahrradspuren, Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht, ausgewiesene Fahrradstraßen – es tut sich was in Köln. Grund für Jubel oder Tropfen auf den heißen Stein?

Die Ratsgruppe GUT lud Fahrradaktivist*innen und den Fahrradbeauftragten der Stadt Köln zur Podiumsdiskussion „Hurrad!“. Christine Schilha hat zugehört und mitgeschrieben.

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Fahrradsichere Schienen

Bahnschienen mit dem Rad in einem ungünstigen Winkel zu queren, führt zu Unfällen. Es gibt nun ein System, das die gefährliche Rille in den Schienen verschließt.

Es ist der Alptraum eines jeden Radfahrenden in Köln: Das Fahrrad verkantet sich in einer Bahnschiene und ein Sturz ist oft unvermeidlich. Hier könnte eine Hart-Gummi-Dichtung Abhilfe schaffen, die auf der Fachmesse für Verkehrstechnik InnoTrans im September 2018 vorgestellt wurde. Es verschließt die Rillen in Straßenbahnschienen, sodass Fußgänger und Radfahrende sicher passieren können. „Fahrradsichere Schienen“ weiterlesen

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Gute Räder – Gute Luft!

Lastenräder werden ab Januar 2019 mit bis zu 2500 € von der Stadt Köln gefördert. Ein Erfolg unserer Ratsgruppe GUT.

Update: 14.02.2019 Unsere Initiative wurde hervorragend von den Kölner*innen angenommen. Wir freuen uns über aktuell 135 eingereichte Förderanträge! Wenn alle Anträge bewilligt werden, sind die Mittel für 2019 damit ausgeschöpft.

Unsere Ratsgruppe GUT arbeitet konstruktiv am Haushalt der Stadt Köln mit. So gelang es uns 2017 in den Haushaltsverhandlungen für 2018 für die Lastenradförderung 100.000 Euro einzustellen. Ziel ist es, „Gute Räder – Gute Luft!“ weiterlesen

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Ein Feier-Abend für den Radverkehr!

Am Montag, den 26. November um 19:00 Uhr lädt Euch die Ratsgruppe GUT ins Alte Pfandhaus ein, um mit Euch die Top Ten 2018 der positiven Entwicklungen für Radfahrer*innen in unserer Stadt zu feiern.

Es gibt immer noch viel zu tun, um Köln Fahrrad freundlich zu machen, aber es bewegt sich was in der Kölner Radinfrastruktur. Das wollen wir mit Euch feiern! „Ein Feier-Abend für den Radverkehr!“ weiterlesen

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