Das Rheinpendel Echo

Am Dienstag, den 26. März 2019 wurde aus unserer Rheinpendel-Vision ein realer Auftrag für die Verwaltung: Der Verkehrsausschuss stimmte darüber ab, eine Machbarkeitsstudie für ein Seilbahnsystem in Köln in Auftrag zu geben.

Mit einer Seilbahn im Zick-Zack-Kurs den Rhein queren um vom Kölner-Norden nach Süden und umgekehrt zu pendeln – Mit unserer Idee des “Rheinpendels” sind wir einen gänzlich anderen Kurs als den sonst üblichen gefahren. Anstatt unsere Vision den politischen Gremien vorzustellen und zu diskutieren, haben wir zuerst die Kölner Öffentlichkeit mit unserem Vorschlag konfrontiert.

Was folgte hat uns überrascht aber auch bestätigt: Ein bundesweites Medienecho und viel positive Resonanz aus der Bevölkerung und von Verkehrsexpert*innen für ein modernes, ökologisches, kostengünstiges Nahverkehrssystem. Das brauchen wir für Köln und werden uns deshalb weiterhin für unser Rheinpendel stark machen.

“Es ist keine Schnapsidee. Ich kann mir das sehr gut vorstellen.”  Volker Stölting, Professor für Schienenverkehr und öffentliche Verkehrssysteme an der TH Köln im O-Ton der WDR-Lokalzeit vom 08.02.2019

“Der große Vorteil solcher Seilbahnsysteme liegt natürlich darin, dass es relativ kostengünstig ist solche Systeme zu installieren.”  Dr. Roman Suthold vom ADAC Nordrhein im O-Ton der SAT.1 NRW Nachrichten vom 12.03.2019.

“Insgesamt ist es sicherlich ein spannendes Projekt. Ich weiß ganz sicher, dass in ganz Deutschland auf dieses Projekt nach München geschaut wird. Wenn es hier funktioniert, werden wir garantiert die ein oder andere Seilbahnstrecke sehen.”  Dieter Reiter, Oberbürgermeister München im O-Ton Nachrichtenbeitrag RTL West vom 03.03.2019. (Anm. München hat bereits eine Machbarkeitsstudie für eine Seilbahn für den ÖPNV beauftragt)

 


Das Medienecho zum Rheinpendel:

Gegen das Verkehrschaos – Wie realistisch ist eine lange Seilbahn für Köln – Kölner Stadtanzeiger(02/2019)

Gondelt Köln bald R(h)ein? – EXPRESS (02/2019)

Neue Seilbahn für Köln WDR Lokalzeit aus Köln am 08.02.2019 (Das Video ist online leider nicht mehr verfügbar)

Kölscher SchwebezustandSüddeutsche Zeitung (02/2019)

Viel Zustimmung für Idee einer Seilbahn entlang des Rheins
Kölner Stadtanzeiger (02/2019)

Eine Seilbahn als Weg aus dem Kölner Verkehrschaos?
Deutschlandfunk (02/2019)

Dieses Verkehrsmittel wird in den 2020er-Jahren der neue heiße Sch*** – Perspective Daily(02/2019)

Seilbahnen gegen den Verkehrskollaps
RTL West -Nachriten aus NRW (03/2019)

Die Seilbahn der Zukunft – SAT1 NRW (03/2019)

500 Millionen Euro – Zweifel an geschätzten Baukosten für Kölner Seilbahn-Idee Kölner Stadtanzeiger (03/2019)

Projekt Rheinpendel – Politiker wollen gigantisches Seilbahn jetzt prüfen lassen EXPRESS (03/2019)

Diskussion über Rheinpendel – Radio Köln (03/2019) (leider ist der Audiobeitrag online nicht verfügbar)

„Völlig losgelöst“Stadtrevue Ausgabe 03/2019 Seite 6

Gerne teilen

Der kölsche ModalSplit

Dieser Blogbeitrag könnte auch heißen: “Traue nur der Statistik, die Du selber gefälscht hast” – aber dazu später mehr. Was bedeutet eigentlich ModalSplit? Wikipedia sagt: “Modal Split wird in der Verkehrsstatistik die Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel genannt. Eine andere gebräuchliche Bezeichnung im Personenverkehr ist Verkehrsmittelwahl. Der Modal Split beschreibt das Mobilitätsverhalten von Personen (…).” „Der kölsche ModalSplit“ weiterlesen

Gerne teilen

Gesamtnetzbetrachtung – Wie weiter mit Kölns ÖPNV?

Beim Beschluss zur Ost-West-Achse im vergangenen Dezember sagten wir auch eine Gesamtnetzbetrachtung zu. Wie versprochen haben wir diese nun im Februar beschlossen. Ein vermeintlich dünnes Papier – aber mit Potential!

Ende 2018 wogten in Köln die Debatten um die Verstärkung der Ost-West-Achse (OWA) hoch. Die Einen wollten mit dem Beschluss zur OWA gleich noch weitere Maßnahmen mit beauftragen – andere mahnten den Blick doch nicht nur auf die OWA zu lenken, sondern auch andere Lücken in Kölns ÖPNV-Netz in den Focus zu nehmen.
Dass das Netz ausgebaut werden muss ist unbestritten, zahlreiche längst gewünschte Maßnahmen warten auf ihre Umsetzung. Viele von ihnen sind in der Roadmap der KVB gelistet. Doch die KVB ist nicht der einzige Player in Köln, auch die Ausweitung des SPNV*-Angebotes der Deutschen Bahn (mit ihren S- und Regionalbahnen) ist für Köln unerlässlich. [*SPNV: Schienenpersonennahverkehr]
Aber wo liegen die Lücken/der Bedarf heute und in Zukunft? Zwar haben dies alle ermittelt und ihre Prioritäten festgelegt, aber jeder eben auf seine Weise. Man mag erstaunt sein: Einen gemeinsamen Plan, eine Übersicht zur ÖPNV/SPNV-Zukunft Kölns gibt es bislang nicht! Und es geht ja nicht nur um die Koordination einzelner Dienstleister, auch die Stadtentwicklung sollte bei der Gesamtnetzbetrachtung eine größere Rolle spielen. Stadtteile wie Widdersdorf auszubauen, ohne den ÖPNV-Anschluss gleich mitzudenken soll ja nicht wieder vorkommen.
Es gehören also alle an einen Tisch – an dem nicht nur die beteiligten Dezernate und Unternehmen sitzen sollten, sondern auch eine fachlich versierte Öffentlichkeit.
Dies ist der schlanke Kern unseres Antrages den unsere Ratsgruppe GUT gemeinsam mit CDU und Grünen am 14. Februar 2019 in den  Rat eingebracht haben. Der SPD war dies zu wenig, ihr war das Papier zu dünn und sie vermisste konkrete Vorschläge. Doch diese konkreten Vorschläge sollen im Rahmen einer Gesamtnetzbetrachtung ja erst entwickelt werden!
Verkehrsdezernentin Andrea Blome sprang uns in der Debatte bei. Sie bestätigte das Fehlen einer solchen Betrachtung, und erachtete die Erstellung als sinnvoll. Am Ende stimmte lediglich die SPD (und ihre Hospitanten von BUNT) gegen unseren Antrag.


Unser Beschluss im Wortlaut:
(Mit Erläuterungen in rot)

Die Verwaltung wird beauftragt,

  1. die bisher vorliegenden Konzepte und Pläne, z.B. den Nahverkehrsplan, die Anmeldungen zum ÖPNV-Bedarfsplan, die ÖPNV-Roadmap, die vom NVR entwickelten Maßnahmen zum Knoten Köln und die Arbeiten zum Agglomerationskonzept aufeinander abzustimmen.
    (Dies meinen wir mit Gesamtnetzbetrachtung, oder auch “Pläne übereinander legen”)
  2. Das Ergebnis wird dann in einem vorher festzulegenden Verfahren im Rahmen einer dezernatsübergreifenden Projektgruppe weiterentwickelt – unter angemessener Beteiligung der Öffentlichkeit – und soll die Basis für eine nachhaltige Verkehrsentwicklungsplanung in Köln sein.
    (Dann: Gemeinsame Planung verschiedener Dezernate mit Fachleuten aus der Öffentlichkeit)
  3. Die Verwaltung soll bis zum Sommer bzw. bis zum Entwurf des Haushaltsplanes 2020 darstellen, wie hoch der dafür benötigte Personal- und Finanzbedarf ist und mit welchen Strukturen diese Aufgabe am besten umgesetzt werden kann.
    (Klar: Dies kostet Geld und Personal – dies will unser Haushaltsbündnis in den Haushalt 2020 einstellen)


    Unser gemeinsamer Antrag im Ratsinformationssystem der Stadt Köln.


    Unser Beitragsbild ist ein Ausschnitt der Openstreetmap, und zeigt die “ÖPNV-Karte” Kölns.

 

Gerne teilen

Rheinpendel – eine Vision für den Kölner Nahverkehr

Im Laufe der letzte Monate entwickelte unsere Ratsgruppe GUT das RHEINPENDEL. Ein neues Seilbahnsystem für Köln, das das ÖPNV-Netz stärkt und ausbaut.

Köln kann Seilbahn. Als erste Stadt in Europa nutzten wir diese Technologie zur Flussquerung. Aber könnte Köln Seilbahn heute besser? Moderne Technologien erlauben es, die Seilbahn in einem kompletten Streckennetz zu denken. Unser Rheinpendel. „Rheinpendel – eine Vision für den Kölner Nahverkehr“ weiterlesen

Gerne teilen