11+ – Unser +Programm für Köln

wahlprogramm

Die Wäh­ler­grup­pe GUT Köln ist ein demo­kra­ti­scher Zusam­men­schluss von Bürger*innen, die poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung im kom­mu­na­len Bereich über­neh­men. Sie ver­ei­nigt Men­schen, die sich dem Wohl der Stadt Köln und ihrer Einwohner*innen ver­pflich­ten und deren Ziel es ist, die Stadt Köln in Zusam­men­ar­beit mit wei­te­ren inter­es­sier­ten Bürger*innen neu zu den­ken und ent­spre­chend für alle hier leben­den Men­schen sozi­al gerecht und öko­lo­gisch lebens­wert zu gestal­ten. Dar­über hin­aus setzt sich GUT Köln für die Bewah­rung huma­nis­ti­scher Idea­le und die Ach­tung der Men­schen­rech­te und Men­schen­wür­de über­all, jeder­zeit und für jeden gel­tend ein.

Des­halb ver­folgt GUT Köln mit sei­ner Poli­tik für eine bes­se­re Stadt auch anti­fa­schis­ti­sche und anti­ras­sis­ti­sche Zie­le nach dem Mot­to „Kein Mensch ist ille­gal“.

Unser Ziel ist ein Köln, dass sich als Gan­zes von einem Gedan­ken lei­ten lässt:

GUT für Köln. Eine lebenswerte Stadt für alle.

Wofür wir 2020+ stehen:

Wir for­dern eine kon­se­quent nach­hal­ti­ge Wirt­schafts­po­li­tik, Kli­ma­schutz als höchs­te Prio­ri­tät sowie eine durch und durch öko­lo­gi­sche und sozia­le Stadt­ent­wick­lung in den Berei­chen Mobi­li­tät, Bau­en, Leben. Unse­re Visi­on dahin­ter ist, Köln zu einer Stadt zu machen, in der wir alle ein gutes, gerech­tes und nach­hal­ti­ges Leben füh­ren kön­nen.

Unser Wahlprogramm in der Kurzversion:

#1 Köln ist Kli­ma­schutz

Mit höchs­ter Prio­ri­tät wol­len wir die Zie­le des Kli­ma­schut­zes in Köln ver­fol­gen. Aus die­sem Grund gilt es, den Kli­ma­schutz bei allen Ent­schei­dun­gen des Stadt­ra­tes zu beach­ten; dabei muss die Stadt­ver­wal­tung mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­hen. Köln soll bis 2030 kli­ma­neu­tra­le Stadt wer­den. Hier­für soll unter ande­rem der Ver­sor­ger Rhein­Ener­gie als rei­ner Öko­strom-Anbie­ter und zudem als grü­ne, städ­ti­sche Ener­gie­ge­nos­sen­schaft auf­ge­baut wer­den. GUT strebt zudem mehr Dach- und Fas­sa­den­be­grü­nung an, wie auch eine ver­stär­ke Flä­chen­ent­sie­ge­lung für mehr natur­na­hes Stadt­grün. Dar­über hin­aus soll Köln zur „Zero-Was­te-Stadt“ wer­den – Müll soll also am bes­ten gar nicht erst ent­ste­hen.

#2 Sozia­les Köln

Köln soll Stadt des Sozia­len sein – „eine  Stadt für Alle“, heißt es des­halb im zwei­ten Punkt unse­res Wahl­pro­gramms. Wir wol­len die Stadt als soli­da­risch, tole­rant und welt­of­fen posi­tio­nie­ren und ste­tig wei­ter­ent­wi­ckeln. Teil­ha­be am gesell­schaft­li­chen Leben für alle erfor­dert unter ande­rem Bar­rie­re­frei­heit, etwa an allen Hal­te­stel­len des ÖPNV. Um die Kin­der­freund­lich­keit der Stadt zu erhö­hen, bedarf es mehr und güns­ti­ge­rer Kita­plät­ze. Sozia­le Pro­jek­te sol­len zudem Ver­ein­sam­ten und Woh­nungs­lo­sen die Mög­lich­kei­ten geben, sich wie­der ins Sozi­al­ge­fü­ge ein­zu­fin­den.

#3 Mobi­les Köln

Mit dem Prin­zip der Kli­ma­neu­tra­li­tät geht zugleich eine Kehrt­wen­de bei der Mobi­li­tät ein­her. Wir wol­len ins­be­son­de­re den Umstieg der Men­schen vom auto­mo­bi­len Indi­vi­du­al­ver­kehr hin zu mehr Rad­ver­kehr und zur Nut­zung des ÖPNV unter­stüt­zen. Hier­für sol­len mehr und bes­se­re Rad­we­ge ent­ste­hen sowie Las­ten­rä­der geför­dert wer­den. Pkw-Spu­ren sol­len ver­stärkt zu Rad­we­gen oder zu Bus­spu­ren umge­wid­met wer­den. Zudem wol­len wir unse­re Idee des Rhein­pen­dels, eines städ­ti­schen Seil­bahn­sys­tems, umset­zen und als fes­ten Bestand­teil in den ÖPNV inte­grie­ren.

#4 Woh­nen in Köln

„Woh­nen ist ein Men­schen­recht“ – daher soll das Woh­nen in Köln bezahl­ba­rer, nach­bar­schaft­li­cher und öko­lo­gi­scher wer­den. Wir wol­len sowohl den sozia­len Woh­nungs­bau vor­an­trei­ben als auch alter­na­ti­ve Wohn­for­men und Werks­woh­nun­gen unter­stüt­zen.

#5 Köln ist Kul­tur

Kul­tur ist für GUT ein Kern­the­ma. Hier ver­fol­gen wir ver­schie­de­ne Ansät­ze, um die star­ke und abwechs­lungs­rei­che Kul­tur­sze­ne in Köln zu erhal­ten und wei­ter aus­zu­bau­en. Der Erhalt der Köl­ner Club-Sze­ne liegt uns am Her­zen, der freie Ein­tritt in allen städ­ti­schen Muse­en ist zudem ein wich­ti­ges Ziel. Dar­über hin­aus wol­len wir den Köl­ner Fern­seh­turm „Colo­ni­us“ wie­der für Besucher*innen öff­nen und auch der Bau von zwei Mehr­zweck­hal­len für den Brei­ten­sport gehört zu unse­ren Plä­nen.

#6 Essen in Köln

Unse­re Lebens­mit­tel­ver­sor­gung muss regio­na­ler wer­den, zudem soll die vege­ta­ri­sche und vega­ne Ernäh­rungs­wei­se gestärkt wer­den. Ins­be­son­de­re in Kitas und Schu­len sowie in sämt­li­chen städ­ti­schen Kan­ti­nen und Mensen soll künf­tig min­des­tens ein fleisch­lo­ses Gericht als Voll­wert­me­nü zur Aus­wahl ste­hen. Dabei soll die­ses hoch­wer­tig sein und den­noch güns­ti­ger als die Fleisch­ge­rich­te ange­bo­ten wer­den.

#7 Grü­nes Köln

Wir wol­len das Köl­ner Grün, ins­be­son­de­re den Grün­gür­tel, im der­zei­ti­gen Bestand erhal­ten und sogar aus­bau­en. Dort und an klei­nen Was­ser­flä­chen soll die Arten­viel­falt gesi­chert und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Ein wei­te­res Ziel ist die Eta­blie­rung von öffent­li­che Gemein­schafts­gär­ten und zusätz­li­chen Klein­gär­ten in Köln.

#8 Schlau­es Köln

Bil­dung ist uns ein Her­zens­an­lie­gen, dafür sind höhe­re Inves­ti­tio­nen not­wen­dig. Schu­len und Kitas müs­sen schnel­ler gebaut oder erwei­tert wer­den. Wir wol­len zudem die tech­ni­sche Aus­stat­tung in den Köl­ner Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ver­bes­sern. Zugleich sol­len die Medi­en­kom­pe­tenz aller am Schul­be­trieb Betei­lig­ten erhöht sowie die Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie an den Köl­ner Schu­len geför­dert wer­den. Damit ein­her­ge­hen muss eine Stär­kung der Ange­bo­te des offe­nen Ganz­tags.

#9 Digi­ta­les Köln

Die Digi­ta­li­sie­rung spielt eine wei­te­re, wich­ti­ge Rol­le im Wahl­pro­gramm von GUT. Durch ein Vor­an­brin­gen des Digi­ta­li­sie­rungs­pro­zes­ses in Köln wol­len wir die kom­mu­nal­po­li­ti­sche Arbeit trans­pa­ren­ter machen. So sol­len etwa die Auf­zeich­nun­gen von Rats­sit­zun­gen und wich­ti­gen Aus­schüs­sen min­des­tens zwei Wochen lang in einer Media­thek öffent­lich abruf­bar sein. Fern­rei­sen der Beschäf­tig­ten der Stadt­ver­wal­tung sol­len zur Ver­mei­dung von CO2-Emis­sio­nen wann immer mög­lich durch moder­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en ersetzt wer­den. Zudem ste­hen wir ein für frei­es WLAN an den Hal­te­stel­len und in den Bah­nen der Köl­ner Ver­kehrs­be­trie­be KVB.

#10 Nach­hal­ti­ges Köln

Alter­na­ti­ve, nach­hal­ti­ge und öko­lo­gi­sche Wirt­schafts­an­sät­ze sind unser Ziel. So soll die Gemein­wohl-Öko­no­mie in Köln geför­dert und umge­setzt wer­den. Ein Zen­trum für alter­na­tiv wirt­schaf­ten­de Unter­neh­men gehört eben­falls zu unse­ren Plä­nen. Zudem sol­len vor allem der inha­ber­ge­führ­te Ein­zel­han­del, das Hand­werk, der Mit­tel­stand und die frei­en Beru­fe geför­dert wer­den.

#11 Köl­ner Viel­falt

Wir sind über­zeugt, dass die eth­ni­sche, reli­giö­se und geschlecht­li­che Viel­falt sowie unter­schied­li­che, indi­vi­du­el­le Lebens­an­sät­ze zu einer vita­len und alle berei­chern­den Stadt­ge­sell­schaft bei­tra­gen. Des­halb setzt GUT sich für gegen­sei­ti­ge Wert­schät­zung, für Gleich­be­rech­ti­gung und einen akti­ven Aus­tausch ein. Wir for­dern und för­dern gesell­schaft­li­che und poli­ti­sche Teil­nah­me aller Mit­glie­der der Stadt­ge­sell­schaft.

Unser +

Gemein­sam mit Dir und Ihnen, wol­len wir unse­re Vee­del in Köln attrak­ti­ver und lebens­wer­ter gestal­ten.

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Wer­de GUT-Mit­glied, schick uns dei­ne Ide­en per Mail oder trag sie auf der inter­ak­ti­ven Mit­mach-Kar­te für dein Vee­del ein.


Unser Kurz­wahl­pro­gramm als PDF-Datei.


Und jetzt unsere Langversion:

#1 Kli­ma­schutz — höchs­te Prio­ri­tät
#2 Sozia­les — Eine Stadt für Alle
#3 Mobi­li­tät — Rauf auf´s Rad, rein in die Gon­del
#4 Woh­nen — Bezahl­bar, nach­bar­schaft­lich und öko­lo­gisch
#5 Kul­tur — Sub-Kul­tur und Avant­gar­de
#6 Ernäh­rung — Gesund und regio­nal
#7 Umwelt — Grün erhal­ten und aus­bau­en
#8 Bil­dung — Chan­cen, ein Leben lang
#9 Digi­ta­li­sie­rung & Trans­pa­renz — Inno­va­tiv, ehr­lich und bürger*innennah
#10 Wirt­schaft & Finan­zen — Gemein­wohl vor Ren­di­te
#11 Zusam­men­le­ben — Viel­falt stär­ken

#1 Kli­ma­schutz — höchs­te Prio­ri­tät
Kli­ma­schutz muss immer und bei allen poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen mit­ge­dacht wer­den. Die Stadt­ver­wal­tung muss dabei mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­hen und den Bürger*innen attrak­ti­ve Möglichkeiten zur kli­ma­neu­tra­len Teil­ha­be bie­ten. In der Per­spek­ti­ve stre­ben wir eine kli­ma­neu­tra­le Stadt mit so viel wie möglich natur­na­hem Grün an.

    • Kli­ma­neu­tra­li­tät bis 2030 Wir for­dern Klimaneutralität der gesam­ten Stadt bis 2030 (inkl. aller öffentlichen Ein­rich­tun­gen und Anteils­ge­sell­schaf­ten der Stadt, Indus­trie, Gewer­be, Han­del, pri­vat). Dazu muss die Rhein­Ener­gie Ökostrom-Anbieterin wer­den und grünen Was­ser­stoff nut­zen. Par­al­lel dazu soll eine grüne städtische Ener­gie­ge­nos­sen­schaft auf­ge­baut sowie lokal bestehen­de Genos­sen­schaf­ten, wie z.B. die Ener­gie­ge­win­ner eG, unter­stützt wer­den.
    • Mehr Grün für Köln. Wir for­dern mehr Dach- und Fassadenbegrünung, mehr natur­na­hes Stadtgrün, Flächenentsiegelung und das Frei­hal­ten von Haus- und Grundstücksbesitzer*innen sol­len ent­spre­chend gefördert wer­den (z.B. durch Grundsteuer-Ermässigung).
    • Zero-Was­te-Stadt Köln Unser Ziel ist es, Vor­rei­ter als Zero-Was­te-Stadt in Deutsch­land zu wer­den. Wir set­zen uns u.a. für Zero-Was­te bei allen städtischen Ver­an­stal­tun­gen, müllfreie Wochenmärkte, Müllreduktion in Supermärkten und Restau­rants ein. Die Aktivitäten der Köl­ner Zero-Was­te-Com­mu­ni­ty sol­len lang­fris­tig unterstützt wer­den, z.B. Gewer­be­steu­er­be­frei­ung für Unverpackt-Läden, wenn mehr als 90% des Sor­ti­ments ohne Ver­pa­ckung ver­kauft wer­den. Wir wol­len, dass die Stadt Köln sich dem Com­mit­ment der Zero Was­te Cities Euro­pe sowie der Cir­cu­lar Eco­mo­my Initia­ti­ve Deutsch­land anschließt. Unser kon­kre­ter Vor­schlag für einen Fahr­plan:
      • 2021, Quar­tal 1 bis 3: The­ma­ti­sche Arbeits­krei­se von Stadt­ver­wal­tung, Stadt­po­li­tik, Zero-Was­te-Com­mu­ni­ty und inter­es­sier­ten Bürger*innen zur gemein­schaft­li­chen Erar­bei­tung eines Zero-Was­te-Kon­zepts für Köln
      • 2021, Quar­tal 4: Poli­ti­scher Beschluss zur Umset­zung und lang­fris­ti­gen Finan­zie­rung des Zero-Was­te-Kon­zepts
      • 2022: Umset­zung der Maß­nah­men; Beglei­tung durch einen Zero-Was­te-Bei­rat aus Stadt­ver­wal­tung, Stadt­po­li­tik und Zero-Was­te-Com­mu­ni­ty
    • Was­ser­stoff-Mas­ter­plan. Im Rah­men eines zu erar­bei­ten­den Was­ser­stoff-Mas­ter­plans für Köln for­dern wir u.a. die Erzeu­gung, Bereit­stel­lung und Nut­zung von „grünem“ Was­ser­stoff mit dem Ziel einer deut­li­chen CO2- und Methan­emis­si­ons­re­du­zie­rung. Dabei sind fol­gen­de Berei­che zeit­nah anzu­ge­hen:
      • Mobilität/Transport, z.B. regio­na­le Bus­ver­bin­dun­gen, städtischer Fuhr­park, Was­ser­stoff­tank­stel­len
      • Ener­gie, z.B. Was­ser­stoff­er­zeu­gung aus städtischen und indus­tri­el­len Kläranlagen, sowie per Elek­tro­ly­se aus Son­nen- und Wind­kraft; Was­ser­stoff-Ener­gie­spei­cher; schritt­wei­se Sub­sti­tu­ie­rung von Erd­gas bei der Strom­erzeu­gung der Rhein­Ener­gie in Gas­kraft­wer­ken
      • Woh­nen, z.B. Ein­spei­sung von grünem Was­ser­stoff in das Erd­gas­netz; kli­ma­neu­tra­le Vee­del und Quar­tie­re
      • Indus­trie, zahl­rei­che Anwen­dun­gen in Koope­ra­ti­on mit dem Kölner Umland, u.a. che­mi­sche Indus­trie oder Raf­fi­ne­ri­en
    • Kli­ma­schutz­preis der Stadt Köln. Ein neu zu schaf­fen­der Kli­ma­schutz­preis soll bestehen­de Kli­ma­pro­jek­te unterstützen und die Ver­wirk­li­chung neu­er Ide­en ermöglichen.
    • Kli­mare­le­vanz. Alle poli­ti­schen Beschluss­vor­la­gen müssen eine Aus­sa­ge zu kli­mare­le­van­ten Aus­wir­kun­gen des Beschlus­ses haben, sowie min­des­tens eine kli­ma­neu­tra­le Beschluss­op­ti­on besit­zen.
    • Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung. Wir wol­len, dass Köln (und die umlie­gen­de Regi­on) bis 2022 natio­na­les Vor­bild in Sachen Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung wird, indem u.a. die Ergeb­nis­se und Pla­nungs­hil­fen der Kli­ma­wan­del­vor­sor­ge­stra­te­gie (KWVS) kon­kret berücksichtigt und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den.
    • Kli­ma­neu­tra­le Ver­an­stal­tun­gen. Wir wol­len, dass alle Groß­ver­an­stal­tun­gen mit 1500m2 Fläche oder mit mehr als 1000 Besucher*innen bis Ende 2022 sowohl kli­ma­neu­tral wer­den als auch die beschlos­se­nen Nach­hal­tig­keits­kri­te­ri­en des NRW-Tag 2020 in Köln erfüllen. Für bereits ver­ge­be­ne Ver­an­stal­tun­gen (ins­be­son­de­re Weihnachtsmärkte) sol­len die gefor­der­ten nach­hal­ti­gen Beschaf­fungs- und Gas­tro­no­mie­kri­te­ri­en inten­si­ver kon­trol­liert wer­den.

Unser The­men­feld Kli­ma­schutz als PDF-Datei.


#2 Sozia­les — Eine Stadt für Alle
Köln ist für alle da. Wir ste­hen für ein soli­da­ri­sches, tole­ran­tes und welt­of­fe­nes Köln. Wir set­zen uns dafür ein, dass alle Men­schen am gesell­schaft­li­chen Leben teil­neh­men können. Teil­ha­be am sozia­len Leben hal­ten wir für einen der Eck­pfei­ler unse­rer inklu­si­ven Stadt­ge­sell­schaft.

Wir wol­len den gesell­schaft­li­chen Trend zur Ver­ein­sa­mung, vor allem von älteren Kölner*innen, wie­der umkeh­ren und das generationenübergreifende Sozialgefüge unse­rer Stadt wie­der stärken. Unse­re nach­bar­schaft­li­chen Vee­del sol­len mit ein­la­den­den Begegnungsplätzen und ‑räumen für alle Bürger*innen aus­rei­chend ver­sorgt sein: Begegnungsbüdchen, altersübergreifende Spiel- und Bewegungsplätze oder aus­rei­chend Sitzmöglichkeiten in der Natur sind nur drei exem­pla­ri­sche Ide­en.

1) Wir sind da für Jung bis Alt

    • Köln kann kin­der­freund­lich. Wir wol­len die Zie­le des städtischen Akti­ons­plans für Kin­der und Jugend­li­che durch wei­te­re Maß­nah­men zu fol­gen­den Punk­ten inten­si­ver umset­zen, u.a.
      • Ursa­chen und Fol­gen von Kin­der­ar­mut erken­nen und bekämpfen
      • Gesund­heit, Bil­dung und Bewe­gung fördern
      • Gestal­tung kin­der- und jugend­freund­li­cher Lebensräume
      • Par­ti­zi­pa­ti­on von Kin­dern und Jugend­li­chen
      • Ein­be­zug von Kin­der- und Jugend­in­ter­es­sen in die Stadt­pla­nung
      • Stärkung der Kin­der­rech­te
      • Medi­en­kom­pe­tenz ver­mit­teln
    • Neue Spielplätze und mehr Tem­po bei Sanie­run­gen. Die Gebur­ten­ra­te in Köln ist gestie­gen und unse­re Kin­der und Jugend­li­chen brau­chen siche­re Orte in der Stadt, wo sich auch die Eltern wohl fühlen. Daher for­dern wir, dass Sanie­run­gen und Repa­ra­tu­ren eine höhere Priorität bekom­men. Wir wol­len gleich­zei­tig neue Spiel­platz­an­ge­bo­te schaf­fen, z.B. Wasser‑, Erleb­nis- und Mehrgenerationen-Spielplätze mit inte­grier­ten Fit­ness­par­cours (natürlich ohne neue Ver­sie­ge­lung von Grünflächen). Die Betei­li­gung von Kin­dern und Jugend­li­chen bei der Pla­nung bzw. Umge­stal­tung bzw. Wei­ter­ent­wick­lung von Spiel- und Bolzplätzen soll zukünftig noch trans­pa­ren­ter vor Ort erfol­gen.
    • Hilfs­an­ge­bo­te für Kin­der, Jugend­li­che und Fami­li­en. Das koope­ra­ti­ve Kin­der- und Jugendbüro am Alter Markt sowie das im Jahr 2020 star­ten­de Familienbüro als auch die Jugend­bil­dungs­agen­tur sol­len ab 2022 zwei gemein­sa­me “rol­len­de” Filia­len erhal­ten und zwei­mo­nat­lich min­des­tens 1x in jedem Kölner Stadt­teil vor Ort sein. Wir wer­den psy­cho­lo­gi­sche Präventions- und Unterstützungsprogramme für Angehörige von Pati­en­ten, ins­be­son­de­re für Kin­der kran­ker Eltern, fördern.
    • Wohn­ort­na­he Dienst­leis­tun­gen des täglichen Lebens. Einkäufe des täglichen Bedarfs müssen für alle Kölner*innen im erreich­ba­ren Lebens­um­feld möglich sein. Wir wol­len Versorgungslücken eru­ie­ren und durch fle­xi­ble Lösungen besei­ti­gen. Auch wol­len wir sicher­stel­len, dass die Stadt­spar­kas­se ihre kun­den­na­hen Ser­vice- und Bera­tungs­dienst­leis­tun­gen nicht wei­ter einschränkt und kei­ne wei­te­re Schlie­ßung von Zweig­stel­len und Filia­len erfolgt.
    • Radeln ohne Alter. Wir rea­li­sie­ren Rik­scha-Fahr­ten für Seniorenheimbewohner*innen.

2) An alle den­ken

    • Allein­er­zie­hen­de geziel­ter unterstützen. Wir sind der Mei­nung, dass es beson­de­rer Förderungen für allein­er­zie­hen­de Eltern bedarf, die Job und Kin­der gleich­zei­tig stem­men. Zum Bei­spiel sind dies kos­ten­lo­se Ange­bo­te zur Kin­der­be­treu­ung am Wochen­en­de oder ziel­ge­rich­te­te Feri­en­an­ge­bo­te.
    • Übernachtungs- und Schutzräume für Frau­en und Kin­der. Wir wol­len mehr Schutzplätze und ‑räume für von Gewalt betrof­fe­ne Frau­en und Kin­der durch die Ein­rich­tung eines vier­ten Frau­en­hau­ses sowie wei­te­rer Schutz­woh­nun­gen schaf­fen.
    • Street­work. Wir hal­ten den direk­ten Kon­takt mit pro­blem­be­las­te­ten Ziel­grup­pen für sehr wich­tig. Daher müssen die Arbeits­be­din­gun­gen der Streetworker*innen wei­ter ver­bes­sert sowie die Anzahl bis 2024 min­des­tens ver­dop­pelt wer­den.
    • Suchtprävention. Wir wol­len die Bera­tung und Maß­nah­men der Suchtprävention im Bereich der lega­len und ille­ga­len Dro­gen sowie der Verhaltenssüchte inten­si­vie­ren.

3) Gesund­heit

    • Tages- und Kurz­zeit­pfle­ge. Wir wol­len dabei hel­fen, dass die Kapazitäten für Tages- und Kurz­zeit­pfle­ge wei­ter fami­li­en- und bedarfs­ge­recht aus­ge­baut und finan­ziert wer­den.
    • Sys­tem­re­le­van­te Arbeits­be­rei­che stärken. Wir wer­den uns inter­kom­mu­nal dafür ein­set­zen, dass eine gerech­te­re finan­zi­el­le Ent­loh­nung für die sys­tem­re­le­van­ten Arbeits­be­rei­che ermöglicht wird, z.B. durch einen steu­er­frei­en finan­zi­el­len monat­li­chen Zuschlag.
    • Sanie­rung der Städtischen Kli­ni­ken– Hol­wei­de bleibt. Beim geplan­ten Zusam­men­schluss der Städtischen Kli­ni­ken mit dem Universitätsklinikum tre­ten wir für den Erhalt des Kli­nik­stand­or­tes Hol­wei­de ein. Außer­dem wer­den wir uns dafür ein­set­zen, dass:
      • die Bettenkapazitäten in Köln nicht wei­ter redu­ziert wer­den,
      • die Attraktivität der Berufs­fel­der Pfle­ge sowie Heb­am­me deut­lich gestei­gert wer­den und
      • das aktu­el­le Sys­tem der Fall­pau­scha­len drin­gend und zeit­nah durch den Bund überarbeitet wird.
    • Not­dienst­pra­xen. Wir wer­den die erfolg­te Umstruk­tu­rie­rung inten­siv beob­ach­ten und bei Defi­zi­ten auf zeit­na­he Ver­bes­se­run­gen drängen.

4) Inte­gra­ti­on, Migra­ti­on, Flucht, Schutz & Men­schen­rech­te

    • Auf­nah­me von schutz­su­chen­den Men­schen. Wir übernehmen als Stadt Köln Ver­ant­wor­tung für Men­schen in Not an den europäischen Außen­gren­zen. Wir set­zen uns dafür ein, dass schutz­su­chen­de Men­schen in Köln auf­ge­nom­men wer­den und blei­ben dürfen. Dabei unterstützen wir das brei­te Kölner Bündnis „Köln zeigt Hal­tung“ und machen uns gemein­sam mit vie­len ande­ren Akteu­ren der Stadt­ge­sell­schaft dafür stark, dass Kölner Poli­tik und Ver­wal­tung im Dia­log mit der NRW- Lan­des­re­gie­rung und dem Bund die Vor­aus­set­zun­gen dafür schaf­fen, auch in naher Zukunft wei­te­re Geflüchtete auf­zu­neh­men und ihnen und ihren Fami­li­en eine dau­er­haf­te Per­spek­ti­ve auf ein siche­res und gleich­be­rech­tig­tes Leben in Köln zu bie­ten. Denn Asyl ist Men­schen­recht.
    • Akti­ve Teil­nah­me Kölns am kom­mu­na­len Bünd­nis „Städ­te siche­rer Häfen. Wir befür­wor­ten den Zusam­men­schluss der Kom­mu­nen, die sich bereit erklä­ren, zusätz­lich zur ohne­hin bestehen­den Quo­te wei­te­re Geflüch­te­te auf­zu­neh­men. Das Bünd­nis schafft eine Grund­la­ge, um im Dia­log mit der Lan­des­re­gie­rung und dem Bund über die drin­gend erfor­der­li­che Auf­nah­me von Geflüch­te­ten zu ver­han­deln. Köln muss dabei eine her­aus­ra­gen­de Rol­le ein­neh­men und darf sich nicht von den Ängs­ten der „besorg­ten Bürger*innen“ vor „Über­frem­dung“ lei­ten las­sen.
    • Erhalt und Ver­bes­se­rung der bestehen­den Struk­tu­ren zur Auf­nah­me, Bera­tung und Inte­gra­ti­on Geflüch­te­ter. Wir wol­len men­schen­wür­di­ge Lebens­be­din­gun­gen auf der Basis der beschlos­se­nen Min­dest­stan­dards zur Unter­brin­gung und Betreu­ung von Geflüch­te­ten sowie zur per­so­nel­len Stär­kung der ehren­amt­li­chen Struk­tu­ren in Köln ermög­li­chen. Dabei wer­den beson­ders schutz­be­dürf­ti­ge Per­so­nen, wie z.B. unbe­glei­te­te Min­der­jäh­ri­ge, Kin­der und Jugend­li­che, Frau­en, Geflüch­te­te mit psy­chi­schen oder phy­si­schen Erkran­kun­gen sowie LSBTQ-Flücht­lin­ge beson­ders in den Blick genom­men, bera­ten und betreut.
    • Inter­kul­tu­rel­le Öff­nung der Stadt­ver­wal­tung. Wir wol­len, dass das Amt für Inte­gra­ti­on und Viel­falt die inter­kul­tu­rel­le Kom­pe­tenz der Mit­ar­bei­ten­den und die inter­kul­tu­rel­le Öff­nung der gesam­ten Stadt­ver­wal­tung als Quer­schnitts­auf­ga­be lang­fris­tig sicher­stellt. Der bar­rie­re­freie Zugang zu Infor­ma­tio­nen, Behör­den, Bera­tungs­an­ge­bo­ten muss auch für Men­schen aus ande­ren Län­dern und Kul­tu­ren mög­lich sein, unab­hän­gig davon, ob sie ehren­amt­li­che Unter­stüt­zung bekom­men oder nicht.
    • Gleich­be­rech­tig­te medi­zi­ni­sche Gesund­heits­ver­sor­gung aller schutz­su­chen­den Men­schen in Köln, unab­hän­gig von ihrem Auf­ent­halts­sta­tus. Wir wol­len die gesund­heit­li­che Ver­sor­gung von Geflüch­te­ten in und außer­halb von Unter­künf­ten sicher­stel­len. Auch Men­schen ohne Papie­re müs­sen Zugang zur medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung erhal­ten.

5) Dies und das….und trotz­dem wich­tig

    • Bar­rie­re­frei­es Köln. Wir for­dern Bar­rie­re­frei­heit für den gesam­ten öffent­li­chen Raum. Wich­tig sind uns funk­ti­ons­fä­hi­ge Roll­trep­pen und Auf­zü­ge an allen Hal­te­stel­len.
    • Köln­Pass. Wir möch­ten für KölnPass-Inhaber*innen wei­te­re ver­güns­tig­te sport­li­che und kul­tu­rel­le Ange­bo­te anbie­ten.
    • Mehr Bän­ke für Köln. Wir möch­ten ein umfas­sen­des Kon­zept für mehr Sitz­bän­ke ent­wi­ckeln las­sen und zügig umset­zen. Dabei wol­len wir beson­ders die Inter­es­sen von Senio­ren berück­sich­ti­gen.
    • Mehr Öffent­li­che Toi­let­ten. Wir set­zen uns für die Rea­li­sie­rung des vor­han­de­nen Toi­let­ten­kon­zepts für die Innen­stadt ein und for­dern glei­ches für alle wei­te­re Köl­ner Stadt­be­zir­ke. Beson­ders not­wen­dig hal­ten wir öffent­li­che Toi­let­ten am Rhein­ufer sowie an/in Parks als auch auf Spiel­plät­zen.
    • Zusam­men­le­gung der Senio­ren­ver­tre­tungswahl mit den Bezirks­ver­tre­ter- und Stadt­rats­wah­len zum nächs­ten recht­lich mög­li­chen Wahl­ter­min. Wir schlie­ßen uns in die­sem Sin­ne der For­de­rung des Inte­gra­ti­ons­rats an. Die dadurch ein­ge­spar­ten finan­zi­el­len Mit­tel wer­den der akti­ven Senio­ren­ar­beit bzw. den Senio­ren­Netz­wer­ken in den Bezir­ken als zusätz­li­che Mit­tel zur Ver­fü­gung gestellt.
    • Unter­stüt­zung für Gering­ver­die­nen­de und/oder Senior*innen mit gerin­ger Ren­te. In Bel­gi­en kön­nen soge­nann­te Eco­Che­ques für Vie­les ein­ge­setzt wer­den, was öko­lo­gisch ist: Z.B. Bahn- und Fahr­rad­rei­sen, öko­lo­gi­sche Nah­rungs­mit­tel oder ener­gie­ef­fi­zi­en­te Elek­tro­ge­rä­te. Eine sol­che Umset­zung wol­len wir auch für Köln über­prü­fen las­sen.

Unser The­men­feld Sozia­les als PDF-Datei.


#3 Mobi­li­tät — Rauf auf´s Rad, rein in die Gon­del

Mobi­li­tät bewegt die Bürger*innen. Wir wol­len, dass alle Men­schen effi­zi­ent, sicher und umwelt­scho­nend ihre täg­li­chen Zie­le errei­chen. Dies wol­len wir u.a. durch eine star­ke Redu­zie­rung des Auto­ver­kehrs mit Anrei­zen zum Umstieg auf Fahr­rad, ÖPNV und alter­na­ti­ve Ver­kehrs­mit­tel, wie unse­re Idee einer städ­ti­schen Seil­bahn (“Rhein­pen­del”), errei­chen.

1) Umwelt­ver­bund

Fahr­rad
Wir for­dern eine deut­li­che Ver­bes­se­rung für Rad­fah­ren­de in Köln durch einen ver­stärk­ten Aus­bau der Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur in den kom­men­den Jah­ren

    • Unse­re Idee der Las­ten­rad­för­de­rung lang­fris­tig eta­blie­ren. Wir wer­den dafür sor­gen, dass für Bürger*innen, Ver­ei­ne und Gewer­be jedes Jahr min­des­tens 500 Las­ten­rä­der durch die Stadt Köln geför­dert wer­den.
    • Las­ten­rad-Stell­plät­ze. Wir for­dern die stadt­wei­te jähr­li­che Umwid­mung von min­des­tens 500 PKW-Stell­plät­zen zu Las­ten­rad-Stell­plät­zen.
    • Bes­se­re Infra­struk­tur fürs Rad­fah­ren. Wir wer­den uns dafür ein­set­zen, dass das Gesamt­bud­get für inves­ti­ve und kon­sum­ti­ve Rad­ver­kehrs­maß­nah­men jähr­lich um min­des­tens 15% pro Jahr steigt (Stand 2020: 26 Mio. €) und hier­bei u.a. die Vor­ga­ben der aktu­el­len StVO-Novel­le berück­sich­tigt wer­den (Stich­wort: 1,5m Min­dest­über­hol­ab­stand). Dar­über hin­aus wer­den wir die städ­ti­schen Pla­nun­gen kri­tisch beglei­ten, sie­he am Bei­spiel Ber­ren­ra­ther Str. in Köln-Sülz.
    • Fahrradbeauftragte*r. Wir wol­len, dass die/der städ­ti­sche Fahr­rad­be­auf­trag­te umfang­rei­che Gestal­tungs- und Ent­schei­dungs­rech­te erhält, wie z.B. die Ent­schär­fung von Gefah­ren­stel­len, schnel­le Repa­ra­tu­ren von klei­nen Schad­stel­len oder die kurz­fris­ti­ge Ein­rich­tung von tem­po­rä­ren PopUp-Bike Lanes sowie tem­po­rä­ren Spiel­stra­ßen.
    • Bike-Tower. Wir wol­len errei­chen, dass bis 2025 für 50 stra­te­gi­sche Köl­ner Stand­or­te die Finan­zie­rung von Bike-Towern mit min­des­tens jeweils 120 Abstell­plät­zen gesi­chert ist und bis dahin bereits 5 Bike-Tower pro Jahr errich­tet wer­den.
    • #Ring­Frei. Nach unse­rer Vor­stel­lung soll zwi­schen Ebertplatz und Ubier­ring bis Ende 2021 der 10-Punk­te-Plan von #Ring­Frei kom­plett umge­setzt sein.
    • Fahr­rad­si­che­re Schie­nen. Wir wol­len, dass zur Sturz-Pro­phy­la­xe, zumin­dest in Que­rungs­be­rei­chen von Rad­we­gen und Stadt­bahn­schie­nen, Hart­gum­mi-Dich­tun­gen in die Schie­nen­we­ge ein­ge­baut wer­den.
    • Nieh­ler Gür­tel wird Fahr­rad­schnell­weg. Wir set­zen uns wei­ter­hin für eine mög­lichst schnel­le Umset­zung ein.

SPNV und ÖPNV (Bus, Bahn, Zug)

    • Ost-West-Ach­se: Oben blei­ben! Wir for­dern eine ober­ir­disch ver­bes­ser­te Infra­struk­tur der Stadt­bahn­li­ni­en ent­lang der Ost-West-Ach­se zwi­schen den Hal­te­stel­len Deut­zer Frei­heit und Aache­ner Str./Gürtel, u.a.:
      • ver­län­ger­te Bahn­stei­ge für län­ge­re Stadt­bah­nen
      • Ver­bes­se­rung der bar­rie­re­frei­en Infra­struk­tur sowie schnel­le­re Instand­set­zung defek­ter Auf­zü­ge und Roll­trep­pen
    • ÖPNV-Pro­jek­te. Wei­te­re wich­ti­ge Pro­jek­te zur Umset­zung in die­sem Jahr­zehnt sind für uns:
      • Stadt­bahn­an­bin­dun­gen Rondorf/Meschenich; Mül­heim Süd; Neu­brück; Stammheim/Flittard; Wid­ders­dorf
      • Links- und rechts­rhei­ni­sche Gür­tel­ver­län­ge­rung
      • Bahn­steig­ver­län­ge­run­gen für die Stadt­bahn­li­ni­en 4 und 13
      • Ver­län­ge­rung der Stadt­bahn­li­nie 7 im rechts­rhei­ni­schen Stadt­ge­biet
      • Umge­stal­tung Bar­ba­ros­sa­platz
    • Bahn­kno­ten Köln zügig aus­bau­en. Wir set­zen uns dafür ein, dass die 15 Maß­nah­men des Bahn­kno­tens Köln wei­ter­hin mög­lichst zügig rea­li­siert wer­den und somit der (Per­so­nen- und Güter-)Schienenverkehr in und um Köln dadurch deut­lich gestärkt wird. Dies schließt auch das Vor­ha­ben AuS­bau ein, durch wel­ches das S‑Bahn-Netz in und um Köln deut­lich ver­bes­sert wird.
    • Bar­rie­re­frei­heit im ÖPNV/SPNV. Wir wol­len errei­chen, dass aus­nahms­los jede*r Köl­ner Bürger*in und Tourist*in mit Kin­der­wa­gen, Roll­stuhl, Geh­hil­fe oder sons­ti­ger Mobi­li­täts­ein­schrän­kung, unge­hin­dert mit Bus, Bahn und Zug fah­ren kann.
    • Schnell­bus­se. Wir wol­len, dass so zügig wie mög­lich ein inter­kom­mu­na­les Schnell­bus­netz kon­zi­piert und rea­li­siert wird.
      • Bei­spiel­haft zu nen­nen wäre unser kon­kre­ter Vor­schlag, der die Ver­län­ge­rung der Bus­li­nie SB 60 nörd­lich des Flug­ha­fen Köln mit den bei­den End­hal­te­stel­len-Ästen bis Köln-Dell­brück Bf und Ber­gisch Glad­bach Bf vor­sieht. Dies dient zur ver­bes­ser­ten Anbin­dung des rechts­rhei­ni­schen Kölns /Rhei­nisch-Ber­gi­schen Kreis mit dem rechts­rhei­ni­schen Rhein-Sieg-Kreis sowie Bonn.
    • On-Demand-E-Bus­se. Wir wol­len in die Erwei­te­rung des ÖPNV-Ange­bots durch ein breit­flä­chi­ges On-Demand-E-Shut­tle-Sys­tem inves­tie­ren, ins­be­son­de­re für die Stadt­rand­ge­bie­te. Bis Ende 2022 sol­len alle Köl­ner Stadt­tei­le 24 Stun­den am Tag mit ÖPNV-Ange­bo­ten erreich­bar sein.
    • E‑Ticket. Wir wol­len uns dafür ein­set­zen, dass das bestehen­de E‑Ticket bis Ende 2022 zu einer ver­bund­wei­ten Mobi­li­täts­kar­te fort­ent­wi­ckelt wird und die Nut­zung mög­lichst aller Mobi­li­täts­dienst­leis­tun­gen über eine ein­zi­ge Anmel­dung mög­lich sind („Ein Ticket für Alles“). Die gesam­te Koor­di­na­ti­on hier­für soll durch den VRS erfol­gen und mit­tel­fris­tig auch lan­des­weit für NRW aus­ge­baut wer­den.
    • Hap­py­Bir­th­day­Ti­cket. Wir for­dern ein kos­ten­frei­es ÖPNV-Ange­bot mit der Bezeich­nung Hap­py­Bir­th­day­Ti­cket. Die­ses berech­tigt jede Per­son an ihrem Geburts­tag, inklu­si­ve 3 Begleit­per­so­nen, im Stadt­ge­biet Köln ganz­tä­gig kos­ten­frei unter­wegs sein kön­nen. Als Fahr­aus­weis dient der Per­so­nal­aus­weis.
    • Tak­te ver­bes­sern. Wir wol­len, dass die KVB an Sams­ta­gen mit dem glei­chen Takt wie mon­tags bis frei­tags fährt.

Zu Fuß unter­wegs

    • Fußgängerbeauftragte*r. Wir wol­len, dass die/der städ­ti­sche Fuß­gän­ger­be­auf­trag­te umfang­rei­che Gestal­tungs- und Ent­schei­dungs­rech­te erhält, u.a. bei einer Ver­bes­se­rung der Fuß­ver­kehr- Grün-Ampel­pha­sen oder der Ein­rich­tung neu­er Fuß­gän­ger­be­rei­che.
    • Bes­se­re Bürger*inneninformationen. Wir wol­len (digi­ta­le) Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te, wel­che par­al­lel Bus & Bahn, Fahr­rad und Fuß­weg­zei­ten kom­mu­ni­zie­ren. Sie­he Bei­spiel Göte­burg.
    • Sanie­rung Bür­ger­stei­ge. Der Nut­zung vie­ler Bür­ger­stei­ge ist auf­grund des jewei­li­gen Zustands, vor allem für älte­re und mobi­li­täts­ein­ge­schränk­te Per­so­nen, schwie­rig bis unmög­lich. Daher wol­len wir ein ver­bes­ser­tes Sanie­rungs­pro­gramm für Bür­ger­stei­ge initi­ie­ren, inklu­si­ve einem eige­nen “Mel­de­be­reich” im städ­ti­schen Por­tal “Sag’s uns”.

2) neue Alter­na­ti­ven & Sicher­heit

    • Rhein­pen­del umset­zen. Wir for­dern die Umset­zung unse­rer Idee namens “Rhein­pen­del”. Der Ein­satz moder­ner Seil­bahn­sys­te­me als inte­grier­ter Bestand­teil des ÖPNVs besitzt unter finan­zi­el­len Aspek­ten, in der poten­ti­el­len Stre­cken­füh­rung als auch in der Umset­zungs­ge­schwin­dig­keit inter­es­san­te Vor­tei­le, z.B. gegen­über dem Stadt­bahn­bau.
    • Sustainab­le Urban Mobi­li­ty Plan­ning (SUMP). Das 2014 beschlos­se­ne Stra­te­gie­pa­pier “Köln mobil 2025″ soll so zügig wie mög­lich durch die der­zeit in Erar­bei­tung befind­li­che Leit­li­nie „Sustainab­le Urban Mobi­li­ty Plan­ning“ (SUMP) ersetzt wer­den. SUMP soll sowohl Kon­kre­ti­sie­run­gen als auch Umset­zungs- und Finan­zie­rungs­aus­sa­gen für die kurz- und mit­tel­fris­ti­ge nach­hal­ti­ge Mobi­li­täs­pla­nung in Köln beinhal­ten. SUMP soll nach unse­rer Vor­stel­lung in der Umset­zung von Mobi­li­täts­maß­nah­men die höchs­te Prio­ri­tät erhal­ten. Für uns ist es wich­tig, dass auch die Köl­ner Bürger*innen noch die Mög­lich­keit erhal­ten, Inhal­te zu SUMP ein­zu­brin­gen.
    • 85% Umwelt­ver­bund. Wir wol­len den städ­ti­schen Modal­Split bis 2025 auf 85% Ver­keh­re des Umwelt­ver­bun­des (zu Fuß, Rad, Bus, Bahn, Zug, Seil­bahn) wei­ter­ent­wi­ckeln.
    • Mobil­sta­tio­nen. Wir wer­den die Umset­zung von min­des­tens einer Mobil­sta­ti­on je Stadt­be­zirk pro Jahr ein­for­dern.
    • Eine Mobi­li­täts­mes­se für Köln. Wir möch­ten eine inter­na­tio­na­le Mobi­li­täts­mes­se, mit Fokus auf zukunfts­wei­sen­de und öko­lo­gisch ver­tret­ba­re Ver­kehrs­trä­ger und deren Ver­net­zung, ansie­deln.
    • Ein Mobi­li­täts­haus für Köln. Wir möch­ten ein inter­dis­zi­pli­när und bran­chen­über­grei­fend arbei­ten­des For­schungs- und Bil­dungs­zen­trum im Bereich Logis­tik und Mobi­li­tät ins Leben rufen, in dem Hoch­schu­len, Unter­neh­men, Insti­tu­tio­nen der öffent­li­chen Hand und unab­hän­gi­ge Initia­ti­ven koope­rie­ren
    • Stadt­weit statt punk­tu­ell. Wir for­dern, dass alle Anbie­ter von Lei­h­an­ge­bo­ten im Mobi­li­täts­be­reich (Leih­rä­der, E‑Scooter etc.) ver­pflich­tet wer­den, dass ihr Ange­bot stets köln­weit vor­han­den sein muss. Hier­zu muss sei­tens der Stadt­ver­wal­tung zeit­nah eine rechts­si­che­re Lösung erar­bei­tet wer­den.
    • Grü­ner Was­ser­stoff. Im Rah­men eines zeit­nah zu erar­bei­ten­den bran­chen­über­grei­fen­den Was­ser­stoff-Mas­ter­plans für Köln (sie­he The­men­feld Kli­ma­schutz) for­dern wir u.a. die Erpro­bung und den Ein­satz von „grü­nem“ Was­ser­stoff bei den dafür pas­sen­den Mobi­li­täts­an­ge­bo­ten (z.B. regio­na­le Bus­ver­bin­dun­gen).
    • Logis­tik. Wir wer­den die ver­stärk­te Umset­zung alter­na­ti­ver Logis­tik­kon­zep­te wie z.B. geteil­te Abhol­sta­tio­nen, Mikro­de­pots oder E- und Rad­lo­gis­tik ein­for­dern.
    • Stadt­weit Tem­po 30 & Iden­ti­fi­ka­ti­on von Unfall­zo­nen. Wir wol­len ein stadt­wei­tes Tem­po­li­mit von 30 km/h für alle Gemein­de­stra­ßen sowie beson­de­re Schutz­maß­nah­men für den Rad- und Fuß­ver­kehr in bekann­ten und iden­ti­fi­zier­ten Unfall­be­rei­chen.
    • Mobilitätsmanager*innen für alle Köl­ner Stadt­be­zir­ke. Wir for­dern Mobilitätsmanager*Innen für jeden Stadt­be­zirk. Ihre Auf­ga­ben lie­gen u.a. bei der Ana­ly­se und Ver­bes­se­rung des klein­tei­li­gen Mobi­li­täts­an­ge­bo­tes im Vee­del, ins­be­son­de­re auch bei Ver­kehrs­si­cher­heit vor allen Köl­ner Kitas und Schu­len sowie beim Aus­bau bestehen­der oder neu­er Mobil­sta­tio­nen oder Mikro­de­pots.
    • Mehr Sicher­heit durch bes­se­re Beleuch­tung. Wir wol­len eine kon­se­quen­te wei­te­re Umset­zung des “Beleuch­tungs­kon­zepts” von Stadt und Rhein­Ener­gie für die Besei­ti­gung von Angst­räu­men durch mehr Licht in Pas­sa­gen, Hal­te­stel­len und Bahn­über­füh­run­gen. Es bedarf eines “Licht­mas­ter­plans” für alle Köl­ner Stadt­tei­le, nicht nur die Innen­stadt.
    • Ver­kehrs­si­cher­heit. Wir wer­den kon­kre­te Maß­nah­men zur deut­li­chen Erhö­hung der Ver­kehrs­si­cher­heit vor allen Köl­ner Kitas und Schu­len sowie Schul­weg­maß­nah­men zur Stär­kung des Fuß- und Rad­wegs ein­for­dern.

3) Weni­ger Auto bedeu­tet mehr Lebens­qua­li­tät für Alle

    • Umwid­mung von PKW-Spu­ren. Wir for­dern die kon­se­quen­te Umwid­mung von PKW-Spu­ren für eine bes­se­re ÖPNV- und Fahr­rad­in­fra­struk­tur. So müs­sen bei­spiels­wei­se drei­spu­ri­ge Stra­ßen eine Spur zuguns­ten von Bus- und/oder Rad­ver­kehr abge­ben.
    • Ver­kehrs­be­ru­hig­te Zonen schaf­fen. Wir wol­len für ruhi­ge­re und lebens­wer­te­re Vee­del sowie bes­se­re Luft einen kon­se­quen­ten Aus­bau von auto­frei­en Stra­ßen und Stadt­vier­teln.
    • Auto­freie Tage im Vee­del. Wir wer­den die Ein­füh­rung regel­mä­ßi­ger auto­frei­er Tage for­cie­ren. Ers­te kon­kre­te Umset­zun­gen könn­ten auf der Kal­ker Haupt­stra­ße, Deut­zer Frei­heit sowie Zül­pi­cher Stra­ße erfol­gen.
    • Elek­tro­mo­bi­li­tät. Wir sehen E‑Autos als eine Über­gangs­tech­no­lo­gie an, sodass einer­seits stadt­weit eine fle­xi­bel erricht­ba­re Lad­ein­fra­struk­tur an Schnell­la­de­punk­ten ange­bo­ten wer­den soll, ande­rer­seits die­se Infra­struk­tur mit­tel­fris­tig schnell und kos­ten­güns­tig rück­bau­bar sein muss.
    • Car-Sharing. Wir wol­len das sta­ti­ons­ba­sier­te Car-Sharing-Ange­bot in Köln wei­ter aus­bau­en und hier­bei die Anbie­ter, u.a. durch die Bereit­stel­lung von Flä­chen, aktiv unter­stüt­zen.
    • Rad- und Geh­weg­par­ken. Wir for­dern eine deut­lich stär­ke­re Kon­trol­le von Park­ver­stö­ßen auf Rad- und Geh­we­gen sowie Null Tole­ranz; fer­ner soll durch die Stadt Köln bis Mit­te 2021 ein addi­ti­ver Lösungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­vor­schlag erar­bei­tet wer­den, wie Bürger*innen dies aktiv unter­stüt­zen kön­nen.
    • PKW-Umwelt­maut für Pendler*innen. Wir wol­len eine Umwelt­maut ein­füh­ren. Die Ein­nah­men die­nen aus­schließ­lich, zu 100%, der Ver­bes­se­rung und Ver­güns­ti­gung des ÖPNV-Ange­bots sowie dem Aus­bau der Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur.

4) Reduk­ti­on Luft­ver­kehr

    • Nacht­flug­ver­bot Flug­ha­fen Köln/Bonn. Wir set­zen uns im Sin­ne der lärm­be­läs­tig­ten Anwohner*innen dafür ein, dass zwi­schen 23 und 5 Uhr ein Nacht­flug­ver­bot für den Flug­ha­fen Köln/Bonn ein­ge­führt wird. In die­ser Zeit dür­fen kei­ne Pas­sa­gier- oder Fracht­ma­schi­nen lan­den.
    • Kom­pen­sa­ti­ons­zah­lun­gen für regio­na­le Kli­ma­schutz­pro­jek­te. Wir for­dern vom Flug­ha­fen Köln/Bonn Kom­pen­sa­ti­ons­zah­lun­gen je Flug­be­we­gung in Höhe von 100 Euro für Kli­ma­schutz­pro­jek­te in der Regi­on bereit­zu­stel­len.
    • Stopp für inner­deut­sche Flü­ge. Wir wol­len, dass vom Flug­ha­fen Köln/Bonn kei­ne inner­deut­schen Flü­ge mehr statt­fin­den. Die gilt auch für inter­na­tio­na­le Zie­le im Radi­us von 500 km Luft­li­nie.
    • Weni­ger Lärm. Wir wol­len, dass die Maß­nah­men der Lärm­min­de­rungs­pla­nung offen­siv vor­an­ge­trie­ben wer­den, vor allem im Bereich des Flug­ha­fens Köln sowie an Schie­nen- und Auto­bahn­stre­cken.

Unser The­men­feld Mobi­li­tät als PDF-Datei.


#4 Woh­nen — Bezahl­bar, nach­bar­schaft­lich und öko­lo­gisch

Woh­nen ist ein Men­schen­recht. Die Köl­ner Vee­del sol­len bunt blei­ben. Dazu ist auch aus­rei­chend bezahl­ba­rer Wohn­raum, der Schutz bestehen­der Milieus und das Ver­bin­den von Woh­nen und Arbeit not­wen­dig. Die Stadt muss zur Sicher­stel­lung der Viel­falt ihre Steue­rungs­mög­lich­kei­ten deut­lich aus­wei­ten. Außer­dem sol­len alter­na­ti­ve Wohn­for­men und Werks­woh­nun­gen aus­ge­wei­tet wer­den.

1) Städ­ti­sche Auf­ga­ben

    • Vor­kaufs­recht der Stadt. Wir wol­len, dass die Stadt Köln ihr Vor­kaufs­recht beim Wei­ter­ver­kauf von Flä­chen öfter nutzt und somit ihre eige­ne Hand­lungs­fä­hig­keit stärkt. Dazu sol­len pro Jahr 100 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung ste­hen. Die­ser Etat kann auch durch das Wie­der­kaufs­recht bei der Ver­ga­be von Grund­stü­cken ein­ge­setzt wer­den.
    • För­de­rung des sozia­len Woh­nungs­baus. Wir for­dern mehr sozia­len Woh­nungs­bau und län­ge­re Bin­dungs­fris­ten für Sozi­al­woh­nun­gen. Das koope­ra­ti­ve Bau­land­mo­dell soll wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den, sodass ab 15 Wohn­ein­hei­ten ver­bind­lich 50% sozi­al geför­der­ter Woh­nungs­bau rea­li­siert wer­den muss — ohne Aus­nah­men! Bis 2025 soll mehr öffent­lich geför­der­te Woh­nun­gen bereit­ge­stellt wer­den als aus der Sozi­al­bin­dung her­aus­fal­len. Mit­tel­fris­tig lau­tet unser Ziel wie­der 100.000 geför­der­te Woh­nun­gen in Köln bereit­zu­stel­len. Hier­zu bedarf es, auf­grund des loka­len Besit­zes von Flä­che und Woh­nun­gen, auch eines inten­si­ve­ren Aus­tauschs mit den Köl­ner Kir­chen.
    • Erb­bau­recht. Wir wol­len das Erb­bau­recht als prio­ri­sier­tes Ver­ga­b­ein­stru­ment für Bau­vor­ha­ben ein­füh­ren, damit städ­ti­sche Flä­chen nicht mehr unwie­der­bring­lich ver­kauft, son­dern zu einem attrak­ti­ven Pacht­zins über lan­ge Zeit­räu­me von 99 Jah­ren (inklu­si­ve Ver­län­ge­rungs­op­ti­on) zur Nut­zung über­ge­ben wer­den. Die Höhe des Erb­bau­zin­ses von 1%, wenn das Vor­ha­ben mit min­des­tens 35 Pro­zent öffent­li­chen geför­der­tem und min­des­tens 25 Pro­zent “preis­ge­dämpf­tem” Woh­nungs­bau rea­li­siert wird, soll eine sozia­le Durch­mi­schung för­dern. Dabei gilt für den preis­ge­dämpf­ten Woh­nungs­bau eine Ein­gangs­kalt­mie­te von maxi­mal 10 Euro je Qua­drat­me­ter als Ober­gren­ze. Inves­to­ren, die die weit­rei­chen­den Kri­te­ri­en des Erb­bau­rechts für das Kon­zept­mo­dell nicht erfül­len kön­nen oder möch­ten, müs­sen einen Erb­bau­zins von fünf Pro­zent des Grund­stücks­wer­tes auf­wen­den.
    • Kli­ma­neu­tra­le neue Stadt­quar­tie­re. Wir for­dern, dass neue Bebau­ungs­ge­bie­te (z.B. Kreuz­feld) kli­ma­neu­tral kon­zi­piert und umge­setzt wer­den. U.a. durch die Ein­bin­dung von Holz­bau­ten. Bei der Pla­nung neu­er Stadt­quar­tie­re muss ein Mobi­li­täts­kon­zept im Sin­ne des Umwelt­ver­bun­des (Fuß‑, Fahrrad‑, und ÖPNV) in die Pla­nung inte­griert sein. Bei­spiel­haft sind die Ergeb­nis­se des For­schungs­pro­jekts “Opti­Wohn” dabei zu berück­sich­ti­gen.
    • Misch­ge­bie­te. Wir for­dern den Bau von neu­en, gro­ßen Gewer­be­ein­hei­ten ver­pflich­tend an Woh­nungs­bau zu kop­peln und in neu­en Wohn­ge­bie­ten ver­träg­li­ches Gewer­be vor­zu­se­hen. In bei­den Fäl­len ist auch kul­tu­rel­le Nut­zung vor­zu­se­hen.
    • Vee­dels­plä­ne. Wir for­dern die Ent­wick­lung von Leit­li­ni­en für urban ange­mes­se­nen Geschoss­flä­chen­zah­len (GFZ) und Grund­flä­chen­zah­len (GRZ) sowie von quar­tiers­be­zo­ge­nen Pla­nungs­zie­len, z.B. über einen „Vee­dels­plan“.
    • Gebäu­de­pla­nung. Wir for­dern die Erar­bei­tung von pla­nungs- und ord­nungs­recht­li­chen Leit­li­ni­en für das Quar­tier. Dar­in sol­len die Poten­zia­le im Detail iden­ti­fi­ziert und die städ­te­bau­li­che, gestal­te­ri­sche und nach­bar­schaft­li­che Ver­träg­lich­keit fest­ge­legt wer­den. Dies schafft Trans­pa­renz, för­dert ange­mes­se­ne Betei­li­gungs­pro­zes­se, ver­mei­det Abstim­mungs­vor­gän­ge, beschleu­nigt Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren und bie­tet geneh­mi­gungs­recht­li­che Sicher­heit.
    • Auf­sto­ckun­gen von Gebäu­den. Indem wir eine Rei­he von bau­ord­nungs- und bau­pla­nungs­recht­li­chen Vor­ga­ben wei­ter­ent­wi­ckeln, wol­len wir die Rah­men­be­din­gun­gen für Auf­sto­ckun­gen ver­bes­sern, um einen mög­lichst hohen Anteil an zusätz­li­chem, bezahl­ba­rem Wohn­raum ohne neue Flä­chen­nut­zung zu schaf­fen.
    • Kon­zept­ver­ga­be. Wir wol­len die Kon­zept­ver­ga­be bei Ver­ga­be­ver­fah­ren von Grund­stü­cken zum haupt­säch­li­chen Instru­men­ta­ri­um machen.
    • Stell­platz­sat­zung. Wir wol­len eine neue Stell­platz­sat­zung gestal­ten, wel­che die Richt­zah­len für Bau­vor­ha­ben deut­lich zuguns­ten von “weni­ger Pkw, mehr Fahr­rad” ver­schiebt. Köln­weit wol­len wir eine Redu­zie­rung von Kfz-Stell­plät­zen im öffent­li­chen Raum von 5% pro Jahr in den kom­men­den 10 Jah­ren und deren Umge­stal­tung in 33% Frei­raum, 33% Abstell­flä­chen für Fahr­rä­der und 33% Grün­flä­chen sowie eine ein­heit­li­che Umwid­mung zu Außen­gas­tro­no­mie­flä­chen vor­sieht.
    • Platz­ver­ga­be. Wir wol­len, dass alle Platz­ver­ga­ben in Köln für Ver­an­stal­tun­gen nach nach­voll­zieh­ba­ren, nach­hal­ti­gen und ein­heit­li­chen Kri­te­ri­en erfol­gen, wobei nicht-kom­mer­zi­el­le und gemein­wohl­ori­en­tier­te Ver­an­stal­tun­gen zu stär­ken sind. Dazu soll u.a. ein nach­hal­ti­ger Kri­te­ri­en­ka­ta­log für die Ver­ga­be von Ver­an­stal­tun­gen (inkl. Stra­ßen­fes­te) im öffent­li­chen Raum erstellt wer­den und öffent­lich zugäng­lich sein.
    • Zwi­schen­nut­zung. Wir wol­len Zwi­schen­nut­zungs­kon­zep­te getreu dem Mot­to ”Bele­ben statt Schlie­ßen” ermög­li­chen.
    • Zweck­ent­frem­dung. Wir wol­len vor­ge­täusch­ten Eigen­be­darf oder absicht­li­che Ver­wahr­lo­sung von Woh­nun­gen deut­lich stär­ker sank­tio­nie­ren.
    • Weni­ger Wer­bung. Wir wol­len eine star­ke Redu­zie­rung von Wer­be­flä­chen im öffent­li­chen Raum. Für eine öffent­li­che Dis­kus­si­on for­dern wir die umfäng­li­che öffent­li­che Bereit­stel­lung des Köl­ner Wer­be­nut­zungs­ver­trag sowie eine digi­ta­le Visua­li­sie­rung aller geneh­mig­ten Wer­be­stand­or­te (inkl. Details) in Köln als Open­Da­ta.
    • Lebens­um­feld attrak­ti­ver gestal­ten. Wir wol­len die Umwand­lung von Vor­gär­ten in Schot­ter­flä­chen oder Park­plät­ze ver­hin­dern, im direk­ten Wohn­um­feld die Quan­ti­tät und Qua­li­tät der Sport­an­la­gen des Brei­ten­sports wei­ter ver­bes­sern.

2) Ver­bes­se­rung der Wohn­si­tua­ti­on von Min­der­hei­ten

    • Milieu­schutz­sat­zun­gen für ganz Köln. Wir for­dern sozia­le Ein­rich­tun­gen und Gewer­be in allen Vee­de­ln vor Ver­drän­gung zu schüt­zen.
    • Bau­ge­mein­schaf­ten. Wir unter­stüt­zen bestehen­de sowie die Bil­dung von neu­en Bau­ge­mein­schaf­ten (vor­ran­gig orga­ni­siert in genos­sen­schaft­li­cher Form) und set­zen uns für bes­se­re Erwerbs‑, Pacht- und Umset­zungs­kon­di­tio­nen für sie ein.
    • Alter­na­ti­ve Wohn­for­men. Wir for­dern eine För­de­rung von alter­na­ti­ven und inno­va­ti­ven Wohn­for­men wie z.B. Tiny Houses, oder Bau­wa­gen­plät­zen, ins­be­son­de­re die Bereit­stel­lung neu­er Stand­plät­ze für in Köln exis­tie­ren­de Bau­wa­gen­plät­ze, die ihr Are­al ver­las­sen müs­sen.
    • Auto­no­mes Zen­trum. Wir wol­len das Auto­no­me Zen­trum lang­fris­tig erhal­ten und unter­stüt­zen — am liebs­ten am der­zei­ti­gen Stand­ort.
    • Mehr Werks­woh­nun­gen. Wir set­zen uns für den Bau von mehr Werks­woh­nun­gen ein. So ermög­li­chen wir wohn­ort­na­hes Arbei­ten und redu­zie­ren so Pen­del­ver­kehr.
    • Bahn­bö­gen nut­zen. Wir set­zen uns dafür ein, dass mit Ver­ant­wort­li­chen und Inter­es­sier­ten bis Ende 2022 ein Nut­zungs­kon­zept für alle Köl­ner Bahn­bö­gen erar­bei­tet wird.
    • Anti-Dis­kri­mi­nie­rungs­ge­setz. Auch Vermieter*innen müs­sen dar­an erin­nert wer­den, dass sie dem Anti-Dis­kri­mi­nie­rungs­ge­setz unter­lie­gen. Hier­zu wol­len wir eine städ­ti­sche Anlauf­stel­le für Beschwer­den instal­lie­ren.
    • Woh­nungs­si­tua­ti­on älte­rer und behin­der­ter Men­schen ver­bes­sern. Wir set­zen uns dafür ein, dass mehr Wohn­raum mit alters- und behin­der­ten­ge­rech­ter Infra­struk­tur geschaf­fen wird und neue Instru­men­te zur Bera­tung und Ver­mitt­lung hin­sicht­lich bezahl­ba­ren bar­rie­re­frei­en Wohn­raums ent­wi­ckelt wer­den (z.B. Ein­rich­tung einer zen­tra­len Bera­tung im Bezirks­rat­haus).
    • Obdach­lo­sig­keit. Die Ange­bo­te der nied­rig­schwel­li­gen Obdach­lo­sen­hil­fe sol­len deut­lich aus­ge­baut wer­den und wir wol­len den bedin­gungs­lo­sen Housing-First-Ansatz auch wei­ter­hin best­mög­lich unter­stüt­zen. Wir wer­den die frei­en Trä­ger im Aus­bau der viel­fäl­ti­gen Obdach­lo­sen­hil­fen wei­ter stär­ken und unter­stüt­zen. Dabei sol­len ziel­grup­pen­ge­rech­te Ansät­ze ver­stärkt berück­sich­tigt wer­den. Vor allem sol­len die Über­nach­tungs­an­ge­bo­te als Schutz­räu­me spe­zi­ell für Frau­en wei­ter aus­ge­baut und die Akzep­tanz vor­han­de­ner Über­nach­tungs­ein­rich­tun­gen erhöht wer­den. Es soll mehr Pri­vat­sphä­re und Sicher­heit geben, Ange­bo­te für Paa­re geschaf­fen wer­den sowie eine unmit­tel­ba­re räum­li­che Nähe zu Haus­tie­ren mög­lich sein. Das jähr­li­che Ange­bot “Win­ter­hil­fe” soll qua­li­ta­tiv ver­bes­sert wer­den.

3) Kon­kre­te Pro­jek­te

    • Für die India­ner­sied­lung in Zoll­stock ist durch die Stadt­ver­wal­tung ein Grund­stücks­preis bzw. eine Erb­pacht fest­zu­le­gen, die die Umset­zung des vom Stadt­rat beschlos­se­nen Kon­zepts “Inte­gra­ti­ve Quar­tier­s­ent­wick­lung” sicher­stellt.
    • Das Max-Becker-Are­al in Ehren­feld darf nicht den pro­fit­ori­en­tier­ten Inter­es­sen des Inves­tors über­las­sen wer­den. Die Stadt muss ihre Ein­fluss­mög­lich­kei­ten maxi­mal nut­zen, vor allem in ihrer Funk­ti­on als Anteils­eig­ner der Rhein­Ener­gie zur inten­si­ven Prü­fung, inwie­weit vom bestehen­den Vor­kaufs­recht Gebrauch gemacht wer­den soll­te. Die Bür­ger müs­sen früh­zei­tig und umfas­send betei­li­gen wer­den.
    • Der in Pla­nung befind­li­che Orts­teil Kreuz­feld soll als Vor­zei­ge­pro­jekt im Sin­ne der “Köl­ner Per­spek­ti­ven 2030” ent­wi­ckelt wer­den. Kli­ma­neu­tra­li­tät, zukunfts­wei­sen­de Mobi­li­täts­kon­zep­te mit Modell­cha­rak­ter und die Berück­sich­ti­gung der kul­tu­rel­len Unter­ver­sor­gung des Köl­ner Nor­dens sind als wesent­li­che Punk­te zu berück­sich­ti­gen. Dabei sind die vor­han­de­nen Bio­to­pe natur­nah zu belas­sen.

Unser The­men­feld Woh­nen als PDF-Datei.


#5 Kul­tur — Sub-Kul­tur und Avant­gar­de

Wir set­zen uns für eine lebens­wer­te Stadt ein. Damit Köln inter­es­sant bleibt, braucht es eine star­ke und abwechs­lungs­rei­che Kul­tur­sze­ne, zu der jede*r Zugang fin­den kann und wo sich jede*r eine Teil­ha­be leis­ten kann.

1) Städtische Auf­ga­ben

    • Club-Sze­ne erhal­ten. Wir set­zen uns wei­ter­hin dafür ein, dass die Musik-Clubs in Köln nicht wei­ter dezi­miert wer­den. Dies soll u.a. durch ein Club­ka­tas­ter Köln unter­stützt wer­den.
    • Förderung der frei­en Kunst- und Kul­tur­sze­ne. Wir set­zen uns für die freie Ent­fal­tung von Künstler*innen ein, egal in wel­cher Form und egal mit wel­cher Reich­wei­te.
    • Frei­er Ein­tritt in städtische Kölner Muse­en. Alle Kölner Bürger*innen sol­len ganzjährig frei­en Ein­tritt in die städtischen Muse­en erhal­ten.
    • Zwei neue Mehr­zweck­hal­len. Wir for­dern den Bau von zwei Mehr­zweck­hal­len (3.000 – 5.000 Zuschau­er und 8.000 – 10.000), damit einer­seits Sport­ver­ei­ne die Möglichkeit zur Wei­ter­ent­wick­lung besit­zen und ande­rer­seits die bestehen­de Lücke für kul­tu­rel­le Events ausgefüllt wird.
    • Spray­er­kunst. Wir wer­den uns aktiv dafür ein­set­zen dass bis Ende 2022 min­des­tens eine lega­le Fläche für Spray­er­kunst je Stadt­teil geschaf­fen wird.
    • Denk­mal­schutz und Stadt­ge­schich­te. Bei­de Berei­che haben nach unse­rer Wahr­neh­mung ein Bedeu­tungs­de­fi­zit inner­halb der Kölner Stadt­ver­wal­tung. Daher for­dern wir mehr Wertschätzung und die Ein­hal­tung des Denk­mal­schutz in der Stadt(verwaltung) und unterstützen Ide­en und Aktivitäten zur geschicht­li­chen Aufklärung und zur Siche­rung der Heterogenität des Wis­sens über die Kölner Stadt­ge­schich­te (zum Bei­spiel internetgestütztes Infor­ma­ti­ons­sys­tem zu his­to­risch inter­es­san­ten Orten; Errich­tung eines Muse­um zur Kölner Tech­nik­ge­schich­te auf dem ehe­ma­li­gen Gelände der Deutz AG)
    • Kul­tur­raum Kölner Friedhöfe 2025. Wir for­dern einen jährlichen Bericht zur Ent­wick­lung und Umset­zung des „Kul­tur­raum Kölner Friedhöfe 2025” sowie eine frühzeitige Fort­schrei­bung bis 2030.
    • Bäder. Wir set­zen uns für einen suk­zes­si­ven Aus­bau der städtischen Bäder hin­sicht­lich der Öffnungszeiten und Qualität ein. Unser Ziel ist es, dass jedes Kölner Kind im schu­li­schen Kon­text die Möglichkeit haben muss, aus­rei­chen­de Schwimm­kennt­nis­se zu erler­nen.

2) Kon­kre­te Pro­jek­te

    • Colo­ni­us wie­der eröffnen. Wir fin­den, dass der Colo­ni­us den Kölner*innen gehört. Wir wol­len mit dem Kölner Fern­seh­turm eines der pro­mi­nen­tes­ten Aus­flugs­zie­le im Her­zen Kölns wie­der eröffnen.
    • Oper/Schauspiel fer­tig sanie­ren. Wir wol­len, dass das Opern­haus fer­tig saniert wird, mit dem Ziel wei­te­re kos­ten­in­ten­si­ve Kom­pli­ka­tio­nen zu ver­mei­den und die Kos­ten für die Stadt im aktu­ell beschlos­se­nen Rah­men zu hal­ten.
    • Raum 13. Wir for­dern den Kauf des Geländes auf dem das Kul­tur­pro­jekt Raum 13 ange­sie­delt ist, um es dau­er­haft erhal­ten zu können.
    • Kul­tur­bau­stein am Helios-Gelände. Wir set­zen uns dafür ein, dass die Stadt Köln, das Grundstück der “Kul­tur­mei­le” auf dem Ehren­fel­der Heliosgelände erwirbt, eigenständig bebaut und danach betreibt.
    • Glo­bal den­ken – lokal han­deln. Wir wol­len eine wei­te­re Stärkung der Initia­ti­ven Fairtra­de Town Köln und Eine-Welt Stadt Köln. Wir wol­len uns dafür ein­set­zen, dass min­des­tens 10% fai­res Wurf­ma­te­ri­al im Kölner Kar­ne­val ver­wen­det wird.
    • Ebertplatz. Wir wol­len die Weiterführung des bis­her erfolg­rei­chen Inte­rims­kon­zepts für den Ebertplatz sowie einen par­ti­zi­pa­ti­ven Bürger*innenprozess im Sin­ne einer lang­fris­ti­gen Gestal­tung. Die Erfah­run­gen der kul­tu­rel­len Nut­zung auf dem Ebertplatz soll auf wei­te­re Kölner Plätze übertragen wer­den.
    • Hal­le mit dem Knick. Wir unterstützen die Wei­ter­ent­wick­lung des Pro­jek­tes im ehe­ma­li­gen Gleis­wech­sel­bau­werk an der Ein­sturz­stel­le Seve­rin­stra­ße.
    • DOMID — Doku­men­ta­ti­ons­zen­trum und Muse­um über die Migra­ti­on in Deutsch­land. Wir set­zen uns für den Erhalt und die Rea­li­sie­rung des DOMID ein.
    • Kei­ne Pfer­de im Kar­ne­val. Wir sind gegen den Ein­satz von Pfer­den bei Karnevalsumzügen und leh­nen Zir­kus­ver­an­stal­tun­gen mit Tie­ren auf dem Kölner Stadt­ge­biet ab.

Unser The­men­feld Kul­tur als PDF-Datei.


#6 Ernäh­rung — Gesund und regio­nal

Wir sind davon über­zeugt, dass genuss­vol­le und gesun­de Ernäh­rung auch vege­ta­risch und vegan sein kann. Wäh­rend in pri­va­ten Haus­hal­ten selbst­ver­ständ­lich jeder selbst ent­schei­det was „auf den Tisch kommt“, sehen wir in öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen wie Kitas und Schu­len die Ver­ant­wor­tung bei der Stadt. Hier sehen wir eine wich­ti­ge Vor­bild­funk­ti­on für eine gesun­de, nach­hal­ti­ge und regio­na­le Ernäh­rung.

    • Vege­ta­ri­sche und vega­ne Ange­bo­te. Wir wol­len, dass sämt­li­che städ­ti­sche Kan­ti­nen und Mensen kurz­fris­tig min­des­tens je ein vege­ta­ri­sches sowie ein vega­nes Voll­wert­me­nü anbie­ten. Die­se Gerich­te dür­fen nicht teu­rer als Fleisch­ge­rich­te sein. Öffent­li­che städ­ti­sche Ein­rich­tun­gen, ins­be­son­de­re Kitas und Schu­len, sol­len bei der Reduk­ti­on des Fleisch­kon­sums sowie hin­sicht­lich der Aus­wahl von Cate­ring-Ange­bo­ten durch exter­ne Fach­be­ra­tun­gen unter­stützt wer­den.
    • Respekt vor Tie­ren. Wir for­dern von der Stadt Köln die Bevor­zu­gung von öko­lo­gi­schen und das Tier­wohl respek­tie­ren­den Anbie­tern bei allen städ­ti­schen Aus­schrei­bun­gen im Food-Bereich.
    • Wochen­märk­te in Köln. Zur Gewähr­leis­tung einer viel­fäl­ti­gen Nah­ver­sor­gung mit Lebens­mit­teln wer­den wir uns um den Erhalt und die Wei­ter­ent­wick­lung unse­rer Wochen­märk­te küm­mern sowie alter­na­ti­ve Markt­for­ma­te, wie z.B. die Markt­schwär­mer, unter­stüt­zen.
    • Wer ackert in Köln? Wir sind der Ansicht, dass die Neu­ver­pach­tung von städ­ti­schen land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen nur an öko­lo­gisch zer­ti­fi­zier­te Betrie­be erfol­gen soll.

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#7 Umwelt — Grün erhal­ten und aus­bau­en

Über­all in unse­rer Stadt sind das Grün und die Arten­viel­falt auf dem Rück­zug. Wir set­zen uns dafür ein, die­sen Trend umzu­keh­ren. Wir wol­len nicht nur unse­re Grün­flä­chen erhal­ten, son­dern sogar neue schaf­fen. Dabei sind wir fest davon über­zeugt, dass dies u.a. auch mit dem kon­kur­rie­ren­den Flä­chen­be­dar­fen für Woh­nungs- und Schul­bau ver­ein­bar ist.

1) Städ­ti­sche Auf­ga­ben

    • Stoppt den Grün­fraß — Köl­ner Grün­sys­tem schüt­zen. Das Köl­ner Grün­sys­tem mit dem Inne­ren und dem Äuße­ren Grün­gür­tel dient der Stadt als öko­lo­gi­sche Kli­ma­an­la­ge und als Nah­erho­lungs­ge­biet. Wir sind der Ansicht, dass es das Ziel der Köl­ner Stadt‑, Grün- und Frei­raum­pla­nung sein muss, die­ses Grün­sys­tem — und alle ande­ren grü­nen sowie land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen in Köln — zu schüt­zen und aus­zu­bau­en. Wir for­dern kon­kret u.a. die Ver­län­ge­rung des Inne­ren Grün­gür­tels bis zum Rhein,  den Aus­bau des rechts­rhei­ni­schen Grün­gür­tels und wen­den uns gegen die Ver­sie­ge­lung der Gleue­ler Wie­se.
    • Mehr Gär­ten für Köln. Unser Ziel ist es, dass mög­lichst vie­le Kölner*innen sich aktiv beim Gärt­nern erho­len kön­nen. Daher set­zen wir uns für alle Köl­ner Klein­gär­ten ein und wol­len die­se lang­fris­tig erhal­ten. Wich­tig ist es uns auch, dass daher zeit­nah die Köl­ner Klein­gar­ten­ord­nung über­ar­bei­tet wird, so dass z.B. bestehen­de Baum­be­stän­de bes­ser geschützt sind. Wir wol­len aber auch wei­te­re Flä­chen für gemein­schaft­li­ches Gärt­nern ermög­li­chen, die allen Men­schen zugäng­lich sind (Urban Gar­de­ning).
    • Arten­viel­falt in der Stadt. Wir wol­len eine mög­lichst brei­te Viel­falt von Flo­ra und Fau­na in Köln bewah­ren und erwei­tern. Wir set­zen klein­räu­mig dar­auf, ver­mehrt öko­lo­gi­sche Räu­me wie zum Bei­spiel klei­ne Was­ser­flä­chen in Innen­hö­fen oder Hecken an Stra­ßen­rän­dern zu ermög­li­chen. Dazu wol­len wir ent­spre­chen­de kom­mu­na­le För­der­pro­gram­me aus­bau­en bzw. neu auf­le­gen.
    • 100.000 Bäu­me für Köln. Wir ver­spre­chen einen erheb­li­chen Aus­bau des, Wald- und Stra­ßen­baum­be­stan­des in Köln in den kom­men­den 5 Jah­ren. Außer­dem for­dern wir von der Stadt die zeit­na­he Erar­bei­tung eines Bewäs­se­rungs­kon­zepts, mit dem die Stadt sicher­stellt, dass in hei­ßen und tro­cke­nen Jah­res­zei­ten kei­ne städ­ti­schen Bäu­me ver­trock­nen. Für Kölner*innen soll ein För­der­pro­gramm zur 50%-Finanzierung von Bewäs­se­rungs­sä­cken initi­iert wer­den.
    • Baum­schutz­sat­zung Köln. Wir  sehen es als drin­gend not­wen­dig an, dass die Köl­ner Baum­schutz­sat­zung über­ar­bei­tet und somit der Schutz der Bäu­me in Köln deut­lich ver­bes­sert wird. Bei­spiel: Bis­lang ste­hen nur Laub­bäu­me sowie Eiben unter Schutz, die min­des­tens einen Meter hoch sind und deren Stamm einen Meter Umfang haben. Wir wol­len den Schutz auf alle Bäu­me aus­wei­ten, deren Stamm einen Umfang von 80 Zen­ti­me­ter besitzt. Auch bei Bau­pro­jek­ten for­dern wir einen „Para­dig­men­wech­sel“. Bis­lang gibt es zahl­rei­che Grün­de, war­um geschütz­te Bäu­me Bau­pro­jek­ten wei­chen müs­sen.  Wir plä­die­ren dafür, Bau­ge­neh­mi­gun­gen nur zu ertei­len, wenn die Bau­her­ren beson­de­re Grün­de für Fäl­lun­gen dar­le­gen kön­nen und die Stadt Alter­na­ti­ven geprüft hat.
    • Kein Ein­satz von Gly­pho­sat in Köln. Wir leh­nen die Nut­zung von Gly­pho­sat und ande­ren Pes­ti­zi­den, Fun­gi­zi­den und Her­bi­zi­den auf Köl­ner Stadt­ge­biet ab. Das gilt für die Pfle­ge des öffent­li­chen Grüns als auch für die von der Stadt Köln ver­pach­te­ten land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen. Wir for­dern die Stadt Köln auf, die betrof­fe­nen Bau­ern bei einer Umstel­lung zu unter­stüt­zen und selbst vor­han­de­ne Alter­na­ti­ven ein­zu­set­zen.
    • Wohin mit dem Bio­müll? Wir wol­len gemein­nüt­zi­gen Initia­ti­ven in jedem Köl­ner Stadt­teil den Betrieb eines öffent­li­chen Wurm­kom­pos­ters ermög­li­chen.
    • Ein­weg­ver­pa­ckun­gen besteu­ern. Ori­en­tiert am Bei­spiel der Stadt Tübin­gen, soll die Erhe­bung einer Ver­pa­ckungs­steu­er auf Ein­weg­ver­pa­ckun­gen, kom­bi­niert mit einem städ­ti­schen Anreiz­pro­gramm für Mehr­weg­lö­sun­gen, mit den betrof­fe­nen Akteu­ren und deren Interessensvertreter*innen dis­ku­tiert wer­den.
    • Bag­ger­se­en öko­lo­gisch ent­wi­ckeln. Wir unter­stüt­zen ein stadt­wei­tes Kon­zept für die Ent­wick­lung, Rena­tu­rie­rung und Nut­zung der Köl­ner Bag­ger­se­en unter nicht-kom­mer­zi­el­len sowie öko­lo­gi­schen Gesichts­punk­ten. Bei­spiel­haft kann dies als ers­tes am Rather See dar­ge­stellt und umge­setzt wer­den.
    • Grund­was­ser­schutz. Auf­grund von PFC-belas­te­ten Grund­was­ser­be­stän­den im links- und rechts­rhei­ni­schen Köl­ner Süden wur­de die Nut­zung von Grund­was­ser, z.B. über Brun­nen, bis 2035 behörd­lich unter­sagt. Wir for­dern eine Ent­las­tung der betrof­fe­nen Brunnenwassernutzer*innen, in der Form, dass sie von den Kos­ten der Was­ser­nut­zung in den Gär­ten befreit wer­den. Die dafür abrech­nungs­re­le­van­ten Was­ser­zäh­ler sind den Geschä­dig­ten kos­ten­frei zur Ver­fü­gung zu stel­len. Regel­mä­ßi­ge Was­ser­un­ter­su­chun­gen, min­des­tens vier­tel­jähr­lich, sind durch­zu­füh­ren und alle damit ver­bun­de­nen Kos­ten durch die Ver­ur­sa­cher zu tra­gen.
    • Umwelt- und Grün­flä­chen­amt zusam­men­brin­gen. Wir wol­len, dass die bei­den städ­ti­schen Ämter als eigen­stän­di­ges Dezer­nat „Umwelt und Natur“ zusam­men­ge­führt und per­so­nell suk­zes­si­ve gestärkt wer­den. Dies betrifft vor allem den Bereich der qua­li­ta­tiv-öko­lo­gi­schen Grün­pfle­ge.
    • Grü­ne Schie­nen. Wir wer­den die Finan­zie­rung zur durch­ge­hen­den ober­ir­di­schen Begrü­nung der Schie­nen­tras­sen der Stadt­bahn sicher­stel­len (“Rasen­gleis”).

2) kon­kre­te Pro­jek­te, u.a.

    • Kalk­berg rena­tu­rie­ren. Wir wol­len end­gül­tig auf die Hub­schrau­ber­sta­ti­on auf dem Kalk­berg ver­zich­ten. Der Kalk­berg soll luft­dicht abge­tra­gen sowie auf­ge­fors­tet und begrünt wer­den und den Kölner*innen mit­tel­fris­tig zur Nah­erho­lung die­nen.
    • Mehr Grün in Kalk. Im Bebau­ungs­plan „Hal­len Kalk“ for­dern wir Ände­run­gen zuguns­ten von mehr Grün in Kalk. Auf dem Are­al soll eine gro­ße zusam­men­hän­gen­de Grün­flä­che mit hoher Qua­li­tät ent­ste­hen!
    • Lie­be Dei­nen “Inne­ren Grün­gür­tel”. Wir for­dern im Sin­ne eines durch­gän­gi­gen Inne­ren Grün­gür­tel eine PKW-Sper­rung fol­gen­der Stre­cken­ab­schnit­te von Fr. 20 Uhr bis Mon­tag 4 Uhr:
      • ers­tes und drit­tes WE im Monat: Bache­mer Str. zwi­schen Uni­ver­si­täts­str. und Zül­pi­cher Wall
      • zwei­tes und vier­tes WE im Monat: Ven­lo­er Str. zwi­schen Kreut­zer­str. und Peter-Deden­bach-Str.

Unser The­men­feld Natur und Umwelt als PDF-Datei.


#8 Bil­dung — Chan­cen, ein Leben lang

Wir sind davon über­zeugt, dass nicht nur die Zukunft unse­rer Stadt, son­dern auch die Zukunft unse­res Pla­ne­ten von unse­rer Bil­dung abhängt. Dazu bedarf es fai­rer Bil­dungs­chan­cen, moder­ner Aus­stat­tung und Inhal­ten im Hin­blick auf die Digi­ta­li­sie­rung sowie einer nach­hal­ti­gen Aus­rich­tung.

1) Kin­der­ta­ges­stät­te

    • Qua­li­tät in der Kita. Das Qua­li­täts­hand­buch für die städ­ti­schen Kitas mit den Leit­li­ni­en zu „Bil­den, Betreu­en und Erzie­hen mit Herz und Ver­stand“ soll auch lang­fris­tig gemein­sam mit den Kita-Beschäf­tig­ten, Eltern und Kita­kin­dern qua­li­ta­tiv wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den.
    • Neu­bau und Sanie­rung der Kitas. Gutes Ler­nen braucht gute Räu­me. Daher wol­len wir, dass die Stadt Köln wei­ter­hin den Kita­bau vor­an­treibt und die bestehen­den Kitas schnel­ler saniert bzw. auf die Behe­bung von Schä­den schnel­ler reagie­ren kann als in der Gegen­wart.
    • Nicht umsonst, aber güns­ti­ger. Wir set­zen uns für eine Redu­zie­rung der Kita- und OGS-Gebüh­ren um 25% ein. Gleich­zei­tig ist es uns sehr wich­tig, sowohl die Qua­li­tät als auch die Quan­ti­tät der Betreuung(sangebote) zu stei­gern. Denn unser pri­mä­res Ziel besteht dar­in, dass Eltern wis­sen, dass ihr(e) Kind(er) gut betreut wird/werden.
    • Wald­kin­der­gär­ten. Wir wol­len die Anzahl der Wald­kin­der­gär­ten bis 2024 min­des­tens ver­drei­fa­chen.
    • Kapa­zi­tä­ten in Kin­der­ta­ges­pfle­ge und Kin­der­ta­ges­stät­ten. Wir wol­len den Aus­bau von Kin­der­ta­ges­plät­zen kon­se­quent fort­füh­ren und für min­des­tens 75% der Kin­der unter 3 Jah­ren sowie für 100% der Kin­der über 3 Jah­ren Betreu­ungs­plät­ze in der Kin­der­ta­ges­pfle­ge und Kin­der­ta­ges­stät­ten bis 2022 zur Ver­fü­gung stel­len.

2) Schu­le

    • Medi­en­kom­pe­tenz-  und Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie für alle Köl­ner Schu­len. Wir unter­stüt­zen die Ent­wick­lung einer Stra­te­gie zur alters­ge­rech­ten Bil­dung von Medi­en­kom­pe­tenz, die Eltern­be­ra­tung zur alters­ge­rech­ten Nut­zung digi­ta­ler Medi­en sowie die ent­spre­chen­de Aus­stat­tung der Schu­len (z.B. WLAN, Tablets). Aus der Erfah­rung von COVID-19 set­zen wir uns für Ver­bes­se­run­gen beim Home­schoo­ling ein. Dies betrifft u.a. die tech­ni­sche Aus­stat­tung und Infra­struk­tur als auch die Digi­tal­kom­pe­tenz von Lehr­kräf­ten.
    • Schu­le für alle. Wir machen uns für ein inklu­si­ves Gesamt­schul­kon­zept stark, bei dem alle Schüler*innen gemein­sam und gerecht geför­dert wer­den. Wir wol­len das Land NRW dazu auf­for­dern, die Rah­men­be­din­gun­gen für ein inklu­si­ves Ler­nen deut­lich zu ver­bes­sern.
    • Maxi­ma­le Klas­sen­grö­ße auf 24 Schüler*innen begren­zen. Um die Unter­richts­qua­li­tät zu stei­gern und bedarfs­ge­recht zu unter­rich­ten, müs­sen die Klas­sen klei­ner wer­den. In Inklu­si­ons­klas­sen dür­fen nicht mehr als 20 Schüler*innen sein, mit einem höhe­ren Per­so­nal­schlüs­sel. Dies for­dern wir als Ziel auf NRW-Lan­des­ebe­ne ein!
    • Mehr Bud­get für Köl­ner Schu­len. Wir möch­ten das eigen­stän­di­ge Bud­get für Köl­ner Schu­len erhö­hen, sodass jede Schu­le auf indi­vi­du­el­le Bedar­fe fle­xi­bler reagie­ren kann.
    • Sanie­rung aller alten Schul­toi­let­ten. Gutes Ler­nen braucht gute Räu­me. An vie­len Köl­ner Schu­len herr­schen teil­wei­se ekel­haf­te Bedin­gun­gen in den Sani­tär­be­rei­chen. Die­sen Sanie­rungs­stau wol­len wir mög­lichst schnell behe­ben.
    • Toi­let­ten­per­so­nal für Schu­len ein­stel­len. Schüler*innen ver­brin­gen teil­wei­se 8–9 Stun­den in der Schu­le. Die Toi­let­ten­räu­me wer­den ent­spre­chend bean­sprucht, aber meist nur 1 Mal täg­lich geputzt und kaum kon­trol­liert. Feh­len­de Hygie­ne­ar­ti­kel, Van­da­lis­mus und Ver­schmut­zung sind an der Tages­ord­nung. Bis­he­ri­ge Auf­klä­rungs­maß­nah­men, wie Toi­let­ten­trai­ning, wir­ken zumeist nur kurz­fris­tig. Kon­troll­maß­nah­men sind vom Lehr- und Schul­per­so­nal kaum zu leis­ten. Ins­be­son­de­re Grundschüler*innen lei­den unter den ver­schmutz­ten Toi­let­ten. Eine Kon­troll­per­son wür­de für Sau­ber­keit und Bedarfs­ar­ti­kel in den Toi­let­ten sor­gen und Fehl­ver­hal­ten erfas­sen.
    • Aus­bau von Schul­so­zi­al­ar­beit. Wir wol­len inner­schu­li­sche Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te für alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler Kölns gewähr­leis­ten, für ech­te Chan­cen­gleich­heit unab­hän­gig von Schul­form und Stadt­teil.
    • Gute Erreich­bar­keit von Grund- und Sekun­dar­schu­len. Im Sin­ne einer ver­bes­ser­ten Ver­kehrs­si­cher­heits­ar­beit set­zen wir uns dafür ein, dass (Grund)Schüler*innen ihre Schu­le sicher, schnell und zu Fuß oder mit dem Fahr­rad errei­chen kön­nen.
    • Wir star­ten gleich. Wir wer­den das Schul­ran­zen­pro­jekt “Wir star­ten gleich” für Kin­der aus finanz­schwa­chen Köl­ner Fami­li­en unter­stüt­zen.

3) OGS

    • Offe­nen Ganz­tag stra­te­gisch ver­bes­sern. Wir wol­len die Qua­li­tät an offe­nen Ganz­tags­schu­len stei­gern: das bedeu­tet mehr und bes­ser bezahl­tes qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal sowie mehr Geld für kul­tu­rel­le und öko­lo­gi­sche Bil­dungs­an­ge­bo­te inner­halb der OGS.
    • Qua­li­täts­zir­kel OGS. Wir set­zen uns dafür ein, dass der Qua­li­täts­zir­kel OGS durch die Stadt Köln und den Land­schafts­ver­band Rhein­land mit hoher Prio­ri­tät wei­ter­ge­führt wird.
    • OGS-Ange­bo­te für benach­tei­lig­te Fami­li­en schaf­fen. Geringverdiener*innen sol­len eben­so wie KölnPass-Inhaber*innen bei­trags­frei am OGS-Ange­bot teil­neh­men kön­nen. Aka­de­mi­ker­kin­der pro­fi­tie­ren wis­sen­schaft­lich nach­ge­wie­sen am meis­ten von den OGS-Ange­bo­ten, da die­se Eltern sich um die Teil­nah­me ihrer Kin­der an bil­dungs­re­le­van­ten, sozia­len und krea­ti­ven Ange­bo­ten küm­mern. Es müs­sen mehr und hoch­wer­ti­ge För­der­an­ge­bo­te in den OGS inte­griert wer­den, die sich an Kin­der aus benach­tei­lig­ten Fami­li­en zur Schu­lung der krea­ti­ven und sozia­len Kom­pe­ten­zen rich­ten.
    • OGS-Ange­bo­te mit The­ra­pie-Koope­ra­ti­ons­part­nern. Ins­be­son­de­re Kin­der aus geflüch­te­ten Fami­li­en oder Fami­li­en mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund fällt es schwer die Hür­den zu über­win­den, um ihren Kin­dern not­wen­di­ge The­ra­pi­en zu ermög­li­chen. Der Wil­le ist da, aber es schei­tert an den büro­kra­ti­schen Wegen. Ein OGS-Ange­bot, das Räu­me für Sprach‑, Ergo- und Psy­cho­the­ra­pi­en anbie­tet, in dem Koope­ra­ti­ons­part­ner mit den Kin­dern arbei­ten kön­nen, hal­ten wir für drin­gend not­wen­dig.

4) Bil­dung für Alle

    • Gesun­de Ernäh­rung ler­nen. Wir for­dern, dass gesun­de Ernäh­rung wie­der fes­ter Bestand­teil des Bil­dungauf­trags in Kita und Schu­len wird. Wir for­dern auch, dass alle Köl­ner Kin­der und Jugend­li­che qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Essen bekom­men und dies nicht län­ger von enga­gier­ten Ein­zel­per­so­nen in den jewei­li­gen Ein­rich­tun­gen abhän­gen muss.
    • Lebens­lan­ges Ler­nen. Wir wol­len ein brei­te­res Bil­dungs­an­ge­bot auch für älte­re Men­schen anbie­ten.
    • Stadt­bi­blio­thek und VHS in Vee­de­ln aus­bau­en. Wir wol­len die loka­len Ange­bo­te wei­ter aus­bau­en.
    • Geflüch­te­te Men­schen aus­bil­den. Wir wol­len eine dau­er­haf­te Auf­recht­erhal­tung der Initia­ti­ven:
      • Durch­star­ten in Aus­bil­dung und Arbeit“ für Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te im Bereich der Arbeits­för­de­rung für geflüch­te­te jun­ge Men­schen
      • Gemein­sam klappt´s” zur Finan­zie­rung von kom­mu­na­len Teilhabemanager*innen zur Unter­stüt­zung von Flücht­lin­gen, indem sie kon­kre­te Ange­bo­te zur Qua­li­fi­zie­rung und Aus­bil­dung machen sowie Bil­dungs­ver­läu­fe doku­men­tie­ren.
      • KOMM-AN NRW” zur Unter­stüt­zung für not­wen­di­ge ehren­amt­li­che Beglei­tun­gen, Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten, Sprach­kurs- und Sport­an­ge­bo­te sowie Öffent­lich­keits­ar­beit und Qua­li­fi­zie­run­gen für Geflüch­te­te und Neu­zu­ge­wan­der­te.
    • Das Pro­gramm „Köl­le aktiv am Sunda­ach soll dau­er­haft ange­bo­ten wer­den. Dazu wer­den sonn­tags bis­lang nicht genutz­te Sport­hal­len geöff­net und Übungsleiter*innen bie­ten dort kos­ten­lo­se Kur­se für jeder­mann und ‑frau an. Ins­be­son­de­re sol­len dabei Ange­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che sowie Senio­rin­nen und Senio­ren geschaf­fen wer­den.
    • Kos­ten­freie Exkur­sio­nen. Wir wol­len uns dafür ein­set­zen, dass jede*r Kölner*in im Alter zwi­schen 3 und 16 Jah­ren im Rah­men von Kita/Schule/OGS min­des­tens 2x im Jahr an einem kos­ten­frei­en kul­tu­rel­len oder öko­lo­gi­schen exter­nen Bil­dungs­an­ge­bot teil­nimmt.
    • Umwelt­bil­dungs­kon­zept. Wir wer­den das städ­ti­sche Umwelt­bil­dungs­kon­zept kom­plett über­ar­bei­ten, denn bis­her pro­te­giert die­ses fast aus­schließ­lich par­tei­po­li­ti­sche Akteu­re und Orga­ni­sa­tio­nen. Das “neue” Umwelt­bil­dungs­kon­zept wird alle Umwelt­bil­dungs­ak­teu­re gleich­be­rech­tigt berück­sich­ti­gen und unter­stüt­zen.
    • Wis­sen­schafts­stand­ort Köln. Wir wer­den im Wis­sen­schafts­be­reich die Ent­wick­lung von nach­hal­ti­gen, umwelt- und kli­ma­scho­nen­den Ver­fah­ren, Pro­jek­ten und Star­tUps bevor­zugt unter­stüt­zen.
    • Mit­ma­chen mög­lich machen. Wir wol­len Kin­der­be­treu­ungs­an­ge­bo­te bei allen öffent­li­chen Betei­li­gungs­ver­an­stal­tun­gen eta­blie­ren.

Unser The­men­feld Bil­dung als PDF-Datei.


#9 Digi­ta­li­sie­rung & Trans­pa­renz — Inno­va­tiv, ehr­lich und bürger*innennah

Wir plä­die­ren für einen muti­gen und ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit den Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung. Dabei stel­len Digi­ta­li­sie­rung und Daten­schutz für uns kei­nen Wider­spruch dar.

Vor allem möch­ten wir die viel­fäl­ti­gen tech­ni­schen Chan­cen ergrei­fen, die der öffent­li­chen Ver­wal­tung und Poli­tik mehr Trans­pa­renz sowie den Bürger*innen eine deut­lich ver­bes­ser­te Teil­ha­be ermög­li­chen.

Wir ste­hen für eine Stadt­ver­wal­tung, die kla­ren Zie­len folgt, sich an Lösun­gen statt an Zustän­dig­kei­ten ori­en­tiert und den Kölner*innen ser­vice­ori­en­tiert und mög­lichst digi­tal begeg­net. Die inter­dis­zi­pli­nä­re Zusam­men­ar­beit in Pro­jek­ten muss dabei stär­ker in den Mit­tel­punkt gestellt wer­den. Die im Jahr 2017 begon­ne­ne Ver­wal­tungs­re­form muss kon­se­quent fort- und umge­setzt wer­den. Getreu dem Mot­to: Gestal­ten statt Ver­wal­ten

    • Digi­ta­li­sie­rung für Kölner*innen. Wir for­dern einen Gesprächs­pro­zess der Stadt­ge­sell­schaft zum The­ma „Digi­ta­li­sie­rung und Künst­li­che Intel­li­genz in Köln“ zu eta­blie­ren. An die­sen kon­ti­nu­ier­li­chen Gesprä­chen sol­len sowohl die Köl­ner Stadt­ver­wal­tung und Wirt­schaft als auch die ört­li­che Wis­sen­schaft und vor allem die Köl­ne­rin­nen und Köl­ner aktiv teil­neh­men. Eine Ver­stän­di­gung über die Zie­le und Ent­wick­lung der Digi­ta­li­sie­rung in Köln sehen wir als unbe­dingt not­wen­dig an, damit nicht nur Tech­no­lo­gie­kon­zer­ne und Inves­to­ren, son­dern auch die Men­schen in Köln über die Digi­ta­li­sie­rung ihrer Stadt bestim­men kön­nen.
    • Trans­pa­renz für alle. Wir wer­den uns für eine größt­mög­li­che Trans­pa­renz in poli­ti­schen Ent­schei­dungs­fin­dun­gen sowie Ver­wal­tungs­han­deln ein­set­zen. Daher sol­len alle poli­ti­schen Beschluss­vor­la­gen der Köl­ner Ver­wal­tung öffent­lich sein, es sei denn es spre­chen gesetz­li­che Vor­ga­ben zwin­gend dage­gen. Alle Köl­ner Einwohner*innen erhal­ten auf Wunsch voll­um­fäng­lich Akten­ein­sicht in Ver­wal­tungs­vor­gän­ge bei der Stadt Köln, sofern kei­ne recht­li­chen Vor­schrif­ten zwin­gend dage­gen­spre­chen. Die Digi­ta­li­sie­rung von Ver­wal­tungs­pro­zes­sen soll auf die­ses Ziel aus­ge­rich­tet wer­den.
    • Smar­te City gemein­sam gestal­ten. Wir möch­ten Köln zu einer „Smart City“ (digi­tal ver­netz­te Stadt) machen. Dazu wol­len wir gemein­sam mit den Köl­ner Bürger*innen umfas­sen­de Ver­net­zungs­kon­zep­te ent­wi­ckeln, die Köln effi­zi­en­ter, grü­ner, sozia­ler, inklu­si­ver und trans­pa­ren­ter machen. Sowohl für die Kon­zept­ent­wick­lung als auch bei der Umset­zung set­zen wir auf eine wis­sen­schaft­li­che Beglei­tung und Eva­lua­ti­on. Dabei ste­hen für uns zivil­ge­sell­schaft­li­che Initia­ti­ven und Daten­schutz an ers­ter Stel­le, Tech­no­lo­gie-Anbie­ter sehen wir als unter­stüt­zen­de Umset­zer. Par­al­lel zur Kon­zept­ent­wick­lung möch­ten wir in einem ers­ten Schritt ein Pilot­pro­jekt „Smar­te Stra­ßen­be­leuch­tung“ (Licht nur bei Bedarf) groß­flä­chig initi­ie­ren, um damit die Licht­ver­schmut­zung in Köln zu redu­zie­ren.
    • Kom­mu­nal­po­li­tik trans­pa­rent machen. Wir for­dern, dass Live­streams der Rats­sit­zung sowie Audio­streams aller Aus­schuss- und Bezirks­ver­tre­tungs­sit­zun­gen min­des­tens bis zum Ende der jewei­li­gen Wahl­pe­ri­ode in einer Media­thek öffent­lich ein­seh­bar sind. Die Bereit­stel­lung der jewei­li­gen Streams muss zeit­nah nach der jewei­li­gen Sit­zung erfol­gen.
    • Rats­in­for­ma­tio­nen. Wir wol­len das bestehen­de Rats­in­for­ma­ti­ons­sys­tem zu einer Bürger*inneninformationsplattform wei­ter­ent­wi­ckeln. So soll z.B. bei jeder Anfra­ge bzw. jedem Antrag ein Ampel­sys­tem über den Sta­tus der Bear­bei­tung infor­mie­ren.
    • Stadt­ver­wal­tung trifft auf Bürger*in. Wir wol­len die bestehen­den Kon­takt­ka­nä­le zur Stadt­ver­wal­tung wei­ter­ent­wi­ckeln und vor allem ver­ein­fa­chen. Hier­zu zählt u.a., dass die aktu­el­len Kon­takt­ka­nä­le gebün­delt wer­den und jede Anfra­ge für Nach- und Rück­fra­gen eine ein­deu­ti­ge ID erhält. Gleich­zei­tig sol­len alle Fra­gen und Ant­wor­ten in einem Bürger*innenportal ver­öf­fent­licht wer­den, sofern kei­ne gesetz­li­che Vor­ga­ben dage­gen spre­chen.
    • Selbst­be­stimm­te Kom­mu­ni­ka­ti­on und Pro­duk­ti­on. Wir unter­stüt­zen Initia­ti­ven und Orga­ni­sa­tio­nen, die sich für eine selbst­be­stimm­te digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on der Men­schen unter­ein­an­der ein­set­zen. Dies gilt ins­be­son­de­re für nicht-kom­mer­zi­el­le Akteu­re, wie zum Bei­spiel „Frei­funk“ (Auf­bau und Betrieb eines frei­en Funk­net­zes) oder Bits & Bäu­me.
    • Teil­ha­be an digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on. Wir set­zen uns dafür ein, dass alle Kölner*innen digi­ta­le Ange­bo­te ver­ste­hen und selbst ent­schei­den kön­nen, ob sie sie nut­zen oder nicht. Dazu för­dern wir den Aus­bau der (Online)Kurse rund um das The­men­feld Digi­ta­li­sie­rung in der Volks­hoch­schu­le und der Stadt(teil)bibliothek(en) sowie die digi­ta­len Ange­bo­te der Köl­ner Muse­en.
    • Köl­ner Digi­ta­li­sie­rungs­pro­gramm. Im Rah­men des Köl­ner Digi­ta­li­sie­rungs­pro­gramms 2019–2022 wird für uns das für die nächs­ten zwei Jah­re avi­sier­te Paket aus 36 unter­schied­li­chen Maß­nah­men, mit dem Ziel durch Digi­ta­li­sie­rung schnel­ler und bürger*innenfreundlicher zu wer­den, höchs­te Prio­ri­tät besit­zen. Fer­ner muss auch schon in naher Zukunft das Digi­ta­li­sie­rungs­pro­gramm mit kon­kre­ten Impul­sen und Zie­len bis 2025, unter Betei­li­gung der Kölner*innen, fort­ge­schrie­ben wer­den.
    • Digi­ta­li­sie­rung der Schu­len. Wir set­zen uns für eine ange­mes­se­ne Aus­stat­tung mit digi­ta­len Gerä­ten und Soft­ware in den Schu­len ein, for­dern aber gleich­zei­tig auch das Land NRW ein­dring­lich auf, gemein­sam mit Lehrer*innen ver­bes­ser­te Kon­zep­te zu ent­wi­ckeln, ob und wie die­se Tech­nik sinn­voll ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Dabei ist das wich­tigs­te, dass Leh­re­rin­nen und Leh­rer ent­spre­chen­de Wei­ter­bil­dun­gen erhal­ten und befä­higt wer­den, digi­tal zu unter­rich­ten oder sich an bestimm­ten Punk­ten bewusst dage­gen zu ent­schei­den.
    • Köl­ner Medi­en­zen­trum. Das in die­sem Jahr neu ein­ge­rich­te­te Medi­en­zen­trum soll fol­gen­de Zustän­dig­kei­ten besit­zen:
      • die medi­en­päd­ago­gi­sche und tech­ni­sche Bera­tung von Schu­len,
      • die Beur­tei­lung von schu­li­schen Medi­en­kon­zep­ten,
      • die Beschaf­fung von Hard- und Soft­ware,
      • die Mit­ar­beit eines (NRW-)Medienentwicklungsplans für alle Köl­ner Schu­len,
      • die Aus­lei­he von Medi­en und Gerä­ten,
      • die Erpro­bung neu­er Medi­en,
      • die Medi­en­ar­beit mit Kin­dern und Jugend­li­chen,
      • Auf­klä­rungs­ar­beit im Bezug auf den Umgang mit dem Inter­net, Soci­al Media sowie Apps,
      • Fort­bil­dun­gen und Ver­an­stal­tun­gen für Lehrer*innen sowie
      • Ver­an­stal­tun­gen für Eltern oder wei­te­re Fach­kräf­te an Schu­len.
    • Frei­es WLAN in Bus­sen, Stra­ßen­bah­nen und an Hal­te­stel­len. Wir wol­len, dass das gesam­te KVB-Netz mit frei zugäng­li­chem WLAN aus­ge­stat­tet wird. Dies soll eben­falls für städ­ti­sche Flücht­lings­un­ter­künf­te gel­ten.
    • Öffent­li­che Hot­Spots. Das Ange­bot soll wei­ter aus­ge­baut wer­den, vor allem in unter­ir­di­schen Bahn­sta­tio­nen sowie in Stadt­tei­len, wo bis­her kein ent­spre­chen­des Ange­bot vor­han­den ist.
    • Open­Da­ta. Wir for­dern, dass die ein­zel­nen Dezer­na­te der Stadt Köln umfang­rei­che­re geo­ba­sier­te Ser­vices und Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te im “Köl­ner Por­tal für Geo­da­ten” kos­ten­frei anbie­ten (und regel­mä­ßig aktua­li­sie­ren) sowie öffent­lich finan­zier­te Soft­ware als Freie Software/Open Source ange­bo­ten wer­den muss
    • Ermög­li­chungs­kul­tur. Wir wol­len in Köln die zu oft bestehen­de Ver­nei­nungs­kul­tur in eine Ermög­li­chungs­kul­tur umwan­deln. Als Pilot­pro­jekt hier­für bedarf es in jedem Beschluss­vor­schlag zu Anre­gun­gen nach Para­graf 24 GO NRW auch eines kon­kre­ten Vor­schlags, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen die Anre­gung umge­setzt wer­den könn­te. Die­ses Pilot­pro­jekt soll ein Jahr eva­lu­iert wer­den und auf wei­te­re städ­ti­sche Par­ti­zi­pa­ti­ons­mög­lich­kei­ten aus­ge­wei­tet wer­den.
    • Video­kon­fe­ren­zen statt Fern­rei­sen. Zur Ver­mei­dung von unnö­ti­gen CO2-Emis­sio­nen wol­len wir mit dem Aus­bau moder­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en die Fern­rei­sen der Stadt­ver­wal­tung redu­zie­ren. In die­sem Zusam­men­hang soll auch der tech­ni­sche Stan­dard für das “Home­Of­fice” städ­ti­scher Mitarbeiter*innen wei­ter ver­bes­sert wer­den.
    • Trans­pa­renz statt Klün­gel. Bei allen Stel­len­be­set­zun­gen in der Stadt­ver­wal­tung sowie den stadt­ei­ge­nen Kon­zer­nen muss end­lich wie­der das “Prin­zip der Bes­ten­aus­le­se” und nicht das Par­tei­buch im Vor­der­grund ste­hen.
    • Digi­ta­ler Mobi­li­täts­be­reich. Wir for­dern, dass alle Anbie­ter von Lei­h­an­ge­bo­ten im Mobi­li­täts­be­reich (Leih­rä­der, E‑Scooter etc.) ver­pflich­tet wer­den, aktu­el­le Stand­ort- und Ver­füg­bar­keits­in­for­ma­tio­nen minu­ten­scharf als Open­Da­ta bereit zu stel­len.
    • Soci­al-Media-Auf­klä­rung im Schul­un­ter­richt. Sozia­le Netz­wer­ke neh­men einen immer grö­ßer wer­den­den Bereich ein, nicht nur im Leben Jugend­li­cher. Des­halb soll­te glei­cher­ma­ßen über Chan­cen und Gefah­ren von Soci­al Media unter­rich­tet wer­den.

Unser The­men­feld Digi­ta­li­sie­rung als PDF-Datei.


#10 Wirt­schaft & Finan­zen — Gemein­wohl vor Ren­di­te

Wir unter­stüt­zen und stär­ken alter­na­ti­ve, nach­hal­ti­ge und öko­lo­gi­sche Wirt­schafts­an­sät­ze. Die­se För­de­rung ver­ste­hen wir als not­wen­di­ge Ergän­zung der eta­blier­ten Struk­tu­ren und Unter­neh­men. Für Inves­ti­tio­nen in Kli­ma­schutz, Mobi­li­tät und Bil­dung hal­ten wir eine vor­über­ge­hen­de behut­sa­me Abkehr vom aktu­el­len städ­ti­schen Ziel der „Schwar­zen Null“ für gerecht­fer­tigt.

1) Prin­zi­pi­en

    • För­de­rung und Umset­zung der Gemein­wohl-Öko­no­mie (GWÖ). Wir set­zen uns dafür ein, dass die Stadt ver­stärkt Unter­neh­men bei der Gemein­wohl­bi­lan­zie­rung unter­stützt und auch stadt­ei­ge­ne Betrie­be zer­ti­fi­zie­ren lässt.
    • Mehr Koope­ra­ti­on, mehr Aus­tausch.  Wir wol­len einen natio­na­len und inter­na­tio­na­len Aus­tausch mit ande­ren Städ­ten mit Blick auf öko­lo­gi­sche, sozi­al nach­hal­ti­ge und gemein­wohl­ori­en­tier­te Wirt­schafts­kon­zep­te. Wir wol­len von ande­ren Städ­ten ler­nen und mit ihnen koope­rie­ren.
    • Sel­ber pro­du­zie­ren. Wir wol­len kom­mu­na­le, lan­des- und bun­des­wei­te Initia­ti­ven unter­stüt­zen, die sich dafür ein­set­zen, dass Pro­duk­ti­ons­stät­ten nicht glo­ba­li­siert wer­den, z.B. die Pro­duk­ti­on fai­rer Tex­ti­li­en oder Schutz- und Sicher­heits­be­klei­dung.
    • Kei­ne ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­ta­ge. Der Sonn­tag gehört der Erho­lung und nicht dem Kon­sum.

2) Städ­ti­sche Auf­ga­ben

    • Wirt­schaft im Vee­del stär­ken. Wir för­dern inha­ber­ge­führ­ten Einzelhändler*innen, Handwerker*innen, Mittelständler*innen und Freiberufler*innen in ihrem Stadt­teil. Wir for­dern für jeden Stadt­be­zirk die Ein­füh­rung von Koor­di­na­to­ren, die gemein­sam mit den Akteu­ren vor Ort Ide­en ent­wi­ckeln, wie die Unter­neh­men in den Vee­de­ln gestärkt wer­den kön­nen. Dazu wol­len wir u.a. das vor­ha­ben­de Zen­tren­bud­get von jähr­lich der­zeit 30.000 € auf 50.000 € je Stadt­be­zirk erhö­hen. Der Eigen­an­teil soll neu mit 25% anstatt bis­her 50% fest­ge­schrie­ben wer­den.
    • Auf­bau eines Zen­trums für alter­na­tiv wirt­schaf­ten­den Unter­neh­men (ZAWU). Wir set­zen uns aktiv dafür ein, dass ein von der Stadt neu zu ent­wi­ckeln­des Zen­trum Unter­neh­men, Insti­tu­tio­nen, Initia­ti­ven und ein­zel­ne Men­schen för­dert, die gemein­wohl­ori­en­tier­te, nach­hal­ti­ge, sozia­le und öko­lo­gi­sche Geschäfts­ide­en und Kon­zep­te ent­wi­ckeln und umset­zen.
    • Abkehr von der schwar­zen Null. Wir wol­len in öko­lo­gisch-wirt­schaft­lich sinn­vol­le Pro­jek­te und vor allem in Kli­ma­schutz und Bil­dung inves­tie­ren. So gestal­ten wir nach­hal­tig die Zukunft Kölns.
    • Nach­hal­tig­keits­haus­halt. Das bis­he­ri­ge Pro­jekt Nach­hal­tig­keits­haus­halt (inklu­si­ve Gen­der-Bud­ge­ting) soll bis 2025 den Pro­jekt­sta­tus ver­las­sen und in allen Dezer­na­ten inte­griert sein.
    • Dive­st­ment. Wir for­dern, dass die Anla­ge­richt­li­nie der Stadt Köln zeit­nah ange­passt wird, so dass nur noch klima‑, umwelt- und sozi­al-ver­träg­li­che Finanz­an­la­gen getä­tigt wer­den.

Unser The­men­feld Wirt­schaft als PDF-Datei.


#11 Zusam­men­le­ben — Viel­falt stär­ken

Wir sind über­zeugt, dass die eth­ni­sche, reli­giö­se und geschlecht­li­che Viel­falt sowie unter­schied­li­che indi­vi­du­el­le Lebens­an­sät­ze zu einer vita­len und für alle berei­chern­den Stadt­ge­sell­schaft bei­tra­gen. Des­halb set­zen wir uns für gegen­sei­ti­ge Wahr­neh­mung, Gleich­be­rech­ti­gung und den akti­ven Aus­tausch ein. Wir for­dern und för­dern gesell­schaft­li­che und poli­ti­sche Teil­nah­me aller Mit­glie­der der Stadt­ge­sell­schaft.

1) Teil­nah­me

    • Wahl­recht für alle. Wir for­dern, dass sich die Stadt Köln für ein Wahl­recht aller in Köln leben­den Einwohner*innen ein­setzt. Die Beschrän­kung auf EU-Bürger*innen grenzt gro­ße Tei­le der Köl­ner Bevöl­ke­rung aus, und ver­hin­dert so die demo­kra­ti­sche Teil­ha­be aller.
    • Stär­ke­re Bezirks­ver­tre­tun­gen. Wir wol­len die Bezirks­ver­tre­tun­gen wei­ter stär­ken, da dort für die Vee­del wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den.
    • Bürger*innenhaushalt. Wir wol­len die Idee des Bürger*innenhaushaltes end­lich ver­nünf­tig umset­zen und dazu ein neu­es Vee­dels­for­mat ent­wi­ckeln. In allen 86 Stadt­tei­len sol­len dann jähr­lich die zwei am bes­ten bewer­te­ten Ide­en inner­halb eines The­men­be­rei­ches durch die Stadt Köln umge­setzt wer­den.
    • Kin­der- und Jugend­be­zirks­rä­te. Wir wol­len das kom­mu­nal­po­li­ti­sche Inter­es­se von Kin­dern und Jugend­li­chen för­dern und deren Inter­es­sen berück­sich­ti­gen. Wir wol­len dazu Kin­der- und Jugend­be­zirks­rä­te auf­bau­en, deren Ergeb­nis­se in die Bezirks­ver­tre­tun­gen ein­flie­ßen.
    • Ein­schrän­kun­gen berück­sich­ti­gen. Wir wol­len eine Stär­kung der Rech­te der Stadt­ar­beits­ge­mein­schaft Behin­der­ten­po­li­tik sowie der Köl­ner Seniorenvertreter*innen.
    • Mit­ein­an­der reden – Exper­ti­se nut­zen. Wir wol­len, dass das in Köln vor­han­de­ne Exper­ten­wis­sen von der Stadt­ver­wal­tung „auf Augen­hö­he“ ange­hört wird und die gemach­ten Erfah­run­gen, bei­spiels­wei­se an Kar­ne­val 2020 der Aus­tausch zwi­schen der Stadt Köln und der IG Gas­tro, kon­ti­nu­ier­lich fort­ge­führt wer­den.
    • Ehrenamtler*innen bes­ser unter­stüt­zen. Mehr als 300.000 ehren­amt­lich täti­ge Bürger*innen leis­ten einen wesent­li­chen Anteil am sozia­len und kul­tu­rel­len Leben in Köln und gestal­ten ihr Lebens­um­feld. Wir for­dern eine bes­se­re Koor­di­na­ti­on und Unter­stüt­zung sei­tens der Stadt­ver­wal­tung, um die Umset­zung der viel­fäl­ti­gen Ide­en sowie Akti­vi­tä­ten der Stadt­ge­sell­schaft zu ermög­li­chen, effek­ti­ver umzu­set­zen und zu ver­net­zen. Dazu wäre ein Ehren­amts­bü­ro geeig­net, in wel­chem auch die man­nig­fal­ti­gen Kom­pe­ten­zen der bestehen­den Netz­wer­ke inte­griert wer­den.
    • Köl­ner Per­spek­ti­ven 2030. Wir wer­den wei­ter­hin aktiv und kon­struk­tiv den Pro­zess zur Ent­wick­lung einer stadt­pla­ne­ri­schen Stra­te­gie mit kon­kre­ten Hand­lungs­emp­feh­lun­gen beglei­ten.

2) Wahr­neh­mung und Gleich­be­rech­ti­gung

    • För­de­rung von Frau­en. In unse­ren Augen bedarf es einer schritt­wei­sen, aber zügi­gen Auf­he­bung des Gen­der Pay Gap. Fer­ner sind uns wich­tig:
      • die pari­tä­ti­sche Beset­zung von Gre­mi­en, Auf­sichts­rä­ten, Füh­rungs­po­si­tio­nen in Ver­wal­tung und städ­ti­schen Betrie­ben,
      • die Ver­bes­se­rung von Rah­men­be­din­gun­gen zur Unter­stüt­zung fami­liä­rer Lebens­for­men,
      • der Aus­bau von Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­ten für Frau­en in Not­si­tua­tio­nen, Obdach­lo­se sowie Allein­er­zie­hen­de.
    • Sexu­el­le und geschlecht­li­che Aus­rich­tung ist egal. Wir for­cie­ren den LSBTI-Akti­ons­plan mit dem Titel: „Selbst­ver­ständ­lich unter­schied­lich: Akti­ons­plan der Stadt Köln zur Akzep­tanz sexu­el­ler und geschlecht­li­cher Viel­falt“ als kom­mu­na­les Hand­lungs­kon­zept, das sowohl die gesell­schaft­li­che Akzep­tanz, als auch die Chan­ce auf eine dis­kri­mi­nie­rungs­freie Teil­ha­be von les­bi­schen, schwu­len, bise­xu­el­len, trans- und inter­ge­schlecht­li­chen Men­schen (LSBTI) in Köln för­dert.
    • Gleich­be­rech­ti­gung aller Geschlech­ter. Wir set­zen uns für Wei­ter­bil­dun­gen, u.a. an Schu­len, für Fach­kräf­te, Lehrer*innen und Pfle­ge­per­so­nal, im Umgang mit nicht-binä­ren Men­schen ein.
    • Kurt-Holl-Preis. Wir möch­ten /setzen uns ein für einen jähr­li­chen, am Tag der Men­schen­rech­te zu ver­ge­be­nen, Kurt-Holl-Preis, der das außer­ge­wöhn­li­che Enga­ge­ment eines Kölners/einer Kölnerin/einer Köl­ner Insti­tu­ti­on, für den Erhalt und Schutz der Men­schen­rech­te her­vor­hebt.

3) Lebens­um­feld

    • Gemein­we­sen unter­stüt­zen. Wir wol­len gemein­nüt­zi­ge Initia­ti­ven in den Berei­chen Gebraucht­wa­ren­kauf­häu­ser, Tausch­bör­sen, Ver­schenk­märk­te, Repa­ra­tur­ca­fés, Do-it-yours­elf-Ange­bo­te und Food­s­haring lang­fris­tig unter­stüt­zen.
    • Fott domit! Wir wol­len die Anzahl der Waf­fen­lä­den, Wett­bü­ros und Spiel­hal­len wei­ter mini­mie­ren.
    • Wer­be­nut­zungs­ver­trag anpas­sen. Wir set­zen uns für eine wei­te­re Redu­zie­rung von Wer­be­flä­chen im öffent­li­chen Raum ein. Mit­tel­fris­tig sol­len min­des­tens 90% der Flä­chen weg­fal­len.
    • Bit­te kein Wer­be­müll! Wir wol­len eine stadt­wei­te Lösung gegen uner­wünsch­te Wer­be­post.

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Autor: Marcel Hövelmann

Marcel Hövelmann ist Mitglied der Wählergruppe GUT Köln.

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