Andrea Blome – Kölns neue Verkehrsdezernentin

Mobi­li­täts-App, auto­freie Stadt, fahr­rad­freund­li­ches Woh­nen? Frau Blo­me nimmt uns mit ins Jahr 2030

Am 14. Febru­ar 2017 wur­den vie­le Reden im Köl­ner Rat gehal­ten, doch eine blieb bei uns beson­ders haf­ten: Die Antritts­re­de von Frau Andrea Blo­me, Kölns neu­er Ver­kehrs­de­zer­nen­tin.Seit 2004 lei­te­te Andrea Blo­me zwölf Jah­re lang das Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment in Düs­sel­dorf, mit ihr größ­ter Erfolg war dort die Pla­nung und Rea­li­sie­rung einer neu­en U‑Bahn-Stre­cke. Seit 2013 ist sie zudem Vor­sit­zen­de der Fach­kom­mis­si­on Ver­kehrs­in­fra­struk­tur des Deut­schen Städ­te­tags. Doch für eine radi­ka­le öko­lo­gi­sche Ver­kehrs­wen­de waren bis­lang weder Frau Blo­me noch die Stadt Düs­sel­dorf bekannt …
Umso ange­nehm über­rasch­ter waren wir daher von Frau Blo­mes ers­ter Rede vor dem Rat der Stadt Köln. Einer Stadt die zwar manch fort­schritt­li­che Beschlüs­se gefasst hat, deren ver­kehrs­po­li­ti­schen All­tag die Auto­lob­by jedoch wei­ter­hin fest im Griff hat. Und auch die Rats­mit­glie­der (rund 98,89% Auto­fah­rer) waren zum Teil regel­recht ver­dat­tert als sie die ers­ten Wor­te der Ver­kehrs­de­zer­nen­tin hör­ten.

Frau Blo­me nahm ihre Zuhörer*innen mit auf eine Rei­se in das Jahr 2030, wir wachen mor­gens auf, und:

Sie tre­ten aus dem Haus und freu­en sich, dass die Stra­ße, in der Sie leben, umge­stal­tet wur­de. Statt jeder Men­ge par­ken­der Autos haben Sie jetzt brei­te Geh­we­ge, brei­te und siche­re Rad­ver­kehrs­an­la­gen und schö­ne Auf­ent­halts­be­rei­che.

Zukunfts­mu­sik? Es wird noch bes­ser … :

Das Leben in der Stadt hat sich gegen­über 2017 sehr ver­bes­sert. Pri­vat PKW mit Ver­bren­nungs­mo­tor sind nur noch weni­ge vor­han­den.
Zen­tra­le Berei­che der Stadt sind nur noch für Bus­se, Fahr­rä­der, Taxis, Lie­fer­wa­gen, Ret­tungs­fahr­zeu­ge, Müll­ab­fuhr, Anwoh­ner PKW und Elek­tro­fahr­zeu­ge befahr­bar.
Damit ist die Luft­qua­li­tät in der Stadt viel bes­ser gewor­den.

Natür­lich hol­te uns Frau Blo­me auch wie­der in die Rea­li­tät zurück, in dem sie sag­te:

Mei­ne sehr ver­ehr­ten Damen und Her­ren, wenn Ihnen die­ses Zukunfts­bild gefällt, haben wir zusam­men sehr viel zu tun, um da hin­zu­kom­men.

Unse­rer Rats­grup­pe GUT hat die­ses Bild sehr gut gefal­len, und wir wer­den wei­ter­hin jede Bemü­hung unter­stüt­zen eine wahr­haft öko­lo­gi­sche und siche­re Ver­kehrs­wen­de ein­zu­lei­ten. Doch wirk­lich glau­ben wir noch nicht dar­an, wir wer­den wach­sam blei­ben, und Euch kri­tisch berich­ten. Den Ein­stand von Frau Blo­me fan­den wir jedoch gelun­gen, wir wün­schen ihr “gutes Gelin­gen”!


Ihre voll­stän­di­ge Rede im Wort­laut (sehr schön auch das fahr­rad­freund­li­che Wohn­haus …):

 

Sehr geehr­te Frau Ober­bür­ger­meis­te­rin Reker,
sehr geehr­te Damen und Her­ren!

Ich möch­te Sie auf eine klei­ne Rei­se in das Jahr 2030 mit­neh­men.
Die Mobi­li­tät in Köln hat sich grund­le­gend ver­än­dert.

Autos, Bah­nen, Bus­se, Fahr­rä­der, Bike- und Car­sha­ring­sys­te­me und Mit­fahr­zen­tra­len bil­den einen vir­tu­el­len Fuhr­park, einen soge­nann­ten Mobi­li­täts­pool.
Die Mobi­li­täts­dienst­leis­tun­gen sind opti­mal auf Ihre indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se abge­stimmt. Über einen Daten­pool wird die schnells­te, preis­wer­tes­te und umwelt­ver­träg­lichs­te Fort­be­we­gungs­mög­lich­keit ange­bo­ten. Das Sys­tem über­nimmt dabei zugleich die Zah­lungs­ab­wick­lung.

Stel­len Sie sich nun Ihren mobi­len Tages­ab­lauf vor.
Mor­gens akti­vie­ren Sie Ihr Smart­pho­ne. Sie haben eine Mobi­li­täts­app instal­liert.

Sie tre­ten aus dem Haus und freu­en sich, dass die Stra­ße, in der Sie leben, umge­stal­tet wur­de. Statt jeder Men­ge par­ken­der Autos haben Sie jetzt brei­te Geh­we­ge, brei­te und siche­re Rad­ver­kehrs­an­la­gen und schö­ne Auf­ent­halts­be­rei­che.

Weil Sie kein eige­nes Autos mehr haben, nut­zen Sie Car­sha­ring oder eine Mit­fahr­zen­tra­le. Für Fahr­rad­bo­xen und Fahr­rad­bü­gel ist auch genug Platz.

Sie gehen zur Mobi­li­täts­sta­ti­on um die Ecke und akti­vie­ren das zuvor über die App reser­vier­te Fahr­rad.

Auf Ihrem Weg zum Bahn­hof bekom­men Sie eine Info, dass Ihr Zug Ver­spä­tung hat. Die App hat für Sie bereits eine alter­na­ti­ve Wege­ket­te berech­net. Über das Pend­ler­por­tal wird Ihnen eine Mit­fahr­ge­le­gen­heit ange­bo­ten.

Sie schau­en sich um und sind froh, dass das häss­li­che Park­haus gegen­über end­lich abge­ris­sen wird.
Dort wird ein ganz beson­de­res Wohn­haus gebaut, ganz auf die Bedürf­nis­se von Fahr­rad­fah­ren­den abge­stimmt. Die sonst not­wen­di­gen PKW Stell­plät­ze wer­den nicht geschaf­fen. Dafür muss ein gleich­wer­ti­ges Mobi­li­täts­kon­zept ent­wi­ckelt wer­den.

Neben umfang­rei­chen Annehm­lich­kei­ten für den Rad­ver­kehr, wie kom­for­ta­ble Abstell­mög­lich­kei­ten und einer klei­nen Fahr­rad­werk­statt, erhal­ten die Mie­ter eine Mit­glied­schaft bei einem Car­sha­ring Anbie­ter und ein ÖPNV-Abo.
In der unmit­tel­ba­ren Nähe gibt es Super­märk­te, Restau­rants und ÖPNV Hal­te­stel­len, so dass man ohne eige­nes Auto pri­ma zurecht­kommt. Sie wür­den dort ger­ne leben und haben sich schon auf die Inter­es­sen­ten­lis­te set­zen las­sen. Die Nach­fra­ge ist groß.

Das Leben in der Stadt hat sich gegen­über 2017 sehr ver­bes­sert. Pri­vat PKW mit Ver­bren­nungs­mo­tor sind nur noch weni­ge vor­han­den.
Zen­tra­le Berei­che der Stadt sind nur noch für Bus­se, Fahr­rä­der, Taxis, Lie­fer­wa­gen, Ret­tungs­fahr­zeu­ge, Müll­ab­fuhr, Anwoh­ner PKW und Elek­tro­fahr­zeu­ge befahr­bar.
Damit ist die Luft­qua­li­tät in der Stadt viel bes­ser gewor­den.

Mei­ne sehr ver­ehr­ten Damen und Her­ren, wenn Ihnen die­ses Zukunfts­bild gefällt, haben wir zusam­men sehr viel zu tun, um da hin­zu­kom­men.

Die ganz gro­ßen Hand­lungs­fel­der der nächs­ten Jah­re sind der Auf­bau einer intel­li­gen­ten Ver­kehrs­steue­rung, der Abbau des Sanie­rungs­staus in der Ver­kehrs­in­fra­struk­tur, der Aus­bau der Rad­ver­kehrs­net­ze und der Aus­bau des ÖPNV.

Die Erneue­rung der über­al­ter­ten Ver­kehrs­tech­nik ist eine zwin­gen­de Vor­aus­set­zung zur Ver­kehrs­fluss­op­ti­mie­rung. Der hohe Stau­an­teil in Köln ist der größ­te Ein­fluss­fak­tor bei der Luft­ver­schmut­zung.
Vor dem Hin­ter­grund der anste­hen­den Bau­stel­len in Köln selbst und auf dem umge­ben­den Auto­bahn­netz brau­chen wir ein bau­last­trä­ger­über­grei­fen­des Bau­stel­len- und Umlei­tungs­ma­nage­ment.

Intel­li­gen­te Ver­kehrs­steue­rung und die Ver­net­zung der Ver­kehrs­ar­ten sind hier­bei die wesent­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und bie­ten ein hohes Zukunfts­po­ten­zi­al. Zur Umset­zung benö­ti­gen wir effi­zi­en­te Struk­tu­ren und schnel­le­re Ent­schei­dungs­we­ge.
Die­sem zwin­gend not­wen­di­gen Ver­än­de­rungs­pro­zess inner­halb der Ver­wal­tung möch­te ich durch die Her­aus­lö­sung des Berei­ches Ver­kehrs­tech­nik aus dem Amt für Stra­ßen und die Schaf­fung eines neu­en Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment Rech­nung tra­gen.

Der Sanie­rungs­stau bei den Brü­cken und Tun­neln ist ekla­tant. Ehr­lich gesagt mache ich mir Sor­gen, wie die­se zahl­rei­chen Groß­pro­jek­te im Zeit- und Kos­ten­rah­men abge­wi­ckelt wer­den kön­nen.
Dazu müs­sen wir Pro­jekt­ma­nage­ment­struk­tu­ren auf­bau­en, die ande­rer Orga­ni­sa­ti­ons­for­men bedür­fen als die eta­blier­ten Lini­en­or­ga­ni­sa­tio­nen in den Ämtern abbil­den.

Beim Aus­bau der Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur müs­sen wir Gas geben, dazu gehört auch der Aus­bau von Fahr­rad­ab­stell­an­la­gen. Für die Innen­stadt haben Sie schon ein Rad­ver­kehrs­kon­zept beschlos­sen und zur Rea­li­sie­rung zusätz­li­ches Per­so­nal bewil­ligt. Damit sind wir in der Lage, ein kon­kre­tes Umset­zungs­pro­gramm zu erstel­len.
Auch der ÖPNV ist an eini­gen Stel­len not­lei­dend. Ich freue mich, dass ich Ihnen in Kür­ze kon­kre­te Vor­schlä­ge für den Aus­bau der Ost-West-Ach­se unter­brei­ten kann. Auch für die Bepla­nung der ande­ren Schie­nen­aus­bau­pro­jek­te, die Sie über den ÖPNV-Bedarfs­plan beschlos­sen haben, soll­ten wir per­so­nel­le und finan­zi­el­le Res­sour­cen zur Ver­fü­gung stel­len. Bezüg­lich der Pro­jek­te bin ich in enger Abstim­mung mit der KVB und dem Zuwen­dungs­ge­ber NVR.

Aktu­ell spre­chen wir beim The­ma Stär­kung des ÖPNV auch über die Nut­zung des Rheins etwa für Was­ser­bus­se oder Per­so­nen­fäh­ren. Auch dazu haben Sie einen Beschluss gefasst, den die Ver­wal­tung selbst­ver­ständ­lich bear­bei­tet.

In Anbe­tracht die­ser gan­zen Arbeits­pro­gram­me dür­fen wir nicht wie­der in einen Umset­zungs­stau gera­ten. Davon gab es in Köln in der Ver­gan­gen­heit schon viel zu vie­le.

Damit ist eins der wich­tigs­ten Hand­lungs­fel­der als Vor­aus­set­zung dafür, dass wir die anste­hen­den Auf­ga­ben über­haupt bewäl­ti­gen kön­nen, der Umbau der Ver­wal­tung zu einer effi­zi­en­ten und ver­schlank­ten Orga­ni­sa­ti­on. Dabei wer­den vie­le alte Zöp­fe abzu­schnei­den sein und vie­le gewohn­te und ver­trau­te Zustän­dig­kei­ten ent­fal­len müs­sen. Damit mei­ne ich nicht nur die Ver­wal­tung selbst, son­dern auch Sie als Auf­trag­ge­ber der Ver­wal­tung. Dazu hat Dr. Kel­ler schon eini­ges gesagt.

Ich möch­te mich noch­mal dafür bedan­ken, dass Sie mir das Ver­kehrs­res­sort anver­traut haben. Ich wer­de alles geben, um mit Ihnen die wich­ti­gen Wei­chen­stel­lun­gen in die Zukunft der Mobi­li­tät in Köln vor­zu­neh­men.

Vie­len Dank für Ihre Auf­merk­sam­keit!


Bei­trags­bild: Kölns Ver­kehrs­de­zer­nen­tin Andrea Blo­me – Pres­se­fo­to [Aus­schnitt] der Stadt Köln, © Cos­ta Beli­ba­sa­kis

Autor: Thor Zimmermann

Thor ist Ratsmitglied der Stadt Köln, und auch in den Ausschüssen Kultur, Stadtentwicklung, sowie dem Hauptauschuss vertreten. Am 13. September 2020 kandidiert Thor zur Oberbürgermeister*in-Wahl in Köln.

Ein Gedanke zu „Andrea Blome – Kölns neue Verkehrsdezernentin“

  1. Sehr geehr­te Frau Blo­me,

    im Köl­ner Stadt Anzei­ger vom 21. Mai 2019 stand “Stadt hat kei­ne Plä­ne für Bar­ba­ros­sa­platz”.

    Wei­ter stand geschrie­ben: Wenn es in Köln einen Ort gibt, der abso­lut vom Ver­kehr beherrscht wird, dann ist es der Bar­ba­ros­sa­platz. Vier Stadt­bahn Lini­en kreu­zen die von Geschäfts­häu­sern gesäum­te Flä­che. Sie­ben Stra­ßen mün­den dort — usw.

    Unge­wöhn­li­che Ver­kehrs­si­tua­tio­nen brau­chen unge­wöhn­li­che Lösun­gen.

    Ich den­ke das noch vie­le Jah­re ver­ge­hen wer­den, bis jemand das Pro­jekt Bar­ba­ros­sa­platz ernst­haft ange­hen will. Die hohen Kos­ten wer­den das Pro­jekt immer wie­der nach hin­ten ver­schie­ben. War­um aber so viel Zeit ver­schwen­den?

    Was nicht vor­han­den ist, ist das gro­ße Geld. Was genü­gend vor­han­den ist, dass ist Zeit. Die­se Zeit soll­te genutzt wer­den und mit klei­nem Geld das Pro­jekt Bar­ba­ros­sa­platz ange­hen.

    Wenn ich das Pro­blem lösen müss­te, wür­de ich mit dem Bau eines maß­stabs­ge­treu­en Modells begin­nen. Das kann eine klei­ne Modell­bau Fir­ma erstel­len. Den Auf­trag nicht auf Stun­den­lohn­ba­sis son­dern zum Fest­preis ver­ge­ben, denn sonst wird es unbe­zahl­bar. Sehr genau den Lie­fer­um­fang beschrei­ben, damit es nicht zum Streit und Nach­for­de­run­gen kommt.
    Die dafür anfal­len­den Kos­ten dürf­ten sicher zu beschaf­fen sein und auch nicht all­zu hoch aus­fal­len.

    Im zwei­ten Schritt, den gewünsch­ten unter­ir­di­schen Schie­nen­ver­lauf fest­le­gen. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass der genau dem über­ir­di­schen vor­han­de­nen Schie­nen­plan ent­spricht.

    Die Kos­ten für das zwei­te Modell sind bestimmt auch zu beschaf­fen.
    Nun wür­de ich ein zwei­tes Modell für den unter­ir­di­schen Teil erstel­len las­sen. Das Modell ent­hält alle Zwi­schen­ebe­nen mit den Trep­pen, Roll­trep­pen und den Auf­zü­gen. Damit wird auch fest­ge­legt wo der Platz auf den Bür­ger­stei­gen für die Trep­pen und den Auf­zü­gen vor­han­den ist. Im unte­ren Teil des Modells ist der Schie­nen­ver­lauf bis zu den Ram­pen und sind die Bahn­stei­ge.

    Da nun die Maße fest­ste­hen kann über eine lan­ge Zeit gestreckt, mit der Bau­aus­füh­rung in vie­len klei­nen Bau­ab­schnit­te auf­ge­teilt, begon­nen wer­den. Das ist nötig, damit der Ver­kehr nicht unnö­tig stark behin­dert wird.

    Nach­dem der Ver­lauf aller Lei­tun­gen im Erd­reich bekannt sind und abge­schal­tet sind, kann begon­nen wer­den. Klei­ne Fir­men, ver­sen­ken die Spund­wän­de an den Haupt­au­ßen­wän­den.
    Die­se Spund­wän­de blei­ben für immer in der Erde.

    Es wird, wo es mög­lich ist, die Spund­wän­de gleich­zei­tig in die Erde ein­ge­las­sen, ohne den Ver­kehr zu stark ein­zu­schrän­ken.

    Die Bau­stel­len sind klein zu hal­ten damit der Ver­kehr nicht behin­dert wird. So wohl der Stra­ßen­bahn- wie auch der Stra­ßen­ver­kehr. Dar­um muss im Modell schon fest­ge­legt wer­den, dass die Spund­wän­de sich nicht in der Gleis­tras­se befin­den. Die Gleis­tras­sen dür­fen nicht ver­legt wer­den. (Kos­ten)

    Befin­det sich nun eine Spund­wand rechts und links von den spä­te­ren Außen­wän­den, kann ein schma­ler Gra­ben von zir­ka zwei Meter frei­ge­legt wer­den (auch unter den Schie­nen). Der geöff­ne­te Stra­ßen­gra­ben wird mit einer Brü­cke über­brückt. Die Brü­cke wan­dert mit dem Gra­ben mit.

    Nun wer­den Stahl­trä­ger von Spund­wand zu Spund­wand auf­ge­legt und befes­tigt. Die Stahl­trä­ger blei­ben für immer in der Erde. Sind die Trä­ger befes­tigt wird das Erd­reich wie­der auf­ge­füllt und ver­dich­tet. Die Fahr­bahn wird wie­der pro­vi­so­risch her­ge­stellt. So wan­dert der Gra­ben immer wei­ter bis die gesam­te Bau­stel­le über­dacht ist.

    Bis das ein­mal so weit fer­tig gestellt ist, wird eine lan­ge Zeit ver­ge­hen. Die nöti­gen Gel­dern sind dar­um Zug um Zug über­schau­bar bereit­zu­stel­len. Nun kann der Ver­kehr oben wie­der stö­rungs­frei lau­fen.

    Die nächs­te Bau­ab­schnitt kann begin­nen. Es muss das gesam­te Erd­reich aus der Bau­gru­be geschafft wer­den. Aber bis dahin wer­den noch ein paar Jah­re ver­gan­gen sein.

    Sicher wird das Pro­jekt anders abge­wi­ckelt wer­den, bleibt die Fra­ge, in wie viel Jah­ren wird wohl damit ange­fan­gen wer­den. Aber bestimmt wird es teu­rer und der Ver­kehr stär­ker gestört.

    Bes­te Grü­ße
    Die­ter Wag­ner

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