Bauwagenplatz bleibt! – Vorläufig …

Das Grund­stück an der Kre­fel­der Stra­ße ist begehrt, doch die Bewohner*innen wol­len blei­ben.

Wie wir aus Ver­wal­tungs­krei­sen erfah­ren haben ist die Ver­äu­ße­rung der Lie­gen­schaft “Bau­wa­gen­platz” an der Kre­fel­der Stra­ße für die­ses Jahr vom Tisch. Seit rund 22 Jah­ren gibt es den Bau­wa­gen­platz Kre­fel­der- Ecke Inne­re Kanal­stra­ße. Und fast genau­so lan­ge gab es Begehr­lich­kei­ten den “Bau­wi” auch von dort wie­der zu ver­trei­ben. Mal for­der­te die FDP auf dem Grund­stück doch lie­ber “stu­den­ti­sches Woh­nen” zu ermög­li­chen, im Früh­jahr die­sen Jah­res schlug die Ver­wal­tung das Gelän­de als eine der “Neu­en Flä­chen für den Woh­nungs­bau” vor – und zuletzt war eine Ver­äu­ße­rung an den Arbei­ter Sama­ri­ter Bund im Gespräch.
Doch der Bau­wa­gen­platz hat auch Freun­de, so for­dert etwa die Bezirks­ver­tre­tung Innen­stadt im Fall des Fal­les den Bewohner*innen zumin­dest ein Ersatz­ge­län­de zur Ver­fü­gung zu stel­len.*
Doch die wol­len an der lau­ten Ecke blei­ben. Ihr Platz ist nicht nur ihr Zuhau­se, son­dern auch ein sozio-kul­tu­rel­les Ange­bot für die Innen­stadt. Wer den Kampf um die ver­blei­ben­den “frei­en” Flä­chen für den Woh­nungs­bau ver­folgt, kann sich auch kaum vor­stel­len, dass die Stadt in der Lage wäre ein Ersatz­ge­län­de in Innen­stadt-Nähe zur Ver­fü­gung zu stel­len.

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Bild-Quel­le: Die zitier­te Online-Peti­ti­on

Für ihre Posi­ti­on sam­meln die Bewohner*innen des Bau­wa­gen­plat­zes auch online erfolg­reich Unter­stüt­zer-Stim­men. 13.261 Per­so­nen haben bereits eine Peti­ti­on unter­zeich­net, für Köln eine beacht­li­che Zahl.
Und der Pro­test scheint Wir­kung zu zei­gen! Auf unse­re Fra­ge nach der für Dezem­ber 2016 ange­kün­dig­ten Beschluss­vor­la­ge weist die Ver­wal­tung auf noch “vor­be­rei­ten­de Arbei­ten und Abstim­mun­gen” hin, und bestä­tigt, dass die­ses Jahr mit kei­ner Vor­la­ge mehr zu rech­nen sei – mög­li­cher­wei­se ein Indiz dafür, dass es noch kei­ne poli­ti­sche Mehr­heit für einen Ver­kauf des Grund­stü­ckes gibt. Doch sicher sein dür­fen sich die Bewohner*innen nicht, spä­tes­tens im Früh­jahr 2017 wird eine neue Run­de ein­ge­läu­tet.
Unse­re Rats­grup­pe, und unser Bezirks­ver­tre­ter Tom Gef­fe in der Innen­stadt arbei­ten der­weil an einer eige­nen Beschluss­vor­la­ge, einem Antrag der den Bewohner*innen wie­der dau­er­haft Sicher­heit geben soll.


* Lei­der ein Beschluss im NICHT-öffent­li­chen Teil der BV-Innen­stadt-Sit­zung vom 21.4.2016 – daher kön­nen wir ihn hier nicht zitie­ren.

Ers­te Pres­se­er­klä­rung des Bau­wa­gen­plat­zes vom 24.5.2016

Zwei­te Pres­se­er­klä­rung des Bau­wa­gen­plat­zes vom 21.11.2016

Zur Online-Peti­ti­on des Bau­wa­gen­plat­zes

Arti­kel im KStA vom 9.11.2016

Autor: Thor Zimmermann

Thor ist Ratsmitglied der Stadt Köln, und auch in den Ausschüssen Kultur, Stadtentwicklung, sowie dem Hauptauschuss vertreten. Am 13. September 2020 kandidiert Thor zur Oberbürgermeister*in-Wahl in Köln.

Ein Gedanke zu „Bauwagenplatz bleibt! – Vorläufig …“

  1. ich bin voll ihrer mei­nung, beson­ders in der heu­ti­gen zeit, wo man immer deut­li­cher sieht, dass die bis­he­ri­gen lebens­kon­zep­te nicht auf­ge­hen und es in zukunft auf redu­zie­rung auf wirk­lich wich­ti­ge bedu­ef­nis­se und ler­nen von soli­da­ri­schen lebens­for­men ankommt, sind pro­jek­te wie der wagen­platz ein vor­zei­ge und vor­rei­ter pro­jekt, das gefo­er­dert wer­den muss und nicht zer­sto­ert wer­den darf! ich bin erleich­tert, dass es wenig­tens eini­ge men­schen gibt, die sich des­sen bewusst sind! dan­ke!

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