Cannabis-Legalisierung in Köln

Öffent­li­che Hand­ha­bung soll kri­mi­nel­len Schwarz­markt brem­sen

cannabis connection

Zur Sit­zung der Bezirks­ver­tre­tung Innen­stadt am 25. Janu­ar 2018 haben Bünd­nis 90/Die Grü­nen gemein­sam mit den Lin­ken, GUT und Dei­ne Freun­de einen Antrag auf Erlaub­nis zur kon­trol­lier­ten und lizen­zier­ten Abga­be von Can­na­bis­pro­duk­ten zum Zweck des Betriebs von Abga­be­stel­len in der Köl­ner Innen­stadt gestellt. Das erheb­li­che öffent­li­che Inter­es­se einer Can­na­bis-Lega­li­sie­rung wer­de schon allei­ne wegen der bes­se­ren Regu­lier­bar­keit, der ein nicht kon­trol­lier­ba­rer, ille­ga­ler und expan­die­ren­der Schwarz­han­del gegen­über­steht, offen­sicht­lich. Es bedarf hier der Auf­klä­rung, Prä­ven­ti­on und Hil­fe der Can­na­bis­kon­su­men­ten und einer lang­fris­tig wirk­sa­men Metho­de, dem Schwarz­markt jeg­li­che Grund­la­ge zu ent­zie­hen.
Den Antrag­stel­lern schwebt als Pilot­pro­jekt eine Stu­die vor in der erforscht wer­den soll, wel­che Kon­se­quen­zen eine lega­le Abga­be von Can­na­bis für Kon­su­men­ten, die Stadt Köln und die Stadt­ge­sell­schaft hät­te. Für die­se Stu­die wer­den nach vor­aus­ge­hen­der Klä­rung recht­li­cher Fra­gen lizen­zier­te Abga­be­stel­len in Apo­the­ken in der Köl­ner Innen­stadt errich­tet. Die Ein­ho­lung einer Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung beim Bun­des­in­sti­tut für Arz­nei­mit­tel und Medi­zin­pro­duk­te (BfArM) bil­det die dafür not­wen­di­ge Vor­aus­set­zung.
Die Stu­die soll von einer Arbeits­grup­pe „AG-Can­na­bis“ nach Vor­bild des Düs­sel­dor­fer Gesund­heits­amts beglei­tet wer­den, wobei die Auf­ga­be der AG haupt­säch­lich in der Ent­wick­lung einer Stra­te­gie zur lega­len und kon­trol­lier­te Abga­be von Can­na­bis zu ermög­li­chen. Die Ent­wick­lung zum Can­na­bis­kon­sum soll wis­sen­schaft­lich beglei­tet und aus­ge­wer­tet wer­den: steigt oder sinkt die Men­ge der gesund­heit­li­chen Schä­di­gun­gen bzw. wie ent­wi­ckelt sich der Schwarz­markt?
Kri­mi­nel­len Schwer­punk­ten mit flo­rie­ren­dem Dro­gen­ge­schäft wie z.B. dem schon lan­ge ver­schrie­nen Köl­ner Ebertplatz könn­te die Lega­li­sie­rung die lang ersehn­te Ent­kri­mi­na­li­sie­rung besche­ren. Letzt­end­lich leis­tet der Antrag damit einen Bei­trag zur „Ver­bes­se­rung des Gesund­heits­schut­zes von Bür­ge­rin­nen und Bür­gern der Stadt Köln“.


Unser Bezirks­ver­tre­ter Tom Gef­fe dazu: “Seit 2014 haben sich die recht­li­chen Mög­lich­kei­ten einen Modell­ver­such zur kon­trol­lier­ten Can­na­bis-Abga­be in der Innen­stadt durch­zu­füh­ren deut­lich ver­bes­sert. Solch ein Ver­such wür­den auch die Sor­gen um die Dea­ler-Sze­ne am Ebertplatz ver­rin­gern.”


Unser gemein­sa­mer Antrag als pdf
Der Antrag als Punkt 7.2.1 auf der Tages­ord­nung der BV Innen­stadt am 25.1.2018
Offi­zi­ell heisst die­ser Antrag übri­gens: „Antrag­stel­lung beim Bun­des­in­sti­tut für Arz­nei­mit­tel und Medi­zin­pro­duk­te (BfArM) auf Erlaub­nis zur kon­trol­lier­ten und lizen­zier­ten Abga­be von Can­na­bis­pro­duk­ten zum Zweck des Betriebs von Abga­be­stel­len in der Köl­ner Innen­stadt“


Der EXPRESS berich­te­te über unse­re aktu­el­le Initia­ti­ve

Bei­trags­bild (mit Erlaub­nis des Köl­ner EXPRESS): EXPRESS-Mon­ta­ge vom 13.12.2014

Autor: Andrea H.

Andrea ist im Vorstand der Guten Wählergruppe Köln, und dort auch für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig

Ein Gedanke zu „Cannabis-Legalisierung in Köln“

  1. Im Ansatz gut aber ich den­ke, da die Dun­kel­zif­fer der Weed Kon­su­men­ten um die 10 mio+ liegt, ist die Abga­be aus Apo­the­ken nicht geeig­net. Das wür­de den Apo­the­ken­be­trieb für 6 Wochen zum erlie­gen brin­gen. Deutsch­land soll­te sich an Colo­ra­do bzw an Kali­for­ni­en ori­en­tie­ren und Fach­ge­schäf­te ins Auge fas­sen.
    Ich fin­de es ganz toll, daß ihr dran­bleibt. Deutsch­land hinkt hin­ter­her und gera­de die USA zei­gen, daß sich kei­ner­lei Befürch­tun­gen bewahr­hei­tet haben! Nur Posi­ti­ve Erfah­run­gen, für alle!

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