Park des Monats: Posthume Würdigung der Grünfläche* am Hermeskeiler Platz

Im Rah­men unse­rer Ver­an­stal­tungs­rei­he “Park des Monats” stel­len wir Euch Natur- und Grün­flä­chen vor, die von Bebau­ung bedroht sind.

Wie ein Virus hat der Grün­fraß das Köl­ner Stadt­ge­biet fest im Griff: über­all wird gefällt, gehackt, gesägt und geschred­dert. Aus Grün­den der Ver­kehrs­si­cher­heit, weil vie­le Bäu­me krank sind und/oder die bei­den letz­ten Som­mer nicht über­stan­den haben, weil sich hin­ter Bäu­men Tunicht­gu­te pri­ma ver­ste­cken kön­nen und so „Angst­räu­me“ ent­ste­hen – aber auch, weil drin­gend benö­tig­te Woh­nun­gen ent­ste­hen.  „Park des Monats: Post­hu­me Wür­di­gung der Grün­flä­che* am Her­mes­kei­ler Platz“ wei­ter­le­sen

Pressemitteilung “Rheinpendel Express”

Im Febru­ar die­sen Jah­res hat die Rats­grup­pe GUT ihre Idee des Rhein­pen­dels ver­öf­fent­licht — eine urba­ne Seil­bahn für Köln, die Stadt­tei­le bei­der Rhein­sei­ten von Porz bis nach Chor­wei­ler ver­bin­den soll.

Hier­von inspi­riert haben zwei Pro­gram­mie­rer und ein Köl­ner Desi­gner — Harm Staack (30), Mika Stamm (21) und Fabi­an Weber (28) — die Idee im letz­ten hal­ben Jahr wesent­lich wei­ter­ent­wi­ckelt. Das Ergeb­nis ist spek­ta­ku­lär. „Pres­se­mit­tei­lung “Rhein­pen­del Express”“ wei­ter­le­sen

Kalk braucht mehr Grün

Wer in Köln-Kalk nach Erho­lung im Grü­nen sucht, muss sich gut aus­ken­nen. Weni­ger als 10% des Gebie­tes bestehen aus Grün- und Frei­räu­men. Die Rats­grup­pe GUT fin­det es des­halb umso wich­ti­ger, bei städ­ti­schen Bau­vor­ha­ben in Kalk Natur­flä­chen zu schüt­zen und nach Mög­lich­keit zu erwei­tern.

Die Lage des Kal­ker Gemein­schafts­gar­tens “Pflanz­stel­le” passt zum Vier­tel. Umge­ben von Stra­ßen, Häu­sern, Hal­len und viel Beton, ste­hen die Hoch­bee­te auf dem ehe­ma­li­gen Indus­trie­ge­län­de der Klöck­ner-Hum­boldt-Deutz AG (KHD), ein frü­he­rer Maschi­nen­her­stel­ler. Ein biss­chen wil­des Grün inmit­ten von viel Grau. Die Gemü­se­pflan­zen sen­den hier ein deut­li­ches Signal: Kalk braucht mehr Grün.

Das KHD-Gelän­de, genannt Hal­len Kalk, soll nun städ­te­bau­lich ent­wi­ckelt wer­den. Die Rats­grup­pe GUT hat einen Ände­rungs­an­trag zur aktu­el­len Beschluss­vor­la­ge des inte­grier­ten Pla­nes für die Hal­len Kalk gestellt. Wir fin­den: Hier muss noch mehr Grün und Natur für Kalk drin sein!

„Kalk braucht mehr Grün“ wei­ter­le­sen

Wohnen für Obdachlose — Housing First

Die Zahl der woh­nungs­lo­sen Men­schen wird in Köln aktu­ell auf 6.000 Per­so­nen geschätzt. Was also tut die Stadt um die­se Men­schen in Woh­nun­gen zu brin­gen? Ins­be­son­de­re für Obdach­lo­se kön­nen Ansät­ze wie Housing First eine Mög­lich­keit sein, end­lich eine Woh­nung zu bekom­men — bedin­gungs­los. Die Rats­grup­pe GUT Köln hat bei der Ver­wal­tung ange­fragt, inwie­weit Housing First in Köln mög­lich ist.

Das ist eine All­tags­sze­ne: Vor dem Super­markt Ein­gang sitzt eine obdach­lo­se Per­son und bit­tet um ein paar Cent.
Und das wäre ein neu­er Denk­an­satz: Statt Klein­geld gebe ich ihm einen Woh­nungs­schlüs­sel.  Und füge hin­zu, dass ich ihn jeder­zeit besu­chen kom­me, soll­te er  in irgend­ei­ner Form Hil­fe benö­ti­gen.

So kann man sich, etwas über­spitzt, die Idee hin­ter dem Kon­zept von Housing First vor­stel­len. „Woh­nen für Obdach­lo­se — Housing First“ wei­ter­le­sen

Alarm für KAT18!

Ver­drängt die Stadt Köln mit der Sub­ven­tio­nie­rung des Thea­ter der Kel­ler ange­stamm­te Mieter*innen?

Waren wir zwi­schen­durch mal opti­mis­tisch, sieht es inzwi­schen lei­der zap­pen­dus­ter für die sozio-kul­tu­rel­len Gewer­be­räu­me im Kar­täu­ser­wall 18 aus. „Alarm für KAT18!“ wei­ter­le­sen

Rheinpendel war Topthema der Baukulturwerkstatt in Köln

Vom 13. bis 14. Mai 2019 ver­an­stal­te­te die Bun­des­stif­tung Bau­kul­tur zusam­men mit der Bun­des­in­ge­nieur­kam­mer die Bau­kul­tur­werk­statt “Infra­struk­tur und Ele­men­te öffent­li­cher Räu­me” in Köln. GUT-Ver­kehrs­re­fe­rent Tho­mas Schmeck­pe­per war ein­ge­la­den, das Rhein­pen­del als Key­note zum The­ma Infra­struk­tur vor­zu­stel­len.

Die Bau­kul­tur­werk­stät­ten sind eine Ver­an­stal­tung der Bun­des­stif­tung Bau­kul­tur. Hier tref­fen sich Akteur*innen aus Pla­nung, Wirt­schaft und Ver­wal­tung. Die Teil­neh­me­rIn­nen dis­ku­tie­ren über­trag­ba­re Lösungs­an­sät­ze für bau­li­che Her­aus­for­de­run­gen und loten die bun­des­wei­te Rele­vanz von loka­len Pro­jek­ten aus. Die Ergeb­nis­se flie­ßen in einen Bericht ein, der alle zwei Jah­re dem Bun­des­ka­bi­nett vor­ge­legt wird. Unse­re Nah­ver­kehrs-Idee, eine Seil­bahn­ver­bin­dung im Zick-Zack-Kurs über den Rhein vom Köl­ner Nor­den bis in den Süden zu bau­en, das soge­nann­te “Rhein­pen­del”, war bei den Köl­ner Werk­stät­ten das Top-The­ma im Bereich Infra­struk­tur. „Rhein­pen­del war Top­the­ma der Bau­kul­tur­werk­statt in Köln“ wei­ter­le­sen

Kulturbaustein Helios

Das Helios­ge­län­de braucht drin­gend inter­es­sier­te Kul­tur­schaf­fen­de! Pro­fis, die Inter­es­se haben eine Betrei­ber­ge­sell­schaft zu grün­den.

Ein High­light der Ergeb­nis­se der Bür­ger­be­tei­li­gung zum Helios­ge­län­de ist sicher der – unprä­ten­ti­ös benann­te – Kul­tur­bau­stein. Neben Wohn­be­bau­ung und einer Schu­le, soll die­ser Bau­stein die Wie­der­an­sied­lung der einst auf dem Gelän­de ansäs­si­gen Kul­tur­schaf­fen­den ermög­li­chen.
Wir erin­nern uns, in sei­nen wil­des­ten Zei­ten „Kul­tur­bau­stein Heli­os“ wei­ter­le­sen

Gesamtnetzbetrachtung – Wie weiter mit Kölns ÖPNV?

Beim Beschluss zur Ost-West-Ach­se im ver­gan­ge­nen Dezem­ber sag­ten wir auch eine Gesamt­netz­be­trach­tung zu. Wie ver­spro­chen haben wir die­se nun im Febru­ar beschlos­sen. Ein ver­meint­lich dün­nes Papier – aber mit Poten­ti­al!

Ende 2018 wog­ten in Köln die Debat­ten um die Ver­stär­kung der Ost-West-Ach­se (OWA) hoch. Die Einen woll­ten mit dem Beschluss zur OWA gleich noch wei­te­re Maß­nah­men mit beauf­tra­gen – ande­re mahn­ten den Blick doch nicht nur auf die OWA zu len­ken, son­dern auch ande­re Lücken in Kölns ÖPNV-Netz in den Focus zu neh­men.
Dass das Netz aus­ge­baut wer­den muss ist unbe­strit­ten, zahl­rei­che längst gewünsch­te Maß­nah­men war­ten auf ihre Umset­zung. Vie­le von ihnen sind in der Road­map der KVB gelis­tet. Doch die KVB ist nicht der ein­zi­ge Play­er in Köln, auch die Aus­wei­tung des SPNV*-Angebotes der Deut­schen Bahn (mit ihren S- und Regio­nal­bah­nen) ist für Köln uner­läss­lich. [*SPNV: Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr]
Aber wo lie­gen die Lücken/der Bedarf heu­te und in Zukunft? Zwar haben dies alle ermit­telt und ihre Prio­ri­tä­ten fest­ge­legt, aber jeder eben auf sei­ne Wei­se. Man mag erstaunt sein: Einen gemein­sa­men Plan, eine Über­sicht zur ÖPNV/S­PNV-Zukunft Kölns gibt es bis­lang nicht! Und es geht ja nicht nur um die Koor­di­na­ti­on ein­zel­ner Dienst­leis­ter, auch die Stadtent­wick­lung soll­te bei der Gesamt­netz­be­trach­tung eine grö­ße­re Rol­le spie­len. Stadt­tei­le wie Wid­ders­dorf aus­zu­bau­en, ohne den ÖPNV-Anschluss gleich mit­zu­den­ken soll ja nicht wie­der vor­kom­men.
Es gehö­ren also alle an einen Tisch – an dem nicht nur die betei­lig­ten Dezer­na­te und Unter­neh­men sit­zen soll­ten, son­dern auch eine fach­lich ver­sier­te Öffent­lich­keit.
Dies ist der schlan­ke Kern unse­res Antra­ges den unse­re Rats­grup­pe GUT gemein­sam mit CDU und Grü­nen am 14. Febru­ar 2019 in den  Rat ein­ge­bracht haben. Der SPD war dies zu wenig, ihr war das Papier zu dünn und sie ver­miss­te kon­kre­te Vor­schlä­ge. Doch die­se kon­kre­ten Vor­schlä­ge sol­len im Rah­men einer Gesamt­netz­be­trach­tung ja erst ent­wi­ckelt wer­den!
Ver­kehrs­de­zer­nen­tin Andrea Blo­me sprang uns in der Debat­te bei. Sie bestä­tig­te das Feh­len einer sol­chen Betrach­tung, und erach­te­te die Erstel­lung als sinn­voll. Am Ende stimm­te ledig­lich die SPD (und ihre Hos­pi­tan­ten von BUNT) gegen unse­ren Antrag.


Unser Beschluss im Wort­laut:
(Mit Erläu­te­run­gen in rot)

Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt,

  1. die bis­her vor­lie­gen­den Kon­zep­te und Plä­ne, z.B. den Nah­ver­kehrs­plan, die Anmel­dun­gen zum ÖPNV-Bedarfs­plan, die ÖPNV-Road­map, die vom NVR ent­wi­ckel­ten Maß­nah­men zum Kno­ten Köln und die Arbei­ten zum Agglo­me­ra­ti­ons­kon­zept auf­ein­an­der abzu­stim­men.
    (Dies mei­nen wir mit Gesamt­netz­be­trach­tung, oder auch “Plä­ne über­ein­an­der legen”)
  2. Das Ergeb­nis wird dann in einem vor­her fest­zu­le­gen­den Ver­fah­ren im Rah­men einer dezer­nats­über­grei­fen­den Pro­jekt­grup­pe wei­ter­ent­wi­ckelt – unter ange­mes­se­ner Betei­li­gung der Öffent­lich­keit — und soll die Basis für eine nach­hal­ti­ge Ver­kehrs­ent­wick­lungs­pla­nung in Köln sein.
    (Dann: Gemein­sa­me Pla­nung ver­schie­de­ner Dezer­na­te mit Fach­leu­ten aus der Öffent­lich­keit)
  3. Die Ver­wal­tung soll bis zum Som­mer bzw. bis zum Ent­wurf des Haus­halts­pla­nes 2020 dar­stel­len, wie hoch der dafür benö­tig­te Per­so­nal- und Finanz­be­darf ist und mit wel­chen Struk­tu­ren die­se Auf­ga­be am bes­ten umge­setzt wer­den kann.
    (Klar: Dies kos­tet Geld und Per­so­nal – dies will unser Haus­halts­bünd­nis in den Haus­halt 2020 ein­stel­len)

    Unser gemein­sa­mer Antrag im Rats­in­for­ma­ti­ons­sys­tem der Stadt Köln.


    Unser Bei­trags­bild ist ein Aus­schnitt der Open­street­map, und zeigt die “ÖPNV-Kar­te” Kölns.

 

Rheinpendel – eine Vision für den Kölner Nahverkehr

Im Lau­fe der letz­te Mona­te ent­wi­ckel­te unse­re Rats­grup­pe GUT das RHEINPENDEL. Ein neu­es Seil­bahn­sys­tem für Köln, das das ÖPNV-Netz stärkt und aus­baut.

Köln kann Seil­bahn. Als ers­te Stadt in Euro­pa nutz­ten wir die­se Tech­no­lo­gie zur Fluss­que­rung. Aber könn­te Köln Seil­bahn heu­te bes­ser? Moder­ne Tech­no­lo­gi­en erlau­ben es, die Seil­bahn in einem kom­plet­ten Stre­cken­netz zu den­ken. Unser Rhein­pen­del. „Rhein­pen­del – eine Visi­on für den Köl­ner Nah­ver­kehr“ wei­ter­le­sen

Der beste Antrag von Welt

Der Antrag von CDU/Grüne/GUT ist ein schlau­er Kom­pro­miss. Kom­pro­mis­se muss man aber aus­hal­ten kön­nen.

Am 18.12.2018 fass­te der Rat einen wich­ti­gen Beschluss zur Ost-West-Ach­se (OWA). Mit 47 zu 42 Stim­men folg­te die Mehr­heit der Rats­mit­glie­der unse­rem gemein­sam mit CDU und Grü­nen gestell­ten Antrag. Für unse­re Rats­grup­pe GUT ein Erfolg – auch wenn es von allen Sei­ten Kri­tik hagelt.
Doch was wur­de eigent­lich beschlos­sen?
Der Rat beauf­trag­te die Ver­wal­tung nun mit zwei Pla­nun­gen. Es soll unter­sucht wer­den wie die OWA ober­ir­disch aus­ge­baut wer­den kann, eben­falls soll der Bau eines Tun­nels zwi­schen Heu­markt und Moltkestraße/Eisenbahnring geplant wer­den. Die­ser Beschluss ist noch kei­ne Ent­schei­dung, und schon gar kein Bau­be­schluss. Die Ent­schei­dung ob oben oder unten gebaut wird, wird erst nach Vor­la­ge der Pla­nun­gen in eini­gen Jah­ren getrof­fen. Bis dahin wird es die Kom­mu­nal­wahl 2020 geben, und die OWA sicher ein Wahl­kampf­the­ma.

Da wir aber wesent­lich schnel­ler Ver­bes­se­run­gen auf die­ser Ach­se benö­ti­gen, konn­ten wir uns mit CDU und Grü­nen auch auf neue Schnell­bus­se auf eige­nen Spu­ren eini­gen, um das ÖPNV-Ange­bot aus­zu­bau­en. Über allem steht auch das gemein­sa­me Bekennt­nis den Auto­ver­kehr zu redu­zie­ren, um statt des­sen den Umwelt­ver­bund aus Fuß- und Rad­ver­kehr zu stär­ken. Um die­se Zie­le zu errei­chen, brau­chen wir auch eine neue Flä­chen­auf­tei­lung, so ist es unter ande­rem auch ein Teil des Beschlus­ses sämt­li­che PKW-Stell­plät­ze ent­lang der OWA zwi­schen Heu­markt und Eisen­bahn­ring zu ent­fer­nen.

In den Ver­hand­lun­gen mit CDU und Grü­nen konn­ten wir also eini­ge Zuge­ständ­nis­se hin zu einer ech­ten Ver­kehrs­wen­de errei­chen, die bis vor kur­zem noch völ­lig undenk­bar waren. Auto- und Tun­nel­freun­de toben. Herr Sterck (FDP) spricht etwa von Wahn­sinn, und dass wir im Grun­de den Skalp der Auto­fah­rer for­der­ten. Doch auch von an einer ober­ir­di­schen Lösung Inter­es­sier­ten gab es viel Kri­tik. Daher wol­len wir hier ger­ne zahl­reich gestell­te Fra­gen beant­wor­ten.


Oben blei­ben!

GUT Köln ist doch für Oben blei­ben, war­um stimmt Ihr dann einer Tun­nel­pla­nung zu?
Wir sind wei­ter­hin für Oben. Doch im Rat war kei­ne Mehr­heit in Aus­sicht, nur Oben blei­ben zu pla­nen. Nun pla­nen wir einen Tun­nel, aber eben auch eine ober­ir­di­sche Lösung. Es ist uns also gelun­gen, Oben blei­ben “im Ren­nen zu hal­ten.”
Die Ent­schei­dung wird nun raus­ge­zö­gert, dabei brau­chen wir doch schnell eine Lösung?
Es stand am 18.12. kein Bau­be­schluss an. Geplant wer­den muss auf alle Fäl­le erst mal, bis zu einer Rea­li­sie­rung wer­den auf alle Fäl­le Jah­re, bis zum fer­ti­gen Tun­nel Jahr­zehn­te ver­ge­hen. Es muss aber schnell etwas pas­sie­ren, daher waren uns die zusätz­li­chen Bus­se und eine qua­li­täts­vol­le vor­läu­fi­ge ober­ir­di­sche Lösung wich­tig.
Es wer­den also schon vor Fer­tig­stel­lung die ers­ten Lang­zü­ge rol­len?
Ja! In allen Vari­an­ten war und ist immer geplant die ers­ten Züge ober­ir­disch um 2023/24 fah­ren zu las­sen.
Wofür braucht es dann noch einen Tun­nel?
Das fra­gen wir uns auch! Wir set­zen dar­auf, dass selbst die vor­läu­fi­ge Lösung so über­zeu­gend ist, dass auch bis­he­ri­ge Tun­nel­freun­de ihre Mei­nung ändern wer­den.

Für uns eigent­lich eine gute Schlag­zei­le

Wer­den die Kapa­zi­tä­ten rei­chen?
Die KVB sagt ja, zusätz­lich set­zen wir ja Express-Bus­se ein. Es gibt auch Ver­kehrs­pla­ner die sagen, dass sich unser Ver­kehr durch auto­no­mes Fah­ren und intel­li­gen­te Sharing-Sys­te­me der­ar­tig ver­än­dern wird, dass wir unse­ren ÖPNV bereits in zehn bis 15 Jah­ren nicht mehr wie­der erken­nen wer­den. Wir for­mu­lie­ren es so: Das Geld für Tun­nel wäre raus­ge­schmis­sen!
Ist die dop­pel­te Pla­nung nicht auch raus­ge­schmis­se­nes Geld?
Nein, wir for­dern doch immer soli­de Ent­schei­dungs­grund­la­gen!? Solch eine wich­ti­ge Ent­schei­dung muss fun­diert getrof­fen wer­den. Dies ist eine der Leh­ren die wir aus Feh­lern in der Ver­gan­gen­heit gezo­gen haben. Nur auf Basis einer Mach­bar­keits­stu­die zu ent­schei­den ist zu ris­kant.
Aber reicht nicht EINE soli­de Pla­nung?
Mal ange­nom­men eine mög­li­che Mehr­heit im Rat hät­te (so wie die Ver­wal­tung es woll­te) nur eine Tun­nel­pla­nung beschlos­sen – nor­ma­ler­wei­se läuft es dann nach Vor­stel­lung der Pla­nung so:
Es ist lei­der teu­rer und kom­pli­zier­ter gewor­den, aber da wir die­se Pla­nung nun schon mal bezahlt haben, und wir die U‑Bahn schnell brau­chen, bau­en wir jetzt ein­fach trotz­dem. Selbst wenn der Rat den Mut auf­bräch­te sei­ne Mei­nung zu ändern, wenn wir erst dann mit einer ober­ir­di­schen Lösung begin­nen wür­den, wür­den wir noch­mal Jah­re spä­ter erst fer­tig wer­den. Zwei Pla­nun­gen sind uns das Geld wert. Sie schaf­fen eine soli­de Ent­schei­dungs­grund­la­ge und kön­nen bei einem Mei­nungs­wech­sel sogar Zeit spa­ren.
Ihr plant nun oben und unten. War­um unter­stützt Ihr dann nicht den SPD-Vor­schlag auch oben und unten aus­zu­bau­en?
Wir hal­ten eine der­art gro­ße Kapa­zi­täts­er­wei­te­rung für nicht not­wen­dig, außer­dem hal­ten wir einen Tun­nel für nicht rea­li­sier­bar. Selbst wenn man den SPD-Vor­schlag gut fin­det, er ist nicht för­der­fä­hig! Wir brau­chen aber mög­lichst schnell und sicher rea­li­sier­ba­re Vari­an­ten.
Alle star­ren nur auf die Ost-West-Ach­se. Das ÖPNV-Netz braucht ganz ande­re Erwei­te­run­gen!
Stimmt, daher haben wir mit CDU und Grü­nen ver­ein­bart zur Rats­sit­zung im Febru­ar 2019 einen Antrag ein­zu­brin­gen, der genau die­se Gesamt­netz-Betrach­tung beauf­tragt.

Oben Blei­ben bedeu­tet auch kon­se­quen­te Vor­rang­schal­tung für die Bahn!

Vie­le sind auf das Auto ange­wie­sen, schafft Ihr auf der Ost-West-Ach­se nicht ein Ver­kehrs­cha­os?
Ein Ziel der Ver­kehrs­wen­de ist es, Auto­fah­rer zum Umstei­gen zu bewe­gen, dafür muss der ÖPNV aber attrak­ti­ver wer­den. Wenn Auto­fah­rer dann umstei­gen, benö­tigt ihr Auto auch kei­nen Platz mehr auf der Stra­ße, die Stau­ge­fahr wird also gerin­ger!
Lino Ham­mer (Grü­ne) for­mu­lier­te zum The­ma neu­lich sinn­ge­mäß so: “Auto­fah­rer kön­nen ger­ne wei­ter­hin im Stau ste­hen. Sie sehen dann einen Bus, der auf eige­ner Spur schnell an ihnen vor­bei fährt.
War­um macht Ihr Euch zu Mehr­heits­be­schaf­fern und Steig­bü­gel­hal­ter von Schwarz­Grün?
Wie gesagt, eine Mehr­heit für nur Oben Blei­ben war nicht in Sicht. Nun ist es uns immer­hin gelun­gen, dass Oben Blei­ben wei­ter ver­folgt wird. Zu die­ser Mehr­heit gehö­ren wir ger­ne!
Ist das nicht alles wie­der nur Gescha­cher, Par­tei- statt Sach­po­li­tik, Klün­gel?
Natür­lich müs­sen sich in einem Kom­pro­miss alle Part­ner wie­der­fin­den, dies liegt in der Natur der Sache.
Egal wer wel­chen ande­ren Vor­schlag für den sach­lich bes­ten hält. Die­ser Vor­schlag hat kei­ne Mehr­heit gefun­den. Wir konn­ten hin­ge­gen errei­chen, dass der Aus­bau wei­ter­geht und Rat und Ver­wal­tung hand­lungs­fä­hig blei­ben. Irgend­wel­che vom The­ma abwei­chen­de Neben­ab­spra­chen gibt es nicht!
War­um habt Ihr Euren Antrag zur Einwohner*innenbefragung zurück­ge­zo­gen?
Wir waren da etwas vor­ei­lig und muss­ten ein­se­hen, dass es für eine Befra­gung noch zu früh ist. Erst wenn die bei­den Pla­nun­gen vor­lie­gen, kann eine gut begrün­de­te Ent­schei­dung getrof­fen wer­den. Dann wei­ter­hin auch ger­ne durch die Einwohner*innen.

Nur ein Bei­spiel: Auf Ein­la­dung von Köln­KannAuchAnd­ers und wei­te­ren wur­de inten­siv über die Ost-West-Ach­se dis­ku­tiert. [Unscharf aber dafür recht­lich unpro­ble­ma­tisch … 😉 ]
Waren die Debat­ten in den letz­ten Mona­ten alle umsonst?
Nein, mit­nich­ten! Vie­le gute Argu­men­te der Freun­de der ober­ir­di­schen Lösung führ­ten letzt­lich dazu, dass wir eine Mehr­heit dafür gewin­nen konn­ten, nun auch “oben” wei­ter zuz pla­nen. Auch die vie­len Hin­wei­se auf eine drin­gend not­wen­di­ge Betrach­tung des gesam­ten ÖPNV-Net­zes ent­spran­gen die­sen Dis­kus­sio­nen, und wer­den nun im Febru­ar 19 im Rat sich wie­der­fin­den.
Euer Fazit?
Wir ste­hen zu unse­rem Beschluss, und fin­den ihn ehr­lich rich­tig gut! Wir wer­den uns aber auch wei­ter­hin für OBEN ein­set­zen, da wir die­se für die bes­te Lösung hal­ten. Zu einem fai­ren Umgang mit ande­ren gehört aber auch, ande­ren zuzu­hö­ren, und ihre Argu­men­te nicht ein­fach nur abzu­tun. In die­sem Sin­ne haben wir einen Kom­pro­miss auf Augen­hö­he getrof­fen. Und das ist eine gan­ze Men­ge!

Unser beschlos­se­ner Antrag zur Ost-West-Ach­se als pdf

Den Hin­ter­grund zum Bei­trags­bild haben wir openclipart.org ent­nom­men – Dank an ciu­bo­taru