Colonius wieder eröffnen – Gute Aussichten

Colonius wieder öffnen! Diese Forderung und Herzensangelegenheit von GUT Köln ist auf vielen unserer Wahlplakate zu lesen.

Colonius
Seit Jahren setzt sich GUT Köln dafür ein, den Colonius wieder zu eröffnen. Und nie standen die Chancen dafür so gut wie heute.

DER COLONIUS ALS AUSFLUGSZIEL

Wenn der Colonius wieder eröffnet wird, soll er natürlich auch öffentlich zugänglich werden. Dazu gehört mit Sicherheit ein gastronomisches Angebot. Doch ganz oben hat der Turm zwei Stockwerke, zwei Aussichtsplattformen. In einer Etage könnte wieder ein Café/Restaurant entstehen, die zweite Etage könnte der “Wissensvermittlung” dienen.
Das direkte Umfeld des Colonius ist seit seiner Schließung für Touristen attraktiver geworden. Der angrenzende Park genießt einen höheren Stellenwert, in direkter Nachbarschaft liegt die architektonisch reizvolle Moschee. Und auf der anderen Straßenseite liegt Ehrenfeld, inzwischen ebenfalls ein Ziel zahlreicher Stadtführungen.

SCHAUT AUF EURE STADT

Wissensvermittlung könnte ein neuer Ansatz sein, wie die Aussicht vom Colonius auch genutzt werden könnte.
Der Blick ist atemberaubend: Richtung Süden das Siebengebirge, im Norden Düsseldorf. Doch im wahrsten Sinne zu unseren Füßen unsere Stadt Köln, mit einem übrigens erstaunlich “kleinen” Kölner Dom.
Vieles was Köln ausmacht ist von hier oben leicht zu erkennen. Natürlich der Rhein, die Altstadt, aber auch der Innere und Äußere Grüngürtel. Gut didaktisch aufbereitet ließen sich leicht und besonders anschaulich Zusammenhänge herstellen:  Das Eisenbahnnetz und (alte) Industrieflächen. Im Westen sind die Braunkohlekraftwerke zu sehen, doch wo sind eigentlich Kölns Frischluftschneisen? Das enge Köln innerhalb der ehemaligen Festungsanlagen, und unsere Verkehrsinfrastruktur. Vieles könnten wir von oben sehen, lernen und besser verstehen.
Diese pädagogische Aufgabe könnte die Stadt selbst übernehmen. Zum Beispiel als Kulturvermittler in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum.

DIE CHANCEN

Unsere Ratsgruppe GUT konnte nach zwei Jahrzehnten des Stillstandes erreichen, dass die Stadt Köln und die Deutsche Funkturm GmbH (Telekom-Tochter) sich nun gemeinsam Gedanken über Wege zu einer Wiedereröffnung machen. Größtes Hindernis ist der Personenaufzug. Hier ist die Betriebserlaubnis erloschen, neue Brandschutzauflagen verlangen eine komplette Erneuerung. Doch wer zahlt die Kosten? Die Deutsche Funkturm GmbH als eigentliche Eigentümerin, oder doch die Stadt als eine mögliche Pächterin?
Und wie kann eine Nutzung aussehen? Muss sie rentabel sein, oder lohnt es sich für die Stadt möglicherweise einen jährlichen Zuschuss zu geben, wie sie es ja auch bei ihren Museen macht?
All diese Fragen wurden ergebnisoffen in einem Gutachten untersucht. Im  September 2020 sollen Ergebnisse vorliegen. Hier lest ihr mehr zu unserem Besuch auf dem Colonius und unsere Sicht zu den Chancen, den Colonius wieder zu eröffnen.

DER STELLENWERT

Der Colonius könnte wieder das werden, was man im Marketing-Jargon ein “niederschwelliges Kulturangebot” nennt. Und diese Angebote braucht Köln. Es wollen eben nicht alle in Schauspiel, Oper und Museen – und auch unsere romanischen Kirchen können nicht alle begeistern.
Eine Wiedereröffnung könnte so ein wichtiges Signal in weite Teile der Bevölkerung werden. Die Stadt Köln steht auch in ihrem Freizeitangebot zu der Vielfalt der Interessen ihrer Einwohner*innen. Und sie kriegt es hin eine Attraktion nach rund 20 Jahren wieder zu eröffnen – mit neuem Fahrstuhl!

Autor: Karin Preugschat

Karin Preugschat arbeitet als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für unsere Ratsgruppe.

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