Das Ziel: Radverkehr wird intelligent, smart, vernetzt

Wie schaf­fen wir es, die The­men Rad­ver­kehr und Digi­ta­li­sie­rung vor­an­zu­brin­gen — in unse­ren Vee­de­ln, in Köln, aber auch in ganz Deutsch­land?

Auf der Grund­la­ge des Ergeb­nis­pa­piers Digi­ta­li­sie­rung im Rah­men des Dia­log­fo­rums Natio­na­ler Rad­ver­kehrs­plan 3.0 ist für Köln beson­ders inter­es­sant:

Folgende Ziele halte ich für besonders wichtig:

  • Der Rad­ver­kehr wird Teil der digi­ta­len Mobi­li­täts­welt: Bei den Akti­vi­tä­ten zur Digi­ta­li­sie­rung des Ver­kehrs­sek­tors erhält der Rad­ver­kehr ent­spre­chend sei­nes Poten­zi­als eine beson­de­re Berück­sich­ti­gung und wird ver­bes­sert geför­dert.
  • Daten für den Rad­ver­kehr: Aktu­el­le und mög­lichst flä­chen­de­cken­de Daten leis­ten einen Bei­trag, damit vor allem die (inter)kommunale Rad­ver­kehrs­pla­nung unter­stützt wird sowie Sicher­heit, Leis­tungs­fä­hig­keit und  Kom­fort des Rad­ver­kehrs ver­bes­sert wer­den.
  • Smar­te Tech­no­lo­gi­en für den Rad­ver­kehr: Die Poten­zia­le neu­er Tech­no­lo­gi­en im Rad­ver­kehr müs­sen ste­tig erschlos­sen und zum Ein­satz gebracht wer­den.
  • Inno­va­ti­ve Diens­te für den Rad­ver­kehr: Umfang­rei­che Rad­ver­kehrs­da­ten sind frei zugäng­lich zu machen, damit dar­auf auf­bau­end inno­va­ti­ve Diens­te ent­wi­ckelt wer­den kön­nen.
  • Rad­ver­kehr und auto­no­mes Fah­ren: Bei der Ent­wick­lung auto­nom fah­ren­der Fahr­zeu­ge wer­den ins­be­son­de­re auch der Rad­ver­kehr sowie ande­re nach­hal­ti­ge Ver­kehrs­ar­ten berück­sich­tigt. Das Ziel einer ver­bes­ser­ten Stadt- und Auf­ent­halts­qua­li­tät wird mit höchs­ter Prio­ri­tät ver­folgt.

Drei Kernthemen:

Radfahrende und Wirtschaft profitieren von innovativen digitalen Technologien

    • Die Mög­lich­kei­ten der Tech­ni­sie­rung und Digi­ta­li­sie­rung sowohl des Fahr­ra­des, des Fahr­rad­zu­be­hörs, aber auch der (Fahrrad)Infrastruktur sol­len ver­stärkt genutzt wer­den, um das Rad­fah­ren kom­for­ta­bler, im Durch­schnitt schnel­ler und ins­be­son­de­re auch siche­rer zu machen.
    • Für Kfz ent­wi­ckel­te sicher­heits­re­le­van­te Tech­no­lo­gi­en (z.B. Abbie­ge- oder Brems­as­sis­ten­ten) müs­sen früh­zei­tig in Neu­wa­gen, LKWs und Bus­sen zum Ein­satz kom­men und zügig auch eine hohe Durch­drin­gung in den Bestands­flot­ten errei­chen.
    • Auto­nom fah­ren­de Kfz müs­sen den Schutz unge­schütz­ter Verkehrsteilnehmer*innen gewähr­leis­ten. Effi­zi­enz­ge­win­ne im Stra­ßen­raum kom­men prio­ri­tär dem Umwelt­ver­bund zugu­te.

Organisierte Datenerfassung und ‑bereitstellung: Smarte Radverkehrsplanung und Dienste benötigen umfassende Daten

    • Die Daten­la­ge für die Pla­nung von Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur und die Bereit­stel­lung von inno­va­ti­ven und attrak­ti­ven Diens­ten muss ver­bes­sert wer­den. Hier­zu wird die Daten­er­fas­sung und ‑bereit­stel­lung ver­stärkt insti­tu­tio­na­li­siert, koor­di­niert und finan­ziert.

Radverkehrsplanende und Radfahrende profitieren von smarten Planungswerkzeugen und innovativen Diensten aufgrund aktueller, flächendeckender Daten

    • Aktu­el­le digi­ta­le Infra­struk­tur- und Nach­fra­ge­da­ten erleich­tern die Pla­nung von attrak­ti­ver Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur und sol­len ver­stärkt genutzt wer­den. Dar­über hin­aus die­nen digi­ta­le Pla­nungs­da­ten und ‑werk­zeu­ge ver­stärkt dem Par­ti­zi­pa­ti­ons­pro­zess und der Ver­ein­fa­chung der Abstim­mung, damit die gesam­te Pla­nung beschleu­nigt wer­den kann.
    • Inno­va­ti­ve Diens­te, die den Rad­fah­ren­den vor oder wäh­rend der Fahrt aktu­el­le Infor­ma­tio­nen lie­fern, müs­sen dazu die­nen, den Kom­fort für die Rad­fah­ren­den zu erhö­hen. Dar­über hin­aus muss durch die Inte­gra­ti­on des Rad­ver­kehrs in mul­ti­moda­le Platt­for­men und Dienste/Apps die Ver­net­zung mit ande­ren Ver­kehrs­mit­teln geför­dert und Poten­zia­le für den Umstieg auf das Fahr­rad geschaf­fen wer­den.
    • Eine Vor­aus­set­zung für die dyna­mi­sche Navi­ga­ti­on von Rad­fah­ren­den wäh­rend der Fahrt und die Nut­zung von Mobi­li­täts­platt­for­men ist die Ver­füg­bar­keit von schnel­lem mobi­lem Inter­net — an jedem Ort.
    • Wich­ti­ger Fak­tor in der Rad­ver­kehrs­pla­nung ist die ste­te Fort­bil­dung von Radverkehrsplaner*innen in den Kom­mu­nen.

Links

Zum Arti­kel Urba­ner Las­ten­ver­kehr wird Rad­ver­kehr

Ergeb­nis­stu­die Digi­ta­li­sie­rung

Autor: Marcel Hövelmann

Marcel Hövelmann ist Mitglied der Wählergruppe GUT Köln.

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