Eine neue Ära in Nippes

Bei der Kom­mu­nal­wahl am 13. Sep­tem­ber wur­de die 19-köp­fi­ge Bezirks­ver­tre­tung für den Stadt­be­zirk Nip­pes ful­mi­nant neu gewählt. Nach 45 Jah­ren ist die SPD als stärks­te Kraft abge­löst. Ein brei­tes Bünd­nis, dem auch GUT Köln ange­hört, stellt jetzt die Mehr­heit: „Gemein­sam für Nip­pes: Ein Auf­bruch zu öko­lo­gi­scher und sozia­ler Inno­va­ti­on“

Wilhelmsplatz Nippes

Mit dem Ein­zel­man­dats­trä­ger Bela Schlie­per ist GUT Köln Teil des neu­en Bünd­nis­ses „Gemein­sam für Nip­pes: Ein Auf­bruch zu öko­lo­gi­scher und sozia­ler Inno­va­ti­on“. Es umfasst die Frak­ti­on von Bünd­nis 90/Die Grü­nen  sowie die vier Einzelmandatsträger*innen von Die Lin­ke, FDP, GUT Köln und KLIMA FREUNDE.

„Wir wol­len Nip­pes grün und kli­ma­freund­lich machen. Unser gemein­sa­mer Koope­ra­ti­ons­ver­trag ist ein Zei­chen für die drin­gend benö­tig­te 180-Grad-Wen­dung in der Bezirks­po­li­tik Nip­pes!“, sagt Bela Schlie­per von GUT Köln, mit 18 Jah­ren jüngs­tes BV-Mit­glied. Er hat den fol­gen­den Koope­ra­ti­ons­ver­trag für die Bezirks­ver­tre­tung Nip­pes mit ver­han­delt:


KOOPERATIONSVEREINBARUNG
ZWISCHEN BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE, FDP, GUT KÖLN UND
KLIMAFREUNDE IM STADTBEZIRK KÖLN-NIPPES

Gemein­sam für Nip­pes: Ein Auf­bruch zu öko­lo­gi­scher und sozia­ler Inno­va­ti­on
Bünd­nis 90/Die Grü­nen, die Lin­ke, die Freie Demo­kra­ti­sche Par­tei, GUT Köln und Kli­ma Freun­de im Stadt­be­zirk Nip­pes wol­len zu einer  lebens­wer­ten, öko­lo­gi­schen und zukunfts­fä­hi­gen Wohn‑, KiTa‑, Schul‑, Sozial‑, Wirt­schafts- und Ver­kehrs­in­fra­struk­tur bei­tra­gen und ent­schei­den sich zu einer ver­trau­ens­vol­len und ver­läss­li­chen Koope­ra­ti­on.
Sie schlie­ßen daher fol­gen­de Ver­ein­ba­rung für die Wahl­pe­ri­ode 2020 bis 2025:

1. Unsere Vision: Ein Bezirk für alle.

Nip­pes ist so viel­fäl­tig wie Köln. Im Stadt­be­zirk sind die Veedel bunt und divers. Hier leben Köl­sche und Imis, Men­schen jeder Art und jeden Alters, ver­schie­de­ner sexu­el­ler Prä­fe­ren­zen, kul­tu­rel­ler Iden­ti­tä­ten und reli­giö­ser Welt­an­schau­un­gen zusam­men. Und das soll auch so blei­ben.

Jede*r ver­dient Wert­schät­zung.
Wir wol­len den Zusam­men­halt in den Veede­ln för­dern. Keine*r bleibt zurück! — Kei­ne Genera­ti­on gegen die ande­re! — Kein Stadt­teil, kein Veedel und kein Stra­ßen­zug wird abge­hängt!
Wir Demokrat*innen las­sen uns nicht ein­schüch­tern. Viel­mehr tre­ten wir kon­se­quent in den Veede­ln für die abso­lu­te Gel­tung der Men­schen­rech­te ein. Dar­in sehen wir uns nicht nur durch unse­re Wähler*innen bestärkt, son­dern auch durch die Zivil­ge­sell­schaft: Durch Kar­ne­vals­ver­ei­ne, die mit eige­nem Design zu „Kein Veedel für Ras­sis­mus“ bei­tra­gen; durch unse­re Nach­bar­schaf­ten, die in der Coro­na­kri­se mit kla­rem Kom­pass Soli­da­ri­tät
gezeigt haben, und die sich, trotz zuwei­len wid­ri­ger Umstän­de, für die Stadt­öko­lo­gie ein­set­zen; die Repair-Cafes betrei­ben und Bücher­schrän­ke ein­rich­ten und pfle­gen.
Wir beto­nen: Kein Biss­chen nach rechts.
Selbst eine indi­rek­te Zusam­men­ar­beit mit der AfD kommt für uns nicht in Fra­ge.
Den sozia­len Zusam­men­halt wol­len wir durch die Unter­stüt­zung sozia­ler, anti-ras­sis­ti­scher, quee­rer, öko­lo­gi­scher Pro­jek­te för­dern, z.B. unse­re Will­kom­mens­in­itia­ti­ven, Frau­en­pro­jek­te, Umsonst­lä­den und die orga­ni­sier­te Selbst­hil­fe von Men­schen unter­ein­an­der. Finanz­mit­tel, z. B. für
Volks­hoch­schu­le und Stadt­teil­bi­blio­thek dür­fen nicht gekürzt, son­dern müs­sen im Gegen­teil erhöht wer­den. Wir möch­ten alle Einwohner*innen wei­ter­hin aktiv an Pla­nungs­pro­zes­sen betei­li­gen; für Jugend­li­che wol­len wir Jugend­be­zirks­rä­te ein­rich­ten.

2. Klimaschutz, Begrünung, Entsiegelung

Auch bei uns ver­än­dert sich das Kli­ma; z.B. wer­den die Som­mer immer hei­ßer und wir erle­ben, wie sich die stadt­öko­lo­gi­schen Sys­te­me wan­deln. Ent­spre­chend der Aus­ru­fung des Kli­ma­not­stan­des durch den Stadt­rat in Köln wer­den wir kon­se­quen­tem Kli­ma­schutz bei allen Ent­schei­dun­gen
höchs­te Prio­ri­tät einräumen.Soziale und öko­lo­gi­sche Belan­ge dür­fen nicht gegen­ein­an­der aus­ge­spielt wer­den.
Des­halb wol­len wir Bäu­me pfle­gen und erhal­ten und 1000 Bäu­me neu pflan­zen. Auf der Kempe­ner Stra­ße set­zen wir uns als Sofort­maß­nah­me für die Siche­rung des Baum­be­stan­des ein und wol­len daher die Park­plät­ze mit grö­ße­rem Abstand zu den Bäu­men neu orga­ni­sie­ren. Mit­tel­fris­tig wün­schen wir uns eine kom­plet­te Umge­stal­tung mit Tem­po 30, begrün­ter Mit­tel­in­sel ohne Auto­park­plät­ze und beid­sei­ti­gen Rad­fahr­strei­fen. Die weg­fal­len­den Park­mög­lich­kei­ten wer­den teil­wei­se durch Quar­tiers­ga­ra­gen kom­pen­siert.
Das Grün­sys­tem als für die­se Stadt über­le­bens­wich­ti­ge grü­ne Lun­ge muss aus­nahms­los unan­tast­bar sein. Außer­dem wer­den wir uns für den Erhalt aller Schre­ber­gär­ten im Stadt­be­zirk ein­set­zen.
Wir wol­len ent- statt ver­sie­geln. Wir wol­len Neu­ver­sie­ge­lung auf öffent­li­chem Grund ver­mei­den, wo immer es geht. Soll­te den­noch eine Ver­sie­ge­lung von Grün­flä­chen und/oder begrün­ten Flä­chen im Sin­ne von Ver­kehrs­wen­de und Woh­nungs­bau von Nöten sein, so muss gründ­lichst über­prüft wer­den, ob eine Ver­sie­ge­lung unver­meid­lich ist. Falls ja, dann muss im Stadt­be­zirk Nip­pes kom­pen­siert wer­den. Nach Vor­bild der Stadt Kor­schen­broich wol­len wir ein För­der­pro­gramm zur Ent­sie­ge­lung von Vor­gär­ten auf­le­gen. Hier­bei ste­hen im Haus­halt Gel­der für Hauseigentümer*innen, die ver­sie­gel­te Flä­chen in Grün­flä­chen umwan­deln – etwa Wild­blu­men­wie­sen oder Stau­den­bee­te.
Gebäu­de, ins­be­son­de­re öffent­li­che, brau­chen nicht nur  Solar­ener­gie­nut­zung, son­dern auch Dachund Fas­sa­den­be­grü­nung.
Wir wer­den Zero-Was­te-Pro­jek­te und Ver­an­stal­tun­gen zur Res­sour­cen­scho­nung för­dern. Wir wol­len Plas­tik- und Ver­pa­ckungs­müll im Ein­zel­han­del, der Gas­tro­no­mie und auf den Wochen­märk­ten mög­lichst weit redu­zie­ren.

3. Handel, Handwerk, Wirtschaft

Wo wir kön­nen, wer­den wir den wohn­ort­na­hen Ein­zel­han­del und Hand­werks­be­trie­be för­dern. Wir wol­len die Plät­ze und Ein­kaufs­stra­ßen im Bezirk attrak­ti­ver gestal­ten. Am Rieh­ler Plätz­chen und der angren­zen­den Stamm­hei­mer Stra­ße set­zen wir uns daher für eine Neu­ge­stal­tung und Begrü­nung der frei gewor­de­nen Flä­che, nach Rück­bau des Kiosks, ein.
Im Rah­men von Kultur‑, Sport- und The­men­ver­an­stal­tun­gen soll dies auch durch zwei wei­te­re ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­ta­ge auf der, zu die­sem Zweck als Fuß­gän­ger­zo­ne abge­sperr­ten, Neus­ser Stra­ße gesche­hen.
Wir wol­len die Außen­gas­tro­no­mie stär­ken: Geneh­mi­gun­gen für Außen­be­rei­che sol­len unbü­ro­kra­tisch und lang­fris­tig erteilt wer­den.
Wochen­märk­te ver­sor­gen die Haus­hal­te mit gesun­den Lebens­mit­teln. Wir wol­len bestehen­de Wochen­märk­te erhal­ten und uns für die Eta­blie­rung eines Mark­tes in Bil­der­stöck­chen ein­set­zen.
Der Markt auf dem Wil­helm­platz soll durch die Gestal­tung des Umfel­des attrak­ti­ver und fami­li­en­freund­li­cher wer­den: Dies wol­len wir durch Ent­sie­ge­lung und Begrü­nung der Baum­schei­ben, mehr Platz für Fußgänger*innen und Fahr­rä­der und eine Ver­bes­se­rung der
Ver­kehrs­si­cher­heit errei­chen. Hier­zu wol­len wir eine Lösung für einen auto­ver­kehrs­frei­en Wil­helm­platz erar­bei­ten und in einem Ver­kehrs­ver­such sams­tags durch­füh­ren.
Bei einer Neu­be­bau­ung einer grö­ße­ren Flä­che set­zen wir uns für die Schaf­fung eines Share­dOf­fice-/Co­wor­king-Spaces und Start-Up-Hubs nach Vor­bild des Opla­de­ner Pro­bier­wer­kes ein, für das wir beim Land NRW Mit­tel ein­wer­ben wol­len.
Das Ein­zel­han­dels­kon­zept der Stadt muss drin­gend grund­le­gend über­ar­bei­tet wer­den, wobei Erreich­bar­keit und Ver­sor­gung Kern der Pla­nung dar­stel­len sol­len.

4. Diversity

Viel­falt muss geför­dert und gelebt wer­den. Daher wol­len wir in der Bezirks­ver­tre­tung Nip­pes die Sicht­bar­keit von unter­schied­lichs­ten Lebens­ent­wür­fen erhö­hen. Dies wol­len wir durch Akti­ons­ta­ge Diver­si­ty im Stadt­be­zirk, die Ver­mitt­lung von Auf­klä­rungs­pro­jek­ten an den Nip­pe­ser
Schu­len und die Ver­wen­dung von geschlech­ter­ge­rech­ter Spra­che in Behör­den, deren Mit­tei­lun­gen und Beschil­de­rung errei­chen.

5. Kultur

Wir for­dern von der Stadt Köln einen gerech­ten Anteil an der För­de­rung von Kul­tur und Kunst für unse­ren Stadt­be­zirk. Die ehren­amt­li­che Kar­ne­vals­tä­tig­keit wol­len wir för­dern.

Wir set­zen uns für die nicht-kom­mer­zi­el­le Kul­tur ein. Wir möch­ten den bil­den­den Künstler*innen in Nip­pes Räu­me und Ate­liers, sowie Musiker*innen Pro­be­räu­me zur Ver­fü­gung stel­len, die bezahl­bar sind.
Wir wer­den die Erin­ne­rungs­kul­tur im Stadt­be­zirk stär­ken, z. B. durch ein Denk­mal für die Edel­weiß­pi­ra­ten auf dem Leip­zi­ger Platz und eines zur Kolo­ni­al­ver­gan­gen­heit Deutsch­lands im Afri­ka-Vier­tel. Wir set­zen uns für eine Eröff­nung des Dia­logs mit den Men­schen zur Umbe­nen­nung der Gus­tav-Nach­ti­gal-Stra­ße ein.
Wir wer­den an den Renn­bahn­ver­ein und die Stadt Köln mit der drin­gen­den Auf­for­de­rung zur Ret­tung der zweit­äl­tes­ten und denk­mal­ge­schütz­ten Sta­di­on­tri­bü­ne Deutsch­lands her­an­tre­ten. Das Taj Mahal auf dem Wil­helm­platz wol­len wir attrak­ti­ver gestal­ten und dort Ver­an­stal­tun­gen
ermög­li­chen.
Wir for­dern einen star­ken Aus­bau der öffent­li­chen W‑LAN-Hot­spots im Stadt­be­zirk, beson­ders auf den (Markt-)Plätzen und Bahn­hö­fen.
Wir wer­den einen erwei­ter­ten Kri­te­ri­en­ka­ta­log für bezirks­ori­en­tier­te Mit­tel beschlie­ßen, damit die­se auch dort ankom­men, wo sie benö­tigt wer­den. Beson­ders för­dern wol­len wir Brauch­tum, nicht­kom­mer­zi­el­le Kul­tur, sozia­le und öko­lo­gi­sche Pro­jek­te.

6. Soziales

Wir unter­stüt­zen die ver­schie­den Initia­ti­ven, die sich um die beruf­li­che Ein­glie­de­rung und Berufs­aus­bil­dung jun­ger Men­schen küm­mern. Durch die Coro­na-Pan­de­mie sind vie­le Men­schen in unse­rem Stadt­be­zirk exis­ten­zi­ell betrof­fen. Damit ver­schärft sich die sozia­le Kri­se.
Wir wol­len die Knei­pen­kul­tur erhal­ten, Solo­selbst­stän­di­ge, Freiberufler*innen und Künstler*innen müs­sen unter­stützt wer­den. Wir begrü­ßen die Ent­schei­dung von Gale­ria Kar­stadt Kauf­hof zum Erhalt des Hau­ses auf der Neus­ser Stra­ße. Die coro­nabe­ding­ten Kurz­ar­beits­re­ge­lun­gen dür­fen nicht zu dau­er­haf­tem Job­ver­lust füh­ren.
Wir spre­chen uns für den Erhalt vie­ler Arbeits­plät­ze bei den Ford­wer­ken aus. Auch der Fach­han­del im Bezirk ist für uns wert­voll, die Arbeits­plät­ze müs­sen erhal­ten wer­den.

7. Wohnen

Durch immer höhe­re Mie­ten droht ein­ge­ses­se­nen Mieter*innen Ver­ar­mung, Kün­di­gung und Ver­drän­gung. Miss­bräuch­li­chen Leer­stand und Luxus­sa­nie­run­gen wer­den wir nicht nur anpran­gern.
Umwand­lung von Wohn­flä­che in ande­re Nut­zungs­ar­ten und Reno­vie­run­gen mit dem ein­zi­gen Ziel der Gewinn­ma­xi­mie­rung wer­den wir zu ver­hin­dern suchen und ggf. ent­spre­chend Gegen­maß­nah­men ergrei­fen. Gegen ein Geschäfts­mo­dell, das dar­auf abzielt, gan­ze Woh­nun­gen in Feri­en­woh­nun­gen umzu­wan­deln und damit dem Markt güns­ti­gen Wohn­raum ent­zieht, wer­den wir uns ent­schlos­sen enga­gie­ren.
Wir wol­len den sozia­len Zusam­men­halt der Bewohner*innen durch ver­schie­de­ne Instru­men­te in unse­ren Veede­ln erhal­ten und wen­den uns gegen die Ten­denz zur Gen­tri­fi­zie­rung, beson­ders im Stadt­teil Nip­pes.
Wir wer­den uns bei unse­ren Frak­tio­nen dafür ein­set­zen, dass städ­ti­sche Grund­stü­cke zum Woh­nungs­bau nur bei 50% öffent­lich geför­der­ten und 20% preis­ge­dämpf­ten Woh­nungs­bau und bei Ein­hal­tung öko­lo­gi­scher Kri­te­ri­en für das Bau­en ver­kauft wer­den.
Zur För­de­rung des Woh­nungs­baus soll der Nach­weis für Kraft­ver­kehrs-Stell­plät­ze deut­lich redu­ziert wer­den. Wir wer­den Ange­bo­te für Woh­nungs­lo­se för­dern. Um mehr Wohn­raum zu schaf­fen, set­zen wir beson­ders auf Nach­ver­dich­tung und Auf­sto­ckung, gera­de auch über
frei­ste­hen­den Super­märk­ten und ande­ren Geschäf­ten. Vor­han­de­ne Gebäu­de­lü­cken wol­len wir schlie­ßen.

8. Schule, KiTa

Wir möch­ten bedarfs­ge­rech­te Lösun­gen für neue KiTa- und Schul­plät­ze fin­den. Wir brau­chen drin­gend mehr U‑3-Betreu­ungs­plät­ze in KiTas und fle­xi­ble­re Betreu­ungs­an­ge­bo­te, damit auch Eltern im Schicht­dienst Betreu­ung in Anspruch neh­men kön­nen.
Für den Bau der Gesamt­schu­le an der Schmie­de­gas­se in Wei­den­pesch wer­den wir bei der Stadt­ver­wal­tung und unse­ren Rats­frak­tio­nen hohe Prio­ri­tät ein­for­dern. Wir set­zen uns nach der Devi­se “Kur­ze Bei­ne, kur­ze Wege” für die Errich­tung von zusätz­li­chen, wohn­ort­na­hen KiTas und
zwei­er mög­lichst fuß­läu­fig erreich­ba­rer Grund­schu­len ein. Schu­len sol­len zu Fuß oder per Rad sicher erreich­bar sein. Wir wol­len Schu­len die Mög­lich­keit geben, sich gegen den gefähr­li­chen und aus­ufern­den Trend der “Eltern­ta­xis” (auch im öffent­li­chen Stra­ßen­raum) zu weh­ren.
Die Schu­len im Bezirk möch­ten wir ener­ge­tisch sanie­ren und einer moder­nen Päd­ago­gik ent­spre­chend bes­ser aus­stat­ten. Grund­schu­len sind mit öffen­ba­ren Fens­tern und gutem W‑LAN, Schüler*innen mit stan­dar­di­sier­ten Lap­tops oder Tablets aus­zu­stat­ten, die in Klas­sen­sät­zen
bereit­ge­stellt wer­den. Wir for­dern Unter­stüt­zung der Schu­len bei der Erar­bei­tung von Digi­ta­li­sie­rungs­kon­zep­ten zur Bean­tra­gung von För­der­mit­teln.

9. Gesundheit, Generationen, Sport

Die Not­fall-Pra­xis im St. Vin­zenz-Hos­pi­tal wol­len wir auch in Zukunft erhal­ten. Im Sin­ne der Gesund­heit aller set­zen wir uns für bes­se­re Luft und weni­ger Lärm ein, etwa durch die Redu­zie­rung des Ver­kehrs. Dazu gehört auch eine gute Lösung für das ICE-Instand­hal­tungs­werk, d.h. öffent­li­che
und poli­ti­sche Unter­stüt­zung aller Men­schen, die gegen die nächt­li­che Tes­tung der Makro­fo­ne durch die Deut­sche Bahn vor­ge­hen.
Wir wol­len, dass die Stadt Köln ihre Schrei­ben für das Ange­bot prä­ven­ti­ver Haus­be­su­che für Älte­re ab 75 statt der­zeit alle 5 Jah­re häu­fi­ger, am bes­ten jähr­lich, ver­sen­det und uns dafür ein­set­zen, dass haus­wirt­schaft­li­che und ambu­lan­te Hilfs­diens­te aus­ge­baut wer­den.
Wir wol­len Hallen‑, Schul­hof- und auch Sport­platz­nut­zung weit­ge­hend für die Ver­ei­ne und Initia­ti­ven frei­ge­ben und Sport­an­ge­bo­te im öffent­li­chen Raum för­dern. Wir set­zen uns für die För­de­rung des Brei­ten­sports ein. Wir regen einen Tag des Sports im Stadt­be­zirk an, bei dem sich loka­le Sport­ver­ei­ne und ver­schie­dens­te Sport­ar­ten vor­stel­len, um mehr Men­schen für sport­li­che Betä­ti­gung zu begeis­tern.

10. Ruhender Verkehr

Wir stre­ben mehr ver­kehrs­be­ru­hig­te Zonen an.
Regel­wid­rig auf Geh­we­gen par­ken­de Autos sol­len nicht mehr tole­riert wer­den. Zunächst ist schon Eini­ges mit einer kon­se­quen­ten Ahn­dung des Falsch­par­kens auf Geh- und Rad­we­gen gewon­nen.
Wir wol­len Geh­we­ge von par­ken­den Autos suk­zes­si­ve befrei­en. In Anleh­nung an die Bezirks­ver­tre­tun­gen Ehren­feld und Innen­stadt wol­len wir Anord­nun­gen zu Geh­weg­par­ken immer dort wider­ru­fen, wo weni­ger als 2m Geh­weg­brei­te für Fußgänger*innen zur Ver­fü­gung steht.
Wir wer­den Auto­park­plät­ze auf kost­ba­ren eben­erdi­gen Stra­ßen­flä­chen in Rad­ab­stell­plät­ze und über­haupt zum Auf­ent­halt umwid­men.
Nach­dem Auto­park­plät­ze ent­fal­len sein wer­den, soll ein Teil durch mög­lichst pri­vat betrie­be­ne, zah­lungs­pflich­ti­ge, fas­sa­den­be­grün­te, mit E‑Ladestationen und reser­vier­te Park­flä­chen für sta­ti­ons­ge­bun­de­ne Car- und Rad-Sharing-Fahr­zeu­ge ver­se­he­ne, Quar­tiers­ga­ra­gen aus­ge­gli­chen
wer­den. Bei der Berech­nung der Quar­tiers­ga­ra­gen­plät­ze wer­den die­je­ni­gen abge­zo­gen, die jetzt schon vor­han­de­ne als freie, noch nicht ver­mie­te­te Park­plät­ze der GAG und der öffent­li­chen Hand bereits zur Ver­mie­tung zur Ver­fü­gung ste­hen; für die im Zuge der Umge­stal­tung der Neus­ser Stra­ße
geplan­ten min­des­tens 92 ent­fal­len­den Park­plät­ze wird kein Ersatz in Quar­tiers­ga­ra­gen geschaf­fen.
Als Stand­or­te schla­gen wir kon­kret den schon ver­sie­gel­ten Park­platz am Nip­pe­ser Täl­chen, den Park­platz Boltensternstr./Barbarastr. und den Park­platz Wil­helm­stra­ße am Kauf­hof vor. Mit den Eigentümer*innen des Park­plat­zes am Kauf­hof wol­len wir aus­han­deln, dass die Ein­fahrt an der
Wil­helm­stra­ße und die Aus­fahrt an der Nel­ken­stra­ße sind, damit die Neben­stra­ßen nicht zu sehr vom KfZ-Ver­kehr belas­tet sind.
Damit die vie­len Paketzusteller*innen nicht mehr durch Zwei­te-Rei­he-Par­ken den flie­ßen­den Ver­kehr und ins­be­son­de­re den Rad­ver­kehr behin­dern, sol­len Park­plät­ze in Lade­hal­te­plät­ze für Lie­fer­ver­kehr umge­wid­met wer­den. Damit die­se Maß­nah­me erfolg­reich ist, muss Zwei­te-Rei­he­Par­ken kon­se­quent geahn­det und eine stän­di­ge Kon­trol­le der Lie­fer­zo­nen erfol­gen. Schnells­tens wol­len wir im Stadt­be­zirk die Ein­rich­tung von Ver­tei­lungs­zen­tren, von wo alle Zusteller*innen mit
dem Las­ten­rad die Aus­lie­fe­rung auf der letz­ten Mei­le vor­neh­men.
Wir wol­len ver­hin­dern, dass durch die Ver­sie­ge­lung von Vor­gär­ten Park­raum für die Anwohner*innen geschaf­fen wird. Dies wol­len wir flä­chen­de­ckend mit Vor­gär­ten­sat­zun­gen ver­hin­dern, die sich auf die­sen Aspekt beschrän­ken.

11. Barrierefreier Stadtbezirk

Geh­we­ge und Hal­te­stel­len sol­len für alle zugäng­lich sein. Das gilt beson­ders für die U- und S‑Bahnhaltestellen. Auch des­halb sol­len Roll­trep­pen und Fahr­stüh­le schnell repa­riert wer­den.

12. Mehr Platz für Aufenthalt, Fuß- und Radverkehr

Wir wol­len mehr Platz und Sicher­heit für Rad­ver­kehr:
Als West-Ost-Stre­cke wol­len wir den Nieh­ler Gür­tel als schnel­len Rad­weg mit einem leich­ten Zugang zur Mül­hei­mer Brü­cke aus­bau­en („Gür­tel­schluss“). Hier­bei ver­läuft ein brei­ter Rad­weg süd­lich der Hoch­bahn­tras­se. Die rest­li­chen Frei­flä­chen wol­len wir im Natur­gar­ten­stan­dard rena­tu­rie­ren. Zwi­schen Ehren­feld und Mer­hei­mer Stra­ße wol­len wir nach dem Vor­bild der Bezirks­ver­tre­tun­gen Ehren­feld und Lin­den­thal je Rich­tung eine Fahr­spur des Gür­tels für den
Rad­ver­kehr zur Ver­fü­gung stel­len (“Köl­ner Fahr­rad­gür­tel”). Die Rea­li­sie­rung der Maß­nah­me soll in einer Bau­maß­nah­me abschnitts­wei­se erfol­gen. Wir set­zen uns für bes­se­re Que­run­gen des Gür­tels mit dem Fahr­rad an der Merheimer‑, Neusser‑, Nieh­ler Stra­ße und dem Nieh­ler Kirch­weg ein, damit eine ech­te Fahr­rad­schnell­ver­bin­dung von Lin­den­thal bis Mül­heim ent­ste­hen kann. Auf der Mül­hei­mer Brü­cke brau­chen wir eine ech­te Rad­spur.

Wir errich­ten vier Nord-Süd-Fahr­rad­ver­bin­dun­gen:

  • ent­lang der Lon­ge­ri­cher Straße/Etzelstraße/Kempener Stra­ße,
  • an der Neusser-(Land)straße,
  • der Emde­ner Stra­ße und dem Weg ent­lang der Indus­trie­stra­ße /
  • Sebas­ti­an­stra­ße / Nieh­ler Stra­ße und
  • dem Nieh­ler Damm / Bol­ten­stern­stra­ße / Ams­ter­da­mer Stra­ße.
Wir wer­den uns für brei­te Fahr­rad­we­ge auf der Kempe­ner, Neus­ser und Nieh­ler Stra­ße und fahr­rad­freund­li­che Über­gän­ge auch an brei­ten Stra­ßen und Kreu­zun­gen (zum Bei­spiel an der Johan­nes-Rings-/Lon­ge­ri­cher- oder Wil­helm-Soll­mann-/Neus­ser Stra­ße) ein­set­zen. Unfall­fal­len für Radfahrer*innen wer­den wir schnell besei­ti­gen.
Über­all dort, wo gesetz­li­che Rege­lun­gen es nicht aus­drück­lich ver­bie­ten, sol­len Stra­ßen für den Rad­ver­kehr in Gegen­rich­tung geöff­net wer­den.
Der Umbau der Neus­ser Stra­ße für den Rad- und Fuß­ver­kehr soll mit ers­ter Prio­ri­tät begin­nen. Als Sofort­maß­nah­me soll der Kreis­ver­kehr Kempe­ner Straße/Neusser Stra­ße rea­li­siert wer­den.
Gleich­zei­tig soll eine ech­te Bürger*innenbeteiligung für die Gesamt­pla­nung durch­ge­führt wer­den.
In die­se wol­len wir unse­re Vor­stel­lung von einer Ver­brei­te­rung der Geh­we­ge, brei­ten Rad­spu­ren, Begrü­nung und bes­se­ren Rad­ab­stell- und Que­rungs­mög­lich­kei­ten zur Ver­bes­se­rung von Ver­kehrs­si­cher­heit und Auf­ent­halts­qua­li­tät ein­brin­gen.
Für mehr Sicher­heit im Rad­ver­kehr müs­sen Rad­weg­sa­nie­run­gen schnells­tens durch­ge­führt wer­den, solan­ge sie nicht auf abseh­ba­re Zeit durch Neu­ge­stal­tung obso­let wer­den wür­den. Hier­bei set­zen wir uns beson­ders drin­gend für die Wege von der Nieh­ler Stra­ße bis zum Gür­tel im Toni-Stein­gas­s­Park und die Ver­län­ge­rung der Bar­ba­r­a­stra­ße bis zur Mül­hei­mer Brü­cke ein. Außer­dem wol­len wir Schie­nen der KVB, die in den Stra­ßen­bo­den ein­ge­las­sen sind, mit Hart­gum­mi­dich­tun­gen aus­stat­ten,
damit sich Räder nicht mehr in den Schie­nen ver­fan­gen kön­nen und es nicht, wie in der Ver­gan­gen­heit, zu schwe­ren Unfäl­len kommt. Wei­ter­hin for­dern wir eine kon­se­quen­te Instand­set­zung der Park­we­ge.

13. Mehr und besseren ÖPNV; sichere Straßen

Bah­nen und Bus­se sol­len in unse­rem Stadt­be­zirk öfter fah­ren und neue Bus­li­ni­en auf der Inne­ren Kanal­stra­ße und der Nieh­ler Stra­ße ein­ge­rich­tet wer­den. Wir wer­den uns dafür ein­set­zen, dass der Bau der, schon vom Rat beschlos­se­nen, Hoch­bahn-Hal­te­stel­len an der Bol­tens­tern- und an der
Nieh­ler Stra­ße mit hoher Prio­ri­tät ver­folgt wird. Durch die­se Maß­nah­men wird auch das Clouth­Vier­tel bes­ser an den ÖPNV ange­bun­den. Wir for­dern eine Mach­bar­keits­stu­die zur Öff­nung der HGK-Eisen­bahn-West­tras­se (“Klüt­ten­bahn”), wie sie die Bezirks­ver­tre­tun­gen Lin­den­thal und Ehren­feld schon beschlos­sen haben.
Tem­po 30 soll in unse­rem Stadt­be­zirk der Stan­dard sein, Tem­po 50 die Aus­nah­me, zum Bei­spiel auf den Haupt­ver­kehrs­stra­ßen, wie etwa Fried­rich-Kar­l‑, Amsterdamer‑, Bol­tens­tern- und Wil­helm­Soll­mann-Stra­ße. Wir wol­len mehr ver­kehrs­be­ru­hig­te Zonen.
Wir brau­chen Mobi­li­täts­sta­tio­nen, vor allem in Lon­ge­rich. Das sta­tio­nä­re Auto­tei­len soll über den gesam­ten Bezirk aus­ge­dehnt wer­den. Jede*r Nippeser*in soll fuß­läu­fig eine Car­sha­ring-Sta­ti­on errei­chen kön­nen. Auch Leih­rä­der wol­len wir im gan­zen Bezirk sehen. Hier­zu wer­den wir den
Anbie­tern öffent­li­che Flä­chen zur Ver­fü­gung stel­len, die bis­her als Park­plät­ze von pri­va­ten Auto­hal­tern genutzt wer­den. Die Elek­tro­mo­bi­li­tät wol­len wir durch zusätz­li­che Ladein­fra­struk­tur stär­ken.
Wir set­zen uns kon­se­quent für neue Kreis­ver­keh­re ein, die die bis­he­ri­gen und teu­ren Ampel­an­la­gen über­flüs­sig machen. Daher for­dern wir als Sofort­maß­nah­me, den geplan­ten Kreis­ver­kehr an der Neus­ser Str./Kempenerstr. schnell zu rea­li­sie­ren. Wei­ter­hin soll ein wei­te­rer Kreis­ver­kehr an der Scheibenstr./Sebastianstr. errich­tet wer­den.
Wir set­zen uns für die Umge­stal­tung des Kno­ten­punk­tes Amsterdamerstr./Xantenerstr. ein, bei der eine Teil- Umkeh­rung der Ein­bahn­stra­ßen für die öst­li­che Xan­te­ner Str. und eine Links­ab­bie­ger­spur
vom Rieh­ler Gür­tel auf die Ams­ter­da­mer Str. rea­li­siert wer­den. Eine zusätz­li­che Spur auf der west­li­chen Xan­ten­er­stra­ße wird nicht rea­li­siert. Die Ein­bahn­stra­ßen­re­ge­lung auf der Xan­ten­er­stra­ße öst­lich der Ams­ter­da­mer Stra­ße wird bis zur Theo­dor-Schwann-Stra­ße umge­kehrt, damit es kei­nen
Durch­gangs­ver­kehr mehr durch das Wohn­vier­tel gibt und Radfahrer*innen weni­ger ent­ge­gen­kom­men­de Autos haben. Für Radfahrer*innen wird die öst­li­che Ein­bahn­stra­ße in bei­de Rich­tun­gen frei­ge­ge­ben. Im öst­li­chen Teil sol­len anhand der 2m-Rege­lung Park­plät­ze weg­fal­len, um Platz für Radfahrer*innen machen. Die drei weg­fal­len­den Bäu­me auf der Ams­ter­da­mer­stra­ße wer­den durch zehn Neue auf der nörd­li­chen Insel ersetzt. Rechts- und Links­ab­bie­ger auf dem Rieh­ler Gür­tel wer­den getrennt.
Die KVB (Linie 16) hat immer Vor­fahrt und wird nicht hal­ten müs­sen. Für die neue Links­ab­bie­ger­spur wer­den die Ampel­schal­tungs­pha­sen auf der Ams­ter­da­mer Stra­ße für Gera­de­aus­ver­kehr redu­ziert.
Wir wol­len die Wohn­vier­tel von Durch­gangs­ver­kehr ent­las­ten. Dazu unter­stüt­zen wir Maß­nah­men, wie die Ver­än­de­rung von Ampel­pha­sen, z.B. als Sofort­maß­nah­me an der Fried­rich-Karl-Str. stadt­ein­wärts auf die Mer­hei­mer Str., bevor dort der schon beschlos­se­ne Kreis­ver­kehr rea­li­siert
wird.
Damit Eltern­ta­xis nicht Schüler*innen und ande­re Verkehrsteilnehmer*innen gefähr­den, set­zen wir uns für absenk­ba­re Pol­ler und die Ein­rich­tun­gen von Kiss-and-Walk-Berei­chen an der Nami­bi­a­stra­ße ein. Auch an allen ande­ren Schu­len wol­len wir die Mög­lich­keit geben, sich gegen den gefähr­li­chen und aus­ufern­den Trend der “Eltern­ta­xis” zu weh­ren.

Anhang:
Arbeits­wei­se in der Koope­ra­ti­on
GRÜNE, die Lin­ke, FDP, GUT Köln und Kli­ma­freun­de set­zen sich zum Ziel, die gemein­sam ver­ein­bar­ten Zie­le und Vor­ha­ben in die­ser Wahl­pe­ri­ode umzu­set­zen und dafür ihre Mehr­heit in der Bezirks­ver­tre­tung Nip­pes ein­zu­set­zen. Wir set­zen uns zum Ziel, für rele­van­te Vor­ha­ben um brei­te
poli­ti­sche Mehr­hei­ten zu wer­ben. Dar­über hin­aus wer­den wir auf wei­te­re demo­kra­ti­sche Par­tei­en und Grup­pen zuge­hen und ihnen die Mit­ar­beit anbie­ten.
Das Ziel ist eine sach­ori­en­tier­te Poli­tik.
Gegen­stän­de, die nicht in der Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung gere­gelt sind, wer­den zwi­schen den Partner*innen im Vor­feld anste­hen­der Ent­schei­dun­gen bera­ten und ein Ver­hal­ten im gegen­sei­ti­gen
Ein­ver­neh­men abge­stimmt. Wir bera­ten uns regel­mä­ßig zur Abstim­mung unse­rer Poli­tik im Koope­ra­ti­ons­aus­schuss (KA), der min­des­tens vor jeder BV-Sit­zung tagt. Der KA tagt außer­dem, wenn ein*e Kooperationspartner*in dies wünscht. Der KA berät alle Fra­gen von grund­sätz­li­cher Bedeu­tung, sowie aktu­el­le poli­ti­sche Vor­ha­ben, die zwi­schen den Partner*innen abge­stimmt wer­den sol­len. Ihm gehö­ren jeweils ein*e Vertreter*in jedes*r Partner*s*in, sowie die
Bezirks­bür­ger­meis­te­rin an. Er berät die Tages­ord­nun­gen, Anträ­ge, Ver­wal­tungs­vor­la­gen und die Ver­ga­be der bezirks­ori­en­tier­ten Mit­tel. Bei Unei­nig­keit nicht ver­ein­bar­ter Sach­ver­hal­te wird die Abstim­mung in der Bezirks­ver­tre­tung frei­ge­ge­ben.
Die Partner*innen set­zen sich bei Ihren Rats­frak­tio­nen und ‑grup­pen dafür ein, die Beschlüs­se der von der Koope­ra­ti­on ein­ge­brach­ten Anträ­ge in der Bezirks­ver­tre­tung Nip­pes zu unter­stüt­zen.
Wir set­zen uns für Ver­ein­bar­keit von ehren­amt­li­cher Poli­tik, Fami­lie und Beruf ein. Daher ver­su­chen wir, Sit­zun­gen und Ter­mi­ne außer­halb der Arbeits­zeit anzu­set­zen. Inef­fi­zi­en­te Orts­ter­mi­ne wol­len wir ver­mei­den.
Wir erwar­ten vom Bür­ger­amt, dass den Einzelmandatsträger*innen unse­rer Koope­ra­ti­on ein gemein­sa­mer Tagungs­raum mit Post­fach im Bezirks­rat­haus zur Ver­fü­gung gestellt wird.
Bünd­nis 90/Die Grü­nen, Lin­ke, FDP und GUT Köln ver­ein­ba­ren:
Wir wer­den den von unse­rer Koope­ra­ti­on ein­ge­reich­ten Lis­ten­vor­schlag mit der von der Grü­nen Frak­ti­on auf­ge­stell­ten Kan­di­da­tin zur ehren­amt­li­chen Bezirks­bür­ger­meis­te­rin wäh­len. Falls bei der Wahl zwei Stellvertreter*innen vor­ge­se­hen sind, so wer­den wir dabei sicher­stel­len, dass bei min­des­tens für je die Hälf­te der fünf­jäh­ri­gen Wahl­pe­ri­ode der Ver­tre­ter der FDP und der Lin­ken für einen Stell­ver­tre­ter­pos­ten gewählt wer­den.
Die Ver­ein­ba­rung wur­de am 26. Okto­ber 2020 geschlos­sen und bis zum 3. Novem­ber 2020 von den jewei­li­gen Gre­mi­en der fünf Kooperationspartner*innen beschlos­sen.

Autor: Karin Preugschat

Karin Preugschat arbeitet als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für unsere Ratsgruppe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.