Grün, wild, insektenfreundlich

Die Arten­viel­falt erhal­ten und damit aktiv Kli­ma­schutz betrei­ben. Ein Ziel, das bereits in vie­len Kom­mu­nen und Städ­ten ambi­tio­niert ver­folgt wird. Und auch bei uns in Köln tut sich was.

Insekten schützen in Köln

Aktu­ell ruft die Stadt dazu auf, Lebens­räu­me für Insek­ten zu schaf­fen.  Durch Ver­sie­ge­lung fal­len zu vie­le Lebens­räu­me von Bie­ne und Co weg, auch, wenn es klei­ne Erfolgs­mel­dun­gen wie die, von den Wild­bie­nen am Ebertplatz gibt. Wir wol­len, dass die Arten­viel­falt erhal­ten bleibt.

Dabei hilft eine natur­na­he Gestal­tung von städ­ti­schen Grün­flä­chen und das Anle­gen von soge­nann­ten Blüh­strei­fen auf Acker­flä­chen. In unse­rer Anfra­ge möch­ten wir von der Stadt wis­sen, wie Grün­flä­chen in Insek­ten­pa­ra­die­se umge­wan­delt wer­den kön­nen.


Unser Antrag im Wort­laut: 
(AN/0490/2019)

Natur­na­he Bepflan­zung auf städ­ti­schen Grün- und Agrar­flä­chen 

Sehr geehr­te Frau Ober­bür­ger­meis­te­rin Reker,
Sehr geehr­ter Herr Vor­sit­zen­der Stru­we, 

unse­re Rats­grup­pe GUT bit­tet Sie, fol­gen­de Anfra­ge auf die Tages­ord­nung der Sit­zung am 09.05.2019 zu set­zen: 

Durch Land­wirt­schaft und Bebau­ung sind vie­le natür­li­che Lebens­räu­me der Insek­ten und Wild­tie­re ver­schwun­den. Um die Arten­viel­falt zu erhal­ten und das Arten­ster­ben zu stop­pen, soll­te die Bepflan­zung auf städ­ti­schen Grün — undAgrar­flä­chen unter naturnahen,die Bio­di­ver­si­tät för­dern­den Aspek­ten erfolgen.Bisher wer­den land­wirt­schaf­ti­che Flä­chen in Köln zum Bei­spiel ohne ein­deu­ti­ge Auf­la­gen sei­tens der Stadt hin­sicht­lich des Umwelt — und Kli­ma­schut­zes ver­pach­tet (0542/2018). Posi­ti­ves Bei­spiel für Köln könn­te z.B. der Beschluss zur natur­na­hen Grün­flä­chen­ge­stal­tung aus Kür­ten sein. (sie­he Anhang) 

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir: 

1. Blüh­strei­fen auf Acker­flä­chen: Wie kann erreicht wer­den, dass, trotz kom­pli­zier­ter Rechts­la­ge, auf allen städ­ti­schen Acker­flä­chen (auch den ver­pach­te­ten) mehr­jäh­ri­ge Blüh­strei­fen ange­legt wer­den?
2. Städ­ti­sche Grün­flä­chen: Wie hoch ist der Anteil an natur­na­hen, insek­ten­freund­li­chen Pflan­zun­gen auf städ­ti­schen Grün­flä­chen? 

3. Wie kann eine öko­lo­gisch hoch­wer­ti­ge, mehr­jäh­ri­ge Bepflan­zung von Wech­sel­bee­ten und Stra­ßen­be­gleit­grün stadt­weit umge­setzt wer­den?
4. Wie sen­si­bi­li­siert die Ver­wal­tung ihre Mitarbeiter*innen für die Neu­an­la­ge und Pfle­ge natur­na­her Grün­flä­chen? 

5. Wie ist der Sach­stand zum „Wettbewerb/Kampagne Natur­na­he Pri­vat-Gär­ten“? Mit Dank für Ihre Ant­wort! 

gez. Tobi­as Scholz 

Anhang:
Beschluss in Kür­ten zu natur­na­her Gestal­tung von öffent­li­chem Grün.


Grü­ne Gär­ten und Bal­ko­ne
Aber auch zuhau­se kann man viel für die Insek­ten­welt tun. Ob auf dem Bal­kon oder im Blu­men­kas­ten auf der Fens­ter­bank: jede klei­ne Flä­che, die mit natur­na­hem Grün bepflanzt wird, hilft.

Hilf­rei­che Tipps stel­len zum Bei­spiel NABU oder BUND. Und wenn Sel­ber-Pflan­zen nicht passt für euch, dann könnt ihr euch auch bei Aktio­nen wie die des BUND „Lass brum­men!“ ein­brin­gen. Ein­fach Pro­test­brief abschi­cken und ein Zei­chen set­zen.

Thurner Hof
Natur­na­he Bepflan­zung auf dem Thur­ner Hof. © Stadt Köln

Tipps und noch mehr Infos gibts hier:

Wild­bie­nen­schutz in Köln

Insek­ten­buf­fet NABU

Bie­nen­pa­ra­dies BUND

 

 

Autor: Aline Damaske

Aline Damaske arbeitet als Referentin für unsere Ratsgruppe GUT

3 Gedanken zu „Grün, wild, insektenfreundlich“

  1. Statt “Lebens­räu­me für Insek­ten” zu schaf­fen soll­te die Stadt viel­leicht erst­mal auf­hö­ren, die­sen zu ver­nich­ten. Im Früh­jahr wur­de rund um die vor­de­re Hälf­te des städ­ti­schen Alten­heims in Dell­brück alles Grün bis auf den Boden abge­sä­belt: ein gro­ßer Blaug­lo­cken­baum kurz vor der Blü­te, gro­ße Laven­del­bü­sche, eine Japan­kir­sche in vol­ler Blü­te, seit Jahr­zehn­ten gut ein­ge­wach­se­ne Sträu­cher. Das Gebäu­de soll­te reno­viert und auf­ge­stockt wer­den. Nichts wur­de reno­viert, nichts ist pas­siert seit über einem hal­ben Jahr. Auf mei­ne Anfra­ge bei der Stadt bekam ich kei­ne Ant­wort.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.