Wasserstoff? GUT für Köln!

Wir brauchen Zuversicht: Grüner Wasserstoff ist der Hoffnungsträger der Energiewende.

gruener Wasserstoff

GUT Köln steht für höchste Priorität beim Klimaschutz. Unsere klare Aussage: ohne grünen Wasserstoff kann die Energiewende nicht gelingen. Global nicht und lokal in Köln nicht. Der Verband der deutschen Industrie fordert ihn, die Bundesregierung hat jüngst ihre Wasserstoffstrategie vorgestellt und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek möchte Deutschland in Anlehnung an die Raumfahrt gar zum „Cape Canaveral“ des Wasserstoff machen.

Aber bleiben wir zunächst mal auf dem Boden. Was haben wir in Köln von grünem Wasserstoff, wie können wir Kölner*innen von diesem sauberen Energieträger profitieren?

  1. Köln könnte mehr sauberen Strom haben.
    Grüner Wasserstoff kann nämlich Strom aus erneuerbaren Energien speichern. Grüner Strom wird sehr unstetig erzeugt. Wenn das Netz Wind- und Sonnenstrom nicht aufnehmen kann, kann damit grüner Wasserstoff hergestellt werden. Weht kein Wind oder scheint die Sonne nicht, kann die gespeicherte Energie wieder ins Stromnetz eingespeist werden.
  2. Köln könnte deutlich sauberere Luft haben.
    Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV, Fuel-Cell-Electric-Vehicle) fahren ohne Treibhausgas- und Feinstaubemissionen , aus dem Auspuff kommt nur reiner Wasserdampf, sonst nichts. Auch Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge sind Elektrofahrzeuge. Die benötigte Energie wird allerdings nicht in Batterien mitgeführt, sondern an Bord produziert. Autos, LKW, Busse und sogar Schiffe können mit Wasserstoff fahren (die Rheinschiffe haben einen erheblichen Anteil an der Luftverschmutzung). Ein witziger aber wahrer Effekt: die Luft hinter einem Wasserstofffahrzeug ist besser als die davor, weil es Feinstaubpartikel aus der Luft filtert. Köln hätte keine Probleme mit den Luftreinhalteplänen mehr.
  3. Köln könnte Wasserstofftankstellen für LKW, Busse und PKW bekommen.
    Eine 4 minütige Betankungszeit reicht bei einem PKW für eine Reichweite von ca. 500 – 700km. Schadstofffreie km wohlgemerkt. Wir wissen um den Glaubenskrieg, „was ist besser, batterieelektrische Fahrzeuge oder Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge?“. Jede Technologie hat ihre Vor- und Nachteile und sollte dementsprechend eingesetzt werden. Wo wir uns allerdings festlegen: ein 2 bis 2,5 Tonnen schweres batterieelektrisches Auto mit einer 800kg Batterie halten wir für kein umweltfreundliches Fahrzeug.
  4. Köln hätte deutlich weniger Emissionen der Klimakiller Methan und CO2.
    Überall wo es sich bei Industrieprozessen um große Hitze dreht, kann Wasserstoff helfen. Wasserstoff kann die Turbinen der RheinEnergie antreiben. Sogar Öl als Grundstoff für Pharmazeutika und Kunststoffe wird er ersetzen können. Strom macht nur 20% der verbrauchten Energie aus, da wird klar, welches Einsparpotenzial grüner Wasserstoff mit sich bringt, wenn er Öl, Gas und Kohle im Verkehr, beim Heizen und in der Industrie ersetzt. Grüner Wasserstoff bedeutet ZERO EMISSION!
  5. Köln könnte Katastrophen wie diesen Sommer in Godorf vermeiden.
    Im Juli sind bis zu 390 Tonnen Öl in einer Raffinerie aus einem Leck ins Erdreich gesickert und haben das Grundwasser verunreinigt. Wasserstoff kann langfristig Öl ersetzen.
  6. Köln würde Fördergelder nutzen können.
    Die Bundesregierung stellt 7 Mrd. im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie zur Verfügung, weitere 2 Mrd. für internationale Kooperationen und Projekte. Aus Europa kommen im Rahmen des „New Green Deal“ weitere Milliarden Euro hinzu. Bestehende Bundes- und NRW-Programme sind zudem noch nicht ausgeschöpft. Weitere bis zu 40 Mrd. Euro fließen in den Strukturwandel Rheinisches Revier. Um diese Fördergelder muss sich jetzt beworben werden.
  7. Kölns neues Viertel „Kreuzfeld“ könnte komplett klimaneutral entstehen.
    Mithilfe von Solardächern, einem Elektrolyseur zur Erzeugung und Speicherung von Grünem Wasserstoff könnte das neue Viertel sogar autark funktionieren.
  8. In Köln würden regional neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen.
    Dies gilt ausdrücklich auch unter dem Aspekt des weltweiten Wettbewerbs.

GUT Köln wird einen Wasserstoff-Masterplan für Köln formulieren. Grüner Wasserstoff ist DER Generalist der Energiewende. Engagierte Mitarbeiter*innen, die das erkannt haben, sollen das Thema in der Verwaltung organisieren und implementieren. Wir möchten Köln mit dem Umland vernetzen. Wir möchten ein Expertengremium unter Beteiligung des Forschungszentrum Jülich implementieren. Das Forschungszentrum befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft und arbeitet intensiv am Thema. Wir möchten, dass unverzüglich mit der Ertüchtigung des bestehenden Erdgasnetzes begonnen wird. Die bestehenden und neu entstehen Wasserstoff-Pipelines werden nach und nach an unsere Kölner Industrie angebunden. Wir werden erreichen, dass alle Betriebe des Stadtwerkekonzerns ab einem Stichtag X keine Diesel-Nutzfahrzeuge mehr anschaffen dürfen. Wir holen Wasserstoff-Tankstellen Für Nutzfahrzeuge, PKW und Rheinschiffe nach Köln und Umgebung. Wir werden der RheinEnergie eine Quote zur Beimischung von grünem Wasserstoff ins Erdgasnetz vorschreiben. Ihre Erdgasturbinen zur Stromerzeugung werden gegen wasserstofftaugliche ersetzt werden (müssen). Wir werden hart dafür arbeiten, dass im Rheinischen Revier grüner Wasserstoff hergestellt und per Pipelines nach Köln transportiert wird.

GUT Köln fordert die Klimaneutrale Stadt bis 2030. Das kann nur mit grünem Wasserstoff gelingen. Auf geht’s!

Autor: Horst Broich

Horst ist Mitglied der Wählergruppe GUT Köln, und verfolgt seit Jahren die Forschung zu (grünem) Wasserstoff. Er kandidiert zur Kommunalwahl 2020 im Wahlbezirk 26, Niehl und Weidenpesch.

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