GUT Köln zeigt Haltung

GUT Köln zeigt Haltung für ein solidarisches, tolerantes, vielfältiges und weltoffenes Köln. Die kulturelle Vielfalt und eine bunte Stadtgesellschaft gehören ebenso zu Köln wie der Kölner Dom und der Kölner Karneval. Wir wollen das friedliche Zusammenleben und den solidarischen Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft stärken. Das Zusammenstehen in der Gesellschaft kann nur gelingen, wenn alle Kölner Bürger*innen die gleichen Chancen erhalten, am sozialen, gesellschaftlichen und politischen Leben teilzuhaben. Wir sehen Integration als vielschichtigen und wechselhaften Prozess und denken ihn als kommunale Querschnittsaufgabe.

GUT Köln steht entschieden gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung. Wir lehnen jede Form von Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt ab.

GUT Köln setzt sich ein für…

die Aufnahme von schutzsuchenden Menschen

Wir übernehmen als Stadt Köln Verantwortung für Menschen in Not an den europäischen Außengrenzen. Wir setzen uns dafür ein, dass schutzsuchende Menschen in Köln aufgenommen werden und bleiben dürfen. Wir unterstützen das breite Kölner Bündnis „Köln zeigt Haltung“ und machen uns gemeinsam mit vielen anderen Akteuren der Stadtgesellschaft dafür stark, dass Kölner Politik und Verwaltung im Dialog mit der NRW-Landesregierung und Bund die Voraussetzungen dafür schaffen, auch in naher Zukunft weitere Geflüchtete aufzunehmen und ihnen und ihren Familien eine dauerhafte Perspektive auf ein sicheres und gleichberechtigtes Leben in Köln zu bieten. Denn Asyl ist Menschenrecht.

die aktive Teilnahme Kölns am kommunalen Bündnis „Städte sicherer Häfen

Wir befürworten den Zusammenschluss der Kommunen, die sich bereit erklären, zusätzlich zur ohnehin bestehenden Quote weitere Geflüchtete aufzunehmen. Das Bündnis schafft eine Grundlage, um im Dialog mit der Landesregierung und dem Bund über die dringend erforderliche Aufnahme von Geflüchteten zu verhandeln. Köln muss dabei eine herausragende Rolle einnehmen und darf sich nicht von den Ängsten der „besorgten Bürger*innen“ vor „Überfremdung“ leiten lassen.

Erhalt und Verbesserung der bestehenden Strukturen zur Aufnahme, Beratung und Integration Geflüchteter

Wir wollen menschenwürdige Lebensbedingungen auf der Basis der beschlossenen Mindeststandards zur Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten sowie zur personellen Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen in Köln. Dabei werden besonders schutzbedürftige Personen, wie z.B. unbegleitete Minderjährige, Kinder und Jugendliche, Frauen, Geflüchtete mit psychischen oder physischen Erkrankungen sowie LSBTQ-Flüchtlinge besonders in den Blick genommen, beraten und betreut.

…interkulturelles Zusammenleben

Wir wollen das ”Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft” aktiv weiterentwickeln und verstärkt die Umsetzung des interkulturellen Maßnahmenprogramms zur Förderung der Integration, der Vielfalt und des interkulturellen Zusammenlebens in Köln einfordern.

…die interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung

Das Amt für Integration und Vielfalt muss interkulturelle Kompetenz der Mitarbeitenden und die interkulturelle Öffnung der gesamten Stadtverwaltung als Querschnittsaufgabe langfristig sicherstellen. Der barrierefreie Zugang zu Informationen, Behörden, Beratungsangeboten muss auch für Menschen aus anderen Ländern und Kulturen möglich sein, unabhängig davon, ob sie ehrenamtliche Unterstützung bekommen oder nicht.

…die gleichberechtigte medizinische Gesundheitsversorgung aller schutzsuchenden Menschen in Köln, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.

Die gesundheitliche Versorgung von Geflüchteten in und außerhalb von Unterkünften muss sichergestellt sein. Auch Menschen ohne Papiere müssen Zugang zur medizinischen Versorgung erhalten.

…das Bleiberecht von langjährig Geduldeten, die in Köln leben.

GUT Köln unterstützt das Projekt „Bleiberechtsperspektiven für langjährig geduldete Menschen in Köln“ und setzt sich dafür ein, dass diese Menschen endliche eine sichere Aufenthaltserlaubnis bekommen.

…den politisch verantwortungsbewussten und partizipativen Dialog mit allen Kölner Bürger*innen im Zeichen der Demokratie.

Gesetzverschärfungen auf Kosten von Geflüchteten als Folge von rechter Scheinargumentation dürfen in Köln nicht gebilligt werden. Die Konkurrenz um Ressourcen, also Wohnungen, Arbeitsplätze, Kitaplätze, Sach- und Geldleistungen für sozial Schwache, etc. ist keine Frage von mehr oder weniger Geflüchteten in Köln, sondern eine Frage des Ausbaus der sozialen Infrastruktur. GUT Köln setzt sich dafür ein, dass alle Kölner*innen in diesen Dialog eingebunden werden. Wir wollen niedrigschwellige Angebote für Bürger*innengespräche mit Kölner Politiker*innen stärken und ausbauen.

…Stärkung und Förderung der Migrant*innenverbände, der interkulturellen Zentren, der unabhängigen Flüchtlingsberatungsstellen und aller Vereine und Initiativen,

die sich für eine offene Willkommens- und Integrationskultur in Köln einsetzen.


Hierbei handelt es sich um ein Statement der GUT-Mitglieder Christine Lieser & Marcel Hövelmann zum Themenbereich “Flucht, Schutz, Menschenrechte, Migration und Integration”, welches im Rahmen unseres Kommunalwahlprogramms 2020 erarbeitet wurde.


Link zu unserem Offenen Brief über Toleranz und die Würde des Menschen aus dem Juli 2019

Autor: Marcel Hövelmann

Marcel Hövelmann ist Mitglied von GUT Köln und lebt in Sülz.

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