Housing First in Köln

Dank der Initiative von CDU/Grünen/FDP mit der Ratsgruppe GUT stehen Mittel in Höhe von 5,4 Mio. Euro für ein Housing First Pilotprojekt im Kölner Haushalt 2020/21 zur Verfügung stehen – wenn der Rat dem Antrag zustimmt.

Graphische Darstellung gemeinsames Wohnen

In der Ratssitzung am 06. Februar 2020 wird der gemeinsame Antrag zu Housing First in Köln von CDU/Grünen/FDP und der Ratsgruppe GUT dem Rat zur Abstimmung vorgelegt.
Der Grundgedanke von Housing First ist: Wohnen ist ein Menschenrecht. Nach diesem Prinzip wird einem obdachlosen Menschen zuerst eine Wohnung zur Verfügung gestellt – bedingungslos.  Dann können die Bewohner ohne Zwang oder Druck Betreuungsangebote wahrnehmen, um ihr Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken.  Der Antrag  zielt darauf ab, den Housing-First-Ansatz als Ergänzung zu den bereits bestehenden Angeboten der Wohnungslosenhilfe zu erproben.

In Köln sind 6.000 Menschen (Stand 2018) offiziell als wohnungslos registriert. Auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt haben diese Menschen kaum Chancen bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Das Housing First Pilotprojekt in Köln soll über einen Zeitraum von drei Jahren entwickelt werden. Dabei arbeitet die Verwaltung mit den Trägern der Wohnungslosenhilfe und der GAG Immobilien AG zusammen.

Bedingungslos helfen

Für den Ankauf von Housing First-Immobilien stehen der Verwaltung  mehrere Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich sollen Gelder für die Betreuung der obdachlosen Menschen durch Träger der Wohnungslosenhilfe sowie eine wissenschaftliche Begleitung des Projektes bereitgestellt werden. Dem Ausschuss für Soziales und Senioren soll ein jährlicher Projektbericht vorgelegt.

“Dieser Antrag war längst überfällig. Wir wollen Obdachlosen keine Bedingungen stellen, sondern ihnen bedingungslos helfen,” sagt GUT Ratsherr und Mitglied im Ausschuss für Soziales und Senioren Tobias Scholz.

Bereits im Oktober 2019 fragte die Ratsgruppe GUT bei der Verwaltung an, ob Housing First in Köln machbar sei. Den Beitrag dazu und mehr zu Housing First findet ihr hier .

Beim Housing-First-Ansatz soll Ghettoisierung vermieden werden. Das heißt die Wohnungen werden in Immobilien an unterschiedlichen Standorten gekauft, sodass die ehemals obdachlosen Menschen nicht abgeschottet in bestimmten Häusern unter sich wohnen, sondern Teil einer durchmischten Nachbarschaft und Mietergemeinschaft werden.


Das Beitragsbild verdanken wir Marion Müller.


Mehr zu Housing First findet ihr hier

Hier geht’s zu unserem gemeinsamen Antrag zu Housing First in Köln

Hier geht’s zu unserem Beitrag zu Housing First.

Autor: Karin Preugschat

Karin Preugschat arbeitet als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für unsere Ratsgruppe.

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