Leben in der Stadt

Leben in der Stadt

Man­gel an Wohn­raum wird mit Ver­dich­tung und Grün­fraß begeg­net. Über­all schallt es „Bau­en, Bau­en, Bau­en“, es scheint als müs­se dies so sein, da Köln wächst. In Wirk­lich­keit wird es für uns alle enger, und Lebens­qua­li­tät in der Stadt droht ver­lo­ren zu gehen.
Unse­re Rats­grup­pe GUT möch­te die Ent­wick­lung Kölns unter öko­lo­gi­schen und sozia­len Aspek­ten hin­ter­fra­gen. Dabei wol­len wir aber nicht nur unter­su­chen, ob das zukünf­ti­ge Bild Kölns wirk­lich von Inves­to­ren geprägt wer­den muss, son­dern auch den Begriff von Stadt­ent­wick­lung wei­ter fas­sen.
Wie leben wir in der Stadt, die doch eigent­lich uns gehört? Wie gehen wir mit den Flä­chen um? Wie wer­den wir arbei­ten, wie uns fort­be­we­gen? Und über­haupt: Wie steht es um das Zusam­men­le­ben, das sozia­le Gefü­ge in Köln?
Die­sen Fra­gen wol­len wir in unse­rer Rei­he “Leben in der Stadt” nach­ge­hen. Die Auf­takt­wo­che liegt bereits hin­ter uns, auf die­ser Sei­te fin­det Ihr Hin­wei­se auf Berich­te zu ver­gan­ge­nen Ver­an­stal­tun­gen. Neue Ver­an­stal­tun­gen wer­den wir eben­falls hier ankün­di­gen.


Eigen­art & Hype

Einen aus­führ­li­chen Bericht zur Ver­an­stal­tung fin­det Ihr hier:
Gen­tri­fi­zie­rung ist ein welt­wei­tes Pro­blem


Datum: 7. Okto­ber 2018; Zeit: 17:00 — 20:00; Ort: Film­fo­rum Muse­um Lud­wig, Bischofs­gar­ten­str. 1, Köln
Film: Süd­stadt in Aspik
Mit: Prof. em. Jür­gen Fried­richs, Rats­mit­glied Thor Zim­mer­mann, Mar­tin Schmitts­ei­fer (Jack in the Box e.V.)
Mode­ra­ti­on: Dr. Chris­ti­ne Kuch;Musik: Mr. B‑Town

War­um gera­ten eigent­lich immer jene Stadt­tei­le in den Kreis­lauf von Auf­wer­tung und Ver­drän­gung, die nicht glatt und gene­risch, son­dern beson­ders eigen­ar­tig, ja laut und dre­ckig sind? Häu­fig sind es die glei­chen Eigen­tüm­lich­kei­ten, die einen Stadt­teil in Ver­ruf gebracht haben, die eines Tages zu posi­ti­ven Qua­li­tä­ten umge­deu­tet wer­den. Pas­siert das von sel­ber oder sind sol­che Pro­zes­se steu­er­bar? Kön­nen die Bewoh­ner davon pro­fi­tie­ren oder gewin­nen immer nur die Immo­bi­li­en­be­sit­zer? Wel­che Pha­sen durch­lau­fen sol­che Mecha­nis­men?
Jür­gen Fried­richs, eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor der Sozio­lo­gie an der Uni Köln und einer der ers­ten, die zur Gen­tri­fi­zie­rung in Deutsch­land gear­bei­tet haben, berich­te­te aus sei­ner For­schung und über den Zusam­men­hang von Stadt­äs­the­tik und Auf­wer­tung.
Anschlie­ßend Gespräch mit Prof. em. Jür­gen Fried­richs und Rats­mit­glied Thor Zim­mer­mann – mode­riert von Dr. Chris­ti­ne Kuch.
Zu Beginn zeig­ten wir Hein­rich Pach­ls legen­dä­ren, in Köln gedreh­ten Film SÜDSTADT IN ASPIK (1986, R: Han­no Brühl, Chris­tel Fomm, Hein­rich Pachl, WDR 45 Min).
“Eine sati­ri­sche Stadt­füh­rung mit Rei­se­füh­rer Hein­rich Pachl durch die Köl­ner Süd­stadt – mit Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen über „zeit­ge­mä­ße Ent­ker­nung“ und Miet­preis­ent­wick­lung.” (Köln im Film)

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Schrott­platz & Milch­kaf­fee

Einen aus­führ­li­chen Bericht zur Ver­an­stal­tung fin­det Ihr hier:
Hafen­ge­spräch

Datum: 8. Okto­ber 2018; Zeit: 19:00 — 21:00; Ort: Mül­hei­mer Hafen, Moissl Bau­tau­cher, Auen­weg
Mit Boris Sie­verts (neueraeume.de) und Bri­git­te Scholz, Amt für Stadt­ent­wick­lung

Auch pro­du­zie­ren­des Gewer­be und Indus­trie gehö­ren in die Stadt, wenn die­se ein viel­fäl­ti­ger und ästhe­tisch nach­hal­ti­ger Ort blei­ben soll. 

Für das Erleb­nis der Anders­ar­tig­keit von der umge­ben­den Stadt des Woh­nens, der Büro­ar­beit und des Ein­kau­fens ist dabei nicht nur der mate­ri­al­be­we­gen­de Pro­duk­ti­ons­pro­zess als ande­re Art des Wirt­schaf­tens von Bedeu­tung, son­dern auch die völ­lig ande­re Logik im Umgang mit Raum, die beson­ders bei grö­ße­ren Fir­men­area­len zu beob­ach­ten ist. Die Fas­zi­na­ti­on, die Schrott­plät­ze und Stahl­wer­ke genau­so aus­üben wie Bau­stel­len ist Teil eines viel­schich­ti­gen Stadt­er­leb­nis­ses. Was pas­siert, wenn die­se „Fremd­kör­per“ sich aus der Stadt zurück­zie­hen oder ver­drängt wer­den? Ist es dann über­all gleich schön, sau­ber und lang­wei­lig? Oder kann ihre Anders­ar­tig­keit trans­for­miert wer­den?

Boris Sie­verts ist Stadt­füh­rer — der Mül­hei­mer Hafen ist einer sei­ner Lieb­lings­or­te und einer der letz­ten indus­tri­el­len Orte in Zen­trums­nä­he. Mit Bri­git­te Scholz, Lei­te­rin des Amts für Stadt­ent­wick­lung, ver­bin­det ihn das Nach­den­ken über die Zukunft der Stadt jen­seits tages­ak­tu­el­ler Ent­schei­dun­gen.

Mit Blick auf die benach­bar­te Ree­de­rei zur Rech­ten und die Bau­stel­le des schi­cken COLONEO II zur Lin­ken, waren Moissl Bau­tau­cher unse­re Gast­ge­ber für die­sen Abend. 

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Sys­tem & Ort

Einen aus­führ­li­chen Bericht zur Ver­an­stal­tung fin­det Ihr hier:
Unter der Stra­ße, über dem Fluss und auf dem Fluss

Datum: 10. Okto­ber 2018
Ver­an­stal­tungs­or­te:
Deut­zer Brü­cke
16:30 h Füh­rung DURCH Deut­zer Brü­cke
Treff­punkt: In der Mark­manns­gas­se 3,
am Fens­ter des Hän­neschen-Thea­ters

Schiff “Stro­mer”
17:45 h Beginn Fluss­kreuz­fahrt
Treff­punkt: links­rhei­nisch, Anle­ge­stel­le an der Rhein­pro­me­na­de, Höhe Musi­cal Dome

Der Kon­flikt zwi­schen der Stra­ße als Sys­tem­ele­ment und der Stra­ße als Lebens­raum ist so alt wie der Topos Stra­ße sel­ber. Nur auf der Auto­bahn kommt das Sys­tem Stra­ße unge­stört zu sich — sobald es in die Stadt ein­tritt, geht der Ärger los! Aus­ge­hend von der Betrach­tung von Sys­te­men im
All­ge­mei­nen und Ver­kehrs­sys­te­men im Beson­de­ren spre­chen Boris Sie­verts (neueraeume.de) und Tobi­as Scholz (Rats­mit­glied und Mit­glied im Ver­kehrs- sowie Umwelt­aus­schuss) über mög­li­che ein­fa­che wie bahn­bre­chen­de Neue­run­gen im Umgang mit Ver­kehr und Stadt­raum, die inter­na­tio­nal bereits in die Pra­xis umge­setzt wer­den. 

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Beu­te & Bewe­gung

Einen aus­führ­li­chen Bericht zur Ver­an­stal­tung fin­det Ihr hier:
Ver­netzt Euch!

Datum: 11. Okto­ber 2018; Zeit: 19:00 — 21:00 Uhr; Ort: Heinz Gaul, Vogel­s­an­ger Stra­ße 197, Ehren­feld
Mit: Nils Boe­ing, Klaus Ron­ne­ber­ger und Thor Zim­mer­mann – Mode­ra­ti­on: Clau­dia Hen­nen; Musik: Mr. B‑Town

Wäh­rend die Rufe nach Mit­be­stim­mung in der Stadt­ent­wick­lung lau­ter und die Bür­ger­be­tei­li­gungs­ver­fah­ren auf­wen­di­ger wer­den, lässt die Jagd der Finanz­öko­no­mie nach der begrenz­ten Res­sour­ce Boden kaum noch etwas durch das Beu­te­sche­ma fal­len.

Wel­che Chan­cen hat die Zivil­ge­sell­schaft, dem etwas ent­ge­gen zu set­zen? Wie erkämp­fen wir uns Teil­ha­be, Mit­be­stim­mung und Frei­räu­me und schaf­fen es, den Raub­tie­ren ein Stück der Beu­te zu ent­rei­ßen? Klaus Ron­ne­ber­ger, Ver­fas­ser des Klas­si­kers „Die Stadt als Beu­te“, resü­miert 150 Jah­re Boden­spe­ku­la­ti­on. Niels Boe­ing, Ham­bur­ger Akti­vist und Theo­re­ti­ker der Recht-auf-Stadt-Bewe­gung, erzählt aus sei­ner Pra­xis. 

Unser Köl­ner Rats­mit­glied Thor Zim­mer­mann grün­de­te auch die Bür­ger­initia­ti­ve Heli­os mit, und berich­tet von den Mög­lich­kei­ten Inves­to­ren zu zäh­men. Das alles im Heinz Gaul, gegen­über von Helios­ge­län­de und ehe­ma­li­gem Under­ground, im Her­zen der gro­ßen Trans­for­ma­ti­on.

Das Podi­ums­ge­spräch mode­rier­te Clau­dia Hen­nen, freie Jour­na­lis­tin.

Feins­te Beats von Mr. B‑Town.

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