Park des Monats: Posthume Würdigung der Grünfläche* am Hermeskeiler Platz

Im Rah­men unse­rer Ver­an­stal­tungs­rei­he “Park des Monats” stel­len wir Euch Natur- und Grün­flä­chen vor, die von Bebau­ung bedroht sind.

Park des Monats, Hermeskeiler Platz

Wie ein Virus hat der Grün­fraß das Köl­ner Stadt­ge­biet fest im Griff: über­all wird gefällt, gehackt, gesägt und geschred­dert. Aus Grün­den der Ver­kehrs­si­cher­heit, weil vie­le Bäu­me krank sind und/oder die bei­den letz­ten Som­mer nicht über­stan­den haben, weil sich hin­ter Bäu­men Tunicht­gu­te pri­ma ver­ste­cken kön­nen und so „Angst­räu­me“ ent­ste­hen – aber auch, weil drin­gend benö­tig­te Woh­nun­gen ent­ste­hen. 

So z.B. am Her­mes­kei­ler Platz, direkt neben der End­hal­te­stel­le der KVB-Linie 9. Die­se von Sträu­chern gesäum­te Wie­se mit altem Baum­be­stand haben wir am Sonn­tag, dem 1. März, stell­ver­tre­tend für die unzäh­li­gen schö­nen klei­nen vom Grün­fraß-Mons­ter bedroh­ten grü­nen Inseln, die zwar offi­zi­ell nicht den stol­zen Bei­na­men „Park“ tra­gen dür­fen, die aber trotz­dem wich­tig sind, zum „Park des Monats“ gekürt. 

Zu unse­rem klei­nen Flashmob-Pick­nick in strah­len­der März­son­ne waren nicht nur Mit­glie­der, son­dern auch Anwohner*innen, Kolleg*innen aus der Poli­tik und Naturschützer*innen gekom­men. Kon­struk­ti­ve Vor­schlä­ge, inter­es­san­te Gesprä­che und das alles ohne Rede­recht, Tages­ord­nung und Anfein­dun­gen. So wün­schen wir uns Bür­ger­be­tei­li­gung!

* Die­se Flä­che ist nach städ­te­bau­li­chem Begriff offi­zi­ell kei­ne „Grün­flä­che“ — wir benut­zen den Begriff hier der Ein­fach­heit hal­ber.

Autor: Caroline Michel

Seit 1998 tätig als freie Autorin für den Westdeutschen Rundfunk, den Saarländischen Rundfunk, den Deutschlandfunk, den Südwestrundfunk, den Bayerischen Rundfunk, die Deutsche Welle, verschiedene Agenturen, Fachmagazine und Tageszeitungen.

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