Radpendelerrouten im Rechtsrheinischen

Die Stadt Köln hat eine wei­te­re Zusam­men­ar­beit mit den Nach­bar­kom­mu­nen ver­ein­bart, um attrak­ti­ve Pen­del­rou­ten für Rad­fah­ren­de von Köln ins rechts­rhei­ni­sche Umland zu schaf­fen. Pendler*innen sol­len so zum Umstieg auf das kli­ma­freund­li­che Ver­kehrs­mit­tel moti­viert wer­den.

Grafik Übersicht Radpenlerrouten Rechtsrheinisch

In der Rad­sta­ti­on am S‑Bahnhof in Ber­gisch Glad­bach haben die Städ­te Köln, Lever­ku­sen, Ber­gisch Glad­bach, Rös­rath, Loh­mar, Nie­der­kas­sel und Trois­dorf sowie der Rhein-Sieg-Kreis und der Rhei­nisch-Ber­gi­sche Kreis einen wei­te­ren Schritt gemacht, um vier schnel­le Rad­we­ge­ver­bin­dun­gen vom Rechts­rhei­ni­schen nach Köln zu rea­li­sie­ren: Die Pro­jekt­part­ner unter­zeich­ne­ten eine Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung zur Umset­zung der „Rad­Pend­ler­Rou­ten im Rechts­rhei­ni­schen“. Ein wich­ti­ges Pro­jekt, das die Rats­grup­pe GUT im Ver­kehrs­aus­schuss mit unter­stützt hat, nimmt lang­sam Gestalt an.

Weitere Informationen aus der städtischen Pressemitteilung:

Andrea Blo­me, Bei­geord­ne­te für Mobi­li­tät und Lie­gen­schaf­ten der Stadt Köln, freut sich über die Unter­zeich­nung: „Eine ein­heit­li­che und attrak­ti­ve Gestal­tung der Rou­ten soll ins­be­son­de­re auch den Berufs­pend­le­rin­nen und Berufs­pend­lern Lust aufs Rad­fah­ren machen, zum Umstieg moti­vie­ren und eine Alter­na­ti­ve zum moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr schaf­fen“.

Ste­phan San­tel­mann, Land­rat des Rhei­nisch-Ber­gi­schen Krei­ses, erklärt: „Die schnel­len Rad­we­ge­ver­bin­dun­gen sind für den Rhei­nisch-Ber­gi­schen Kreis ein wich­ti­ger Teil unse­rer Mobi­li­täts­of­fen­si­ve und für die gesam­te Regi­on von gro­ßer Bedeu­tung. Sie ermög­li­chen den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, im Rechts­rhei­ni­schen schnell und kli­ma­freund­lich von und nach Köln mobil zu sein.“ Zudem ver­weist er auf die gro­ße Bedeu­tung der engen Koope­ra­ti­on inner­halb der Regi­on, um „den Mobi­li­täts­wan­del zu for­cie­ren“.

Entlastung des Verkehrsnetzes im Rechtsrheinischen

Das Pro­jekt „Rad­Pend­ler­Rou­ten“ ist eine Koope­ra­ti­on zwi­schen der Stadt Köln und den rechts­rhei­nisch an Köln gren­zen­den Krei­sen und Kom­mu­nen. Ziel ist es, schnel­le Rad­we­ge­ver­bin­dun­gen zwi­schen den rechts­rhei­ni­schen Nach­bar­kom­mu­nen und Köln zu schaf­fen. Von den „Rad­Pend­ler­Rou­ten“ sol­len sowohl Berufs­pend­le­rin­nen und Berufs­pend­ler wie auch Frei­zeit­rad­fah­ren­de pro­fi­tie­ren. So soll das stark bean­spruch­te Ver­kehrs­netz im Rechts­rhei­ni­schen ent­las­tet, der Umwelt­ver­bund gestärkt und ein zügi­ges sowie kli­ma­freund­li­ches Pen­deln zwi­schen Rhein­schie­ne und dem Rechts­rhei­ni­schen ermög­licht wer­den. Mit den „Rad­Pend­ler­Rou­ten“ wird ein wich­ti­ger Bei­trag zur Lebens­qua­li­tät in der Regi­on geleis­tet.

Trassenverlauf

In der 2019 fer­tig­ge­stell­ten Mach­bar­keits­stu­die wur­den vier Tras­sen defi­niert, die aus dem rechts­rhei­ni­schen Köln nach Lever­ku­sen, Ber­gisch Glad­bach, Rös­rath und Loh­mar sowie Trois­dorf und Nie­der­kas­sel mit Anbin­dung an den öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr füh­ren. Die Haupt­ach­sen der „Rad­Pend­ler­Rou­ten“ haben eine Gesamt­län­ge von rund 80 Kilo­me­tern und sol­len in Zukunft durch Zubrin­ger­rou­ten ergänzt wer­den, sodass ein zusam­men­hän­gen­des Rad­we­ge­netz ent­steht. Im Rah­men der Mach­bar­keits­stu­die wur­de berech­net, dass durch die „Rad­Pend­ler­Rou­ten“ täg­lich auf den Tras­sen Leverkusen/Köln rund 1.500, Ber­gisch Gladbach/ Köln rund 2.200, Rösrath/Köln rund 2.300, Troisdorf/Köln 4.500 sowie Niederkassel/Köln 3.800 Fahr­rad­fah­re­rin­nen und ‑fah­rer mehr unter­wegs sein könn­ten, als dies bis­her der Fall ist.

Schulterschluss in der Region

Die Stadt Köln wird nun mit den Betei­lig­ten der jewei­li­gen Rou­te in die wei­te­re Pla­nung ein­stei­gen und in einem ers­ten Schritt Mög­lich­kei­ten für kurz­fris­ti­ge Ver­bes­se­run­gen auf­zei­gen und umset­zen. Gleich­zei­tig wird ein Fach­bü­ro das Gesamt­pro­jekt beglei­ten. Die neun Pro­jekt­part­ne­rin­nen und ‑part­ner legen in der Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung fest, dass die vier Tras­sen die glei­chen hohen Qua­li­täts­stan­dards erfül­len sol­len, bei­spiels­wei­se bei der Rad­we­ge­brei­te oder der durch­gän­gi­gen Rou­ten­füh­rung.

Projekt mit B‑Status der „Regionale 2025“

Seit Ende 2019 sind die „Rad­Pend­ler­Rou­ten“ im Rechts­rhei­ni­schen nach Ber­gisch Glad­bach und Rös­rath ein mit dem B‑Status ver­se­he­nes Pro­jekt der „Regio­na­le 2025 Ber­gi­sches Rhein­Land“, wodurch die Chan­ce auf den Erhalt von För­der­mit­teln im Rah­men der spä­te­ren Umset­zung steigt. Wei­te­re wich­ti­ge Part­ner im Pro­zess sind das Zukunfts­netz Mobi­li­tät NRW sowie der Regi­on Köln/Bonn e.V. Die „Rad­Pend­ler­Rou­ten“ sind zudem Teil des Pro­jekts „StadtUmland.NRW“ des Minis­te­ri­ums für Bau­en, Woh­nen, Stadt­ent­wick­lung und Ver­kehr.


Gra­fik: Stadt Köln

Autor: Karin Preugschat

Karin Preugschat arbeitet als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für unsere Ratsgruppe.

2 Gedanken zu „Radpendelerrouten im Rechtsrheinischen“

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