Kölner Fahrradstraßen

Allein in der Köl­ner Innen­stadt sol­len in den nächs­ten Jah­ren über 80 zusätz­li­che Fahr­rad­stra­ßen ein­ge­rich­tet wer­den. Eine Ver­bes­se­rung? Oder wird damit Sicher­heit für Rad­fah­ren­de nur sug­ge­riert?

Hohn und Spott ergos­sen sich über die Stadt Köln als bekannt wur­de, dass die paar hun­dert Meter Fahr­rad­stra­ße Frie­sen­wall tat­säch­lich für den Deut­schen Fahr­rad­preis nomi­niert wur­den. „Köl­ner Fahr­rad­stra­ßen“ wei­ter­le­sen

Lastenradförderung (un)gedeckelt!?

Wird die finan­zi­el­le För­de­rung von Las­ten­rä­dern nun doch “nach­träg­lich” gede­ckelt? Wir haben nach­ge­fragt!

Die von uns initi­ier­te Las­ten­rad­för­de­rung war bis­lang eine Erfolgs­sto­ry. Das För­der­vo­lu­men wur­de von 200.000 auf 1,1 Mil­lio­nen Euro mehr als ver­fünf­facht! Bis Ende Juni gin­gen wohl rund 900(!) Anträ­ge ein … „Las­ten­rad­för­de­rung (un)gedeckelt!?“ wei­ter­le­sen

Lastenräder – Perspektiven

Die För­de­rung der Stadt von Las­ten­rä­dern soll nur ein Anfang sein, wir haben uns Gedan­ken gemacht wie es wei­ter­ge­hen könn­te.

Die von uns initi­ier­te För­de­rung von Las­ten­rä­dern erweist sich als vol­ler Erfolg. Zunächst erkann­te auch die Ver­wal­tung das enor­me Inter­es­se und Poten­ti­al an emis­si­ons­frei­er (Las­ten-) Mobi­li­tät, und erhöh­te die För­der­sum­me von 200.000 € auf “unli­mi­tiert” „Las­ten­rä­der – Per­spek­ti­ven“ wei­ter­le­sen

Lastenradförderung ungedeckelt

Noch bis Ende Juni 2019 nimmt die Stadt Köln eure Anträ­ge zur Las­ten­rad­för­de­rung ent­ge­gen. Das Bes­te dar­an ist: Alle frist­ge­recht ein­ge­hen­den för­der­fä­hi­gen Anträ­ge wer­den bewil­ligt!

“Alle för­der­fä­hi­gen Anträ­ge, die bis zum 30. Juni 2019 ein­ge­reicht wer­den, sol­len posi­tiv beschie­den wer­den.”, sag­te Ober­bür­ger­meis­te­rin Hen­ri­et­te Reker im Rah­men der Ver­an­stal­tung “Zukunfts­Rad­Köln” am 25. Febru­ar 2019.

Unser Rats­mit­glied Thor Zim­mer­mann war bei die­ser Ver­an­stal­tung zu Gast und trau­te sei­nen Ohren kaum. “Wir haben uns schon sehr gefreut, dass wir mit unse­rem Antrag zur Las­ten­rad­för­de­rung 200.000€ in den Haus­halt ein­stel­len konn­ten. Dank der groß­ar­ti­gen Ankün­di­gung von Frau Reker ent­fällt nun jeg­li­che finan­zi­el­le Begren­zung für unse­re För­der­initia­ti­ve.”
Das bedeu­tet: alle Kölner*innen die bis Ende Juni einen Antrag stel­len und die För­der­kri­te­ri­en erfül­len, bekom­men 50% der Kos­ten für ein Las­ten­rad, maxi­mal 2.500€, von der Stadt Köln erstat­tet. Wir wür­den uns freu­en, wenn nach den Gewer­be­trei­ben­den, jetzt auch vie­le pri­va­te Gemein­schaf­ten, wie Nach­barn, Mie­ter etc. För­der­an­trä­ge stel­len!
„Las­ten­rad­för­de­rung unge­de­ckelt“ wei­ter­le­sen

Mehr Tunnel wagen!

Köln braucht mehr Tun­nel – Fahr­rad­tun­nel! GUT Köln plant eine Röh­re fürs Rad, von Ehren­feld in die Innen­stadt. Die Mehr­heit im Rat steht, 2020 geht es los!

Die Pres­se schreibt was sie will – und das ist auch gut so! In die­sem Fall füh­len wir uns jedoch miss­ver­stan­den. Wie unser Plan wirk­lich gemeint ist erfahrt Ihr wei­ter unten. Zunächst zu dem was eine gro­ße Köl­ner Bou­le­vard­zei­tung heu­te schrieb:


Geht’s noch?
Irrer Fahrradtunnel quer durch Köln!

Irrer Radtunnel
Nicht “irre” – GENIAL!

Die Rats­grup­pe GUT plant einen Tun­nel von Ehren­feld zum Rat­haus, die Mehr­heit soll ste­hen, Grü­ne und CDU zei­gen sich begeis­tert. Um was geht es? „Wir ste­hen für eine öko­lo­gi­sche Ver­kehrs­wen­de, damit die­se gelingt, muss die­se auch attrak­tiv sein.“, so Rats­herr Tobi­as Scholz (GUT). Scholz wei­ter: „Rad­fah­ren­de sol­len daher auch im Win­ter tro­cken und warm in die Stadt fah­ren kön­nen. Zunächst gra­ben wir einen unter­ir­di­schen Rad­weg von Ehren­feld in die Innen­stadt.“ Der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der SPD, Andy Pött­gen tobt: „Unse­ren U‑Bahn-Tun­nel woll­ten sie nicht, aber für Rad­fah­rer ist GUT nichts zu teu­er. Das der Tun­nel auch noch vor der Haus­tür der bei­den Noch-Rats­mit­glie­der begin­nen soll ist eine Unver­schämt­heit! Das ist Klün­gel! Nebel­ker­zen!“.
Nach EXPRESS-Infor­ma­tio­nen soll der Tun­nel in Ehren­feld unter der Ven­lo­er Stra­ße genau zwi­schen Geis­sel­stra­ße und Kör­ner­stra­ße begin­nen. RM Scholz wohnt in der Geis­sel- und RM Zim­mer­mann in der Kör­ner­stra­ße …
Rats­mit­glied Thor Zim­mer­mann kann die Empö­rung nicht ver­ste­hen: „Ich fah­re die­se Stre­cke nahe­zu täg­lich mit dem Fahr­rad, unbe­zahlt. Da ist der Tun­nel nur ein klei­ner Vor­teil für mich.“

fahrradtunnel
(Kli­cken ver­grö­ßert)

Kri­tik kommt aber auch von Ralph Sterck (F.D.P.): „Und wer denkt an die Auto­fah­rer? Ein sol­cher Fahr­rad-Tun­nel soll­te in einer Tief­ga­ra­ge unter dem Ebertplatz begin­nen. Mit dem Auto in die Stadt, und dann umstei­gen aufs Rad. So den­ken Pro­fis die Ver­kehrs­wen­de!“


Soweit der Pres­se-Arti­kel. Dies ist natür­lich eine sehr ver­kürz­te Dar­stel­lung, und die Zita­te sind aus dem Zusam­men­hang geris­sen!
Fahr­rad­tun­nel sind in vie­len Städ­ten längst nor­ma­ler Bestand­teil der Ver­kehrs­in­fra­struk­tur. Ob in Ant­wer­pen, San Sebas­ti­an oder Jeru­sa­lem, die Vor­tei­le lie­gen klar auf der Hand:
Denk­bar kür­zes­te Ver­bin­dung zwi­schen A und B, kreu­zungs­frei, wit­te­rungs­un­ab­hän­gig, und bei ehren­amt­li­cher Mit­hil­fe auch kos­ten­güns­tig zu rea­li­sie­ren. Die Idee ist also nicht neu und auch nicht von uns. In Köln ist es aber unse­re Rats­grup­pe GUT die den Fahr­rad­tun­nel durch­ge­setzt hat. Die Quid­di­tät unse­rer Stre­cken­füh­rung ist, dass sie par­al­lel zur U‑Bahn ver­läuft! Dies spart enor­me Pla­nungs­kos­ten, und garan­tiert, dass der Tun­nel auch dort ankommt wo er hin soll.

fahrradtunnel ehrenfeld
So wird der Tun­nel aus­se­hen (Pla­nungs­stand 4/2019). Hier ist Flä­chen­ge­rech­tig­keit – zum Glück – kein The­ma mehr …

Kri­tik wol­len wir aber nicht ver­schwei­gen. Gun­da Wien­ke (Ver­kehrs­aus­schuss, Lin­ke) ent­deck­te eine ver­meint­li­che Pan­ne in unse­rem Pro­jekt: “Der Rad­tun­nel führt nur in eine Rich­tung: Von Ehren­feld in die Innen­stadt. Und die Stoi­ker mer­ken es noch nicht mal!”. Und auch aus­ge­rech­net unser “eige­ner” Innen­stadt-Bezirks­ver­tre­ter Tom Gef­fe bemän­gelt: “Die Innen­stadt lei­det schon genug unter Ein­pend­lern, es wäre schön, wenn die die City auch wie­der ver­las­sen könn­ten.”
Frau Blo­me (Ver­kehrs­de­zer­nen­tin) erläu­tert jedoch: “Ein Pro­pel­ler am Anfang des Tun­nels gibt Rücken­wind, bei einem Zwei­rich­tungs­rad­weg hät­ten Rad­fah­ren­de aus der Innen­stadt zurück Gegen­wind. Das kann doch nie­mand wol­len!?”.
Was meint Ihr? Wir freu­ens uns auf Eure Kommentare/Anregungen!


Quellen/Links:
Der 850 Meter lan­ge Tun­nel in San Sebas­ti­an | Bil­der: Sil­ly Wal­king Tun­nel (im Express-Bei­trag), Quel­le: https://bicycledutch.wordpress.com/2016/06/14/and-now-for-something-completely-different/ | Bei­trags­bild (Tun­nel Gra­fik): Mon­ta­ge mit Ursprungs­ma­te­ri­al der Köln SPD (Dan­ke!) zur Ost-West-Ach­se | Tun­nel-Bild (Nur eine Rich­tung): https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Criticalmass-sf-broadway-tunnel.jpg | Lino Ham­mer Bild: Face­book-Pro­fil­bild | Zei­tungs-Bil­der (Mon­ta­ge): Dank an Ali­ne

 

Sichtbar Radfahren auf der Venloer Straße

Ent­lang der Ven­lo­er Stra­ße zwi­schen dem Ehren­feld­gür­tel und der Äuße­ren Kanal­stra­ße hat die Stadt Köln jetzt Fahr­rad­pik­to­gram­me auf der Fahr­bahn mar­kiert. Damit soll allen Ver­kehrs­teil­neh­men­den deut­li­cher wer­den, dass sich hier Auto- und Rad­fah­ren­de die Stra­ße tei­len. Ziel ist ein bes­se­res und siche­re­res Mit­ein­an­der im Stra­ßen­ver­kehr. Ob und wie die­se Pik­to­gramm wir­ken, soll eine wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chung zei­gen.

Die Pflicht zur Nut­zung der bau­li­chen Rad­we­ge auf der Ven­lo­er Stra­ße in Köln-Ehren­feld wur­de bereits vor Jah­ren auf­ge­ho­ben. Damit haben Rad­fah­ren­de hier die Wahl, ob sie den Rad­weg oder die Fahr­bahn benut­zen. Um die­se Ver­kehrs­si­tua­ti­on deut­li­cher zu machen, hat das Amt für Stra­ßen und Ver­kehrs­ent­wick­lung nun auf die­sem Abschnitt in bei­den Fahrt­rich­tun­gen Fahr­rad­pik­to­gram­me als so genann­te „Pik­to­gramm­ket­te“ mar­kiert. Die Ver­wal­tung erhofft sich dadurch mehr Ver­kehrs­si­cher­heit und ange­pass­tes Fahr­ver­hal­ten. Mit Hil­fe einer wis­sen­schaft­li­chen Stu­die der Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät Wup­per­tal wird die Wir­kung die­ser Maß­nah­me unter­sucht.

„Sicht­bar Rad­fah­ren auf der Ven­lo­er Stra­ße“ wei­ter­le­sen

Radschnellweg – von wegen schnell!

In Essen wir der RS1 bereits gebaut. Köln befin­det sich hin­ge­gen noch in der Vor­pla­nung. Immer­hin denkt man aber auch an wei­te­re Pro­jek­te.

Alle wol­len sie, alle for­dern und för­dern sie: Rad­schnell­we­ge! Doch wo blei­ben sie denn? In Köln ist jeden­falls noch kein ein­zi­ger Meter schnel­ler Asphalt zu sehen – Städ­te wie Essen sind uns da vor­aus. „Rad­schnell­weg – von wegen schnell!“ wei­ter­le­sen

HURRAD — Feiern? Ja! Ausruhen? Nein!

Tem­po 30 Zonen, neue Fahr­rad­spu­ren, Auf­he­bung der Rad­we­ge­be­nut­zungs­pflicht, aus­ge­wie­se­ne Fahr­rad­stra­ßen – es tut sich was in Köln. Grund für Jubel oder Trop­fen auf den hei­ßen Stein?

Die Rats­grup­pe GUT lud Fahrradaktivist*innen und den Fahr­rad­be­auf­trag­ten der Stadt Köln zur Podi­ums­dis­kus­si­on „Hur­rad!“. Chris­ti­ne Schil­ha hat zuge­hört und mit­ge­schrie­ben.

„HURRAD — Fei­ern? Ja! Aus­ru­hen? Nein!“ wei­ter­le­sen

Fahrradsichere Schienen

Bahn­schie­nen mit dem Rad in einem ungüns­ti­gen Win­kel zu que­ren, führt zu Unfäl­len. Es gibt nun ein Sys­tem, das die gefähr­li­che Ril­le in den Schie­nen ver­schließt.

Es ist der Alp­traum eines jeden Rad­fah­ren­den in Köln: Das Fahr­rad ver­kan­tet sich in einer Bahn­schie­ne und ein Sturz ist oft unver­meid­lich. Hier könn­te eine Hart-Gum­mi-Dich­tung Abhil­fe schaf­fen, die auf der Fach­mes­se für Ver­kehrs­tech­nik Inno­Trans im Sep­tem­ber 2018 vor­ge­stellt wur­de. Es ver­schließt die Ril­len in Stra­ßen­bahn­schie­nen, sodass Fuß­gän­ger und Rad­fah­ren­de sicher pas­sie­ren kön­nen. „Fahr­rad­si­che­re Schie­nen“ wei­ter­le­sen

Gute Räder – Gute Luft!

Las­ten­rä­der wer­den ab Janu­ar 2019 mit bis zu 2500 € von der Stadt Köln geför­dert. Ein Erfolg unse­rer Rats­grup­pe GUT.

Update: 14.02.2019 Unse­re Initia­ti­ve wur­de her­vor­ra­gend von den Kölner*innen ange­nom­men. Wir freu­en uns über aktu­ell 135 ein­ge­reich­te För­der­an­trä­ge! Wenn alle Anträ­ge bewil­ligt wer­den, sind die Mit­tel für 2019 damit aus­ge­schöpft.

Unse­re Rats­grup­pe GUT arbei­tet kon­struk­tiv am Haus­halt der Stadt Köln mit. So gelang es uns 2017 in den Haus­halts­ver­hand­lun­gen für 2018 für die Las­ten­rad­för­de­rung 100.000 Euro ein­zu­stel­len. Ziel ist es, „Gute Räder – Gute Luft!“ wei­ter­le­sen