Seltene Sgraffiti von Otto Gerster entdeckt

Bei Fas­sa­den­ar­bei­ten am ehe­ma­li­gen Gebäu­de des Rau­ten­strauch-Joest-Muse­ums am Ubier­ring kamen Sgraf­fi­ti von Otto Hel­mut Gers­ter zum Vor­schein. Die monu­men­ta­len Wand­kunst­wer­ke wer­den nun fach­kun­dig frei­ge­legt.

Die Gebäu­de­wirt­schaft der Stadt Köln mach­te eine erfreu­li­che Ent­de­ckung beim Umbau des ehe­ma­li­gen Rau­ten­strauch-Joest-Muse­ums am Ubier­ring: Nach der Demon­ta­ge von Tuff­stein­plat­ten an der Fas­sa­de, stie­ßen die Mitarbeiter*Innen auf sie­ben so genann­te „Sgraf­fi­ti“ des Künst­lers Otto Hel­mut Gers­ter. Bei Sgraf­fi­ti (Ein­zahl: Sgraf­fi­to) han­delt es sich um künst­le­ri­sche Deko­ra­tio­nen von Wand­flä­chen durch eine his­to­ri­sche Putz- und Kratz­tech­nik. Dadurch ent­ste­hen drei­di­men­sio­na­le Wand­ver­zie­run­gen.

Frü­hes­tens Ende März 2020 wer­den die sie­ben Sgraf­fi­ti voll­stän­dig frei­ge­legt sein. Da die Fas­sa­de kom­plett mit Gerüst und Bau­pla­nen ver­klei­det ist, sind die Kunst­wer­ke der­zeit von der Stra­ße aus nicht zu sehen. „Sel­te­ne Sgraf­fi­ti von Otto Gers­ter ent­deckt“ wei­ter­le­sen

Dancing Queen ohne Tanzfläche

Fes­ti­vals wer­den ein immer wich­ti­ge­res Kul­tur­gut. Wie sieht also die Situa­ti­on in Köln aus, einer Stadt, die sich selbst als Kul­tur­stadt bezeich­net?

Fes­ti­vals sind mitt­ler­wei­le ein ele­men­ta­rer Bestand­teil in der Ver­an­stal­tungs­bran­che, die regel­mä­ßig vie­le Besu­cher von über­all­her anzie­hen. Gera­de Deutsch­land ist eine abso­lu­te Fes­ti­val-Hoch­burg, es gibt weni­ge Län­der mit einem ver­gleich­ba­ren Ange­bot. Gro­ße deut­sche Fes­ti­vals wie Rock am Ring/Rock im Park, das Hurricane/Southside Fes­ti­val, das Wacken Open Air oder Paroo­ka­vil­le genie­ßen inter­na­tio­nal ein hohes Anse­hen. Da stellt sich die Fra­ge — was hat Köln eigent­lich an Fes­ti­vals zu bie­ten? „Dan­cing Queen ohne Tanz­flä­che“ wei­ter­le­sen

KAT18 gerettet? Finanzausschuss wünscht Erhalt

In einem Dring­lich­keits­an­trag hat­ten die Grü­nen, CDU und FDP gemein­sam mit der Rats­grup­pe GUT den Erhalt der sozio­kul­tu­rel­len Nut­zung des KAT18 auf die Tages­ord­nung des Finanz­aus­schus­ses am 11. Okto­ber 2019 gesetzt — und beschlo­ßen.

Die­ser Haus­halts­be­gleit­be­schluss des Finanz­aus­schus­ses gibt eine ein­deu­ti­ge Emp­feh­lung an die LEG Immo­bi­li­en AG, die Ver­mie­te­rin der Räu­me am KAT18, und einen kla­ren Auf­trag an die Ver­wal­tung: KAT18 soll geret­tet wer­den. Die Rats­grup­pe GUT steht hin­ter die­sem Beschluss des Haus­halts­bünd­nis­ses, der zwei Din­ge zusi­chert:
1. Das Thea­ter der Kel­ler wird finan­zi­ell geför­dert.
2. Die sozio-kul­tu­rel­len Kul­tu­ren im KAT 18 sol­len erhal­ten blei­ben.

Die­ser Beschluss könn­te lang­fris­tig die sozio-kul­tu­rel­le Nut­zung der Räu­me auf dem Gelän­de in der aktu­el­len Form sichern. Außer­dem wünscht sich der Finanz­aus­schuss den gewerb­li­chen Mieter*innen einen Miet­kos­ten­zu­schuss zu gewäh­ren. Damit setzt er ein kla­res Zei­chen: In den Erhalt des sozio-kul­tu­rel­len Gewer­bes am KAT18 soll­te inves­tiert wer­den.

Der Rat der Stadt Köln hat den Haus­halt 2020/2021 inklu­si­ve des Beschlus­ses zu KAT18 ver­ab­schie­det. Die LEG muss­te dar­auf reagie­ren.

Doch die neus­ten Ent­wick­lun­gen sind ein Rück­schritt. Laut Pres­se­mit­tei­lung von Assa­ta im Hof erhiel­ten am 08.01.2020 Assa­ta im Hof und die Sozi­al­ge­wer­be im KAT 18 eine Räu­mungs­auf­for­de­rung. “Damit unter­gräbt die Immo­bi­li­en­ge­sell­schaft LEG die seit Herbst lau­fen­den Ver­hand­lungs­ge­sprä­che mit der Stadt Köln, die eine Lösung für eine unbe­fris­te­te Fort­set­zung der Miet­ver­trä­ge aller Mieter*innen und sogar eine Anmie­tung der Räum­lich­kei­ten anstrebt,” heißt es in der Pres­se­mit­tei­lung.

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Mietzuschüsse für Ateliers

Die Stadt ver­gibt Miet­zu­schü­ße für Ate­liers an pro­fes­sio­nel­le Künst­le­rIn­nen aus Köln. Bis zum 16. Sep­tem­ber 2019 kön­nen sich Ein­zel­per­so­nen für das För­der­pro­gramm bewer­ben.

In Zei­ten von stei­gen­den Mie­ten bie­tet die Stadt Köln eini­ge finan­zi­el­le Hil­fe­stel­lun­gen für ihre Künst­le­rIn­nen. Ein Pro­gramm bezu­schußt über  fünf Jah­re lang pri­vat ange­mie­te­te Ate­liers und auch Wohn­ate­liers für den Zeit­raum von 2020 bis 2024. Die Aus­schrei­bung rich­tet sich an pro­fes­sio­nell arbei­ten­de Künst­le­rIn­nen mit Wohn­sitz in Köln. „Miet­zu­schüs­se für Ate­liers“ wei­ter­le­sen

Millieuschutz für KAT18

Kann die Stadt sich stär­ker für den Erhalt des sozi-kul­tu­rel­len Gewer­bes am KAT18 ein­set­zen? Den gewerb­li­chen Mie­te­rIn­nen wur­de für Ende Sep­tem­ber 2019 gekün­digt. Dazu hat die Rats­grup­pe GUT in der Haupt­aus­schuss­sit­zung vom 5. August 2019 eine Anfra­ge gestellt.

Die Situa­ti­on scheint wenig aus­sichts­reich: Für den 30. Sep­tem­ber 2019 liegt Assa­ta im Hof die Kün­di­gung vor. Bis­lang hat die Stadt Köln nicht viel unter­nom­men, um die Ver­drän­gung die­ses Rau­mes sowie der ande­ren sozio-kul­tu­rel­len Klein­ge­wer­be auf dem Gelän­de des KAT18 im Seve­r­ins­vier­tel zu ver­hin­dern. Posi­tiv zu sehen ist: In bereits frei gewor­de­nen Räum­lich­kei­ten im Gebäu­de­kom­plex wird das Thea­ter der Kel­ler eine neue Blei­be fin­den. Das Schick­sal der übri­gen gewerb­li­chen Mieter*innen ist offen. Im August soll nun eine Kom­mis­si­on tagen, die alle Par­tei­en erst­mals an einen Tisch brin­gen will. Ein Ter­min ist uns noch nicht bekannt. Da die Zeit bis zur Kün­di­gung knapp wird, haben wir im Haupt­aus­schuss ange­fragt, wel­che Mög­lich­kei­ten die Stadt noch hat, das bestehen­de Klein­ge­wer­be am KAT18 zu erhal­ten. „Mil­lieu­schutz für KAT18“ wei­ter­le­sen

Auf geht’s, Colonius!

Der Rat der Stadt Köln hat am 09. Juli 2019 beschlos­sen, die Mach­bar­keit einer Wie­der­eröff­nung des Colo­ni­us zu prü­fen. Eine gro­ße Mehr­heit stimm­te für unse­ren gemein­sa­men Antrag mit CDU, Grü­nen und FDP. Jetzt unter­sucht die Ver­wal­tung, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen der Köl­ner Fern­seh­turm “Colo­ni­us” wie­der für alle zugäng­lich gemacht wer­den kann.

Der Colo­ni­us ist wie der Dom ein weit­hin sicht­ba­res Wahr­zei­chen der Stadt. Aber im Gegen­satz zur Hohen Dom­kir­che, ist der Fern­seh­turm nicht all­ge­mein zugäng­lich. Seit der Schlie­ßung des Dreh­re­stau­rants und der Aus­sichts­platt­form im Colo­ni­us für die Öffent­lich­keit Ende der 1990er Jah­re, lie­gen die zwei Besu­che­r­e­ta­gen still und ver­las­sen da. Seit­dem erfüllt der Turm aus­schließ­lich sei­nen tech­ni­schen Zweck, etwa als Sen­de­mast. Aber für vie­le Köl­ne­rInn­nen ist der Colo­ni­us ein Sehn­suchts­ort: sie wün­schen sich, dort wie­der Zutritt zu haben. Wir fin­den, dass der jet­zi­ge Zustand inak­zep­ta­bel ist und dem Inter­es­se der Bür­ge­rIn­nen am Colo­ni­us ent­spro­chen wer­den soll­te! Mit der heu­ti­gen Zustim­mung des Rates zu unse­rem Antrag, eine Mach­bar­keits­stu­die zur Wie­der­eröff­nung des Colo­ni­us in Auf­trag zu geben, geht Köln einen ers­ten Schritt in die­se Rich­tung. „Auf geht’s, Colo­ni­us!“ wei­ter­le­sen

Kunst schaffen in Istanbul

Noch bis zum 31. Mai 2019 kön­nen sich Künst­le­rIn­nen und AutorIn­nen für das Sti­pen­di­um “Atlier Gala­ta” der Stadt Köln bewer­ben. Den Sti­pen­dia­tIn­nen wird ein drei­mo­na­ti­ger Auf­ent­halt in der Part­ner­stadt Istan­bul ermög­licht.

Bereits seit 2009 ver­gibt die Stadt Köln jähr­lich das Sti­pen­di­um “Ate­lier-Gala­ta”. Den Sti­pen­dia­tIn­nen wird ein Wohn­ate­lier im Istan­bu­ler Stadt­teil Bey­oğlu (ehe­mals Gala­ta) zur Ver­fü­gung gestellt. Zusätz­lich erhal­ten sie eine monat­li­che Unter­stüt­zung von 1.000 Euro sowie ein­ma­lig bis zu 300 Euro für An- und Abrei­se. Anschlie­ßend unter­stützt die Stadt Köln eine Ver­an­stal­tung, um die Ergeb­nis­se des Gala­ta-Auf­ent­hal­tes vor­zu­stel­len.
Ein­sen­de­schluss ist Frei­tag, der 31. Mai 2019.

„Kunst schaf­fen in Istan­bul“ wei­ter­le­sen

Das Fest der Kölner Museen

Am Sonn­tag, den 19. Mai 2019 bie­tet sich im Rah­men von “muse­en­koeln — Das Fest” eine groß­ar­ti­ge Gele­gen­heit die Ange­bots­viel­falt der Köl­ner Muse­en zu ent­de­cken. Größ­ten­teils kos­ten­frei fin­den an die­sem Tag mehr als 170 Füh­run­gen und Aktio­nen statt. Vie­le rich­ten sich spe­zi­ell an Fami­li­en und Kin­der.

Anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Tag der Muse­en am 19. Mai 2019 ver­an­stal­ten 26 Köl­ner Muse­en und Kul­tur­ein­rich­tun­gen von 10 bis 18 Uhr „muse­en­koeln – Das Fest”.  Der Akti­ons­tag fin­det bereits zum 23. Mal statt. Die teil­neh­men­den städ­ti­schen und nicht-städ­ti­schen kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen laden ins­be­son­de­re neue Muse­ums­be­su­che­rIn­nen und Fami­li­en mit Kin­dern ein, dass abwechs­lungs­rei­che Ange­bot der Muse­en mit viel Spaß zu ent­de­cken. Die meis­ten Ver­an­stal­tun­gen sind kos­ten­los.

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Kostenfreie Audio-Stadtführung per App

Die Stadt Köln stellt ab sofort die kos­ten­lo­se Smart­pho­ne-App “Via Cul­tu­ra­lis” zur Ver­fü­gung. Die­ser Audio­gui­de lei­tet die Nutzer*innen per GPS ent­lang der soge­nann­ten Via Cul­tu­ra­lis, dem Quar­tier zwi­schen Dom und St. Maria im Kapi­tol. An jedem mar­kier­ten Ort erzäh­len Exper­ten und Exper­tin­nen kurz­wei­lig und unter­halt­sam aus 2.000 Jah­ren Köl­ner Stadt‑, Kul­tur- und Kunst­ge­schich­te.

Mit dem Audio-Gui­de bie­tet die Stadt Köln ein neu­es kos­ten­frei­es Kul­tur­ange­bot. Die App ist leicht zu hand­ha­ben und steht im Play Store oder iTu­nes Store zum Down­load bereit.* An jedem Stopp ent­lang der Stre­cke sind kur­ze Info­tex­te, Fotos und  Audio­da­tei­en hin­ter­legt.
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Vergünstigte VHS-Angebote

Die Köl­ner Volks­hoch­schu­le (VHS) plant ein um 80% ver­güns­tig­tes “Last-Minute”-Angebot für ein­kom­mens­schwa­che Bürger*innen zu schaf­fen. Es soll für Kur­se gel­ten, in denen zwei Tage vor Beginn noch Plät­ze frei sind. So wür­de die Teil­ha­be an Bil­dungs­an­ge­bo­ten geför­dert.

Die Ver­wal­tung hat eine Beschluss­vor­la­ge mit der geplan­ten Neu­re­ge­lung der Kurs­prei­se zur Bera­tung in die poli­ti­schen Gre­mi­en ein­ge­bracht. Vor­aus­sicht­lich am 14. Febru­ar 2019 wird sich der Rat der Stadt Köln mit der Vor­la­ge befas­sen. Stimmt der Rat dem zu, gilt der kos­ten­güns­ti­ge “Last-Minute”-Tarif für VHS-Kur­se ab dem 02. Sep­tem­ber 2019.

„Ver­güns­tig­te VHS-Ange­bo­te“ wei­ter­le­sen