Congrats Ebi!

Der Brun­nen auf dem Ebertplatz ist nun zu einem Sym­bol für einen unver­krampf­ten Umgang mit unse­rem Öffent­li­chen Raum gewor­den. Wir haben allen Betei­lig­ten zu dan­ken!

Wasser marsch

Am 14. Juli war es nach jahr­zehn­te­lan­ger Dür­re so weit: “Was­ser Marsch!”, auf dem Ebertplatz. Die Wie­der­in­be­trieb­nah­me des Brun­nens. Was man­chen in Ver­wal­tung und Poli­tik nicht gelang (oder schlicht egal war) gelang nun dem Sohn des Brun­nen­bau­ers Wol­gang Göd­dertz, Gri­scha Göd­dertz. Ihm und vie­len Mitstreiter*innen ist es gelun­gen am Ebertplatz eine spek­ta­ku­lä­re Wen­de zu ermög­li­chen. Weg vom in der brei­ten Öffent­lich­keit nur noch als Unort bekann­tem Pro­blem­platz, hin zu sei­nen Ursprün­gen, und dem was er eigent­lich ist: Ein durch­dach­ter Platz! Zuge­ge­ben mit Schwä­chen, aber als Begeg­nungs­raum auch heu­te noch her­vor­ra­gend geeig­net.
Manch­mal fehlt nicht viel um aus einem ver­las­se­nen Ort wie­der eine Oase zu machen: Was­ser!

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Auch zwei Tage nach Eröff­nung, am ers­ten Mon­tag in den Schul­fe­ri­en zeig­te sich, dass allein ein funk­tio­nie­ren­der Brun­nen reicht, um bei Kin­dern, Eltern und Pas­san­ten wah­re Glücks­ge­füh­le aus­zu­lö­sen. Neben aller Freu­de fragt man sich aber auch unwei­ger­lich war­um eine Stadt all die Jah­re auf die­ses (Kin­der-) Para­dies ver­zich­tet hat­te? Denn der Platz ver­wahr­los­te nicht auf­grund eines Des­in­ter­es­ses in der umlie­gen­den Nach­bar­schaft. Roll­trep­pen, Licht in den Pas­sa­gen, vie­les ande­re und eben besag­ter Brun­nen wur­den schlicht nicht mehr instand gehal­ten. Mögen anfangs finan­zi­el­le Grün­de vor­ge­scho­ben wor­den sein, lag in den letz­ten Jah­re nur ein Schluss nahe, der Platz war auf­ge­ge­ben wor­den! Wie es eben oft so ist, statt instand zu hal­ten oder zu sanie­ren muss dann eben etwas Neu­es her. So auch am Ebertplatz: der kom­plet­te Umbau ist bereits ange­scho­ben, der alte “Ebi” wird nicht mehr wie­der zu erken­nen sein. Ob sich der Brun­nen auch auf dem neu­en Platz hält, wird sich zei­gen. Aktu­ell ste­hen die Chan­cen für Göd­dertz’ Was­ser­ki­ne­ti­sche Plas­tik gut, zu über­zeu­gend spru­delt der Brun­nen nun wie­der. Es müss­te jemand ein Herz aus Stein, und man­geln­den Respekt vor künst­le­ri­schem Schaf­fen haben, woll­te er die­sen Brun­nen vom Ebertplatz ver­trei­ben.

Die Wie­der­in­be­trieb­nah­me des Brun­nens ist nur ein Teil eines umfang­rei­che­ren Nut­zungs­kon­zep­tes bis zum Umbau des Ebertplat­zes. Auch bei Regen, im Herbst & Win­ter wird sich nun um den Platz geküm­mert, wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm fin­det Ihr hier: unser-ebertplatz.de

Nicht ver­ges­sen wer­den darf, dass sich das Enga­ge­ment von Ver­wal­tung und Poli­tik erst nach dem Tot­schlag im Herbst 2017 ent­wi­ckel­te. Immer abstru­ser mutet heu­te der aus Tei­len der Ver­wal­tung ernst­haft gemach­te Vor­schlag an, die Pas­sa­ge am Ebertplatz zuzu­mau­ern. In eben die­ser Pas­sa­ge begann schon vor dem tra­gi­schen Todes­fall ein wirk­sa­mes und auf­rich­ti­ges Küm­mern um den Platz. Die Gale­ri­en und wei­te­re Nut­zer der Pas­sa­ge mach­ten der Stadt schon lan­ge vor, wel­ches Poten­ti­al der Platz eigent­lich hat. Das Zumau­ern konn­te ver­hin­dert wer­den, das neue Kon­zept beschlos­sen. “Koor­di­niert wird die Inte­rim­s­pha­se durch die Abtei­lung Stadt­raum­ma­nage­ment des Dezer­nats Stadt­ent­wick­lung, Pla­nen und Bau­en der Stadt Köln, in Zusam­men­ar­beit mit dem Kul­tur­amt des Kul­tur­de­zer­na­tes.”, einem anschei­nend hoch moti­vier­tem Team, dem wir ger­ne wei­te­re Auf­ga­ben über­tra­gen wür­den …


Wir haben für Euch vie­le wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Ebertplatz zusam­men getra­gen, unser Dos­sier fin­det Ihr hier.

Autor: Thor Zimmermann

Thor ist Ratsmitglied der Stadt Köln, und auch in den Ausschüssen Kultur, Stadtentwicklung, sowie dem Hauptauschuss vertreten. Am 13. September 2020 kandidiert Thor zur Oberbürgermeister*in-Wahl in Köln.

2 Gedanken zu „Congrats Ebi!“

  1. Nun, da der Brun­nen end­lich wie­der läuft, dürf­te doch vie­len Bür­gern ersicht­lich wer­den: der Ebertplatz ist ein ange­neh­mer, grü­ner Platz mit altem Baum­be­stand, wo es sich sehr gut, abge­schot­tet vom Auto­ver­kehr ver­wei­len lässt. Wel­cher Platz in Köln ist damit ver­gleich­bar?
    Ein Umbau ist voll­kom­men über­flüs­sig, so lan­ge die Stadt sich um die Pfle­ge des Plat­zes küm­mert, so wie es ihre Auf­ga­be ist.
    War­um muss mit aller (vor allem auch media­ler) Gewalt ein Umbau, eine Zer­stö­rung des archi­tek­to­nisch höchst inter­es­san­ten Plat­zes durch­ge­drückt wer­den? War­um die­se hys­te­ri­sche Reak­ti­on, wenn geprüft wer­den soll, ob er Denk­mal­schutz genie­ßen soll­te?

    Sind die Auf­trä­ge unter der Hand schon an Archi­tek­ten und Bau­fir­ma ver­ge­ben? Das Gan­ze hat wirk­lich einen schlech­ten Bei­geschmack.

    So wirkt es.

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