Wasserspielplatz im Grüngürtel

Der neue Was­ser­spiel­platz im Inne­ren Grün­gür­tel ist so gut wie fer­tig. Die was­ser­spei­en­den Figu­ren sind voll­stän­dig instal­liert und die abschlie­ßen­den bau­li­chen Arbei­ten sol­len Ende Okto­ber abge­schlos­sen sein. Dann steht das Gelän­de des neue Was­ser­spiel­plat­zes allen Kölner*innen zum Ken­nen­ler­nen offen.

Neuer Wasserspielplatz im Inneren Grüngürtel am Colonius

Der wei­che sand­far­be­ne und was­ser­blaue Gum­mi­be­lag des Was­ser­spiel­plat­zes ver­mit­telt ein Gefühl von Urlaub: Son­nen­schir­me am Strand, Frosch, Krab­be, Was­ser­kä­fer und Was­ser­schlan­ge tum­meln sich zwi­schen trans­pa­ren­ten See­grä­sern. Die­ses bun­te Ensem­ble aus Was­ser­spiel­ge­rä­ten steht bereits seit ein paar Wochen im Schat­ten des  Colo­ni­us am Inne­ren Grün­gür­tel und war­tet auf sei­nen Ein­satz. Zwar erlau­ben die herbst­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren jetzt kei­ne Was­ser­spie­le mehr aber immer­hin kön­nen gro­ße und klei­ne Kölner*innen bald den lang­ersehn­ten Was­ser­spiel­platz ken­nen ler­nen. Ende Okto­ber ist die Abnah­me durch die Stadt Köln geplant, anschlie­ßend soll der Bau­zaun ent­fernt und das Gelän­de für die Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht wer­den. Aller­dings soll­ten die Besucher*innen beden­ken, dass es kein übli­cher Spiel­platz ist und die Skulp­tu­ren aus­drück­lich nicht zum Klet­tern gedacht sind. Ab April 2021 könn­te dann end­lich, je nach Wet­ter­la­ge, das Was­ser spru­deln, flie­ßen, sprit­zen.

Die Boden­dü­sen, aus denen spä­ter senk­rech­te Fon­tä­nen, Was­ser­schwei­fe, Was­ser­wel­len, bogen­för­mi­ge Strah­len und Was­ser­tun­nel her­aus­kom­men, wer­den erst im Früh­jahr ein­ge­setzt. Über den Win­ter sind sie mit Schutz­kap­pen ver­schlos­sen.

Experiment Wasserspielplatz

War­um also die Ein­wei­hung schon jetzt, im Herbst? Ursprüng­lich hat­te die Ver­wal­tung geplant, den neu­en Was­ser­spiel­platz im Früh­jahr 2020 zu eröff­nen. Die Coro­na-Pan­de­mie ver­hin­der­te die Fer­tig­stel­lung, da sich die Lie­fe­run­gen und Bau­maß­nah­men ver­zö­ger­ten. Außer­dem konn­te kein siche­res Hygie­nekon­zept für die offe­ne Was­ser­spiel­flä­che ent­wi­ckelt wer­den. Ein­lass­kon­trol­len wie im Schwimm­bad wären hier, mit­ten im Grün­gür­tel, ein­fach nicht anwend­bar. Der gro­ße Was­ser­spiel­platz mit Figu­ren, wie in einem Frei­zeit­bad, ist für die Ver­wal­tung ein Expe­ri­ment: Nimmt die Öffent­lich­keit den Platz gut an? Wird der Ort pfleg­lich behan­delt? Und wie über­steht die Anla­ge den Win­ter? Denn die Anla­ge soll grund­sätz­lich über die kal­te Jah­res­zeit ste­hen blei­ben. Auch, um Kos­ten für eine Demon­ta­ge und den Wie­der­auf­bau im Früh­jahr zu spa­ren. Das lässt sich ab sofort beob­ach­ten.

Schutz vor Vandalismus

Um zu schau­en, wie die Men­schen mit den schö­nen Figu­ren umge­hen, bau­te die Stadt test­wei­se 2019 die Was­ser­schlan­ge und eini­ge See­gras­stän­der mit Ple­xi­glas­schei­ben auf. Nach drei Mona­ten war kein ein­zi­ger Krat­zer an der See­gras­fi­gur zu fin­den. Daher setzt die Stadt auf die Wert­schät­zung der ein­zig­ar­ti­gen Anla­ge durch die Bürger*innen und eine gewis­se sozia­le Kon­trol­le. Der Kiosk­be­trei­ber des angren­zen­den Park Cafés ist im Som­mer von 11:00 — 02:00 Uhr vor Ort und hat “sein Baby” genau im Blick. Neben einem Grund­ver­trau­en in die Kölner*innen, setzt die Stadt auf eine Beschich­tung der Figu­ren. So las­sen sich Schmie­re­rei­en leicht abwi­schen. Bei hart­nä­cki­gen Ver­un­rei­ni­gun­gen kann die Fir­ma ihre Gerä­te abschrau­ben und säu­bern. Die Was­ser­tie­re sind mit Anker­plat­ten im Boden ein­ge­las­sen, sodass man sie leicht für sol­che oder Repa­ra­tur­zwe­cke demon­tie­ren kann.

Genau­so ein­fach kann die Ver­wal­tung ein Gerät gegen ein ande­res aus­tau­schen, wenn sie fest­stellt, dass ein Was­ser­tier unge­eig­net ist. Die Mit­tel für sol­che Ersatz­be­schaf­fun­gen oder Rei­ni­gungs­kos­ten kämen aus einem Topf, der für alle Köl­ner Spiel­plät­ze (über 700) zur Ver­fü­gung steht.

Planschzeiten steuert Wetterstation am Wasserspielplatz

Wenn es im April 2021 dann end­lich mit den Was­ser­spie­len los­geht, steht die Anla­ge von 10–18 Uhr im Früh­jahr zum Plan­schen bereit. Im Som­mer ver­län­gert sich die Plansch­zeit von 10–20 Uhr. Die eigent­li­che Inbe­trieb­nah­me erfolgt aber gene­rell durch die Nutzer*innen. Die Kin­der drü­cken einen Knopf und das Was­ser spru­delt aus unter­schied­li­chen Figu­ren oder den Boden­dü­sen. Wenn also nie­mand vor Ort ist, läuft das Was­ser nicht unnö­tig. Bei Regen, star­kem Wind oder kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren funk­tio­nie­ren die Was­ser­an­la­gen nicht. Eine Wet­ter­sta­ti­on, die am Park Café mon­tiert ist, steu­ert den Betrieb. Wird eine vor­ein­ge­stell­te Tem­pe­ra­tur unter­schrit­ten oder ist die Wind­stär­ke zu hoch, geht das Was­ser nicht an. Hier baut die Ver­wal­tung eben­so auf zukünf­ti­ge Erfah­rungs­wer­te und bit­tet die Kölner*innen um Rück­mel­dun­gen, ab wel­cher Tem­pe­ra­tur Klein und Groß ger­ne plan­schen möch­te.

Betriebskosten übernimmt die Stadt

Die Stadt freut sich dar­auf, wenn der Was­ser­spiel­platz gut ange­nom­men und genutzt wird. Neben dem hohen Frei­zeit­wert für Kin­der, wirkt sich der Was­ser­spiel­platz posi­tiv auf das Mikro­kli­ma im Inne­ren Grün­gür­tel aus. Die Betriebs­kos­ten für den Platz sind im Haus­halt ein­ge­stellt, auf­grund der feh­len­den Erfah­rungs­wer­te aller­dings nur geschätzt. Laut Stadt­ver­wal­tung gibt es kei­ne ver­gleich­bar gro­ße Anla­ge mit einem ähn­lich gro­ßem Nutzer*innenpotential. Die Stadt schätzt die Betriebs­kos­ten je nach Nut­zungs­in­ten­si­tät auf 20.000 bis 40.000 Euro pro Jahr.  Mit Hil­fe der wet­ter­ab­hän­gi­gen Steue­rung ist die Anla­ge effi­zi­ent ein­ge­stellt. Den­noch  wäre ein Unter­stüt­zer, wie die Rhein­Ener­gie, die einen Teil der Kos­ten für Strom und Was­ser über­neh­men könn­te, sicher­lich hilf­reich. Wir wer­den nach­for­schen, was hier mög­lich ist.


Das Titel­fo­to haben wir am Tag der Eröff­nung des Was­ser­spiel­plat­zes auf­ge­nom­men.

Autor: Karin Preugschat

Karin Preugschat arbeitet als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für unsere Ratsgruppe.

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