Wild in Köln

Foto­re­por­ta­ge & Podi­ums­dis­kus­si­on zu Ehren der Bio­di­ver­si­tät – Am 5. Juni 2018, 19 Uhr im Turis­tara­ma – Ver­an­stal­ter: Rats­grup­pe GUT

Biodiversität

Bio­di­ver­si­tät? Das ist doch die Aus­wahl im Natur­kost­la­den? Fast! — Es han­delt sich hier­bei um Lebens­räu­me, Arten­reich­tum und Gene­ti­sche Viel­falt unse­rer loka­len Tier- und Pflan­zen­welt.

Bio­di­ver­si­tät. Es gibt sie. Hier in unse­rer Groß­stadt Köln. Erstaun­li­cher Wei­se spie­len bei der Erhal­tung der Bio­di­ver­si­tät beson­ders die Städ­te eine wich­ti­ge Rol­le. Der länd­li­che Raum ist wei­test­ge­hend mono­kul­tu­rell land- und forst­wirt­schaft­lich genutzt. Wich­ti­ge Lebens­räu­me sind nach und nach ver­schwun­den. Das Aus­brin­gen von Schäd­lings- und Unkraut­be­kämp­fungs­mit­teln kommt hin­zu – und schon lei­den Tier- und Pflan­zen­po­pu­la­tio­nen. Beson­ders Vogel- und Insek­ten­ar­ten sind hier­von betrof­fen. Das dro­hen­de Aus­ster­ben eines beson­ders popu­lä­ren Tie­res, der Bie­ne, bewog Ende April sogar die EU-Staa­ten zu einem Ver­bot von soge­nann­ten Neo­ni­ko­tino­iden. Ein wich­ti­ger Schritt, doch längst nicht der ein­zig Nöti­ge zum Über­le­ben der Bie­nen. Dabei  stel­len sie  durch ihre emsi­ge Bestäu­bungs­tä­tig­keit nicht nur eine wich­ti­ge Grund­la­ge unse­res Öko­sys­tems dar, son­dern leis­ten völ­lig unent­gelt­lich  auch in der Öko­no­mie der Land­wirt­schaft ent­schei­den­de Arbeit. In Deutsch­land beträgt nach Anga­ben des Deut­schen Imker­bun­des e.V. der öko­no­mi­sche Nut­zen der Bestäu­bungs­leis­tung durch Bie­nen, Schmet­ter­lin­ge, Wes­pen, Hor­nis­sen und Flie­gen etwa 2 Mil­li­ar­den Euro im Jahr.

Ganz anders in der Stadt  

Wil­de Städ­ter – Arten­viel­falt im urba­nen Raum, Foto: Sven Meurs

Hier fin­den bedroh­te Arten ihre Nischen. Hier gibt es neben den bun­ten Schre­ber­gär­ten auch die wil­den Brach­flä­chen. 

Denn: ca. 1/3 der Stadt­flä­che Kölns außer­halb der Sied­lungs- und Ver­kehrs­flä­che ist Frei­flä­che. Und vie­le die­se Frei­flä­chen haben groß­ar­ti­ges Poten­zi­al, wenn man die Natur nur machen lässt. Schon heu­te sind es die Stadt­area­le, wel­che in punk­to Bio­di­ver­si­tät die länd­li­chen Flä­chen deut­lich über­tref­fen. Erstaun­li­cher Wei­se sind es die Städ­te, die den Fort­be­stand unse­rer gene­ti­schen Viel­falt für die Zukunft erhal­ten hel­fen. Und selbst­ver­ständ­lich gel­ten die Zie­le des Bun­des­na­tur­schutz­ge­set­zes für die Siche­rung der bio­lo­gi­schen Viel­falt auch in der Stadt. Daher soll­ten wir in Köln der För­de­rung der Bio­di­ver­si­tät mehr Auf­merk­sam­keit schen­ken.

Es lebe die Bie­ne! Foto: Sven Meurs

Unser The­men­abend am 05. Juni 2018

Mit „Wild in Köln“ wol­len wir die Bio­di­ver­si­tät ehren und Nähe­res über ihre Lage in Köln erfah­ren.

Foto­re­por­ter Sven Meurs nimmt uns in einer Live Foto­re­por­ta­ge mit auf die Rei­se in die­se „Groß­stadt Wild­nis“ und zeigt neue Bil­der aus Köln, Frank­furt,  Ber­lin und Hei­del­berg.

Bet­ti­na Küchen­hoff vom Umwelt­amt der Stadt Köln wird uns in einem Impuls­vor­trag auf­zei­gen, was die Stadt in Sachen För­de­rung der Bio­di­ver­si­tät bereits heu­te schon unter­nimmt. Wo gibt es Erfol­ge zu ver­zeich­nen?  Wo lie­gen noch Her­aus­for­de­run­gen?

Zum anschlie­ßen­den Podi­um kom­men Gabrie­le Falk (BUND) und Achim Kem­per (NABU) und Tobis Scholz (GUT, MdR & Aus­schuß Umwelt und Grün) hin­zu und wir möch­ten mit dem Publi­kum zum The­ma „Wie wei­ter mit der Bio­di­ver­si­tät? – Was braucht Köln?“ ins Gespräch kom­men. Es mode­riert Dr. Chris­ti­ne Kuch.

Unse­re Redner*innen:

Sven Meurs
Der Foto­graf ist in Kle­ve am Nie­der­rhein auf­ge­wach­sen. Nach einem zwei­jäh­ri­gen Auf­ent­halt auf der Nord­see­insel Amrum hat die Natur­fo­to­gra­fie ihn nie mehr los­ge­las­sen. Seit über 10 Jah­ren arbei­tet er als frei­be­ruf­li­cher Foto­graf im Bereich Natur‑, Tier- und Land­schafts­fo­to­gra­fie. www.svenmeurs.de

Beti­na Küchen­hoff
Die Diplom-Bio­lo­gin ist im Umwelt­amt der Stadt Köln für Umwelt­bil­dung und Bio­di­ver­si­tät zustän­dig.

Gabrie­le Falk, BUND 

Achim Kem­per
NABU, Mit­glied im Vor­stand des Stadt­ver­ban­des. Umwelt­päd­ago­ge in Fin­kens Gar­ten, Stadt Köln. Wur­de in den 90er-Jah­ren durch sei­ne Vogel­stim­men-Wan­de­run­gen als “Der mit den Vögeln spricht“ bekannt. Medi­en­re­fe­rent im Vor­stand NABU Köln, Fach­be­reich Orni­tho­lo­gie; Ver­trau­ens­mann für Vogel­schutz der Vogel­schutz­war­te (VSW) NRW.

Tobi­as Scholz
Tobi­as ist seit Sep­tem­ber 2015 Mit­glied im Rat der Stadt Köln (GUT), er ist Bera­ten­des Mit­glied in den Aus­schüs­sen Umwelt und Grün, Ver­kehr und Sozia­les. Seit 2010 arbei­tet er auch in ver­schie­de­nen Aus­schüs­sen des Land­schafts­ver­ban­des Rhein­land (LVR) mit.

Mode­ra­ti­on: Dr. Chris­ti­ne Kuch

Pro­gramm:

18:30 Ein­lass
19:00 Begrü­ßung
19:15 Live Foto­re­por­ta­ge „Groß­stadt Wild­nis“, Sven Meurs
20:15 Impuls­vor­trag Bio­di­ver­si­tät, Beti­na Küchen­hoff
20:45 Mode­rier­tes Podi­um mit:
Sven Meurs, Foto­re­por­ter
Beti­na Küchen­hoff, Umwelt­amt Stadt Köln
Gabrie­le Falk, BUND,
Achim Kem­per, NABU
Tobi­as Scholz, GUT, MdR & Aus­schuss Umwelt und Grün
21:45 Aus­klang bei Geträn­ken

Ort:

TURISTARAMA (ehe­mals Lupe 2), Mau­ri­ti­us­stein­weg 102, 50676 Köln
(Anfahrt ÖPNV:   Linie 9,   Mau­ri­ti­us­kir­che)

Ein­tritt frei!


Bei­trags­bild: Sven Meurs
Unser Ver­an­stal­tungs­pla­kat als pdf

Autor: Tom Geffe

Tom Geffe ist Vorsitzender der Guten Wählergruppe Köln und Bezirksvertreter in der Innenstadt.

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