Warten auf Wohngeld

Wohngeld ist eine Unterstützungsmaßnahme durch die Stadt, auf die insbesondere in Pandemie-Zeiten mehr Kölner*innen als üblich angewiesen sind. Daher hat GUT Köln eine Anfrage im Ausschuss für Soziales und Senioren gestellt, wie die Wohngeldstelle das gestiegene Antragsvolumen personell bewältigt.

Aktenstapel in einem Büro wie es in der Wohngeldstelle sein könnte

Im Vergleich zu 2019 haben in Folge der Corona-Pandemie im Jahr 2020 rund 18% mehr Kölner*innen Wohngeld beantragt.

GUT Köln hat dazu eine Anfrage im Ausschuss für Soziales und Senioren gestellt, wie die Wohngeldstelle personell besetzt ist. Denn auch im Jahr 2021 ist Pandemie-bedingt ein Anstieg von Wohngeldanträgen in Köln zu erwarten.

Wohngeld steht Menschen zu, die keine Transferleistungen (Hartz IV) beziehen aber aufgrund von Einkommenseinbußen finanzielle Unterstützung brauchen, damit sie weiterhin ihre Miete zahlen und so ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Beantragen können es zum Beispiel Selbständige, Menschen in Kurzarbeit oder Arbeitslose.

Diese Antragssteller*innen sind in der Regel dringend auf eine schnelle Unterstützung angewiesen. Von einer kurzfristigen Bearbeitung der Wohngeldanträge kann derzeit allerdings leider nicht die Rede sein. Das geht aus der Verwaltungsantwort auf die Anfrage von GUT Köln hervor. Denn die Wohngeldstelle war bereits vor Beginn der Pandemie unterbesetzt. Die Personallücken konnten trotz sechs neu geschaffener Stellen bislang nicht vollständig besetzt werden. Die fehlenden Mitarbeiter*innen sowie das stark gestiegene Antragsvolumen führen zu einem Antragsrückstau und teilweise zu monatelangen Wartezeiten bis der Wohngeldbescheid zugestellt wird. Insgesamt hat die Verwaltung 25% mehr Wohngeldbescheide in 2020 ausgestellt als noch im Vorjahr.

“Zwar scheint die bisherige Stellenbesetzung laut Wohngeldstelle schwierig zu sein. Aber wir wollen dennoch eine zuverlässige und schnelle Hilfe für betroffene Kölner*innen gewährleisten”, gibt GUT Köln Ratsfrau Karina Syndicus zu bedenken. “Deshalb werden wir dieses Thema im Blick behalten. Wir werden prüfen, ob es sinnvoll und möglich  ist, hier eventuell weitere Planstellen zu schaffen”, ergänzt Syndicus.


Das Beitragsbild zeigt symbolisch, wie der Schreibtisch eines/einer Mitarbeiters*in der Wohngeldstelle derzeit vielleicht aussieht.
Quelle: unsplash


Zu unserer Anfrage und der vollständigen Verwaltungsantwort.

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Autor: Karin Preugschat

Karin Preugschat arbeitet als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für unsere Ratsgruppe.

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