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Veranstaltung: Nachhaltige und gemeinwohlorientierte Wirtschaft

Unsere Veranstaltung „Mehr Wirtschaft wagen – Wirtschaftsförderung 4.0 – Nachhaltigkeit und Gemeinwohl für Köln“ war ein Erfolg.

Am 14. März 2023 hatten sich knapp 50 Menschen die Zeit genommen, um sich gemeinsam mit uns Gedanken über eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Wirtschaftsförderung Gedanken zu machen. Fast zwei Stunden gab es Vorträge und Diskussion rund um die „Wirtschaftsförderung 4.0“.

Hans Haake, Researcher im Forschungsbereich Stadtwandel beim Wuppertal Institut, eröffnete den Abend und stellte in einem knapp halbstündigen Vortag das Konzept Wirtschaftsförderung 4.0 vor. Er begründete, warum eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Wirtschaftsförderung notwendig ist: Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit lassen sich ohne eine Änderung bei der Art wie wir Wirtschaften nicht erreichen. Ganz offensichtlich tut sich unser derzeitiges Wirtschaftssystem aber schwer, sich hin zu einer sozial-ökologischen Wirtschaft zu transformieren. Was lässt sich kommunalpolitisch tun?

Ein wesentlicher Bereich in der kommunalen Wirtschaftspolitik, die wir als Wähler*innengruppe mitgestalten, ist die Wirtschaftsförderung. Nicht nur auf der Veranstaltung stellt sich uns daher die Frage, wie wir Wirtschaftsförderung gestalten wollen? Wer soll gefördert werden, was sind unsere Ziele? Wie soll Wirtschaft in Köln aussehen? Die Wirtschaftsförderung 4.0 ist eine Möglichkeit nachhaltiges Wirtschaften in Köln voranzubringen.

Das Konzept arbeitet mit einem erweiterten Begriff von Wirtschaft und bezieht auch Initiativen wie Repaircafes, Tauschringe oder andere kooperativ wirtschaftende Initiativen in die Wirtschaftsförderung ein. Die "Wirtschaftsförderung 4.0" möchte so die regionale Wertschöpfung und kooperative Wirtschaftsformen systematisch fördern und die lokale Wirtschaftsstruktur in den Kommunen stärken. Dahinter stehen die zukunftsorientierten Ziele von Wirtschaftsförderung: Klimaschutz und ein sparsamer Umgang mit Ressourcen.

Initiativen und Publikum kommen zu Wort

Folgerichtig kamen nach dem Einführungsvortrag drei alternativ wirtschaftende Unternehmen oder Institutionen zu Wort. Plastic2Beans, KLuG e.V. mit den Erfahrungen aus dem Wandelwerk und die Hafenakademie stellten ihre Geschäftsmodelle vor und formulierten, welche Unterstützung sie sich von der Stadt wünschen.

In der abschließenden Podiumsdiskussion konnte Max Thien, zuständig für Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei der KölnBusiness Wirtschaftsförderung, erläutern, welche Aspekte von Nachhaltigkeit schon jetzt Bestandteil der Wirtschaftsförderung sind. Oliver Szabo, von Ecohopper, brachte die Erfahrungen eines Plattformbetreibers ein, der nachhaltige wirtschaftende Unternehmen unterstützen möchte. Der Abend endete so mit einer lebhaften Diskussion, an dem sich das Publikum engagiert beteiligte.

Hinweise zur Audio-Datei

Vortrag ab Minute 3:00
Vorstellung der Unternehmungen ab Minute 30:00
Podiumsdiskussion ab Minute 53:15
Publikumsdiskussion ab Minute 1:14:00

 

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